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30 Jahre Präventionsrat Frankfurt

ffm. Der Präventionsrat Frankfurt hat am Montag, 28. September, sein 30-jähriges Bestehen gefeiert. Zahlreiche Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter sowie Partnerinnen und Partner aus Stadtgesellschaft, Polizei, Justiz, Verwaltung, Vereinen und Initiativen kamen aus diesem Anlass bei der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) in Frankfurt zusammen. Die Veranstaltung bot einen abwechslungsreichen Rahmen aus Rückblicken, Gesprächen, Livemusik und persönlichem Austausch.

Was Mitte der 1990er Jahre als neuer Ansatz begann, ist heute fest verankert: Stadt, Polizeipräsidium und Staatsanwaltschaft arbeiten institutionenübergreifend daran, das Sicherheitsgefühl zu stärken und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern. Der Präventionsrat versteht sich dabei vor allem als Koordinator und Vernetzer, der die unterschiedlichen Akteurinnen und Akteure mit ihrer Expertise zusammenbringt.

Oberbürgermeister Mike Josef würdigt die Entwicklung des Präventionsrats: „Sicherheit entsteht auch dort, wo Menschen einander kennen, Probleme früh erkennen und gemeinsam handeln. Genau dafür bringt der Präventionsrat seit 30 Jahren Stadt, Polizei, Justiz und engagierte Menschen in den Stadtteilen zusammen. Herzlichen Glückwunsch zu diesem Jubiläum und vielen Dank an alle, die dieses Netzwerk aufgebaut haben und es heute mit Leben füllen. Ihre Arbeit macht Frankfurt sicherer und stärkt zugleich den Zusammenhalt in unserer Stadt.“

Auch Martin-Benedikt Schäfer, Dezernent für Ordnung, Sicherheit, Feuerwehr und Bevölkerungsschutz, unterstreicht die Bedeutung dieser Arbeit: „30 Jahre Präventionsrat – das ist eine Frankfurter Erfolgsgeschichte. Ich gratuliere dem Präventionsrat, allen Mitgliedern und Wegbegleitern ganz herzlich zu diesem Jubiläum. Prävention setzt dort an, wo Probleme entstehen können, und versucht, Lösungen zu entwickeln, bevor aus Herausforderungen größere Konflikte werden. Gerade in einer dynamischen Stadt wie Frankfurt ist das eine wichtige und anspruchsvolle Aufgabe.“

Inzwischen gibt es in Frankfurt 20 regionale Präventionsräte, zwei weitere sind geplant. Hinzu kommen rund 43 Seniorensicherheitsbeauftragte, die Präventionsangebote direkt in die Stadtteile bringen. Dabei geht es längst nicht mehr nur um klassische Kriminalprävention. Auch Gewalt- und Suchtprävention, Seniorensicherheit, Demokratieförderung, digitale Sicherheit sowie Krisenvorsorge und Resilienz gehören zu den Themen.

Für Peter Kristen Kempf, Leiter des Präventionsrats, liegt genau in diesem Netzwerk die Stärke: „Prävention gelingt nicht am Schreibtisch, sondern dort, wo Menschen zusammenkommen, in den Stadtteilen. Unsere Stärken sind die vielen Engagierten vor Ort und unsere Partner bei Polizei, Justiz und Stadt. Ihre Zusammenarbeit zu stärken, ist seit 30 Jahren unser Auftrag. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern.“

Durch den Nachmittag führten hr-Gerichtsreporterin Heike Borufka, zugleich Präventionsbotschafterin des Präventionsrats, und Moderator Basti Red. In Gesprächen und persönlichen Rückblicken ging es um die Anfänge des Präventionsrats, seine heutige Arbeit und die Themen, die Frankfurt künftig beschäftigen werden. Beim anschließenden Empfang wurde vieles davon weiterdiskutiert.

Auch nach 30 Jahren bleibt der Grundgedanke derselbe: Sicherheit ist eine gemeinsame Aufgabe. Daran arbeitet der Präventionsrat weiter – unter dem Motto „Frankfurt. Aber sicher.“ (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Vereinfachung für Ortsbeiratsbudgets: Magistrat erleichtert die künftige Verausgabung der gesamten Mittel

ffm. Der Magistrat der Stadt Frankfurt hat am Freitag, 25. September, auf Initiative von Oberbürgermeister Mike Josef die Änderung eines Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung aus dem Jahr 2014 auf den Weg gebracht. Ortsbeiräte können künftig ihr gesamtes jährliches Budget für eine Förderung von zeitlich begrenzten Projekten von Vereinen und bürgerschaftlichen Initiativen mit gemeinnützigen Inhalten und Ideen zur Verfügung stellen.

„Künftig können die Ortsbeiräte, wenn sie das möchten, nicht nur das halbe Budget, sondern ihr gesamtes Budget für zeitlich begrenzte Projekte in ihrem Ortsbezirk verwenden. Die Erfahrung hat gezeigt, dass 90 Prozent der auf den Weg gebrachten Beschlüsse dem Zweck dienen sollen, Vereine und Initiativen finanziell zu unterstützen“, erläuterte Oberbürgermeister Josef seine Entscheidung.

„Dieser Beschluss zeigt, dass dem Magistrat starke Ortsbeiräte und ihr ehrenamtliches Engagement ein echtes Herzensanliegen sind“, sagte Stadtkämmerin Susanne Serke. „Ich bin zuversichtlich, dass der Oberbürgermeister gemeinsam mit dem Magistrat nun auch einen verlässlichen Weg finden wird, um sicherzustellen, dass die aktuellen Ortsbeiratsbudgets vollumfänglich verausgabt werden können.“

Es ist vorgesehen, den Beschluss am Donnerstag kommender Woche, 1. Oktober, in der Stadtverordnetenversammlung bestätigen zu lassen, wenn zeitgleich auch der Antrag der Koalitionsfraktionen, NR 60, votiert wird, in dem es um die Erhöhung der Ortsbeiratsbudgets und die Übertragung der Mittel geht.

„Mit beiden Vorlagen zeigt die neue Stadtregierung, dass sie es ernst meint mit der Stärkung unserer 16 Ortsbeiräte. Magistrat und Stadtverordnetenversammlung haben ihren Teil dazu beigetragen, umzusetzen, was wir angekündigt haben“, sagte Josef. Die alte Regelung sei nicht mehr zeitgemäß und beschränke die Arbeit der Ortsbeiräte unnötig, was im Zuge der jüngsten Debatte zur Übertragung der Restmittel der Ortsbeiratsbudgets erneut deutlich geworden sei. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Josef und Kößler: Ein starkes Bekenntnis zum Pharmastandort Frankfurt

ffm. „Das letzte Hindernis ist aus dem Weg geräumt. Brüssel stimmt dem Bau des modernsten Insulinwerks der Welt im Industriepark Höchst von Sanofi zu. Jetzt kann es losgehen. Mit 36.000 Quadratmetern so groß wie fünf Fußballfelder ist dieses Pharmaprojekt ein starkes Bekenntnis zum Pharmastandort Frankfurt und Hessen“, sagt Oberbürgermeister Mike Josef.

„Vor dem Hintergrund mehrerer gescheiterter Investitionsprojekte in letzter Zeit bin ich sehr froh, dass nun dieser wichtige Schritt für diese Investition gelungen ist. Es ist ein Beitrag, um die globale Insulinproduktion resilienter zu machen, und stärkt den Wirtschaftsstandort Frankfurt, der sehr viel diverser ist als nur europäischer Finanzplatz oder nationales und internationales Verkehrsdrehkreuz“, sagt Josef. „Gleichzeitig möchte ich mich bei Bund und Land für die gute Zusammenarbeit bedanken. Das zeigt wieder einmal, wie stark wir gemeinsam sind.“

Die Neubaupläne Sanofis hatten eine starke politische Komponente, da von Stadt, Land und Bund insgesamt Fördermittel in dreistelliger Millionenhöhe zugesagt wurden. Die staatlichen Investitionshilfen für das Zwei-Milliarden-Euro-Projekt mussten von der EU-Kommission in einem Non-Aid-Verfahren überprüft werden. Dies gilt besonders für staatliche Investitionen in Großkonzerne.

„Das neue Insulinwerk, das das alte Werk ersetzen soll, ist von hoher strategischer Bedeutung für die Pharmaindustrie, die Versorgungssicherheit und die regionale Wirtschaft“, sagt der Oberbürgermeister. „Es ist ein zentrales Element der europäischen Pharmastrategie“.

Für Nils Kößler, Bürgermeister und Dezernent für Wirtschaft, Recht und Innovation, steht das übergeordnete strategische Interesse im Vordergrund. Er sagt dazu: „Der Neubau einer modernen Fertigungsanlage und der Erhalt der Insulinproduktion am Industriepark Höchst sind Grund zur Freude für die Stadt Frankfurt. Gewerbesteuereinnahmen in beträchtlichem Umfang werden abgesichert, dazu kommen die vielen positiven Effekte für die lokale Wirtschaft, Zulieferer, Dienstleister etc.“ Entscheidend sei aber die Absicherung der Insulin-Versorgung von einem Drittel der Diabetespatientinnen und -patienten in Deutschland. Kößler dazu: „Deutschland muss in einer veränderten geopolitischen Situation auch strategisch denken und an seiner Resilienz arbeiten. Nicht auszudenken, wenn die Versorgung von heute auf morgen wegbräche, weil zum Beispiel eine Lieferkette nicht mehr trägt, eine Transportroute versperrt wird, ein neuer internationaler Konflikt ausbricht.“

Kößler verweist in dem Zusammenhang auch auf das „Standortbekenntnis auf Jahrzehnte“, das die Milliardeninvestition für das Pharmaunternehmen bedeute. Sanofi sei mit der Insulinproduktion ein Erbe von Kernbeständen der früheren Hoechst AG und Farbwerke. Seit 1923 wird in Frankfurt Insulin hergestellt. „Diese Verantwortung ist durch die öffentliche Förderung nun noch einmal deutlich gestiegen“, sagt Kößler.

Discgolf-Körbe: Neues Spielangebot in den Sindlinger Mainwiesen

ffm. Auf den Sindlinger Mainwiesen gibt es ein neues Spielangebot: Drei Discgolf-Körbe laden ab sofort zum Ausprobieren ein. Das Angebot geht auf eine Anregung des Ortsbeirats 6 zurück und wurde vom Grünflächenamt und Sportamt gemeinsam mit der Unteren Naturschutzbehörde umgesetzt. Der TV Sindlingen sowie der Frisbeesport Verband Hessen wurden in die Planung einbezogen.

Beim Discgolf wird eine spezielle Wurfscheibe mit möglichst wenig Würfen in einem Zielkorb platziert. Es gelten ähnliche Regeln wie beim klassischen Golf. In Sindlingen wurde dabei bewusst auf einen festgelegten Parcours mit zusätzlichen Abwurfflächen verzichtet: Die Körbe bieten damit einen niederschwelligen Einstieg in die Sportart und können zugleich von der Discgolf-Abteilung des TV Sindlingen für das Training genutzt werden.

„Mit überschaubarem Aufwand ist ein kostenloses Bewegungsangebot für Kinder, Jugendliche, Familien und Sportbegeisterte entstanden. Durch die Nutzung der Anlage durch den TV Sindlingen werden auch Spaziergängerinnen und Spaziergänger auf das neue Angebot und den Verein aufmerksam. So haben wir entlang des Mainufers einen neuen Ort für Sport, Freizeit und Begegnung geschaffen. Das ist gelebte Sportentwicklung vor Ort. Genau solche Projekte machen unsere Stadt lebenswerter“, sagt Oberbürgermeister und Sportdezernent Mike Josef.

Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt, Stadtsauberkeit, Frauen, Diversität und Migration, ergänzt: „Die Sindlinger Mainwiesen sind Landschaftsschutzgebiet, deshalb müssen neue Nutzungen hier besonders sorgfältig abgewogen werden. Mir war wichtig, dass wir ein zusätzliches Spielangebot im Frankfurter Westen ermöglichen und gleichzeitig den besonderen Charakter und die ökologische Funktion der Mainwiesen erhalten. Ich freue mich, dass uns dafür eine gute und verträgliche Lösung gelungen ist.“

Die Zielkörbe stehen auf einer Spielwiese, die mehrfach im Jahr gemäht wird. Sie kommen ohne Betonfundamente aus und sind über Erdanker befestigt. Damit wird der Eingriff in die Fläche gering gehalten. Die Kettenglieder der Körbe sind feuerverzinkt und witterungsbeständig. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Stadt Frankfurt trauert um Gerd Wilcken

Die Stadt Frankfurt am Main trauert um Gerd Wilcken. Der SPD-Politiker und Träger der Bürgermedaille ist im Alter von 82 Jahren verstorben.

Wilcken hat sich mit Herz, Verstand und unermüdlicher Energie für andere eingesetzt. Ob als Stadtbezirksvorsteher, ehrenamtlicher Richter, Jugendschöffe, Kommunalpolitiker oder Förderer zahlreicher gesellschaftlicher und kultureller Institutionen – sein Einsatz galt stets den Menschen und dem gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Oberbürgermeister Mike Josef sagt: „Frankfurt und Gerd Wilckens Heimatstadtteil Bornheim verliert einen großartigen Menschen, der für Toleranz, sozialen Ausgleich und Humor stand. Gerd Wilcken war ein gläubiger Katholik, der zugleich kein Blatt vor den Mund nahm, wenn es darum ging, Freiheitsrechte einzufordern und zu verteidigen. Er hat sich ehrenamtlich engagiert, und das immer als ein ‚Zurückgeben‘ der Chancen verstanden, die ihm selbst zuteilwurden. Ich habe ihn gut gekannt, wir sind uns in Bornheim oft begegnet. Seinen 80. Geburtstag hat er groß gefeiert, es war beeindruckend, wen er alles kannte und wer ihm alles gratulierte. Gerd Wilcken war ein Fastnachter durch und durch, eine Fastnacht ohne ihn kann ich mir gar nicht vorstellen. Er war tief im Vereinsleben seines Heimatstadtlebens verwurzelt. Zugleich war Gerd Wilcken ein authentischer, offener, belesener und reflektierter Mann, der mit seinem Humor Brücken gebaut hat über Gräben hinweg. Wir werden Gerd Wilcken nicht vergessen.“

Im Jahr 2020 wurde Wilcken die Bürgermedaille der Stadt verliehen – eine Auszeichnung, die sein Wirken für die Stadt Frankfurt und insbesondere für Bornheim in eindrucksvoller Weise würdigte.

Besonders prägend waren seine Menschlichkeit, seine Offenheit und sein Einsatz für Toleranz und gegenseitigen Respekt. Er war überzeugt davon, dass gesellschaftlicher Zusammenhalt nur durch Zuhören, Mitgestalten und gegenseitige Unterstützung gelingt. Dabei standen für ihn nie Ideologien im Vordergrund, sondern immer die gemeinsame Suche nach guten Lösungen. „Toleranz ist ein hohes Gut. Da lohnt es sich immer für zu streiten – egal ob sexuell, religiös oder politisch“, sagte der gebürtige Sauerländer bei der Verleihung der Bürgermedaille 2020.

„Er war ein zugewandter, vielfach engagierter Menschenfreund mit einem festen Wertegerüst“, würdigt auch Stadtverordnetenvorsteherin Claudia Korenke den Verstorbenen. „Er wird fehlen in unserer Stadt, vor allem dort, wo er vorwiegend wirkte und lange lebte: in Bornheim“. Gerd Wilcken sei ein verlässlicher Ansprechpartner gewesen und ein Mensch, der über Jahrzehnte Verantwortung übernommen und das gesellschaftliche Leben mitgeprägt habe. „Unsere Stadt wird sich dankbar an ihn erinnern.“

Bis zu seiner Pensionierung vor gut 20 Jahren hat Wilcken zehn Jahre lang als Schulleiter und Geschäftsführer der Landesfachschule des Kraftfahrzeug-Gewerbes Hessen in Frankfurt am Main gearbeitet. Wilcken wurde mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen, dem Ehrenbrief der Hessischen Akademie für Bürowirtschaft (HAB) Frankfurt sowie der Silbernen Ehrennadel des Polizeichors Frankfurt am Main ausgezeichnet.

Die Stadt Frankfurt am Main spricht der Familie, den Freunden sowie allen Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern ihr aufrichtiges Mitgefühl aus. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

OB Josef kommt nach Schwanheim

Regelmäßig ist Oberbürgermeister Mike Josef in den Stadtteilen Frankfurts unterwegs, um sich ein persönliches Bild von der Situation vor Ort zu machen. Donnerstag, den 28. Mai 2026, besucht er den Stadtteil Schwanheim und lädt lokale Akteurinnen und Akteure sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger ein, mit ihm ins Gespräch zu kommen. Anwohnerinnen und Anwohner sowie alle, die gerne dabei sein möchten, können sich beim Bürgerinnen- und Bürgerbüro des Oberbürgermeisters von Mittwoch, 20. Mai, bis Freitag, 22. Mai, unter Telefon 069/212-38458 anmelden. Uhrzeit und Treffpunkt werden nach der Anmeldung bekannt gegeben. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Anmerkung: Im Artikel stand zunächst ein falscher Wochentag für den Besuch des Oberbürgermeisters, was inzwischen korrigiert ist.

Frankfurter Tafel feiert 30-jähriges Jubiläum – Oberbürgermeister Josef gratuliert

Seit 1995 hilft der Verein Frankfurter Tafel bedürftigen Menschen mit Lebensmitteln. Anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Vereins hat die Stadt Frankfurt am Freitag, 8. Mai, zu einem Empfang in den Kaisersaal im Rathaus Römer eingeladen. Oberbürgermeister Mike Josef begrüßte die Gäste im Namen der Stadt. Heike Hofmann, Hessens Ministerin für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales, sprach ein Grußwort und Rainer Häusler, Erster Vorsitzende der Frankfurter Tafel, hielt die Festrede.

Josef würdigte die Arbeit der etwa 230 Freiwilligen, die sich ehrenamtlich für die Tafel engagieren. „Sie schenken Zeit, Kraft und Aufmerksamkeit – und vor allem Menschlichkeit“, sagte er. Denn die Arbeit beinhalte mehr als nur die Lebensmittelverteilung an den Ausgabestellen: „Sie sind Orte der Begegnung – Orte, an denen Menschen einander zuhören, einander wahrnehmen und einander unterstützen. Für viele bedeuten sie ein Stück Alltagssicherheit – und vor allem ein Stück Würde.“

Gerade in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten und wachsender Unsicherheit zeige sich die Bedeutung von Initiativen wie der Frankfurter Tafel. Immer mehr Menschen seien auf die Unterstützung angewiesen. „So wertvoll die Arbeit der Tafel ist, so führt sie uns zugleich vor Augen, wo wir als Gesellschaft gefordert sind. Dass in einer wohlhabenden Stadt wie Frankfurt rund 30.000 Menschen auf diese Hilfe angewiesen sind, darf uns nicht gleichgültig lassen“, sagte der Oberbürgermeister.

Hofmann sagte in ihrem Grußwort: „Ich freue mich, bei der Feier anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Frankfurter Tafel dabei zu sein und so meine herzlichsten Glückwünsche und meinen Dank persönlich übermitteln zu können“, sagte sie. Im Rahmen eines Termins im Bahnhofsviertel im Februar habe sie einige der handelnden Personen persönlich kennenlernen dürfen. