Kategoriearchiv: Frankfurt am Main

Sindlinger Spaziergänge – jeder Schritt verbindet

ffm. Ein gemeinsamer Spaziergang kann weit mehr sein als Bewegung an der frischen Luft. Er kann Türen öffnen – zu Gesprächen, neuen Begegnungen und einem Gefühl von Gemeinschaft. Mit den Sindlinger Spaziergängen gibt es nun ein niedrigschwelliges Angebot, das genau dort ansetzt, wo viele ältere Menschen Unterstützung brauchen: im Alltag. „Gerade für Seniorinnen und Senioren, die allein leben oder nur wenige soziale Kontakte haben, kann Einsamkeit zur täglichen Belastung werden“, sagt Nanine Delmas, Leiterin des Jugend- und Sozialamtes. Und weiter: „Oft verhindern gesundheitliche Einschränkungen, eine geringe Mobilität oder persönliche Hemmschwellen die Teilnahme an bestehenden Freizeitangeboten. Der Sindlinger Spaziergang möchte diesen Menschen ein unkompliziertes und herzliches Angebot machen.“

Da es in Sindlingen „Nord“ nur wenige geeignete Treffpunkte für gemeinsame Aktivitäten gibt, wird der öffentliche Raum selbst zum Begegnungsort. Gemeinsam spazieren gehen bedeutet hier nicht Sport oder Training, sondern Zeit miteinander verbringen, miteinander ins Gespräch kommen und das eigene Quartier neu erleben.

Das Angebot richtet sich insbesondere an Seniorinnen und Senioren aus Sindlingen „Nord“. Gleichzeitig sind auch ältere Menschen aus Sindlingen „Süd“ sowie dem benachbarten Zeilsheim willkommen. So entstehen neue Kontakte über Quartiersgrenzen hinweg und ein lebendiges Miteinander im Stadtteil. „Oft braucht es nur einen kleinen Anlass, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Ein gemeinsamer Spaziergang kann der erste Schritt aus der Einsamkeit sein und neue Freundschaften entstehen lassen“, erläutert Delmas die Idee hinter dem Angebot.

Der Sindlinger Spaziergang ist bewusst offen gestaltet: Es gibt keine Anmeldepflicht, keine Kosten und keine Verpflichtung, regelmäßig teilzunehmen. Jede und jeder kann einfach dazukommen – ganz unabhängig von der eigenen körperlichen Fitness oder bisherigen Erfahrungen. Im Mittelpunkt stehen Begegnung, Austausch und das gute Gefühl, gemeinsam unterwegs zu sein. Das Angebot setzt ein Zeichen für mehr soziale Teilhabe im Alter und zeigt, dass oft schon kleine gemeinsame Wege einen großen Unterschied machen können.

Die Projektpartner des Angebots sind der Frankfurter Verband und der Caritasverband Frankfurt mit ihrem Quartiersmanagement Sindlingen. Das Angebot ist kostenfrei und wird von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft als Teil ihrer Förderlinie „LEA – Linderung von Einsamkeit im Alter“ unterstützt.

Der Flyer zu den Sindlinger Spaziergängen steht als PDF-Dokument zum Download bereit.

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Sindlinger Spaziergänge, Copyright: Frankfurter Verband

(Quelle: Stadt Frankfurt am Main)
 

Straßburger Straße bleibt Einbahnstraße

ffm. Wegen Arbeiten der Netzdienste Rhein-Main an Versorgungsleitungen bleibt die Straßburger Straße in Höhe der A5 bis Donnerstag, 1. Oktober, Einbahnstraße in Richtung Osten.

Eine Umleitung in Gegenrichtung erfolgt über Lyoner Straße, Schwanheimer Ufer und Tannenkopfweg.

Fußgängerinnen und Fußgänger können die Baustelle passieren. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Frankfurt-Unterliederbach: Festnahme nach mutmaßlichem Drogenhandel

(ma) Am Montagabend (31. August 2026) wurde der Polizei ein mutmaßlicher Drogenhandel im Bereich der Gebeschusstraße gemeldet. Die Streife nahm zwei Tatverdächtige fest und stellte Betäubungsmittel im mittleren zweistelligen Kilobereich sicher.

Nach aktuellen Erkenntnissen wurde die Polizei gegen 20:00 Uhr alarmiert, da sich drei Männer verdächtig an einem Fahrzeug auf der Straße verhalten haben sollen.

