Archiv der Kategorie: Frankfurt am Main

„Stadtradeln 2026“: Anmeldung für die internationale Klima-Kampagne in Frankfurt ab sofort möglich

Vom 1. bis 21. Mai findet wieder die große Fahrradaktion statt

Das Ziel der Klima-Kampagne „Stadtradeln“ ist es, möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen. Mitmachen ist ganz einfach: Alle, die in Frankfurt wohnen, arbeiten, zur Schule oder Hochschule gehen oder einem Verein angehören, können sich ab sofort unter stadtradeln.de/frankfurt anmelden und dabei ein eigenes Team gründen oder einem offenen Team beitreten. Jeder gefahrene Kilometer zählt – egal ob auf dem Weg zur Arbeit, zum Einkaufen oder in der Freizeit – und setzt ein starkes Zeichen für den Klimaschutz.

„Jeder Weg beginnt mit einer Entscheidung und jeder Kilometer auf dem Sattel ist eine Entscheidung für saubere Luft, mehr Bewegung und ein Stück Lebensqualität. Jede Pedalumdrehung ist ein kleiner Sieg fürs Klima – denn das Fahrrad ist das effizienteste Fortbewegungsmittel, das wir haben. Es verbraucht keine fossilen Brennstoffe, produziert keine Abgase und macht uns obendrein gesünder. Radfahren ist aktiver Impuls für konkreten, kommunalen Klimaschutz“, sagt Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen.

Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert ergänzt: „Eine echte Mobilitätswende beginnt im Alltag. Das ,Stadtradeln‘ beweist jedes Jahr aufs Neue, dass das Fahrrad das effizienteste und intelligenteste Verkehrsmittel für unsere Stadt ist. Ich lade alle Bürger:innen ein, den Umstieg einfach mal auszuprobieren. Jeder Kilometer sendet ein klares Signal für den konsequenten Ausbau unserer Radwege.“

Zum Auftakt der aktuellen Kampagne präsentiert sich das Umweltamt am Freitag, 1. Mai, mit einem Infostand beim Radklassiker Eschborn-Frankfurt auf dem Opernplatz. Am Sonntag, 3. Mai, folgt eine Radtour unter dem Motto „Tschau Stau – sichere Straßen für Fahrradpendelnde“ mit Klima- und Umweltdezernentin Zapf-Rodríguez. Das vom ADFC und einer Gruppe engagierter Firmen organisierte „Anradeln“ startet um 14.30 Uhr am Opernplatz und führt bis zum Hafenpark. Die Ankunft ist für circa 16 Uhr vorgesehen.

Attraktive Preise warten auf die engagiertesten Teams

Das Umweltamt prämiert auch in diesem Jahr die besten Leistungen mit vielfältigen Gewinnen. Die Gruppe mit den meisten Fahrten darf sich über einen Cateringgutschein im Wert von 1000 Euro freuen, während auf die fahrradaktivste Familie ein Radgutschein über 500 Euro wartet. Das Team mit den absolut meisten Fahrten erhält zudem einen personalisierten Bembel inklusive 100 Litern alkoholfreiem Apfelwein.

Eine Neuerung gibt es bei der Stadtteil-Wertung: Erstmals werden die zwei Stadtteile mit den höchsten Teilnehmerzahlen ausgezeichnet. Auch für den Nachwuchs ist gesorgt: Passend zum 25. Geburtstag des GrünGürtel-Tiers wird in der Familien-Kategorie ein Plüsch-Exemplar des Maskottchens als Sonderpreis an die Zweitplatzierten vergeben.

Die mit der „Stadtradeln“-App erfassten Strecken liefern wertvolle Daten zur Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur in Frankfurt. Zudem können Radfahrerinnen und Radfahrer über die Meldeplattform Radverkehr des Radfahrbüros auf störende oder gefährliche Stellen im Radverkehr aufmerksam machen. Wo die gefahrenen Kilometer zurückgelegt werden, ist nicht relevant, denn Klimaschutz endet nicht an der Stadtgrenze. Ausgeschlossen sind allerdings Fahrten und Kilometer bei (Rad-)Wettkämpfen und bei Trainings auf stationären Fahrrädern.

