Kategoriearchiv: Frankfurt am Main

Ein Grenzweg

Ein „Grenzweg“, der Höchst von Unterliederbach trennt und, geht man von der Blickrichtung aus, von Unterliederbach her kommt und nach Höchst führt. Hinter dem linken Zaun befindet sich die in der Umgestaltung befindliche Außenanlage des Mitscherlich Hauses, hinter dem rechten, grünen Zaun die Anlage 1 des KGV Unterliederbach. Geradeaus geht es direkt auf den Klotz des Varisano Klinikums zu.

Sachbeschädigung an Bushaltestellen

Am Dienstag, dem 27. Februar 2024, kam es zu diversen Sachbeschädigungen an Bushaltestellen in der West-Höchster-Straße.

Ein aufmerksamer Zeuge nahm gegen 01:00 Uhr wahr, wie ein Unbekannter die Scheiben mehrerer Haltestellen einschlug und sich daraufhin in unbekannte Richtung entfernte. Sodann rief der Beobachter die Polizei.

Der Tatverdächtige kann wie folgt beschrieben werden:

Männlich, ca. 20 Jahre alt, ca. 170 – 180cm groß; trug eine weiße Wollmütze.

Die Frankfurter Polizei bittet nun Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu dem Täter geben können, sich mit dem 17. Polizeirevier unter der Telefonnummer 069 / 755 – 11700 oder mit jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen. (Quelle: Polizeipräsidium Frankfurt am Main, Pressestelle)

Fußballsplitter

VfB Unterliederbach

Bereits am Freitag spielte die erste Mannschaft des VfB Unterliederbach beim SV 1951 Niederseelbach. Mit 0:8 trennten sich die beiden Gruppenligisten aus der Gruppenliga Wiesbaden. Die Unterliederbacher verteilten dabei ihre Tore gleichmäßig auf beide Halbzeiten.

Weniger Tore erzielte der VfB Unterliederbach II bei seinem Auswärtsspiel gegen die DJK Zeilsheim. Die beiden Mannschaften aus der Kreisliga B Maintaunus trennten sich mit 1:2.

Mobiltelefon geraubt

Zwei bislang unbekannte Männer raubten am Abend des 22.02.2024 einem 19-Jährigen das Mobiltelefon, als sich dieser am S-Bahnhof Griesheim aufhielt.

Der Geschädigte wartete gegen 19:20 Uhr am Gleis 1 des S-Bahnhofs, als ihn ein Mann ohne Vorwarnung am Hals würgte und zu Boden brachte. Der Angreifer befand sich zu diesem Zeitpunkt in Begleitung eines jüngeren Mannes. Im weiteren Verlauf raubten sie dem 19-Jährigen das Mobiltelefon und flüchteten gemeinsam über die Autogenstraße in Richtung Obere Rützelstraße. Sowohl der Geschädigte als auch ein Zeuge eilten ihnen hinterher. Hierbei versuchte einer der Männer den Zeugen mit einem spitzen Gegenstand zu verletzten. Beide Täter konnten sich anschließend im Bereich Obere Rützelstraße 24 über einen Garten von ihren Verfolgern in unbekannte Richtung absetzen.

Personenbeschreibung:

  1. Täter: Männlich, circa 50 Jahre alt; „verwahrlostes“ Erscheinungsbild; Bekleidung: dunkle Jacke, grauer Kapuzenpullover, dunkle Jogginghose.
  2. Täter: Männlich, circa 18 bis 25 Jahre alt, circa 160 bis 170 cm groß, Vollbart, lockige Haare; Bekleidung: helle Jacke und dunkle Jogginghose.

Zeugen mit sachdienlichen Hinweisen zu den Tätern werden gebeten, sich unter der Rufnummer 069 / 755 – 51499 bei der Frankfurter Kriminalpolizei oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden. (Quelle: Polizeipräsidium Frankfurt am Main, Pressestelle)

Oppa Balsers Lebensgeschichte – Erzähltheater in Frankfurter Mundart

An einem Dienstagnachmittag im Veranstaltungsraum des nachbarschaftsvereins Unterliederbach e.V. (nU.) warteten die üblichen Verdächtigen kurz vor 15 Uhr auf den Beginn einer Veranstaltung. Die üblichen Verdächtigen? Da war der Stadtteilhistoriker, da gab es einen Bassisten, der in Bands gespielt hat, die auch schon mal in Mundart gesungen haben, einige Damen der „Worzel“ waren anwesend und auch einfach neugierige Mitbürger und Mitbürgerinnen. Der Raum war gefüllt.

Eingeladen hatten der nachbarschaftsverein Unterliederbach – Eigenschreibweise – und das Quartiersmanagment der Caritas. Erzähltheater in Frankfurter Mundart wurde geboten. Frankfurter Mundart in Unterliederbach? Schon wieder eine Fremdsprache?

Vortragende waren Klaus Thanheiser, der auch Verfasser des Büchleins „Oppa Balsers Lebensgeschichte“ ist, und Klaus Hilger. Die Geschichte begann. Und die Geschichte war dieses Mal nicht die Geschichte der Herrschenden und Privilegierten, sondern Geschichte aus der Sicht einfacher Leute. Oppa Balser war der vom Kaiser begeisterte Junge, der dann später mit fast der gleichen kindlichen Begeisterungsfähigkeit in den ersten Weltkrieg zog, diese aber rasch verlor. Ein verlorenes Auge war auch ein Grund dafür.

Es folgte Chaos, dem Chaos die Weimarer Republik und letzterer die Weltwirtschaftskrise. Und dann? Braune Soße. Inzwischen wohnte man in der Ludwig-Landmann-Straße, die damals allerdings nicht Ludwig-Landmann-Straße hieß. Es folgte der nächste Weltkrieg.

Not. Not, auch als der Krieg schon vorbei war. Glüchlich diejenigen, die in Dollar anstelle von Mark bezahlt wurden oder auf eine im Schwarzhandel gebräuchliche Ersatzwährung Zugriff hatten.

Dann kam die Bundesrepublik. Man erfreute sich der deutsch-französischen Freunschaft, auch daran, dass sich der französische Präsident bei einer Rede ans deutsche Volk der deutschen Sprache bediente. Der US-amerikanische Präsident sprach auf dem Römerberg. Es ging auf die siebziger Jahre zu.

Der Vortrag dauerte fast drei Stunden, unterbrochen von einer Pause, in der man den angebotenen Kaffee und Kuchen genießen oder das Gespräch mit den Vortragenden suchen konnte. Der Vortrag war kurzweilig, nachdenklich machend und humorvoll. Klaus Thanheiser merkte man die Theatererfahrung an. Zudem sind beide Vortragende ein Beispiel dafür, dass man auch nach dem Eintritt in die Rente noch sinnvolles tun kann. Mein Daumen zeigt nach oben.

Adendum

Auch beim Autor wurden Erinnerungen wach: An die mit Blaubasalt gepflasterte Kleyerstraße und an den für Großveranstaltungen geeigneten Römerberg. John F. Kennedy hat mich begeistert und auch Willy Brandt. Weniger begeistert hat mich, dass man das Gelände zwischen Dom und Römer später geschichtsvergessen im Faller-Stil bebaut hat.