Noch vor Eintreffen der Streife flüchtete ein 20-Jähriger. Ein 30- und ein 34-jähriger Tatverdächtiger wurden festgenommen. Im Fahrzeug fanden die Beamten eine nicht geringe Menge an Betäubungsmitteln und stellten diese sicher. Es handelte sich hierbei um Khat-Blätter.

Im Rahmen der Fluchtwegabsuche fanden die Polizisten zudem eine Tasche mit mehreren Tausend Euro Bargeld, welche ebenfalls sichergestellt wurde. Die Identität des geflüchteten 20-Jährigen konnte im Rahmen der Ermittlungen festgestellt werden.

Bei allen drei Tatverdächtigen erfolgte sodann eine Wohnungsdurchsuchung, bei der in einem Fall weitere Beweismittel sichergestellt wurden.

Im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen wurden die Tatverdächtigen wieder auf freien Fuß gesetzt. (Quelle: Polizeipräsidium Frankfurt am Main, Pressestelle)

Frankfurt-Nied: Gartenhüttenbrand

(ha) Am gestrigen Sonntagabend (30. August 2026) brannte eine Gartenhütte in Frankfurt Nied. Die Feuerwehr konnte das Feuer schnell löschen. Es wurde niemand verletzt.

Die Einsatzkräfte wurden gegen 20:00 Uhr alarmiert. Im Bereich der Grünen Heide stand eine Gartenhütte in Brand. Die Rauchentwicklung war weithin sichtbar. Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten den Brand schnell löschen. Dieser hatte zu diesem Zeitpunkt jedoch schon eine angrenzende Lagerscheune, einen dort abgestellten PKW und einen Anhänger beschädigt. Der entstandene Sachschaden liegt nach ersten Schätzungen im unteren fünfstelligen Bereich.

Die Kriminalpolizei hat die Brandursachenermittlungen aufgenommen. Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter der 069 / 755 – 51599 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden. (Quelle: Polizeipräsidium Frankfurt am Main, Pressestelle)

Neue Frankfurter Stadtregierung im Amt

Vier neue hauptamtliche und 14 neue ehrenamtliche Magistratsmitglieder von der Stadtverordnetenversammlung gewählt

ffm. Neue Zuständigkeiten, aber auch viel Kontinuität: Die Stadtverordnetenversammlung hat am Donnerstag, 27. August, vier neue hauptamtliche Magistratsmitglieder gewählt. Nils Kößler wird künftig Bürgermeister und Wirtschaftsdezernent sein, Susanne Serke übernimmt das Amt der Stadtkämmerin, Martin-Benedikt Schäfer wird Dezernent für Ordnung, Sicherheit, Feuerwehr und Bevölkerungsschutz und Yannick Schwander ist verantwortlich für die Mobilität in der Stadt. Sie erhielten ihre Ernennungsurkunden aus der Hand von Oberbürgermeister Mike Josef. Stadtverordnetenvorsteherin Claudia Korenke führte sie ins Amt ein und vereidigte die künftigen Stadträte. Alle vier neuen Magistratsmitglieder sind für sechs Jahre gewählt.

Mit der Wahl der neuen Dezernentin sowie der neuen Dezernenten steht die neue Frankfurter Stadtregierung nun fest – die Arbeit kann beginnen. Künftig besteht der Magistrat aus zwölf hauptamtlichen Mitgliedern: Vier kommen neu hinzu, acht bereits amtierende Stadträte bleiben im Amt – teilweise mit veränderten oder erweiterten Zuständigkeiten.

Zudem wurden 14 neue ehrenamtliche Magistratsmitglieder gewählt. Diese sind: Gregor Amann, Beatrix Baumann, Thomas Bäppler-Wolf, Daniela Birkenfeld, Felicitas Dubuque, Martina Düwel, Ina Hauck, Bernd Heidenreich, Martin Huber, Maximilian Klöckner, Monika Krause, Stephan Siegler, Margarete Wiemer und Stephanie Wüst.

Das sind die neuen hauptamtlichen Magistratsmitglieder

Neuer Bürgermeister ist Nils Kößler. Er übernimmt das Dezernat für Wirtschaft, Recht und Innovation. Der Jurist und Betriebswirtschaftler wurde 1977 in Frankfurt am Main geboren und war unter anderem als Richter an Amts- und Landgericht sowie als Ministerialrat im Hessischen Ministerium des Innern und für Sport tätig. Kößler war lange Jahre Mitglied des Ortsbeirates 9 (Dornbusch, Eschersheim, Ginnheim) und seit 2011 Stadtverordneter. Kößler engagiert sich ehrenamtlich als Zugführer bei der Freiwilligen Feuerwehr Ginnheim und hat neben anderen Mitgliedschaften auch die des Bürgervereins Eschersheim. Nils Kößler ist Inhaber der Römerplakette der Stadt Frankfurt am Main in Bronze, Silber, Gold und Platin für die seit über 25 Jahren geleistete ehrenamtliche Tätigkeit.