Die Aktion für mehr Klimaschutz und Radverkehr wird in Frankfurt vom Umweltamt Frankfurt organisiert und vom Radfahrbüro, dem Sportamt und dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement unterstützt. Die Gesamtkoordination der internationalen Aktion hat das Klima-Bündnis Services, das größte kommunale Netzwerk zum Schutz des Weltklimas. Alle Infos zum „Stadtradeln“ gibt es unter frankfurt-greencity.stadtradeln.de. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Klimaquartier Sossenheim – Weiterdenken, Weitertragen, Weitermachen am 23. April

Ab Mai geht das Sanierungsmanagement in Sossenheim von dem Beratungsunternehmen Innovation City Management GmbH (ICM) in die Verantwortung des Klimareferats der Stadt Frankfurt am Main über. Das Klimaquartier lädt daher am Donnerstag, 23. April, von 18 bis 20 Uhr zu einem gemeinsamen Abend ins Jugendhaus des Stadtteils in der Westerwaldstraße 18-20 ein. Im Mittelpunkt stehen ein kurzer Rückblick auf die vergangenen Jahre, neue Perspektiven gemeinsam mit dem Klimareferat und vor allem der persönliche Austausch. Sossenheimerinnen und Sossenheimer, lokale Akteurinnen und Akteure sowie Initiativen können zusammenkommen, um darüber zu sprechen, wie sich das Quartier weiterentwickeln kann, welche Themen wichtig sind und was sich die Menschen für die Zukunft wünschen.

In den vergangenen Jahren wurde im Klimaquartier Sossenheim gemeinsam viel angestoßen. Beratungsangebote, Veranstaltungen und Kooperationen haben dazu beigetragen, Klimaschutz, energetische Sanierung und nachhaltige Quartiersentwicklung im Stadtteil sichtbar zu machen und voranzubringen. Die Veranstaltung bietet einen passenden Rahmen, um diesen Übergang zu begleiten, das bisher Erreichte aufzugreifen und gemeinsam nach vorne zu schauen. Teil des Programms ist eine Tombola, bei der es auch ein Balkonkraftwerk zu gewinnen gibt.

Die unentgeltliche Veranstaltung richtet sich an alle, die sich für Klimaschutz, energetische Sanierung und die Zukunft des Quartiers interessieren – egal ob Bewohnerin oder Bewohner, Vertreterin oder Vertreter aus der Fachpraxis, von Institutionen, Initiativen oder Medien.

Für eine bessere Planung wird um eine kurze Rückmeldung bis Montag, 20. April, gebeten. Diese ist per E-Mail an klimaquartier-sossenheim@icm.de zu richten. Wer Fragen zu der Veranstaltung oder zum Klimaquartier Sossenheim hat, kann ebenfalls eine E-Mail an diese Adresse senden. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Frankfurt am Main wächst weiter

Ende 2025 waren insgesamt 781.337 Menschen mit Hauptwohnung in Frankfurt am Main gemeldet. Dies entspricht einem Zuwachs von 4494 Personen oder 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Die Attraktivität Frankfurts ist weiterhin ungebrochen, immer mehr Menschen entscheiden sich für unsere Stadt“, kommentiert Eileen O’Sullivan, Dezernentin für Bürger:innen, Digitales und Internationales und damit für die Frankfurter Statistik zuständig, die aktuellen Bevölkerungszahlen.

Die meisten Einwohnerinnen und Einwohner leben weiterhin in Bockenheim mit 47.020 Personen. Die kleinsten Stadtteile sind, wie auch in den vergangenen Jahren, Berkersheim und das Bahnhofsviertel mit jeweils nur rund 3900 Frankfurterinnen und Frankfurtern.

