Kategoriearchiv: Frankfurt am Main

Unterliederbach: Vor fünfzehn Jahren

Vor fünfzehn Jahren in Frankfurt am Main Unterliederbach. Die Liederbacher Straße war schon lange nicht mehr die Hauptstraße, den EDEKA-Laden hat der Autor nie im geöffneten Zustand gesehen. Trotzdem sollte das Ladenlokal noch ein paar Jahre mit diesem Schild Bestand haben.

Auf dem Marktplatz hat nie ein Markt stattgefunden. Er wird aber für jährlich stattfindende Veranstaltungen genutzt. Das sind ein Jazzkonzert, die Kerb und das Aufstellen des Weihnachtsbaums.

Frankfurt-Schwanheim: Ungebetener Gast wird renitent

(di) Am Abend des 12. Oktober 2026 griff eine weibliche Person im Rahmen einer Überprüfung in einer Wohnung in Schwanheim eine Polizistin an und verletzte diese. Es erfolgte die Festnahme und Einlieferung.

Gegen 19:50 Uhr erhielt das zuständige Polizeirevier zunächst die telefonische Mitteilung darüber, dass sich in einer Wohnung in Schwanheim zwei fremde Personen befänden, die die Wohnung nicht verlassen würden.

Eine Funkstreife konnte die Situation vor Ort dahingehend aufklären, dass der betagte Wohnungsinhaber aus Hilfsbereitschaft zwei Obdachlosen den Aufenthalt in seiner Wohnung gewährte. Der ebenfalls dort lebende Sohn forderte die Personen jedoch auf, die Wohnung zu verlassen, woraufhin ihn eine der Personen, eine 30-Jährige, angegriffen haben soll.

Als das Streifenteam die Personalien der 30-Jährigen feststellen wollte, beabsichtigte diese, zu flüchten. Als eine Beamtin die Flucht unterbinden wollte, soll die 30-Jährige nun mit der Faust in Richtung des Kopfes geschlagen und die Beamtin derart an den Haaren gezogen haben, dass diese zu Boden ging. Bei der anschließenden Festnahme leistete die 30-Jährige zudem Widerstand.

Während der 41-jährige Begleiter aus der Wohnung verwiesen wurde, folgte für die 30-Jährige die Einlieferung in die Haftzellen des Polizeipräsidiums. Sie muss sich nun wegen des Verdachts der Körperverletzung sowie des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte verantworten. (Quelle: Polizeipräsidium Frankfurt am Main, Pressestelle)

In eigener Sache: Header-Bild hinzugefügt

In die kleine, unbedeutende Straße im Westen von Frankfurt am Main zieht Photovoltaik ein. Nach und nach werden die Anlagen auf den Dächern der dort befindlichen Mehrfamilienhäuser montiert, zumindest auf denen, die zum Bestand der ABG gehören. Was lag also näher, als dies auch im Header dieser Seite zu dokumentieren.

Den Strom dort erzeugt übrigens die Mainova, Mieter können einen Preisvorteil erzielen, sofern sie Kunden der Mainova sind. Alle anderen müssen rechnen.

Das obige Bild wurde nach Abschluss der Bauphase aufgenommen, Baugerüst mit Sicherheitsnetz steht aber noch. Rabenvögel und Tauben sind auch auf „ihre“ Kamine zurückgekehrt. Das Header-Bild ist einfach ein Ausschnitt obiger Aufnahme.

Philippe Sands mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2026 ausgezeichnet

ffm. Dem französisch-britischen Juristen und Autor Philippe Sands wurde am Sonntag, 11. Oktober, in der Frankfurter Paulskirche der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen. Unter den rund 700 geladenen Gästen waren unter anderem auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundesjustizministerin Stefanie Hubig, Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour und Timon Gremmels, hessischer Staatsminister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur. Die Laudatio hielt Mirjam Zadoff, österreichische Judaistin, Historikerin und Direktorin des NS-Dokumentationszentrums München.