Stadtkämmerin ist Susanne Serke. Sie ist die erste Stadtkämmerin in der Geschichte Frankfurts und auch für die Beteiligungen zuständig. Serke wurde 1979 in Frankfurt am Main geboren und absolvierte ein Studium zur Bankbetriebswirtin bei der Sparkassen-Akademie Hessen-Thüringen. Seit 1999 war sie in einem Frankfurter Kreditinstitut beschäftigt. Sie war seit 2011 Mitglied im Ortsbeirat 6 (Goldstein, Griesheim, Höchst, Nied, Schwanheim, Sindlingen, Sossenheim, Unterliederbach und Zeilsheim) und stand diesem seit 2016 vor. Sie war Mitglied der Stadtverordnetenversammlung seit 2021. Sie ist im Frankfurter Westen verwurzelt und macht in ihrer Freizeit gerne Musik: Sie spielt Querflöte, Gitarre und Ukulele.

Neuer Dezernent für Verkehr, Mobilität und Logistik ist Yannick Schwander. Der 1988 in Frankfurt am Main geborene studierte Politikwissenschaftler war seit 2015 Pressesprecher der Stadt Bad Vilbel. Er war seit 2011 Mitglied im Ortsbeirat 13 (Nieder-Erlenbach) und dort seit 2016 Ortsvorsteher. Seit 2021 war Schwander auch Mitglied der Stadtverordnetenversammlung. In seiner Freizeit engagiert sich Schwander ehrenamtlich im Fußball und bei der Fastnacht. Er war Jugendtrainer und ist Büttenredner sowie hin und wieder auch Sitzungspräsident.

Dem Dezernat Ordnung, Sicherheit, Feuerwehr und Bevölkerungsschutz wird künftig Martin-Benedikt Schäfer vorstehen. Schäfer wurde 1986 in Frankfurt am Main geboren, studierte Rechtswissenschaft und Ethnologie und ließ sich danach als Rechtsanwalt nieder. Von 2009 bis 2022 war er als Ehrenbeamter Stadtbezirksvorsteher in Sachsenhausen. Von 2011 bis 2026 war er Mitglied des Ortsbeirates 5 (Niederrad, Oberrad, Sachsenhausen). Seit 2021 war er zudem Mitglied der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung. Ehrenamtlich engagiert er sich bei der Gesellschaft für Frankfurter Geschichte und ist dort Mitglied des Vorstandes.

Kontinuität und neue Zuständigkeiten

Die neue Stadtregierung besteht damit künftig aus zwölf hauptamtlichen Mitgliedern. Mit teilweise neuen Zuständigkeiten bleiben die folgenden Magistratsmitglieder im Amt:

Mike Josef, 2023 direkt gewählter Oberbürgermeister, ist oberster Dienstherr der Stadtverwaltung Frankfurt, Sprecher des Magistrats und zuständig für das Sportdezernat und das Stadtmarketing.

Marcus Gwechenberger bleibt Dezernent für Planen und Wohnen und übernimmt zusätzlich das Personaldezernat. Er ist seit 2023 im Amt.

Eileen O’Sullivan bleibt Dezernentin für Bürger:innen, Digitales und Internationales. Sie ist seit 2021 im Amt.

Für Kultur und Wissenschaft ist weiterhin Ina Hartwig zuständig. Sie ist seit 2016 hauptamtliche Stadträtin.

Dezernentin für Soziales und Gesundheit bleibt Elke Voitl. Sie wurde 2021 in ihr Amt gewählt.

Tina Zapf-Rodríguez bekommt neue Aufgaben hinzu. Ihr Dezernat heißt ab jetzt: Dezernat für Klima, Umwelt, Sauberkeit, Frauen, Diversität und Migration. Sie ist seit Juli 2024 im Amt.

Sylvia Weber bleibt Dezernentin für Bildung. Sie ist seit 2016 hauptamtliches Magistratsmitglied.

Wolfgang Siefert wechselt vom Dezernat für Mobilität ins Dezernat für Bauen, Liegenschaften und Kliniken. Er ist seit 2023 hauptamtliches Magistratsmitglied.