„Das Bevölkerungswachstum basiert auch auf den Zuzug von Menschen ohne deutschen Pass“, sagt O’Sullivan. Die Bevölkerungszahl der ausländischen Staatsangehörigen stieg um rund 2300 auf 250.788 Personen an, während auch die Bevölkerung mit deutscher Staatsangehörigkeit um etwas mehr als 2000 auf 530.549 anwuchs.

Der Anteil der Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit nahm im vergangenen Jahr um 0,1 Prozentpunkte auf 32,1 Prozent zu. Besonders stark war der Zuzug aus Indien mit 556 Personen. An zweiter Stelle lag die Ukraine mit 424 neuen Einwohnerinnen und Einwohnern. Die weiterhin größte ausländische Bevölkerungsgruppe ist mit 24.292 türkischer Herkunft, gefolgt von 15.100 Menschen mit italienischer Staatsangehörigkeit.

„Die internationale Bedeutung unserer Stadt zeigt sich deutlich in der Bevölkerungsstruktur. Einschließlich deutscher Bürgerinnen und Bürger mit internationaler Geschichte hatten zum Jahresende 58,3 Prozent der Frankfurterinnen und Frankfurter einen migrantischen Hintergrund“, sagt O’Sullivan.

Weitere Informationen zur Einwohnerentwicklung findet sich in 04/2026 und 05/2026 von „Frankfurt STATISTIK.AKTUELL“ und sind unter Frankfurt STATISTIK.PORTAL abrufbar. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Zwischen den Blöcken – frisches Grün

Nein, um politische Blöcke oder Wirtschaftsblöcke geht es heute nicht, sondern um Wohnblöcke oder besser darum, was sich zwischen diesen befinden kann. In der kleinen, unbedeutenden Straße im Westen Frankfurts sind es Grünflächen. Hier zeigt sich, dass die Bäume inzwischen mehr oder weniger ausschlagen und dass kahle Äste mehr und mehr verschwinden.

Der Himmel zeigte sich gestern den ganzen Tag merkwürdig wolkenlos, meldete Google doch den ganzen Tag über starke Bewölkung. Ob mich da jemand ärgern wollte?

Behördenübergreifende Kontrollen mit Schwerpunkt Lachgas

Mehr als 100 Einsatzkräfte verschiedener Sicherheitsbehörden haben am Dienstagabend, 14. April, zeitgleich neun Kioske im Frankfurter Stadtgebiet kontrolliert. Dabei stellten sie neben erheblichen Mengen Lachgas auch illegale Arzneimittel sicher. Insgesamt wurden 15 Strafanzeigen gefertigt. Es handelt sich um die bundesweit erste groß angelegte Kontrollaktion dieser Art gegen den illegalen Besitz und Handel mit Lachgas. In enger Zusammenarbeit zwischen Landesbehörden und der Stadt Frankfurt am Main ist die Maßnahme als deutlicher Erfolg im Kampf gegen den illegalen Lachgashandel zu bewerten.

Die koordinierten Kontrollen begannen um 18.30 Uhr parallel in mehreren Stadtteilen, darunter im Bahnhofsviertel, in Höchst und in der Innenstadt. Beteiligt waren die Stadtpolizei, der Zoll, die Steuerfahndung, das Finanzamt, die Staatsanwaltschaft Frankfurt, die städtische Verkehrspolizei, das Hessische Präsidium Einsatz, das Landeskriminalamt, die Frankfurter Polizei sowie die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) als zuständiger Fachentsorger.

Im Zuge der Maßnahmen stellten die Einsatzkräfte insgesamt mehr als 200 Kilogramm Lachgas sicher, darunter 81 Kartuschen mit jeweils 2 Kilogramm sowie 79 Kartuschen mit jeweils 670 Gramm Füllgewicht. Darüber hinaus wurden 26 Tabletten illegaler Arzneimittel aufgefunden. Gegen eine Person besteht zudem der Verdacht des unerlaubten Aufenthalts in der Bundesrepublik Deutschland. Die festgestellten Verstöße führten insgesamt zu 15 Strafanzeigen.

Gegen 21.30 Uhr wurden die Kontrollen beendet. Der erfolgreiche Einsatzverlauf ist insbesondere auf die enge Abstimmung und Zusammenarbeit der beteiligten Behörden zurückzuführen. Vergleichbare Gewerbe- und Gaststättenkontrollen werden auch künftig durchgeführt, um die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben zu überwachen und die Sicherheit der Frankfurter Bevölkerung weiter zu stärken.

Am 12. April ist zudem das neue Gesetz zu psychoaktiven Stoffen in Kraft getreten, das den Missbrauch von Lachgas eindämmen soll. Es regelt insbesondere Handel und Abgabe: Erwachsene dürfen Lachgas nur noch in kleinen Mengen in Form von Kapseln mit einem maximalen Füllgewicht von 8,4 Gramm erwerben. Der Verkauf an Minderjährige sowie der Vertrieb größerer Gebinde ist seither untersagt. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Projekt an der Hauptwache nimmt nächsten Schritt

Die Frankfurter Sparkasse errichtet an der Hauptwache 1 ihre neue Zentrale. Das Gebäude liegt im Herzen der Frankfurter Innenstadt, in unmittelbarer Nähe zur Hauptwache und vis-à-vis zur Katharinenkirche. Der Rohbau wurde bereits errichtet. Zum Start der weiteren Umbauarbeiten schlossen Vertreter der Stadt Frankfurt, der Frankfurter Sparkasse und der Generalübernehmerin OFB symbolisch eine Zeitkapsel im Mauerwerk des Rohbaus ein.

Die Frankfurter Sparkasse hatte das Grundstück im Jahr 2024 erworben und die Planungen auf die Bedürfnisse der Sparkasse angepasst. Auf rund 10.000 Quadratmetern Nutzfläche entsteht ein modernes Büro- und Geschäftshaus mit sechs oberirdischen und zwei unterirdischen Geschossen. Die Fertigstellung ist für Anfang 2028 vorgesehen.

Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen und Wohnen, betont die Bedeutung des Projekts für die Innenstadtentwicklung: „Mit der Frankfurter Sparkasse haben wir für die Hauptwache 1 einen starken Nutzer für einen der zentralsten Standorte der Stadt gewonnen. Das ist ein klares Bekenntnis zur Innenstadt. Die Frankfurter Sparkasse wird für zusätzliche Belebung sorgen, auch durch neue Veranstaltungs- und Gastronomieangebote. Gemeinsam mit weiteren Projekten im Umfeld, etwa dem ehemaligen Esprit-Haus an der Zeil und der Sanierung der St. Katharinenkirche, zeigt sich, dass es rund um die Hauptwache Schritt für Schritt vorangeht. Öffentliche und private Akteure tragen gemeinsam dazu bei, diesen zentralen Stadtraum weiter zu verbessern.“

„Nach mehr als 150 Jahren in der Neuen Mainzer Straße wird die Frankfurter Sparkasse ihren Sitz an die Hauptwache verlegen. Das ist ein bedeutender Schritt für unser Haus. Mit dem Umzug verbinden wir den Wunsch, dass die Frankfurter Sparkasse am neuen Standort genauso nachhaltig und positiv für kommende Generationen in Frankfurt wirken kann. Die heute eingebrachte Zeitkapsel steht für diese langfristige und tiefe Verbindung unseres Hauses zu den Menschen dieser Stadt und der Region“, sagt Arne Weick, Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse.

