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Römisches Höchst: Zwei Bände erschließen einen bedeutenden Fundplatz aus der Zeit des Kaisers Augustus

ffm. Höchst ist der älteste römische Fundplatz auf dem heutigen Frankfurter Stadtgebiet. Bereits vor mehr als 2000 Jahren befand sich hier eine römische Anlage, deren Bedeutung weit über die lokale Geschichte hinausreicht.

Die jetzt im Verlag Schnell & Steiner in der Schriftenreihe des Archäologischen Museums Frankfurt (AMF) erschienene zweibändige Publikation „Forschungen zum römischen Höchst“ legt erstmals die Ergebnisse der archäologischen Ausgrabungen von 2001/2002 vor und wertet das umfangreiche Fundmaterial aus. Sie ist das Ergebnis eines gemeinsamen Projektes von AMF sowie Denkmalamt und erschließt die früheste Präsenz der Römer auf Frankfurter Stadtgebiet, Jahrzehnte vor der Gründung des römischen Nida zwischen Heddernheim und Praunheim.

„Höchst ist ein herausragender Ort der Frankfurter Geschichte, dessen Bedeutung weit über die Stadt hinausreicht. Die Publikation zeigt eindrucksvoll, was durch die gute und langfristige Zusammenarbeit zwischen Denkmalamt, Museum und Wissenschaft möglich ist und wie wichtig dafür eine verlässliche städtische Kultur- und Wissenschaftsförderung ist“, sagt Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft.

„Die Untersuchungen führen zu einer neuen Einschätzung des römischen Höchst. Anders als lange angenommen, handelte es sich vermutlich nicht lediglich um ein kurzfristig genutztes Militärlager mit überwiegend logistischen Aufgaben. Die Forschungen weisen mehrere Nutzungsphasen nach und sprechen für einen militärisch-zivilen Charakter des Platzes in der Regierungszeit des Kaisers Augustus (27 vor Christus bis 14 nach Christus). Damit kommt Höchst eine besondere Bedeutung im Zusammenhang mit der römischen Expansion rechts des Rheins und der damals geplanten Einrichtung einer römischen Provinz Germanien östlich des Rheins zu“, sagt Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen, Wohnen und Personal.

Die Lage des Fundplatzes war strategisch günstig: Höchst lag auf einem hochwasserfreien Plateau oberhalb des Mains, an der Mündung der Nidda und damit an wichtigen Wasser- und Landwegen. Das Fundmaterial belegt weitreichende Versorgungsbeziehungen. Transportkeramik und Geschirr aus dem Mittelmeerraum und Gallien zeigen Verbindungen in den Süden und Westen des Römischen Reiches. Gleichzeitig belegt das gemeinsame Auftreten römischer und handgeformter, nicht-römischer Keramik den Kontakt zwischen der römischen Besatzungsmacht und der einheimischen Bevölkerung. Auch die Untersuchung der Tierknochen liefert Hinweise auf Versorgung und Ernährung.

Die Publikation ist Ergebnis eines langfristigen Forschungsprojekts von Denkmalamt und AMF, das mit den Grabungen 2001/2002 begann. Beteiligt waren zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen und Institutionen, darunter die Römisch-Germanische Kommission, hessenARCHÄOLOGIE und die Goethe-Universität Frankfurt. Ergänzt wurden die Untersuchungen durch naturwissenschaftliche Analysen. Eine weitere Grabung des Denkmalamts an der Bolongarostraße 102 im Jahr 2014 floss ebenfalls in die Auswertung ein.

Das Projekt steht zugleich für das Selbstverständnis des AMF als forschendes Museum. Die bei archäologischen Grabungen durch das Denkmalamt geborgenen Funde werden nicht nur bewahrt, sondern gesichert, dokumentiert, wissenschaftlich untersucht und ausgewertet. So entsteht aus archäologischen Hinterlassenschaften neues Wissen über die Geschichte Frankfurts und ihrer Region, das im Museum der Öffentlichkeit präsentiert und vermittelt wird.

Mit den beiden Bänden wird das mehr als zwei Jahrzehnte währende Forschungsprojekt abgeschlossen. Die Ergebnisse sind für die Erforschung der römischen Okkupationsgeschichte weit über Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet hinaus von Bedeutung und schaffen eine wichtige Grundlage für die weitere Forschung zur Zeit der Germanenkriege der Kaiser Augustus und Tiberius.