Der zukünftig geltende offizielle Dezernatsverteilungsplan, der auch alle Zuständigkeiten der Dezernentinnen und Dezernenten für die Ämter, Betriebe und Institutionen aufschlüsselt, ist am Freitag, 28. August, in Kraft getreten. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Frankfurt-Griesheim: Mehrfache Brandstiftung

(bo) Mittwochnacht (26. August 2026) und Donnerstagnacht (27. August 2026) kam es zu mehreren Bränden in Griesheim. Die Polizei sucht Zeugen.

Mittwochnacht kam es zwischen 02:17 Uhr und 02:30 Uhr zu insgesamt drei Bränden im Bereich der Mainzer Landstraße in Griesheim auf Höhe der Straßenbahnhaltestelle „Linnegraben“.

Zunächst meldeten Zeugen einen Mülltonnenbrand in der Mainzer Landstraße 504. Im Rahmen der Brandbekämpfung stellte die Feuerwehr einen weiteren Brand von zwei Abfallsammelcontainern auf Höhe der Mainzer Landstraße 518 fest. Gegen 02:30 Uhr brannte zudem ein Fahrzeug auf Höhe der Mainzer Landstraße 617. Zeugen beobachteten eine männliche Person mit weißer Kleidung in unmittelbarer Tatortnähe. In der darauffolgenden Nacht kam es gegen 03:40 Uhr zu einem erneuten Fahrzeugbrand auf Höhe des „Griesheimer Stadtwegs 11“ unterhalb der Autobahnbrücke der BAB5.

Zeugen, die sachdienliche Hinweise zur Tat und oder zu dem Täter beziehungsweise den Tätern geben können, werden gebeten sich mit dem Fachkommissariat unter der Rufnummer 069 / 755 – 51599 oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen. (Quelle: Polizeipräsidium Frankfurt am Main, Pressestelle)

Stadt Frankfurt trauert um Zeichner und Autor Hans Traxler

ffm. Die Stadt Frankfurt gibt im Namen der Familie Traxler bekannt, dass der Zeichner, Maler und Autor Hans Traxler am Montag, 24. August, im Alter von 97 Jahren in Frankfurt am Main verstorben ist. Traxler, der 1929 in Herrlich in Böhmen geboren wurde, gehörte zu den bekanntesten und einflussreichsten Zeichnern und Autoren der Komischen Kunst in Deutschland. Er war Mitbegründer der Satiremagazine Pardon und Titanic und Mitglied der Künstlergruppe „Neue Frankfurter Schule“, unter deren Einfluss sich das Komikverständnis in Deutschland grundlegend veränderte. Traxler ist Träger der Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt und hinterlässt ein umfangreiches Werk an Cartoons, Bildgedichten, Illustrationen und Kinderbüchern.

Oberbürgermeister Mike Josef sagt: „Wir verlieren einen großen Künstler und eine außergewöhnliche Persönlichkeit. Hans Traxlers kreatives Wirken hat tiefe Spuren nicht nur in Frankfurt hinterlassen. Als Mitglied der ‚Neuen Frankfurter Schule‘ war er federführend daran beteiligt, von Frankfurt aus die Komiklandschaft in Deutschland neu zu prägen. Als er in den 1980er Jahren den damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl als Birne zeichnete, schuf er eine ikonische Bildsprache für das kollektive Gedächtnis der Bundesrepublik. Mit dem ICH-Denkmal im Frankfurter Grüngürtel hat er der Stadt das vielleicht demokratischste aller Denkmäler geschenkt. Seit 2005 steht es gerade in Zeiten vieler gesellschaftlicher Probleme für die Wichtigkeit eines jeden Menschen. Unter dem Motto ‚Jeder Mensch ist einzigartig‘, ist es ein sichtbares Zeichen für Integration, Vielfalt und Toleranz. Als Wahlfrankfurter hat er unserer Stadt viel gegeben und von hier aus bundesweit gewirkt. Hans Traxler war für unsere Stadt eine feste Größe, was mit der Verleihung der Goethe-Plakette an ihn zum Ausdruck kam. Wir verneigen uns vor einem beeindruckenden Lebenswerk.“

„Der Abschied von Hans Traxler fällt schwer. Besonders haben mir seine Kinderbücher und seine Cartoons gefallen. Sein warmer, manchmal spitzer Humor hat zusammen mit seinen weichen und großartigen Zeichnungen immer ein perfektes Gesamtwerk ergeben“, sagt Stadtverordnetenvorsteherin Claudia Korenke. Mit seinem unverwechselbaren Werk habe Traxler die kulturelle Identität Frankfurts über Jahrzehnte mitgeprägt und der Stadt weit über ihre Grenzen hinaus eine eigene, humorvolle Stimme gegeben. Sein Wirken werde in Frankfurt ebenso weiterleben wie in den vielen Büchern, Zeichnungen und Geschichten, die Generationen begleitet haben. „Er wird uns sehr fehlen“, sagt Korenke.

Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, sagt: „Es stimmt mich sehr traurig, dass wir uns von Hans Traxler verabschieden müssen. Er gehörte zu den herausragenden Künstlern der Komischen Kunst – in Frankfurt, bundesweit und auch darüber hinaus. Es gab zahlreiche internationale Übersetzungen seiner Werke – wie beispielsweise im koreanischen, japanischen oder amerikanischen Sprachraum. Sein feiner Humor hat mir schon früh als Leserin der Titanic außerordentlich gefallen. Hans Traxler war Perfektionist und legte Wert auf höchste Qualität. Diese hohen Anforderungen an sich und andere führten zu außerordentlichen Ergebnissen. Das Werk von Hans Traxler wird weit über die Gegenwart hinaus Bestand haben und künftige Generationen inspirieren. Wir alle und insbesondere die Komische Kunst verlieren mit ihm eine große kreative Persönlichkeit.“

„Die schärfsten Kritiker der Elche / waren früher selber welche“

Hans Traxler war Satiriker, Maler, Zeichner, Illustrator und schuf als Autor satirische Texte sowie Kinderbücher. Zusammen mit F. W. Bernstein, Bernd Eilert, Robert Gernhardt, Eckhard Henscheid, Pit Knorr, Chlodwig Poth und F. K. Waechter bildete er die Künstlergruppe „Neue Frankfurter Schule“. Die legendäre Elch-Gruppe stellte eine bundesrepublikanische Größe dar – mit ihrer Zentrale in Frankfurt am Main. Der Zweizeiler „Die schärfsten Kritiker der Elche / waren früher selber welche“ von F. W. Bernstein wurde ihr Leitspruch. Zeichnerisch umgesetzt hat ihn Hans Traxler. Der Elch findet sich auch wieder im Logo des Caricatura Museums, 2008 wurde die Bronzefigur vor dem Museum eingeweiht.

Zu Traxlers frühesten und bekanntesten Werken gehört die Wissenschaftsparodie „Die Wahrheit über Hänsel und Gretel“ (1963). 1962 war er Mitgründer des Satire-Magazins „Pardon“.

Die späten 1970er und die 1980er Jahre waren für Traxler ungemein produktive Jahre. Neben der Gründung der „Titanic“ arbeitete er für das Zeit-Magazin, für die Magazine der FAZ, der Süddeutschen Zeitung und andere. 1982 erschien „Birne – das Buch zum Kanzler” mit Texten von Pit Knorr. Als einer der ersten deutschen Cartoonisten schaffte er es mit „Aus dem Leben der Gummibärchen“ von 1992 bis auf den amerikanischen Cartoonmarkt.

2005 schenkte Traxler seiner Wahlheimat Frankfurt das ICH-Denkmal im Frankfurter Grüngürtel. Unter dem Motto „Jeder Mensch ist einzigartig“ kann sich jeder auf dem mit „ICH“ beschrifteten Sandsteinsockel fotografieren und so zum eigenen Denkmal werden.

Auch im hohen Alter noch ausgesprochen kreativ

Vom schnellen Tagesgeschäft zurückgezogen, blieb Hans Traxler als Autor und Illustrator bis zuletzt ungemein kreativ. 2024 erschien „Wie die Malerei verschwand. Eine Kunstgeschichte“, eine satirisch-realistische Abrechnung mit dem Kunst- und Lehrbetrieb. 2025 folgten „Eine Ode an den Ammersee“, eine humorvoll pointierte Hommage an seinen Lieblingssee und „Die Bildergedichte“, mit Klassikern und vielen neuen Bilderserien des Künstlers sowie eine Neuauflage von Mark Twains „Bummel durch Europa“ mit Illustrationen Traxlers.

Eine Kurzbiographie von Hans Traxler findet sich beigefügt als PDF-Dokument zum Download.

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Kurzbiographie von Hans Traxler

(Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Blick in den Emil-Siering-Park

Der spätsommerliche Blick geht hier in den nördlichen Emil-Siering-Park. Die Farben erinnern an Herbst. Nach einem zu trockenem Sommer hat die Natur und fast alles Naturnahe gelitten.

Erkennbar sind im Hintergrund Spiel- und Sportgeräte. Zu klein? Das Bild anklicken. Zumindest der Basketballkorb sollte dann erkennbar, Tischtennisplatten erahnbar sein. 😉