Die Dankesrede Philippe Sands‘ steht unter dem Titel „Der Albatros des Schweigens“. Die Auszeichnung mit dem Friedenspreis sei für ihn in verschiedener Hinsicht außerordentlich, unter anderem, „weil das Thema Frieden im Zentrum jener Themen steht, die meine Arbeit durchdringen“. Diese Themen sind „die Last und die Gefahren des Schweigens, die Auseinandersetzung mit Missständen, die Rechte von Individuen und Gruppen und die Unentbehrlichkeit des Rechtsstaatsprinzips“. Er sagte: „Frieden braucht Gerechtigkeit. Gerechtigkeit braucht Regeln. Regeln brauchen das Recht. Und das Recht und Gesetze gelten universell, nicht selektiv. Genau das meint das Rechtsstaatsprinzip.“

Allerdings – so stellte er fest – würden Nationalismen und Populismen heute wieder „Rassismus, Antisemitismus, Islamophobie und mehr hervorbringen. Grenzen werden verletzt, Zivilist*innen ins Visier genommen, Verbrechen begangen, Kräfte entfesselt, rechtsfreie Räume geschaffen. Auch die Natur wird angegriffen, wie der Klimanotstand dieses Sommers bestätigte.“ Zudem würde eine neue Abhängigkeit von Technologien und künstlichen Intelligenzen entwickelt, die uns zu vernichten drohen.

Was jetzt zu tun sei, fragte Sands und sagte in Hinblick auf das Völkerrecht, die Regeln der internationalen Gemeinschaft: „Jetzt ist die Zeit, für sie einzutreten, nicht zu schweigen. Zeit, den Tatsachen ins Auge zu sehen, unsere Prinzipien hochzuhalten, auf sie zu bauen. Zeit, um zu widerstehen, nicht um zu verzagen, denn für das Rechtsstaatsprinzip braucht man einen langen Atem.“

Töten als Kriegsverbrechen, als Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder ein Völkermord seien alles schreckliche Verbrechen: „Sie verlangen nach Verantwortlichkeit und müssen angeprangert werden.“ Deutschland habe viele Gräuel angeprangert und sei aktiv geworden, doch „zu Israel, zum Gazastreifen und zum Westjordanland ist das deutsche Schweigen bis heute laut“, so Sands. „Mir ist auch bekannt, dass einige deutsche Führungspersönlichkeiten in ihrer Kritik an den Handlungen Israels allmählich schärfere Töne anschlagen. Das ist richtig, auch wenn es noch sehr zögerlich und verhalten geschieht. Es ist nicht antisemitisch. Es ist nicht ‚Anti-Israel‘. Es ist die Wahrheit.“

Zum Abschluss sagte er: „Was ich weiß, ist dies: Schweigen ist nicht der Weg. Nicht für eine Familie. Nicht für eine Gemeinschaft. Nicht für ein Land. Und genau hier kommen Recht und Literatur zusammen, indem sie Geschichten erzählen, Denkanstöße geben, den Mächtigen die Wahrheit sagen, Vorurteilen und Doppelmoral entgegentreten, Dinge ausgraben, die manche gern verbergen würden. Lassen Sie uns erkennen, dass Schweigen uns wie ein Albatros um den Hals hängen wird.“

In ihrer Laudatio sagte Mirjam Zadoff über Philippe Sands: „Wir ehren einen Geschichtenerzähler, dessen Bücher hohen literarischen Anspruch mit historischer Präzision verbinden. Und wir ehren einen Weltenwanderer, dessen Neugier, Offenheit und Heiterkeit ihn nicht nur in weit entfernte Gegenden unserer Zeit führen, sondern auch in vergangene Landschaften.“ Obwohl Sands als Autor in die Abgründe unserer menschlichen Existenz schaue, bewegten ihn nicht „Düsternis, Bitterkeit oder Zynismus“. Vielmehr spreche aus seinem Werk „die Liebe zur Musik, die Liebe zur Welt und die Liebe zu den Menschen“.