Bibliographische Angaben
Peter Fasold, Archäologisches Museum Frankfurt, Andrea Hampel (Hrsg.), Forschungen zum römischen Höchst, Stadt Frankfurt am Main; Reihe: Schriften des Archäologischen Museums Frankfurt am Main, Bandnummer: 23/2, 23/3; 1. Auflage 2026, 616 Seiten, 21 x 28 cm, 200, fadengeheftet; ISBN: 978-3-7954-3440-3, 50 Euro

Bilder zum Termin finden sich unter Forschungen zum römischen Höchst.

Zwei neue Malaria-Fälle im Umfeld des Frankfurter Flughafens

ffm. Das Gesundheitsamt Frankfurt am Main hat am Dienstag, 15. September, darüber informiert, dass es in Frankfurt zwei weitere Fälle von Malaria tropica gibt. Beide Personen leben im Stadtteil Schwanheim, der sich in unmittelbarer Nähe zum Flughafen befindet. Die beiden mit dem Malariaerreger Plasmodium falciparum infizierten Personen arbeiten nicht am Flughafen und haben sich zuvor auch nicht in einem Malaria-Endemiegebiet aufgehalten.

Das Gesundheitsamt untersucht derzeit noch, wie es zu den beiden Infektionen gekommen ist.

Das Gesundheitsamt hat die Kassenärztliche Vereinigung Hessen sowie die für den Infektionsschutz zuständigen Behörden über die aktuelle Entwicklung informiert. Sie wurden gebeten, Ärztinnen und Ärzten sowie Klinikpersonal für das aktuelle Malaria-Geschehen im Zusammenhang mit den neu aufgetretenen Fällen zu sensibilisieren.

Malaria tropica ist bei frühzeitiger Diagnose und schnell eingeleiteter Behandlung gut und vollständig behandelbar. Entscheidend ist deshalb, eine mögliche Malariainfektion bei entsprechenden Symptomen frühzeitig in Betracht zu ziehen. Ärztinnen und Ärzte werden daher gebeten, bei Patientinnen und Patienten mit unklarem Fieber auch dann eine Malariaerkrankung in Betracht zu ziehen, wenn keine Reise in ein Malaria-Endemiegebiet stattgefunden hat. Dies gilt insbesondere für Menschen, die am oder im Umfeld des Frankfurter Flughafens arbeiten oder sich dort aufhalten beziehungsweise in räumlicher Nähe zum Flughafen wohnen. Neben Fieber können unter anderem Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Magen-Darm-Beschwerden auftreten.

Auch Bürgerinnen und Bürger, die in räumlicher Nähe zum Flughafen wohnen, sollten bei entsprechenden Beschwerden zeitnah ärztlichen Rat einholen und dabei auf ihren Wohnort beziehungsweise einen möglichen Aufenthalt im Umfeld des Flughafens hinweisen.

Seit Anfang Juli waren sechs Personen an Malaria erkrankt, die sich im Zusammenhang mit ihrer beruflichen Tätigkeit am Frankfurter Flughafen aufgehalten hatten. Fünf von ihnen erkrankten Anfang Juli, eine weitere Person Mitte August. Zwei der Erkrankungen verliefen tödlich. Keine der sechs Personen hatte zuvor ein Malaria-Endemiegebiet bereist oder eine Bluttransfusion erhalten.

Im Alltagskontakt wird Malaria nicht von Mensch zu Mensch übertragen. Für eine Übertragung ist der Stich einer infizierten Mücke erforderlich.

Das Gesundheitsamt hat eine Hotline für Bürgerinnen und Bürger eingerichtet. Diese ist telefonisch unter 069/212-30030 zu erreichen. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Mitmachmuseum Experiminta bleibt in Frankfurt – Frankfurter Westen bekommt neues Museum

ffm. Das Mitmachmuseum Experiminta bleibt in Frankfurt. Ab Herbst 2027 zieht es in das ehemalige Finanzamt in Höchst. Darauf haben sich das Land Hessen, die Stadt Frankfurt und die Experiminta geeinigt. Bis zum Umzug bleibt das Museum am bisherigen Standort, Hamburger Allee 22-24 geöffnet.