Die Frankfurter Sparkasse hatte bei der Bauaufsicht eine Nachtragsgenehmigung beantragt, da die vorliegende Planung des Vorbesitzers weiterentwickelt wurde. Mit der Nachtragsgenehmigung wurden insbesondere Anpassungen in der inneren Organisation und Nutzung des Gebäudes ermöglicht. So entsteht im Untergeschoss eine Veranstaltungsfläche mit direkter räumlicher Verbindung zur Kundenkontaktfläche im Erdgeschoss. Diese wird neu strukturiert und als großzügige, zusammenhängende Fläche mit Lufträumen ausgebildet; zugleich wird der Haupteingang an die Gebäudeecke verlegt und damit städtebaulich stärker zur Hauptwache hin orientiert. In den Obergeschossen sind unter anderem eine interne Kantine sowie Dachterrassen für Veranstaltungen vorgesehen. An der Gebäudeecke zum Kornmarkt entsteht eine Gastronomiefläche.

Der Entwurf des Gebäudes sieht eine klar gegliederte Fassade und eine markante Dachform vor. Neben modernen Arbeits- und Kundenflächen legt das Projekt einen Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit und digitale Infrastruktur. Angestrebt werden unter anderem Zertifizierungen nach dem DGNB-Platin-Standard sowie eine hohe Qualität der digitalen Konnektivität.

„Die erteilte Genehmigung schafft die notwendige Grundlage für die Finalisierung des Bauvorhabens und bestätigt den gemeinsamen, konstruktiven Ansatz aller Beteiligten. Die Bauaktivitäten vor Ort werden nun planmäßig aufgenommen und für alle sichtbar vorangetrieben“, erklärt André Speth, Geschäftsführer der OFB Projektentwicklung.
Der neue Standort wird künftig als Hauptsitz der Frankfurter Sparkasse dienen. Durch die zentrale Lage und die öffentlich zugänglichen Bereiche entsteht ein Ort mit hoher Frequenz und vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten im Herzen der Stadt. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Kleinkind bei Verkehrsunfall verletzt

Ein 2-jähriges Kind wurde im Zuge eines Verkehrsunfalls am gestrigen Samstagabend (11. April 2026) schwerverletzt.

Nach aktuellen Erkenntnissen fuhr ein 27-jähriger Autofahrer gegen 20:15 Uhr die Jägerallee entlang, als das Kind plötzlich von rechts kommend auf die Fahrbahn lief. Es kam zur Kollision und der Junge wurde schwerverletzt. Er wurde kurz darauf in ein umliegendes Krankenhaus gebracht. Zur Unfallrekonstruktion wurde ein Gutachter eingeschaltet. Die Unfallursachenermittlungen dauern an. (Quelle: Polizeipräsidium Frankfurt am Main, Pressestelle)

Zusätzlicher Termin für den „Social Bus“ in Griesheim

In Griesheim rollt ab Dienstag, 14. April, in der Jägerallee mehr Bürgerservice auf vier Rädern durch den Alltag der Menschen: Der „Social Bus“ des Jugend- und Sozialamts bringt Beratung und Unterstützung direkt in die Wohnquartiere. Jeden zweiten Dienstag im Monat steht der Bus auf dem Parkplatz des Einkaufszentrums vor dem Geschäft „Adler“.

„Frankfurt hat seine Sozialpolitik neu ausgerichtet. Mein Grundsatz dabei ist: Menschen haben ein Recht auf Hilfe – sie sollen ihr nicht hinterherrennen müssen. Der ‚Social Bus‘ steht stellvertretend für diesen Zeitenwandel“, sagt Elke Voitl, Dezernentin für Soziales und Gesundheit.

Bereits vor einem Jahr startete der „Social Bus“ in Grieshem – und zwar am Treffpunkt Auf dem Schafberg. „Mit dem damaligen Modellversuch wollten wir unbedingt die Chancengleichheit stärken und niederschwellig Unterstützung für die Menschen anbieten, ohne lange Wege und ohne Termindruck“, erinnert sich Nanine Delmas, Leiterin des Jugend- und Sozialamtes. „Hilfe muss dort ankommen, wo sie gebraucht wird und das ist vor Ort.“

Der „Social Bus“ berät Bürgerinnen und Bürger und bietet einfache, verständliche Unterstützung zu Sozialleistungen, Hilfen zur Erziehung, Kita-Finanzierung und vielem mehr – mobil, ohne in Amtsräume gehen zu müssen, mit Blick auf langfristige Hilfen.

Was es bisher nur jeden vierten Dienstag im Monat am Treffpunkt Auf dem Schafberg gab, ist ab Dienstag, 14. April, auch jeden zweiten Dienstag im Monat in der Jägerallee zu finden – jeweils von 10 bis 12 Uhr. Dort können sich Bürgerinnen und Bürger dann im Bus beim Ausfüllen von Formularen oder bei Fragen zu ihren Ansprüchen helfen lassen. Außerdem erhalten sie Erklärungen zu allen Themen rund um Sozialhilfe, Pflegeleistungen und Erziehungsleistungen.

„Unsere Mitarbeitenden berichten von der enormen Entlastung, die der direkte Kontakt vor Ort den Bürger:innen bietet und der ist wirklich wichtig“, sagt Desirée Dörge, Leiterin des Sozialrathaus Gallus, das nun auch den zweiten „Social Bus“-Einsatz in Griesheim stellt.

Im Stadtteil haben rund 70 Prozent der Menschen einen Migrationshintergrund. Gleichzeitig lebt rund ein Viertel der Kinder unterhalb der Armutsgrenze. Viele Menschen, die berechtigt wären, nehmen ihre Ansprüche nicht wahr. Sie verzichten also auf Sozialhilfe oder Unterstützung bei der Erziehung.

Der „Social Bus“ begegnet diesen Realitäten ohne lange Wartezeiten, mit persönlicher Hilfe vor Ort. Wer Unterstützung braucht, kann sofort anfragen. Papieranträge werden gemeinsam bearbeitet, denn der Bus ist gut ausgestattet, mit Laptops, WLAN-Zugang, einem Drucker sowie Scanner und allen notwendigen Formularen. Delmas sagt: „Verwaltung muss sich auch verändern und raus zu den Menschen gehen, eine Win-Win-Situation für alle.“ (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Nachbarschaftsgarten in Nied-Süd startet

In Nied-Süd startet ein neuer Nachbarschaftsgarten: Ab Samstag, 11. April, wird eine kleine Fläche in der Grünanlage nahe der Alzeyer Straße probeweise zu einem gemeinschaftlichen Treffpunkt für Jung und Alt. Initiiert wird das Projekt vom Grünflächenamt sowie dem Stadtplanungsamt, umgesetzt wird es durch den Verein „Kinder im Zentrum Gallus“ (KIZ). Das Projekt Nachbarschaftsgarten ist Teil des Städtebauförderprogramms „Sozialer Zusammenhalt Nied“ und versteht sich als erster Impuls für die geplante Neugestaltung der gesamten Grünanlage an der Alzeyer Straße. Die Testphase ist für die Saison von Frühling bis Herbst angelegt.

Zum Auftakt der Testphase laden das Stadtplanungsamt und das Grünflächenamt gemeinsam mit dem Verein KIZ  zum Mitmachen am Samstag, 11. April, von 10 bis 14 Uhr ein. Treffpunkt ist die Grünfläche hinter dem Parkplatz an der Alzeyer Straße 54. Gemeinsam sollen Hochbeete aufgebaut und befüllt werden. Vorerfahrungen sind nicht nötig. Ansprechpartnerin vor Ort ist AckerCoach und Gartentherapeutin (IGGT) Sonja Löw.

Hintergrund

Die „Soziale Stadt Nied“ ist ein Stadterneuerungsgebiet der Stadt Frankfurt. In Nied sollen durch das Bundesprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ mit sozialen und städtebaulichen Projekten die Lebensverhältnisse nachhaltig verbessert werden. Gefördert wird dieses Ziel mit Bundes- und Landesmitteln. Grundlegend ist ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK), das am 12. Mai 2022 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen wurde.

Weitere Informationen gibt es unter Stadtplanungsamt Frankfurt am Main und Sozialer Zusammenhalt Nied | Stadtplanungsamt Frankfurt am Main. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)