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Frankfurter Tafel feiert 30-jähriges Jubiläum – Oberbürgermeister Josef gratuliert

Seit 1995 hilft der Verein Frankfurter Tafel bedürftigen Menschen mit Lebensmitteln. Anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Vereins hat die Stadt Frankfurt am Freitag, 8. Mai, zu einem Empfang in den Kaisersaal im Rathaus Römer eingeladen. Oberbürgermeister Mike Josef begrüßte die Gäste im Namen der Stadt. Heike Hofmann, Hessens Ministerin für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales, sprach ein Grußwort und Rainer Häusler, Erster Vorsitzende der Frankfurter Tafel, hielt die Festrede.

Josef würdigte die Arbeit der etwa 230 Freiwilligen, die sich ehrenamtlich für die Tafel engagieren. „Sie schenken Zeit, Kraft und Aufmerksamkeit – und vor allem Menschlichkeit“, sagte er. Denn die Arbeit beinhalte mehr als nur die Lebensmittelverteilung an den Ausgabestellen: „Sie sind Orte der Begegnung – Orte, an denen Menschen einander zuhören, einander wahrnehmen und einander unterstützen. Für viele bedeuten sie ein Stück Alltagssicherheit – und vor allem ein Stück Würde.“

Gerade in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten und wachsender Unsicherheit zeige sich die Bedeutung von Initiativen wie der Frankfurter Tafel. Immer mehr Menschen seien auf die Unterstützung angewiesen. „So wertvoll die Arbeit der Tafel ist, so führt sie uns zugleich vor Augen, wo wir als Gesellschaft gefordert sind. Dass in einer wohlhabenden Stadt wie Frankfurt rund 30.000 Menschen auf diese Hilfe angewiesen sind, darf uns nicht gleichgültig lassen“, sagte der Oberbürgermeister.

Hofmann sagte in ihrem Grußwort: „Ich freue mich, bei der Feier anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Frankfurter Tafel dabei zu sein und so meine herzlichsten Glückwünsche und meinen Dank persönlich übermitteln zu können“, sagte sie. Im Rahmen eines Termins im Bahnhofsviertel im Februar habe sie einige der handelnden Personen persönlich kennenlernen dürfen. Außerdem konnte sie sich vor Ort einen Eindruck von der Arbeit in der neuen Ausgabestelle in der Matthäuskirche verschaffen.

„Die Leidenschaft und das Engagement der Menschen, die den Betrieb der Tafel gewährleisten und aufrechterhalten, haben mich tief beeindruckt. Sie sind uns als Landesregierung wertvoller Partner bei der Bekämpfung von Armut und wichtiger Bestandteil der sozialen Infrastruktur. Sie leisten einen großartigen Beitrag bei der Unterstützung Bedürftiger und sorgen dafür, dass Menschen in Notlagen unkompliziert Hilfe erhalten und sich und ihre Familien versorgen können. Dafür danke ich von Herzen und wünsche Ihnen für die kommenden Jahre alles Gute“, sagte Hofmann.

Auch Rainer Häusler weiß, dass der Verein vor allem durch die Arbeit der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer bestehen kann. „Heute steht im Mittelpunkt, was die Frankfurter Tafel überhaupt lebensfähig macht. Nämlich die Menschen, die auf ihre eigene Art möglich gemacht haben, was nötig war, damit die Tafel funktioniert. Und viele davon tun das noch heute“, sagte er in seiner Festrede.

Die Frankfurter Tafel wurde 1995 von Hella Schmieder gegründet. Getreu dem Motto „Wir nehmen alles, aber es darf nichts kosten“ nahm die Tafel dann 1996 die Arbeit auf. Schmieders Wohnzimmer diente damals als eines der ersten Lager für die Lebensmittel. Heute erhalten insgesamt rund 29.000 berechtigte Frankfurterinnen und Frankfurter an zwölf bis 15 Ausgabestellen im Stadtgebiet Unterstützung durch die Tafel. Zu den berechtigten Personen zählen Inhaberinnen und Inhaber des Frankfurt-Passes. Etwa 180 bis 230 Freiwillige kümmern sich um das Abholen, die Sortierung und die Verteilung der Lebensmittel sowie um die Verwaltung und Logistik. Die Finanzierung des Vereins ist vollständig spendenbasiert – es handelt sich dabei um Lebensmittel-, Geld-, Sach- und Fahrtkostenspenden.

„Stadt der Kinder“ – eine Kampagne

Von Mittwoch, 27. Mai, bis Dienstag, 2. Juni 2026, ist Frankfurt wieder die „Stadt der Kinder“. Dann stehen die Kinderrechte im Mittelpunkt. In diesem Jahr dreht sich alles um Artikel 16 der UN-Kinderrechtskonvention. Darin geht es um das Recht von Kindern auf den Schutz ihrer Privatsphäre, ihrer Ehre und Würde.

Schirmherr der Kampagne, Oberbürgermeister Mike Josef, sagt: „Die Kinderrechte in Frankfurt haben einen hohen Stellenwert. Wir setzen uns dafür ein, dass alle Kinder sicher aufwachsen, gute Bildung erhalten und ihre Meinung sagen können. Deshalb gibt es die Kinderrechtskampagne ‚Stadt der Kinder‘, die durch ihr vielfältiges und buntes Programm zeigt, wie facettenreich jeder einzelne Artikel der Konvention ist. Artikel 16, der in diesem Jahr im Fokus steht, garantiert, dass Kinder ein eigenes Recht auf Privatsphäre haben. Der Artikel schützt auch den Ruf, die Ehre und Würde eines Kindes. Für diese Rechte einzustehen, ist meine Aufgabe als Oberbürgermeister, aber auch einfach als Erwachsener.“

Sylvia Weber, Dezernentin für Bildung, Immobilien und Neues Bauen, freut sich über das große Engagement in Kitas, Schulen, Vereinen, Museen und vielen anderen Institutionen. Nur durch den Einsatz der Lehrerinnen und Lehrer sowie Erzieherinnen und Erzieher, der Museumspädagoginnen und -pädagogen, der Trainerinnen und Trainer, der Quartiersmanagerinnen und -manager sowie der Kinderbeauftragten wird die Kampagne möglich. „Seit vielen Monaten arbeiten über hundert Fachkräfte und Ehrenamtliche an der Planung der ‚Stadt der Kinder‘-Veranstaltungen. Workshops, Führungen, Feste, Fachvorträge, Gesprächsangebote, Konzerte – all das muss organisiert werden. Es ist toll, dass sich so viele leidenschaftlich für die Kinderrechte einsetzen. Und das mit Erfolg: Jährlich erfahren über 10.000 Kinder in Frankfurt mehr über ihre Rechte. Ihnen allen gilt mein herzlicher Dank“, erklärt Sylvia Weber stolz.

In ganz Frankfurt gibt es in der Kampagnenwoche spannende Veranstaltungen. Einige finden nur in Kitas oder Schulen statt, andere sind mit oder ohne Anmeldung für die Öffentlichkeit bestimmt.

Mehr Infos und alle Veranstaltungen können unter stadtderkinder-frankfurt.de abgerufen werden. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Oberbürgermeister Mike Josef kommt nach Höchst

Am Dienstag, 5. Mai, besucht Oberbürgermeister Mike Josef ab 15.30 Uhr die untere Königsteiner Straße in Höchst, um sich ein persönliches Bild von der Situation vor Ort zu machen und mit lokalen Akteurinnen und Akteuren sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen. Ein Schwerpunkt wird der Themenbereich „Sauberkeit und Sicherheit im Stadtteil“ sein. Anwohnerinnen und Anwohner sowie alle, die gerne dabei sein möchten, können sich bei der Verwaltungsstelle Höchst von Dienstag, 28., bis Donnerstag, 30. April, unter der Telefonnummer 069/212-45521 anmelden. Der Treffpunkt wird nach der Anmeldung bekannt gegeben. ((Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

English Theatre Frankfurt zurück

Das English Theatre Frankfurt (ETF) ist zurück an seiner angestammten Spielstätte: Am Freitag, 24. April, hat das Haus im Beisein zahlreicher geladener Gäste, darunter Oberbürgermeister Mike Josef, Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), und Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, offiziell seine Rückkehr in das Gallileo-Hochhaus an der Gallusanlage gefeiert. Im Mittelpunkt des Abends stand die Premiere des Stücks „Churchill in Moscow“ des renommierten britischen Dramatikers Howard Brenton.

„Wir feiern die Rückkehr eines kulturellen Ortes, der unsere Stadt bereichert, verbindet und inspiriert“, sagte Oberbürgermeister Josef in seiner Begrüßungsrede. „Ein besonderer Ort, der zeigt, wie lebendig, international und offen Frankfurt ist und bleiben will.“

Das English Theatre wurde 1979 gegründet und hat sich seitdem als feste Größe in der Frankfurter Kulturlandschaft etabliert. Heute ist es das größte englischsprachige Theater auf dem europäischen Kontinent. Seit 2003 ist es im Sockel des Gallileo-Hochhauses im Frankfurter Bankenviertel beheimatet. Doch in den vergangenen zwei Jahren musste das Theater seine eigene Spielstätte verlassen und auf andere wie das ehemalige Fritz-Rémond-Theater im Zoo-Gesellschaftshaus und die Frankfurter Volksbühne ausweichen. Nach einem Eigentümerwechsel und der Übernahme durch das Immobilienunternehmen CapitalLand aus Singapur wurde das Gebäude saniert. Die Stadt Frankfurt hat die Räume im Erd- und Untergeschoss von CapitalLand gemietet und vermietet sie wiederum an das Theater unter. In den oberen Etagen arbeiten mittlerweile die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der EZB-Bankenaufsicht.

„Dass wir heute hier stehen, ist auch ein Zeichen der Widerstandskraft und Stärke dieses Hauses“, sagte Josef. Das intensive Ringen um den Erhalt des eigenen Spielorts sowie die überbrückende Bespielung fremder Bühnen habe eine extreme Belastung dargestellt. „Dieses Theater aber hat sich immer wieder neu erfunden – getragen von Engagement, Kreativität und einer starken Community, die fest an seine Bedeutung glaubt“, sagte der Oberbürgermeister und bedankte sich bei EZB-Präsidentin Lagarde, dass sie sich für den Fortbestand der Institution eingesetzt und ihre Ankündigung wahrgemacht habe, in die Frankfurter Stadtgesellschaft hineinwirken zu wollen.

Dem English Theatre wünschte Josef eine Zukunft voller kreativer Energie, mutiger Produktionen und begeisterter Zuschauerinnen und Zuschauer. „Herzlich willkommen zurück – und Vorhang auf für eine neue Ära dieses außergewöhnlichen Theaters.“

Kulturdezernentin Hartwig sagte: „Nach der langen Phase des Interims ist das ETF nun endlich wieder zurück an seiner Heimspielstätte. Es war für alle Beteiligten nicht immer einfach, doch die Zeit der Unsicherheit ist nun vorbei. Ich freue mich, dass das English Theatre gleich mit einem Stück des angesehenen Theaterautors Howard Brenton in die neue Saison starten kann und wünsche viele ausverkaufte Vorstellungen. Welcome back ETF!“

Daniel Nicolai, Intendant des English Theatre, sagte zu den Gästen: „Für das ETF ist es ein Meilenstein, dass wir endlich in unserer angestammten Spielstätte zurückkehren. Michel Friedman, mit dem wir den StreitClub präsentieren, hat zu dem Kampf um die Spielstätte gesagt: ,Ein Theater ohne Spielstätte ist kein Theater.‘ Wahre Worte, Kunst braucht einen Rahmen und ohne Spielstätte waren wir unsichtbar. Jetzt, da wir wieder sichtbar sind, können wir etwas bewegen. Neben den Vorstellungen finden wieder Programme für Schulen, Workshops, Lesungen und Poetry Slams statt. Gleichzeitig liegt noch viel vor uns. Zwei Jahre ohne Spielstätte haben das ETF stark belastet, und nach 23 Jahren besteht auch baulicher Renovierungsbedarf. Dafür suchen wir weiterhin Unterstützer. Für die Hilfe und den Rückhalt aus allen Bereichen der Gesellschaft sind wir sehr dankbar.“

Bereits am 11. April hatte das English Theatre mit einem Soft Opening und der Wiederaufnahme des erfolgreichen Musicals „Something Rotten!“ erste Einblicke in den Spielbetrieb gegeben. Mit „Churchill in Moscow“ startet nun aber nach der langen Pause das erste Stück an bekannter und altbewährter Stelle. Weitere Informationen gibt es unter english-theatre.de. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Tuesday Night Skater starten am 31. März in die neue Saison

Am Dienstag, 31. März, fällt im Hafenpark erneut der Startschuss für die neue Saison der Tuesday Night Skater (TNS). Um 20.30 Uhr beginnt offiziell die erste Tour des Jahres. Der symbolische Startschuss wird durch den Amtsleiter des Sportamts, Florian Fünffinger, gegeben. Zur Auftaktfahrt werden zahlreiche Skaterinnen und Skater erwartet, die anschließend wieder jeden Dienstag bis zum Ende der Mitteleuropäischen Sommerzeit gemeinsam durch die Straßen Frankfurts rollen.

„Die Tuesday Night Skaterinnen und Skater stehen beispielhaft für die sportliche Vielfalt und das gemeinschaftliche Miteinander in unserer Stadt“, sagt Oberbürgermeister Mike Josef. „Die Veranstaltung verbindet Bewegung, Freizeit und Begegnung im öffentlichen Raum und zeigt, wie lebendig Frankfurt am Main ist. Mein Dank gilt allen Organisatorinnen und Organisatoren, den Sicherheitskräften sowie den vielen Teilnehmenden, die Woche für Woche zu einer sicheren und erfolgreichen Saison beitragen. Ich wünsche allen eine gute und unfallfreie Skatesaison.“

Die Skater-Touren werden weiterhin von Organisator Dirk May im Auftrag der Stadt Frankfurt vorbereitet und durchgeführt. Durch sein Engagement sowie die Unterstützung von Ordnungsamt, Polizei, Sanitätsdiensten und den Verkehrsbetrieben kann das Tuesday Fight Skating auch in diesem Jahr regelmäßig und koordiniert stattfinden. Für die neue Saison wurden einzelne Streckenabschnitte angepasst und optimiert, sodass bekannte Engstellen und Bereiche mit erhöhtem Abstimmungsbedarf künftig umfahren werden.

„Wir starten mit einer TNS Light Tour“, erklärt May. „Diese Tour ist kürzer und wird in einem gemütlicheren Tempo gefahren. Eine Pause am Hafenpark am Anfang und Ende gibt den Teilnehmenden die Möglichkeit, während der Fahrt eine Auszeit zu nehmen – ideal für Anfängerinnen und Anfänger sowie Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger.“ Jeden ersten Dienstag im Monat wird eine solche TNS Light Tour angeboten.

Voraussetzung für die Teilnahme sind grundlegende Kenntnisse beim Bremsen sowie eine sichere Fahrtechnik. Das Tragen von Helm und Schutzausrüstung wird empfohlen. Die Streckenlängen variieren zwischen 27 und 34 Kilometern, das Ende der Veranstaltung ist in der Regel gegen 23 Uhr wieder im Hafenpark vorgesehen.

Sicherheit hat weiterhin höchste Priorität: Neben Polizei und Sanitätsdiensten begleiten rund 80 Ordnerinnen und Ordner in auffälligen Sicherheitswesten die Touren und sorgen für einen sicheren sowie zügigen Ablauf. Aktuelle Informationen zu den jeweiligen Strecken werden jeden Dienstag unter t-n-s.de veröffentlicht. Dort finden sich auch die verbindlichen „TNS-Verkehrsregeln“ für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Barock am Main 2026: Oberbürgermeister Josef und Quast stellen Programm vor

Auch in diesem Jahr wird die „Westcoast“ in Griesheim die Ersatzspielstätte für das über Frankfurts Grenzen hinaus beliebte Theaterfestival „Barock am Main“ sein. Open-Air und mit viel Industriecharme direkt am Main steht in diesem Jahr endlich wieder ein hessischer Molière auf dem Programm. Mit Unterstützung von Oberbürgermeister Mike Josef präsentierte Michael Quast, Leiter des Festivals und Direktor der Volksbühne im Großen Hirschgraben, das diesjährige Programm im Ludwig-Landmann-Saal im Rathaus Römer. Dieses Jahr wird „Die Schule der Frauen“ gezeigt, eine Komödie von Wolfgang Deichsel nach Molière in hessischer Mundart.

Der reiche Bürger Arnold hat die fixe Idee, sich eine ideale Ehefrau zu erschaffen. Zu diesem Zweck lässt er das Mädchen Agnes unberührt von Bildung und allen weltlichen Einflüssen aufziehen. Horazius, der Sohn eines Geschäftsfreundes von Arnold, kommt in die Stadt und verliebt sich in sie. Arnold muss durch alle Höllen der Eifersucht gehen und kämpft verzweifelt um seinen absurden Lebenstraum, doch Agnes erweist sich als erstaunlich gewitzt. Deichsels Übertragung des Klassikers Molière ins Hessische bringt die Figuren ganz nah an das Publikum heran. Der Kontrast zwischen Mundart und strengem Versmaß ist eine Mischung, die das Vergnügen an dieser Komödie noch einmal steigert.

Josef sagte: „Barock am Main gehört längst zu den kulturellen Höhepunkten in Frankfurt, besonders im Westen unserer Stadt. Ich freue mich, dass mit dem ‚Westcoast‘ in Griesheim ein Gelände gefunden wurde, an dem das Festival aktuell gut aufgehoben ist. Zeitgleich sind die Sanierungsarbeiten des Bolongaropalasts derzeit voll im Zeitplan. Ich hoffe, dass es keine unerwarteten Verzögerungen mehr gibt und Barock am Main dann 2027 an die ursprüngliche Spielstätte zurückkehren kann. Nun freue ich mich aber erst einmal auf eine tolle Festivalsaison, die wir als Stadt über das Kulturamt gerne unterstützen.“
Oberbürgermeister Mike Josef und Michael Quast, Gründer und Leiter des Theaterfestivals Barock am Main, bei der Pressekonferenz zum Festival „Barock am Main“, Copyright: Andreas Malkmus
Michael Quast sagte: „Der Spielort direkt am Wasser ist wunderbar und die Mischung aus Mundarttheater, Industriearchitektur und Lastkähnen einmalig. Dabei wollen wir aber eins nicht vergessen: Wenn ich an der Westcoast in den Main spucke, treibts am Bolongaropalast vorbei!“

Sarah Groß inszeniert die Komödie mit dem Barock am Main-Ensemble und Michael Quast als Arnold. Es spielen Alexander J. Beck, Pirkko Cremer, Jochen Döring, Ulrike Kinbach, Rainer Ewerrien und Michael Quast.

Das Festival „Barock am Main“ findet vom 30. Mai bis 14. Juni an der „Westcoast“, Stroofstraße, Höhe Hausnummer 35 in Griesheim statt. Tickets können telefonisch unter 069/427262649 oder unter barock-am-main.com erworben werden. Der Eintritt kostet zwischen 36 und 49 Euro, Schülerinnen und Schüler sowie Studentinnen und Studenten zahlen 15 Euro. Der Einlass startet 90 Minuten vor Beginn. Die Veranstaltung findet unter freiem Himmel statt, alle Sitzplätze sind nummeriert und – außer der ersten Reihe – überdacht. Zusätzlich gibt es barocke Platzmusik. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Fortschritte bei Bildung, sozialer Infrastruktur und Stadtentwicklung

Oberbürgermeister Josef zieht Jahresbilanz für Frankfurter Westen

Beim traditionellen Jahresgespräch hat Oberbürgermeister Mike Josef am Freitag, 28. November, eine umfassende Übersicht über die Entwicklungen in den westlichen Stadtteilen gegeben. Wie jedes Jahr präsentierte er dabei auch eine gedruckte Leistungsbilanz der Stadtverwaltung für den Frankfurter Westen. Vertreterinnen und Vertreter der Vereinsringe blickten im Bildungs- und Kulturzentrum Höchst (BiKuZ) gemeinsam mit dem Stadtoberhaupt auf ein ereignisreiches, in wenigen Wochen zu Ende gehendes Jahr 2025 zurück. Anschließend stand ein Baustellenrundgang im Bolongaropalast auf dem Programm, dessen Sanierung weiter voranschreitet.

Oberbürgermeister Josef, der auch Dezernent für die westlichen Stadtteile ist, hob deren Bedeutung für die Entwicklung Frankfurts hervor. „Wir haben den Westen fest im Blick – nicht nur ich als zuständiger Dezernent, sondern die gesamte Stadtverwaltung. Unsere Leistungsbilanz mit knapp 100 Seiten zeigt, wie breit wir aufgestellt sind, um den Alltag der Menschen hier konkret zu verbessern.“

Ein Schwerpunkt lag im Jahr 2025 auf der Verbesserung von Bildungsangeboten und sozialer Infrastruktur. So wurden mehrere Kitas und Schulen saniert, erweitert oder technisch modernisiert. „Gute Bildung beginnt vor Ort, im unmittelbaren Lebensumfeld der Kinder. Deshalb investieren wir konsequent – in Unterliederbach, in Schwanheim, in Zeilsheim und überall dort, wo es nötig ist“, sagte Josef. Mit Blick auf die jüngst getroffene Entscheidung, dem Personal in allen Frankfurter Kitas eine Arbeitsmarktzulage zu zahlen, sagte Josef: „Wir müssen Erzieherinnen und Erzieher so bezahlen, dass sie sich Frankfurt leisten können. Alles andere wäre familien- und frauenpolitisch das falsche Signal.“

Im Sozialbereich hob Josef die enge Zusammenarbeit mit Familienbildungsstätten und Sozialrathäusern hervor, insbesondere die sogenannten SoFA-Projekte. Sie erreichten Familien niedrigschwellig und unterstützten sie bei Erziehung und Alltagsherausforderungen. „Frühe Förderung ist der beste präventive Ansatz. Wir lassen Familien nicht allein.“

Auch zahlreiche städtebauliche und ökologische Projekte wurden im zu Ende gehenden Jahr angestoßen oder abgeschlossen – darunter die Renaturierung der Nidda in Sossenheim, Planungen für den Goldsteinpark und die Parkanlage Nied Süd sowie neue Spiel- und Aufenthaltsflächen wie der umgestaltete Spielplatz in Sindlingen. In Griesheim konnte Ende Oktober das umgebaute und erweiterte Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr übergeben werden. „Ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit für die Menschen im Stadtteil. Denn eine gut ausgestattete Feuerwehr ist unverzichtbar.“

Mit Blick auf Höchst, den größten unter den neun westlichen Stadtteilen, verwies Josef auf die Interimslösung für den Ettinghausen-Platz und auf die laufende Machbarkeitsstudie, in der geprüft wird, ob das Kronberger Haus zukünftig als Haus der Vereine und Initiativen genutzt werden kann. Außerdem zeigte er sich erfreut darüber, dass der Woolworth-Standort an der Königsteiner Straße nach dem Großbrand im Februar erhalten bleibt: „Dass Woolworth wieder öffnet, ist ein wichtiges Signal für die Nahversorgung und die Attraktivität des Stadtteils.“

Kritisch äußerte sich der Oberbürgermeister zur Schließung des 16. Polizeireviers in Griesheim: „Das subjektive Sicherheitsgefühl hängt auch von der Sichtbarkeit der Polizei vor Ort ab. Genau das geht nun verloren. Wir waren bereit, ein Gebäude bereitzustellen – diese Chance wurde leider nicht genutzt.“ Die Stadt werde aufmerksam beobachten, wie sich die Lage in den kommenden Monaten entwickelt.

Am späteren Nachmittag lud Josef die Medien zu einem Rundgang durch den Bolongaropalast ein, dessen Sanierung bis Ende 2026 andauern soll. Ab Mitte 2027 soll das historische Gebäude schrittweise wieder öffentlich zugänglich sein. „Der Bolongaropalast ist ein Schatz des Frankfurter Westens. Schritt für Schritt holen wir ihn zurück in das Bewusstsein der Stadt“, sagte Josef. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

(Das 16. Polizeirevier befand sich im Gallus, nahe zur Grenze zu Griesheim, Anmerkung des Redakteurs)

Gedenken an Friedrich von Metzler

Heute soll in einer Veranstaltung in der Paulskirche, Frankfurt am Main, an Friedrich von Metzler gedacht werden. Der Privatbankier und Mäzen verstarb vor einem Jahr im Alter von 81 Jahren in Frankfurt am Main. Auf der heutigen Veranstaltung werden Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Oberbürgermeister Mike Josef (SPD) Gedenkreden halten und damit Friedrich von Metzler würdigen.

Ehrenamt: FES-Sauberkeitspatinnen und Sauberkeitspaten werden geehrt

Vorbild sein, sich für die Umwelt einsetzen, mit Mitmenschen ins Gespräch kommen – all das sind Gründe für die FES-Sauberkeitspatinnen und -paten, ihr Ehrenamt auszuüben. Dieses Ehrenamt feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen.

Im Rahmen der Ehrung der FES-Sauberkeitspatinnen und -paten am Freitag, 17. Oktober, haben Oberbürgermeister Mike Josef und FES-Aufsichtsratsvorsitzende und Klima- und Umweltdezernentin Tina Zapf-Rodríguez diesen Einsatz gewürdigt und sprachen ihren Dank aus.

Bei der Abendveranstaltung im Saalbau Bornheim hob Oberbürgermeister Josef hervor, dass die Patinnen und Paten zur Lebensqualität Frankfurts beitragen. „Sauberkeit ist kein Nebenschauplatz. Sie bedeutet Lebensqualität. Alle stehen hierfür in der Verantwortung. Menschen, die sich als Sauberkeitspatinnen und -paten engagieren, nehmen diese Verantwortung an und geben der Gemeinschaft viel zurück. Ihr Einsatz ist alles andere als selbstverständlich. Sie investieren Zeit, Kraft und Herzblut – oft still und leise, ohne viel Aufmerksamkeit, aber mit umso größerer Wirkung. Sie sind die stillen Heldinnen und Helden unserer Stadt”, sagte Oberbürgermeister Josef.

586 FES-Patinnen und -paten gibt es aktuell in Frankfurt. Hinzu kommen 36 Gruppen, vor allem Kitas und Schulen. Aus einer Idee ist eine stetig wachsende Gemeinschaft geworden.

Dieses Gemeinschaftsgefühl war auch am Abend der Patenehrung zu spüren. Viele der Patinnen und Paten übernehmen bereits seit mehr als zehn Jahren Verantwortung für eine Grünanlage, einen Spielplatz, eine Kreuzung oder einen Weg, sammeln dort Abfall oder melden der FES, wenn es dort wilde Ablagerungen gibt. Dann werden diese schnellstmöglich entfernt.

„Überzeugungsarbeit leisten, auf die Bedeutung von Sauberkeit aufmerksam machen, Netzwerke nutzen und andere mitnehmen – all das ist entscheidend, um miteinander etwas zu erreichen. Wir alle können etwas tun. Denn Sauberkeit ist Teamarbeit! Wenn alle mitmachen, entsteht das Frankfurt, in dem wir alle leben wollen, in dem wir unsere Kinder und Enkelkinder aufwachsen sehen wollen. Miteinander suchen auch die Stadt Frankfurt und FES nach neuen Wegen und zeigen Tag für Tag, wie gemeinsames Engagement zu echten Lösungen für neue Herausforderungen führt – auch dafür möchte ich heute danke sagen“, betonte Klima- und Umweltdezernentin Zapf-Rodríguez.

Benjamin Scheffler, Geschäftsführer der FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH, ergänzte: „Ich freue mich außerordentlich, dass wir ein so engagiertes Netzwerk haben, das weiterwächst. Vorbild sein, sensibilisieren, in den Dialog gehen – all das tun die Patinnen und Paten. Neben den Leistungen, die wir als FES erbringen und den Projekten, die wir mit der Stadt Frankfurt am Main auf den Weg bringen, ist es genau dieser Einsatz, der das Thema Stadtsauberkeit weiter voranbringt.“

Nach dem Essen in feierlichem Rahmen erhielten die Sauberkeitspatinnen und -paten eine Urkunde, die ihr ehrenamtliches Engagement belegt. Und, was für viele von ihnen noch wichtiger war, der gemeinsame Austausch und das Wissen, Teil einer Gemeinschaft zu sein, die eines verbindet: Die Liebe zur Stadt und die Motivation, sich gemeinsam für ein sauberes Frankfurt einzubringen.

Beigefügt finden sich Zitate der Sauberkeitspatinnen und -paten anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Patenprogramms als PDF-Dokument.
 
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Zitate der Sauberkeitspatinnen und -paten anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Patenprogramms

(Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Feierstunde zur Deutschen Einheit in der Paulskirche

Mit stimmungsvollen Veranstaltungen hat die Stadt Frankfurt am Main den Tag der Deutschen Einheit begangen. In einer Feierstunde in der Paulskirche wurden am Vormittag des 3. Oktober die friedliche Revolution von 1989 und die Wiedervereinigung 1990 gewürdigt. Noch bis Sonntag findet das Bürgerfest „Jazz zum Dritten – 35 Jahre Wiedervereinigung“ auf dem Römerberg statt. Zu den Feierlichkeiten gehören auch das Chor-Event „3. Oktober – Deutschland singt und klingt“, Veranstaltungen der Volkshochschule im Stadthaus, Ausstellungen auf dem Römerberg und eine abendliche Projektion auf die Römerfassade, die historische Bilder mit Berichten von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen verbindet.

In der Paulskirche schlug Oberbürgermeister Mike Josef den Bogen von der Frankfurter Nationalversammmlung 1849/49 zu den Ereignissen von 1989/90. „Die friedliche Revolution hat uns gezeigt, dass die Versprechungen der Demokratie – Partizipation, Freiheit, Gestaltungs- und Entfaltungsmöglichkeiten – Menschen bewegen und im wörtlichen Sinne Mauern überwinden können.“ Während die Entwicklungen, die zur Wiedervereinigung führten, im Rückblick rasant vonstatten gegangen seien, dauere das Zusammenwachsen bis heute an. „Die richtige Einheit in den Herzen und Köpfen, das Zusammenkommen und Brückenbauen ist kontinuierliche, harte Arbeit, denn oft müssen wir Ressentiments und Vorbehalte überwinden.“

Josef erinnerte auch daran, wie die Ereignisse vor 35 Jahren in der Stadt am Main erlebt wurden. „Die Euphorie im Jahr der Wiedervereinigung war groß. Wie so oft haben die Menschen hier in Frankfurt angepackt, Bettenbörsen organisiert, die vielen Gäste aus dem Osten willkommen geheißen und solidarisch beim – wie man es damals nannte – Aufbau unterstützt. Und bereits am 3. Oktober 1990 haben die damaligen Oberbürgermeister, Volker Hauff für Frankfurt und Hinrich Lehmann-Grube für Leipzig, im Rathaus von Leipzig eine Städtepartnerschaft begründet.“ Die Partnerschaft bedeute, voneinander zu lernen und von gemeinsamen Erfahrungen zu profitieren. „Wenn wir zusammenrücken, werden wir stärker, als wenn jeder für sich allein wirkt“, sagte Josef.

Die Festrede in der Paulskirche hielt Christian Wolff, der von 1992 bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2014 Pfarrer an der Thomaskirche in der Partnerstadt Leipzig war. Unter dem Titel „Osterweiterung – 35 Jahre Leben im neuen Deutschland. Erfahrungen und Perspektiven“ sprach Wolff darüber, wie er als Angehöriger der Achtundsechziger-Generation und „lupenreiner Wessi“ vor mehr als 35 Jahren von der revolutionären Entwicklung in Mitteleuropa in den Bann gezogen wurde. „Im April 1991 bin ich dann erstmals nach Leipzig gereist – voller Neugier auf das, was meine Frau und mich erwartete.“

Die Einheit sei das Beste gewesen, was beiden Teilen Deutschlands und Europa passieren konnte, sagte Wolff. Zugleich zog er aber auch eine kritische Bilanz der Geschichte seit der Wiedervereinigung. „Mit der Deutschen Einheit im Oktober 1990 hatten sich alle Reformgedanken und Erneuerungsnotwendigkeiten erst einmal erledigt. Das fällt uns 35 Jahre später in allen gesellschaftlichen Bereichen schwer auf die Füße.“ Zwar seien in manchen Teilen Ostdeutschlands tatsächlich „blühende Landschaften“ entstanden, doch sei es versäumt worden, „die radikalen Veränderungen, die mit Verlusterfahrungen – Arbeit, Wohnung, familiäre Bindungen – verbunden waren, mit dem Aufbruch zur Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Einklang zu bringen.“

Zwar sei in Deutschland keine „neue Mauer“ entstanden, sagte Wolff. „Allerdings sehe ich viele neue Aufgaben, viele Probleme, die wir nur gemeinsam lösen können: vor Ort, demokratisch, europäisch.“ Dazu hätten die AfD und rechtsnationale Bewegungen wie Pegida nichts beizutragen. Nötig sei vielmehr „eine dem einzelnen Menschen zugewandte, interventionistische, lösungsorientierte Bildungs-, Sozial- und Integrationspolitik – insbesondere im ländlichen Raum und in den prekären Stadtteilen.“ (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)