Finanzstaatssekretär Till Kaesbach sagt: „Die Zukunft der Experiminta in Frankfurt ist gesichert. Das freut mich sehr, denn dieses besondere Mitmachmuseum begeistert jedes Jahr viele Kinder, Jugendliche und Familien für Naturwissenschaft und Technik. Deshalb war es der Hessischen Landesregierung wichtig, eine verlässliche und langfristige Perspektive für die Experiminta in Frankfurt zu finden.“

Kaesbach fügt hinzu: „Wir haben über viele Monate gemeinsam intensiv nach einer guten Lösung gesucht. Mit dem neuen Standort im alten Finanzamt in Frankfurt-Höchst ist sie nun gefunden. Mein Dank gilt allen, die daran mitgewirkt haben – insbesondere der Experiminta selbst und der Stadt Frankfurt. Das Land leistet seinen Beitrag, indem wir den neuen Standort herrichten und auch dort eine vergünstigte Miete ermöglichen.“

Experiminta-Geschäftsführerin Andrea Gassmann sagt: „Ich bin sehr dankbar, dass es nach den intensiven und konstruktiven Gesprächen mit dem Land Hessen und der Stadt Frankfurt gelungen ist, eine tragfähige Lösung für die Zukunft der Experiminta zu finden. Mit Frankfurt-Höchst haben wir jetzt eine langfristige Perspektive und die notwendige Standortsicherheit für die kommenden Jahre. Für unser gesamtes Team und natürlich für unsere Besucher – die vielen Kinder, Jugendlichen, Familien und Schulklassen – ist das eine großartige Nachricht: Die Experiminta bleibt in Frankfurt und kann ihre erfolgreiche Bildungsarbeit fortsetzen. Darüber freue ich mich sehr und danke allen, die diesen Weg mit uns gemeinsam möglich gemacht haben.“

Bildungsdezernentin Sylvia Weber sagt: „Die Experiminta ist eine wichtige außerschulische Bildungseinrichtung. Ich freue mich sehr, dass wir in Höchst einen neuen Standort gefunden haben und der Verbleib des Mitmachmuseums in Frankfurt damit gesichert ist. Gerade für die westlichen Stadtteile ist das eine große Bereicherung – denn das einzigartige Angebot im MINT-Bereich wird hier neue Impulse setzen. Darüber hinaus ist der Standort gut erreichbar, so dass auch weiterhin Kinder und Erwachsene aus ganz Hessen, und darüber hinaus, das Angebot nutzen können. Ich bin überzeugt, dass die Experiminta im alten Finanzamt in Höchst eine gute Perspektive hat und ihre wertvolle Bildungsarbeit dort erfolgreich fortsetzen kann.“

Was ist die Experiminta?

Die Experiminta in Frankfurt ist ein interaktives Mitmachmuseum, das seit 2011 auch durch viel ehrenamtliches Engagement betrieben wird. An rund 200 Versuchsstationen können Besucherinnen und Besucher aller Altersgruppen spielerisch die Welt der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) entdecken. Anfassen, Ausprobieren und Begreifen stehen im Mittelpunkt. Mit etwa 125.000 bis 130.000 Besucherinnen und Besuchern pro Jahr ist die Experiminta eines der beliebtesten Museen Frankfurts. Neben der Dauerausstellung bietet sie Workshops, Sonderausstellungen, Science Shows, Schnupperflüge im Flugsimulator und Projekte wie „Experiminta on Tour“ an. Das Museum wird vom Land Hessen, der Stadt Frankfurt, Stiftungen und regionalen Unternehmen unterstützt und ist als außerschulischer Lernort bekannt.

Warum zieht die Experiminta um?

Der aktuelle Standort der Experiminta in der Hamburger Allee 22–24 ist aufgrund massiver Feuchtigkeitsschäden in den Untergeschossen nicht mehr dauerhaft nutzbar. Eine Sanierung wäre nur mit hohem Aufwand möglich und könnte nicht im laufenden Betrieb durchgeführt werden. Da das Land Hessen keinen eigenen Bedarf für das Gebäude hat und eine Sanierung unwirtschaftlich wäre, wird der Standort aufgegeben.

Wie viel wird der Umbau und der Bezug der neuen Räumlichkeiten kosten?

Die Herrichtung des neuen Standorts im ehemaligen Finanzamt in der Hospitalstraße 16a in Höchst wird rund zwei Millionen Euro kosten. Diese Summe wird vom Land Hessen vorfinanziert und über eine zusätzliche Investitionsmiete während der 20-jährigen Mietvertragslaufzeit refinanziert. Das Land unterstützt die Experiminta zudem mit einer vergünstigten Miete auch am neuen Standort. Bereits seit 2011 erhält die Experiminta am bisherigen Standort Mietvergünstigungen.

Welche Maßnahmen werden umgesetzt?

Bevor die Experiminta ihre neuen Räume beziehen kann, werden ein Aufzug in das Gebäude eingebaut sowie eine energieschonende Beleuchtung installiert. Die Raumzuschnitte werden angepasst, die Bodenbeläge erneuert sowie die Brandmeldeanlage modernisiert.

In welchem Zeitraum sollen Umbau und Umzug stattfinden?

Der Umbau des neuen Standorts soll bis Herbst 2027 abgeschlossen sein. Bis dahin kann die Experiminta am aktuellen Standort bleiben, solange sich der Gebäudezustand nicht wesentlich verschlechtert. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

19. Frankfurter Ehrenamtsmesse als Highlight im Jahr des Engagements

ffm. Die Türen des Römers haben sich auch in diesem Jahr geöffnet, um alle Interessierten zur beliebten Ehrenamtsmesse willkommen zu heißen. Die traditionsreiche Veranstaltung führt nun seit 19 Jahren Engagierte und Interessierte zusammen, um sich gemeinsam für das Ehrenamt stark zu machen. Im Jahr des Engagements war die Ehrenamtsmesse zweifelsohne eines der Highlights.

Es präsentierten sich in diesem Jahr noch mehr Projekte und Organisationen, Freiwilligenagenturen sowie Initiativen aus den Bereichen Natur- und Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Kultur, Sport und zivilgesellschaftlichem Engagement als in den Vorjahren. Mit 109 teilnehmenden Organisationen in den verschiedenen Formaten wurde ein neuer Teilnehmerrekord erreicht.

Die teilnehmenden Organisationen wurden zunächst von Oberbürgermeister Mike Josef und Stadtverordnetenvorsteherin Claudia Korenke im Ratskeller begrüßt. Dabei waren auch viele der Botschafterinnen und Botschafter aus dem Kampagnenjahr dabei. Manche wurden wiedererkannt, war ein Teil der engagierten Frankfurterinnen und Frankfurter doch bereits mehrfach mit den Flügeln im Stadtgebiet porträtiert oder sind derzeit auf den Säulen in der B-Ebene der Hauptwache und an der Konstablerwache zu sehen.

Im Gespräch mit den Vertreterinnen und Vertretern der Organisationen sagte Josef: „Ehrenamtliches Engagement trägt unsere demokratische Gesellschaft und stärkt das Gemeinschaftsgefühl. Die Frankfurter Ehrenamtsmesse ist mehr als eine Ausstellung. Sie ist eine Brücke zwischen Menschen, Ideen und Projekten. Sie lädt ein, Neues zu entdecken, Kontakte zu knüpfen und vielleicht den ersten Schritt in ein Engagement zu gehen, das das eigene Leben bereichert. Denn Studien haben es belegt: Wer sich ehrenamtlich engagiert, ist glücklicher und hat häufiger eine positive Haltung gegenüber demokratischen Strukturen und Prozessen, gestaltet diese aktiv mit.“

Es sei eine Ehre, sich für andere Menschen zu engagieren, sagte Stadtverordnetenvorsteherin Claudia Korenke. „Das Ehrenamt ist ein Geschenk, das wir einander machen“. Das Engagement füreinander verbinde Menschen, es entstehe eine Gemeinschaft. Außerdem lerne, wer sich ehrenamtlich engagiere, viel Neues, man entdecke oftmals auch Fähigkeiten bei sich, die man sonst gar nicht nutzen würde. „Junge Menschen sammeln Erfahrung, Ältere merken, dass sie noch gebraucht werden“, lobte die Vorsteherin das Ehrenamt.

Pünktlich um 11 Uhr öffneten Oberbürgermeister Josef, Stadtverordnetenvorsteherin Korenke und die Engagement-Botschafterinnen und -Botschafter gemeinsam die Türen, und die Gäste strömten in den Römer. Ein Highlight der Messe stellte nicht nur das beliebte Ehrenamts-Speeddating dar, sondern auch die erstmals angebotene Ausstellung auf dem Römerberg. Hier waren neben den Blaulichtorganisationen auch weitere Infostände, der Social Bus und der DemokratieWagen vom Verein Mehr als Wählen vor Ort. Auch der Abenteuerspielplatz Riederwald bereicherte mit seinem Spielmobil die Veranstaltung mit einem abwechslungsreichen Angebot für Kinder.

Bei der diesjährigen Frankfurter Ehrenamtsmesse gab es – zusätzlich zum Messegeschehen – viele interessante Angebote auch für bereits Engagierte. Auf der Infomeile berieten städtische Ämter, Landesbehörden oder Bildungsanbieter sowie etliche Sponsoren der Kampagne „Jahr des Engagements“ zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten: Vom Datenschutz für Vereine, über Fördermöglichkeiten für Projekte bis hin zu Angeboten zur Qualifizierung und Beratung durch Fachverbände.