Sebastian Guggolz, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, ging auf die beiden Rollen von Philippe Sands ein: Als Anwalt am Internationalen Strafgerichtshof strebe er nach einem entschiedenen Ergebnis, bei dem ein juristischer Urteilsspruch eine Vereindeutigung bedeute, als Autor wiederum habe Sands mit „dem erzählenden Sachbuch (…) eine Spielform gefunden, die das gefällte Urteil wieder in die Vielschichtigkeit zurückführt“. So wirke die „Möglichkeit der erzählerischen Darstellung wie ein Befreiungsschlag für den Juristen, sie entfesselt seine Erzählfreude, zeigt sein meisterhaftes Gespür für mehrdeutige Situationen und für die Menschen, die, ob Täter oder Opfer, am Unrecht beteiligt sind und mit den Auswirkungen und den Konsequenzen leben müssen.“

Oberbürgermeister Mike Josef betonte, dass die Gesellschaft vor vielen Herausforderungen stehe, dass jedoch „Faschismus und Antisemitismus niemals eine Lösung sind, aber immer das Problem“. Und weiter: „Darum will ich den heutigen Tag nutzen, um aus der Paulskirche heraus zu erinnern: Wir können Freiheit und Demokratie erkämpfen, aber wir können damit auch scheitern. Handeln wir, bevor es zu spät ist.“

Seit 1950 vergibt der Börsenverein des Deutschen Buchhandels zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Preisträgerinnen und Preisträger waren unter anderem Albert Schweitzer, Astrid Lindgren, Václav Havel, Jürgen Habermas, Susan Sontag, Navid Kermani, Margaret Atwood, Serhij Zhadan, Salman Rushdie, Anne Applebaum und im vergangenen Jahr Karl Schlögel. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert.

Die Reden von Philippe Sands und Mirjam Zadoff sowie die beiden Grußworte sind unter friedenspreis-des-deutschen-buchhandels.de abrufbar.

Das Buch mit allen Reden der Preisverleihung ist ab Mittwoch, 11. November, im Buchhandel für zehn Euro erhältlich: Reclam Verlag, ISBN: 978-3-15-014840-2. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Frankfurt-Höchst: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte

(bo) Gestern Abend (9. Oktober 2026) soll ein 17-Jähriger Widerstand im Rahmen einer Personenkontrolle geleistet haben.

Nach aktuellen Erkenntnissen begaben sich die eingesetzten Beamten gegen 20:45 Uhr zu einer gemeldeten Schlägerei zwischen mehreren Personen in den Sossenheimer Weg. Vor Ort trafen sie eine größere Personengruppe an und kontrollierten diese. Im Rahmen der Kontrolle forderten die Polizeibeamten den 17-jährigen Tatverdächtigen auf, sich auszuweisen. Dies verweigerte er zunächst und reagierte aggressiv. Im weiteren Verlauf versuchte der Tatverdächtige immer wieder die Maßnahme mit seinem Verhalten zu stören, weshalb er schließlich gefesselt werden sollte. Bei der Fesselung leistete er Widerstand, indem er versuchte sich mit erheblichem Kraftaufwand aus den Griffen zu lösen, seine Arme verschränkte und seinen Körper versteifte. Zwei Polizisten erlitten bei der Festnahme leichte Verletzungen. Der 17-jährige Tatverdächtige wurde nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen an einen Erziehungsberechtigten übergeben.

Er muss sich nun in einem Strafverfahren verantworten. (Quelle: Polizeipräsidium Frankfurt am Main, Pressestelle)

19-stündiger Großeinsatz im Dornbusch beendet

ffm. Nach einem mehrstündigen Großeinsatz hat die Feuerwehr Frankfurt am Main die Löscharbeiten nach einem Brand in einem Gebäude auf einem Schulgelände in der Fritz-Tarnow-Straße im Stadtteil Dornbusch beendet. Das Feuer war in der Nacht zu Freitag, 9. Oktober, ausgebrochen. In dem Gebäude waren Hilfsgüter gelagert, die für die Ukraine bestimmt waren.

„Es macht mich sehr betroffen, dass ausgerechnet Sachspenden, die für die Ukraine gedacht waren, durch das Feuer zerstört wurden. Hinter diesen Spenden stehen die Hilfsbereitschaft und das Engagement vieler Menschen. Die aktuelle weltpolitische Lage führt uns einmal mehr vor Augen, wie wichtig unsere Solidarität ist. Wir stehen weiterhin fest an der Seite der ukrainischen Bevölkerung und werden dies auch in Zukunft tun“, betont Martin-Benedikt Schäfer, Dezernent für Ordnung, Sicherheit, Feuerwehr und Bevölkerungsschutz, und ergänzt: „Ich bedanke mich ausdrücklich bei allen Einsatzkräften, die seit Freitagnacht den Brand erfolgreich bekämpft haben.“

Die erste Alarmierung erfolgte gegen 2.30 Uhr aufgrund von Brandgeruch. Vor Ort bestätigten die Einsatzkräfte ein Feuer und stellten eine starke Rauchentwicklung fest. Daraufhin wurden weitere Kräfte alarmiert. Es befanden sich keine Personen im Gebäude.

Nachdem die offenen Flammen gelöscht waren, begannen umfangreiche und personalintensive Nachlöscharbeiten. Über mehrere Stunden musste das Brandgut aus dem Lagergebäude geräumt werden, um sämtliche Glutnester aufzuspüren und abzulöschen. So konnte verhindert werden, dass sich erneut ein Feuer entwickelt. Die Arbeiten waren besonders aufwendig, da einzelne Brandstellen nur schwer erreichbar waren und die Einsatzkräfte aufgrund der Brandgase unter Atemschutz arbeiten mussten. Deshalb waren regelmäßige Ablösungen der eingesetzten Kräfte erforderlich. Gegen 21 Uhr konnte der Einsatz nach rund 19 Stunden schließlich beendet werden.

Insgesamt waren über 300 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Frankfurt am Main sowie weiterer beteiligter Organisationen an dem Großeinsatz beteiligt. Unterstützung kam unter anderem von der Feuer- und Rettungsdienstakademie der Feuerwehr Frankfurt in Form von Personal, dem Technischen Hilfswerk (THW) sowie den Werkfeuerwehren von Infraserv Höchst und des Flughafens Frankfurt (Fraport).

Andreas Ruhs, Direktionsbereichsleiter Einsatzvorbereitung der Feuerwehr Frankfurt, ordnet ein: „Wir wurden in den frühen Morgenstunden zu einem großen Brand alarmiert. Innerhalb kürzester Zeit waren sehr viele Einsatzkräfte an vorderster Front gefordert. Dass wir so schnell und schlagkräftig reagieren konnten, verdanken wir auch der hervorragenden Zusammenarbeit zwischen Berufsfeuerwehr, Freiwilliger Feuerwehr und den Kräften des Katastrophenschutzes. Alle Beteiligten haben Hand in Hand gearbeitet und gemeinsam dafür gesorgt, dass wir den Brand unter Kontrolle bringen und die aufwendigen Nachlöscharbeiten bewältigen konnten. Mein ausdrücklicher Dank gilt allen Einsatzkräften für ihren engagierten und professionellen Einsatz.“

Aufgrund der Geruchsbelästigung durch den Brandrauch war über das Modulare Warnsystem (MoWaS) eine Gefahreninformation, unter anderem über Warn-Apps, an die Bevölkerung herausgegeben worden. Eine Gesundheitsgefahr bestand nicht. Die Warnung konnte bereits am Morgen zurückgenommen werden.

Die Brandursache ist Gegenstand polizeilicher Ermittlungen. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Karte des Monats Oktober zeigt neues Wärmeportal für die kommunale Wärmeplanung

ffm. Das neue Wärmeportal Frankfurt im Geoportal stellt die aktuelle kommunale Wärmeplanung für das Stadtgebiet interaktiv dar.

Die kommunale Wärmeplanung gibt einen Überblick über die derzeitige Wärmeversorgung und zeigt auf, wie die Wärmeversorgung der Stadt Frankfurt am Main zukünftig aussehen könnte. Dazu hat das Klimareferat entsprechend dem Wärmeplanungsgesetz einen Wärmeplan erarbeitet. Dieser zeigt unter anderem die aktuelle Wärmeversorgung im Stadtgebiet und gibt Auskunft darüber, wie die voraussichtlichen Wärmeversorgungsgebiete im Jahr 2045 aussehen könnten.

Das Wärmeportal Frankfurt zeigt die bereits vorliegenden Karten des Wärmeplans in einer interaktiven Kartenanwendung und stellt so Informationen für die Bürgerinnen und Bürger online bereit. Diese erstmalige Erstellung soll jedoch kein abgeschlossenes Planwerk darstellen, sondern wird als strategische Planungsgrundlage kontinuierlich weiterentwickelt und alle fünf Jahre aktualisiert. Das Portal bildet drei große Bereiche ab: die Bestandsanalyse, die Potenzialanalyse und die Zielszenarien.

Im Bereich der Bestandsanalyse gibt es zum Beispiel eine Übersicht der Baualtersklassen, die in aggregierter Form auf Ebene der Baublöcke die Altersstruktur der Gebäude in Frankfurt darstellt. Ein weiteres Beispiel für diesen Bereich ist die Karte des Gesamtwärmeverbrauchs, in der ebenfalls auf Ebene der Baublöcke die gemessene, tägliche Gesamtenergiemenge für die Wärmeproduktion – für Heizwärme, Warmwasser und Prozesswärme – angezeigt wird.

Im Bereich der Potenzialanalyse wird beispielsweise das Wärmepotenzial – thermisches Potenzial – aus Aufdach-Solarthermie, jeweils aufsummiert in den Quartieren auf Grundlage des Solarkatasters Hessen, abgebildet.

Im Bereich der Zielszenarien werden unter anderem in der Karte „Zeitverlauf“ die voraussichtlichen Wärmegebiete für die kommenden Jahre dargestellt. Dabei wird quartiersweise die Eignung als Vorsorgegebiet für die Jahre 2030, 2035, 2040 und 2045 angezeigt.

Das gesamte Wärmeportal Frankfurt ist unter Wärmeportal Frankfurt erreichbar. Dort finden sich neben den hier beschriebenen Kartenwerken auch weitere interessante Karten zum Thema. Außerdem wird das Wärmeportal in den kommenden Monaten noch mit weiteren Themen gefüllt.

Die Karte des Monats Oktober ist unter geoportal.frankfurt.de/kartedesmonats zu finden. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Frankfurts „Ginnheimer Spargel“: Wie geht es mit dem Turm weiter?

ffm. Der „Ginnheimer Spargel“ gehört zu den markantesten Wahrzeichen Frankfurts. Mit seiner weithin sichtbaren Silhouette prägt der Fernmeldeturm seit Jahrzehnten das Stadtbild. Seine öffentlich zugängliche Aussichtskanzel ist allerdings seit 1999 geschlossen. Welche Chancen sich für eine neue Nutzung ergeben könnten und wie sich das Umfeld des Turms entwickeln kann, steht im Mittelpunkt einer öffentlichen Podiumsdiskussion am Dienstag, 13. Oktober, um 19 Uhr im Deutschen Architekturmuseum (DAM), Schaumainkai 43. Dazu tauschen sich Gabriele Eick, ehemalige Chefin der Frankfurter Wirtschaftsförderung, Klaus Hirt, Partner bei Drees & Sommer, sowie Peer Kollecker, Leiter Public Affairs bei der DFMG Deutsche Funkturm GmbH, aus. Moderiert wird das Gespräch von Jasmin Schülke, Chefredakteurin des Journal Frankfurt. Eine Einführung zur städtebaulichen Entwicklung Frankfurts hält Peter Cachola Schmal, Direktor des DAM.

Auch Oberbürgermeister Mike Josef betont die Bedeutung des Themas für die weitere Entwicklung Frankfurts: „Der ‚Ginnheimer Spargel‘ ist weit mehr als ein Fernsehturm – er ist ein Stück Frankfurter Stadtgeschichte und ein weithin sichtbares Wahrzeichen unserer Stadt. Gleichzeitig bietet der Blick auf den Turm und sein Umfeld die Chance, über die Zukunft eines ganzen Stadtbereichs nachzudenken. Gerade dort, wo Sport, Bildung, Freiräume und Stadtentwicklung zusammenkommen, können neue Perspektiven entstehen.“

Die Diskussion nimmt zudem Erfahrungen aus anderen Städten in den Blick. In Hamburg steht der Fernsehturm, der sogenannte „Telemichel“, vor einem Comeback. Welche Erkenntnisse lassen sich daraus für Frankfurt gewinnen? Diese und weitere Perspektiven werden an dem Abend diskutiert.

Um Anmeldung bis Montag, 12. Oktober, per E-Mail an tgehring@mmg.de wird gebeten. Der Eintritt ist frei. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)