Außerdem konnten dank der Unterstützung des Kooperationspartners im Kampagnenjahr, der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, eine Vielzahl an spannenden Vorträgen und Workshops kostenlos besucht werden. Am Vormittag ging es um Inklusion im Ehrenamt und wie die Vereinsarbeit erleichtert werden kann. Weitere Themen waren Resilienz und Nachhaltigkeit im Ehrenamt sowie Zukunftsfragen, die den Ehrenamtlichen in der Ausübung ihres Engagements begegnen werden. Spannend und sehr gut nachgefragt wurde das Einzel-Coachingangebot für Ehrenamtliche, bei dem individuelle Fragen aus der Vereinsarbeit mit einem professionellen Coach geklärt wurden.

Auch Oberbürgermeister Josef mischte sich unter die Interessierten. „Viele Frankfurterinnen und Frankfurter sind bereits engagiert und kennen das Gefühl der Dankbarkeit, das oftmals der Lohn für das ehrenamtliche Engagement ist.“ Er appellierte: „Lassen Sie uns nicht nur schauen, was es gibt, sondern auch überlegen: Wo kann ich mich einbringen? Wem kann ich meine Zeit, meine Fähigkeiten, mein Herz schenken? Lassen Sie sich anstecken von der Begeisterung, aktiv unsere Stadt mitzugestalten und sich für andere einzusetzen. Die Frankfurter Ehrenamtsmesse im Römer ist der perfekte Ort, um sich auszutauschen und neue Impulse zu gewinnen.“

Außerdem sagte er: „Mein persönlicher Dank gilt den bereits Engagierten in unserer Stadt sowie allen Organisationen und Vereinen, die zum Gelingen der Messe im Jahr des Engagements beitragen.“

Bei entspannten Gesprächen und angenehmer Atmosphäre versorgte das soziale Projekt „Restaurant im Viertel“ des Frankfurter Verbands für Alten- und Behindertenhilfe die Besucherinnen und Besucher mit Essen und Getränken im Ratskeller. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Waldladen der Stadt Frankfurt: Sonderöffnungszeiten von Oktober bis Dezember

ffm. Der Waldladen der Fasanerie bietet aus dem Frankfurter Stadtwald stammendes Wildfleisch an. Neben Fleisch und Wurstprodukten von Damhirsch, Wildschwein und Reh verkauft der Waldladen auch andere regionale Naturprodukte wie Marmelade, Honig, Wein oder kleine Holzkunstwerke. Unter der Woche ist der Waldladen immer dienstags und donnerstags von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

Ab Oktober bis Dezember werden an folgenden Samstagen Sonderöffnungszeiten von 9 bis 13 Uhr angeboten:

  • Im Oktober zusätzlich an den Samstagen 3., 17. und 31. Oktober
  • Im November zusätzlich an den Samstagen 14. und 28. November
  • Am 21. November findet zusätzlich ein Verkauf während des Weihnachtsmarktes statt.
  • Am Samstag, 12. Dezember, ist der letzte Termin vor der Winterpause.

In der Winterpause ist das Gelände des Informationszentrums StadtWaldHaus und Fasanerie geschlossen und es findet kein Verkauf im Waldladen statt. Im neuen Jahr startet der Waldladen-Verkauf ab Dienstag, 12. Januar, zu gewohnten Zeiten, dienstags und donnerstags von 15 bis 18 Uhr. Die Adresse des StadtWaldHauses ist an der Isenburger Schneise 100, 60528 Frankfurt am Main.

Weitere Informationen zum Angebot, den Verkaufstagen und zur Anfahrt finden sich unter stadtwaldhaus-frankfurt.de. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Frankfurt-Schwanheim: Zwei Verletzte bei Unfall mit E-Scooter

(di) Bei einem Zusammenstoß zwischen einem E-Scooter und einem Pkw zogen sich gestern Abend (7. August 2026) in Schwanheim zwei Heranwachsende Verletzungen zu.

Nach bisherigen Erkenntnissen befuhr der E-Scooter, der vorschriftswidrig mit zwei Personen im Alter von 18 und 20 Jahren besetzt war, gegen 19:45 Uhr die Eifelstraße. Zeitgleich befuhr eine 51-jährige Autofahrerin vorfahrtberechtigt die Schwarzbachstraße. Im Kreuzungsbereich kam es zum Zusammenstoß beider Fahrzeuge.

Die 18-jährige Fahrerin sowie der 20-jährige Mitfahrer des E-Scooters stürzten zu Boden und wurden dabei leicht verletzt. (Quelle: Polizeipräsidium Frankfurt am Main, Pressestelle)

Josef und Kößler: Ein starkes Bekenntnis zum Pharmastandort Frankfurt

ffm. „Das letzte Hindernis ist aus dem Weg geräumt. Brüssel stimmt dem Bau des modernsten Insulinwerks der Welt im Industriepark Höchst von Sanofi zu. Jetzt kann es losgehen. Mit 36.000 Quadratmetern so groß wie fünf Fußballfelder ist dieses Pharmaprojekt ein starkes Bekenntnis zum Pharmastandort Frankfurt und Hessen“, sagt Oberbürgermeister Mike Josef.

„Vor dem Hintergrund mehrerer gescheiterter Investitionsprojekte in letzter Zeit bin ich sehr froh, dass nun dieser wichtige Schritt für diese Investition gelungen ist. Es ist ein Beitrag, um die globale Insulinproduktion resilienter zu machen, und stärkt den Wirtschaftsstandort Frankfurt, der sehr viel diverser ist als nur europäischer Finanzplatz oder nationales und internationales Verkehrsdrehkreuz“, sagt Josef. „Gleichzeitig möchte ich mich bei Bund und Land für die gute Zusammenarbeit bedanken. Das zeigt wieder einmal, wie stark wir gemeinsam sind.“

Die Neubaupläne Sanofis hatten eine starke politische Komponente, da von Stadt, Land und Bund insgesamt Fördermittel in dreistelliger Millionenhöhe zugesagt wurden. Die staatlichen Investitionshilfen für das Zwei-Milliarden-Euro-Projekt mussten von der EU-Kommission in einem Non-Aid-Verfahren überprüft werden. Dies gilt besonders für staatliche Investitionen in Großkonzerne.

„Das neue Insulinwerk, das das alte Werk ersetzen soll, ist von hoher strategischer Bedeutung für die Pharmaindustrie, die Versorgungssicherheit und die regionale Wirtschaft“, sagt der Oberbürgermeister. „Es ist ein zentrales Element der europäischen Pharmastrategie“.

Für Nils Kößler, Bürgermeister und Dezernent für Wirtschaft, Recht und Innovation, steht das übergeordnete strategische Interesse im Vordergrund. Er sagt dazu: „Der Neubau einer modernen Fertigungsanlage und der Erhalt der Insulinproduktion am Industriepark Höchst sind Grund zur Freude für die Stadt Frankfurt. Gewerbesteuereinnahmen in beträchtlichem Umfang werden abgesichert, dazu kommen die vielen positiven Effekte für die lokale Wirtschaft, Zulieferer, Dienstleister etc.“ Entscheidend sei aber die Absicherung der Insulin-Versorgung von einem Drittel der Diabetespatientinnen und -patienten in Deutschland. Kößler dazu: „Deutschland muss in einer veränderten geopolitischen Situation auch strategisch denken und an seiner Resilienz arbeiten. Nicht auszudenken, wenn die Versorgung von heute auf morgen wegbräche, weil zum Beispiel eine Lieferkette nicht mehr trägt, eine Transportroute versperrt wird, ein neuer internationaler Konflikt ausbricht.“

Kößler verweist in dem Zusammenhang auch auf das „Standortbekenntnis auf Jahrzehnte“, das die Milliardeninvestition für das Pharmaunternehmen bedeute. Sanofi sei mit der Insulinproduktion ein Erbe von Kernbeständen der früheren Hoechst AG und Farbwerke. Seit 1923 wird in Frankfurt Insulin hergestellt. „Diese Verantwortung ist durch die öffentliche Förderung nun noch einmal deutlich gestiegen“, sagt Kößler.

Discgolf-Körbe: Neues Spielangebot in den Sindlinger Mainwiesen

ffm. Auf den Sindlinger Mainwiesen gibt es ein neues Spielangebot: Drei Discgolf-Körbe laden ab sofort zum Ausprobieren ein. Das Angebot geht auf eine Anregung des Ortsbeirats 6 zurück und wurde vom Grünflächenamt und Sportamt gemeinsam mit der Unteren Naturschutzbehörde umgesetzt. Der TV Sindlingen sowie der Frisbeesport Verband Hessen wurden in die Planung einbezogen.

Beim Discgolf wird eine spezielle Wurfscheibe mit möglichst wenig Würfen in einem Zielkorb platziert. Es gelten ähnliche Regeln wie beim klassischen Golf. In Sindlingen wurde dabei bewusst auf einen festgelegten Parcours mit zusätzlichen Abwurfflächen verzichtet: Die Körbe bieten damit einen niederschwelligen Einstieg in die Sportart und können zugleich von der Discgolf-Abteilung des TV Sindlingen für das Training genutzt werden.

„Mit überschaubarem Aufwand ist ein kostenloses Bewegungsangebot für Kinder, Jugendliche, Familien und Sportbegeisterte entstanden. Durch die Nutzung der Anlage durch den TV Sindlingen werden auch Spaziergängerinnen und Spaziergänger auf das neue Angebot und den Verein aufmerksam. So haben wir entlang des Mainufers einen neuen Ort für Sport, Freizeit und Begegnung geschaffen. Das ist gelebte Sportentwicklung vor Ort. Genau solche Projekte machen unsere Stadt lebenswerter“, sagt Oberbürgermeister und Sportdezernent Mike Josef.

Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt, Stadtsauberkeit, Frauen, Diversität und Migration, ergänzt: „Die Sindlinger Mainwiesen sind Landschaftsschutzgebiet, deshalb müssen neue Nutzungen hier besonders sorgfältig abgewogen werden. Mir war wichtig, dass wir ein zusätzliches Spielangebot im Frankfurter Westen ermöglichen und gleichzeitig den besonderen Charakter und die ökologische Funktion der Mainwiesen erhalten. Ich freue mich, dass uns dafür eine gute und verträgliche Lösung gelungen ist.“

Die Zielkörbe stehen auf einer Spielwiese, die mehrfach im Jahr gemäht wird. Sie kommen ohne Betonfundamente aus und sind über Erdanker befestigt. Damit wird der Eingriff in die Fläche gering gehalten. Die Kettenglieder der Körbe sind feuerverzinkt und witterungsbeständig. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Üb’s! 2026: Den Ernstfall üben

Frankfurt am Main (ots)

Vom 7. bis 12. September trainieren städtische Ämter, Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und medizinische Partner gemeinsam den Umgang mit komplexen und hybriden Einsatzlagen.

Von Montag, 7. September, bis Samstag, 12. September 2026, findet in Frankfurt am Main die diesjährige Bevölkerungsschutzübung, kurz „ÜB’s!“ statt. Unter dem Motto-Leitsatz „Mehr ins Üben kommen!“ verfolgt die ÜB’s! 2026 das Ziel, Entscheidungswege, Zuständigkeiten und die Kooperation zwischen unterschiedlichen Ämtern, Behörden und Organisationen zu trainieren und zu stärken.

Die Bevölkerungsschutzübung ist eine Vorbereitung auf hybride Bedrohungsszenarien. Ob großflächiger Stromausfall, ein Cyberangriff, Naturkatastrophen, Pandemien oder andere komplexe Gefahrenlagen: Im Ernstfall müssen zahlreiche Stellen schnell und koordiniert handeln.

Mehr Blaulicht in der Stadt möglich

Neben den Stabsübungen finden auch operative Übungen im Stadtgebiet statt. Deshalb können Bürgerinnen und Bürger während der ÜB’s! 2026 vermehrt Einsatzfahrzeuge und Einsatzkräfte wahrnehmen. Die sichtbaren Übungsmaßnahmen sind Teil des des geplanten Trainingsszenarios, mit dem sich Feuerwehr, Polizei und Hilfsorganisationen gemeinsam auf mögliche Krisen- und Gefahrenlagen vorbereiten.

Bevölkerungsschutz geht uns alle etwas an

Ein funktionierender Bevölkerungsschutz ist eine gemeinsame Aufgabe. Neben professionellen Einsatzkräften und Behörden kommt auch der persönlichen Vorsorge eine wichtige Rolle zu. Wir alle können uns auf mögliche Notfälle vorbereiten. Beispielsweise, indem ein Notvorrat an Lebensmitteln und Medikamenten bereitsteht sowie wichtige Dokumente griffbereit sind. Auch hilfreiches Wissen darüber, wie man sich bei einem Stromausfall, einer Evakuierung oder anderen Krisensituationen verhalten kann, kann im Ernstfall entscheidend sein.

Die Feuerwehr Frankfurt informiert deshalb rund um die ÜB’s! 2026 über das Thema Bevölkerungsschutz auf ihren Social-Media-Kanälen und gibt praktische Hinweise zur persönlichen Krisenvorsorge.

Sechs Tage, unterschiedliche Übungsschwerpunkte

Der Startschuss für die ÜB’s! 2026 fällt am Montag, 7. September. Vom 8. bis 10. September üben das Krisenmanagement der Stadt sowie der operativ-taktische Führungsstab der Feuerwehr gemeinsam mit verschiedenen Fachberatern, unter anderem aus der Polizei. Am 11. und 12. September stehen die operativen Fähigkeiten im Mittelpunkt.

In diesem Rahmen findet am Osthafen auch wieder die Katastrophenschutzübung „Frankopia“ statt. Beteiligt sind unter anderem ehrenamtliche Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes, dem Malteser Hilfsdienst, der Johanniter-Unfall-Hilfe, des Arbeiter-Samariter-Bunds, dem Technischen Hilfswerk, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft sowie den Freiwilligen Feuerwehren.

Darüber hinaus wird eine Delegation des ukrainischen Zivilschutzes in Frankfurt zu Gast sein und sich mit den Beteiligten über Erfahrungen und Herausforderungen im Bevölkerungsschutz austauschen.

Gemeinsames Üben schafft Erfahrung, stärkt die Zusammenarbeit und gibt Sicherheit für den Ernstfall. Mit der ÜB’s! 2026 bereiten wir Frankfurt gemeinsam auf mögliche Krisen- und Gefahrenlagen vor.

(Quelle: Feuerwehr Frankfurt am Main, Informations- u. Kommunikationsmanagement, Jennifer Wagner)

Sindlinger Spaziergänge – jeder Schritt verbindet

ffm. Ein gemeinsamer Spaziergang kann weit mehr sein als Bewegung an der frischen Luft. Er kann Türen öffnen – zu Gesprächen, neuen Begegnungen und einem Gefühl von Gemeinschaft. Mit den Sindlinger Spaziergängen gibt es nun ein niedrigschwelliges Angebot, das genau dort ansetzt, wo viele ältere Menschen Unterstützung brauchen: im Alltag. „Gerade für Seniorinnen und Senioren, die allein leben oder nur wenige soziale Kontakte haben, kann Einsamkeit zur täglichen Belastung werden“, sagt Nanine Delmas, Leiterin des Jugend- und Sozialamtes. Und weiter: „Oft verhindern gesundheitliche Einschränkungen, eine geringe Mobilität oder persönliche Hemmschwellen die Teilnahme an bestehenden Freizeitangeboten. Der Sindlinger Spaziergang möchte diesen Menschen ein unkompliziertes und herzliches Angebot machen.“

Da es in Sindlingen „Nord“ nur wenige geeignete Treffpunkte für gemeinsame Aktivitäten gibt, wird der öffentliche Raum selbst zum Begegnungsort. Gemeinsam spazieren gehen bedeutet hier nicht Sport oder Training, sondern Zeit miteinander verbringen, miteinander ins Gespräch kommen und das eigene Quartier neu erleben.

Das Angebot richtet sich insbesondere an Seniorinnen und Senioren aus Sindlingen „Nord“. Gleichzeitig sind auch ältere Menschen aus Sindlingen „Süd“ sowie dem benachbarten Zeilsheim willkommen. So entstehen neue Kontakte über Quartiersgrenzen hinweg und ein lebendiges Miteinander im Stadtteil. „Oft braucht es nur einen kleinen Anlass, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Ein gemeinsamer Spaziergang kann der erste Schritt aus der Einsamkeit sein und neue Freundschaften entstehen lassen“, erläutert Delmas die Idee hinter dem Angebot.

Der Sindlinger Spaziergang ist bewusst offen gestaltet: Es gibt keine Anmeldepflicht, keine Kosten und keine Verpflichtung, regelmäßig teilzunehmen. Jede und jeder kann einfach dazukommen – ganz unabhängig von der eigenen körperlichen Fitness oder bisherigen Erfahrungen. Im Mittelpunkt stehen Begegnung, Austausch und das gute Gefühl, gemeinsam unterwegs zu sein. Das Angebot setzt ein Zeichen für mehr soziale Teilhabe im Alter und zeigt, dass oft schon kleine gemeinsame Wege einen großen Unterschied machen können.

Die Projektpartner des Angebots sind der Frankfurter Verband und der Caritasverband Frankfurt mit ihrem Quartiersmanagement Sindlingen. Das Angebot ist kostenfrei und wird von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft als Teil ihrer Förderlinie „LEA – Linderung von Einsamkeit im Alter“ unterstützt.

Der Flyer zu den Sindlinger Spaziergängen steht als PDF-Dokument zum Download bereit.

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Sindlinger Spaziergänge, Copyright: Frankfurter Verband

(Quelle: Stadt Frankfurt am Main)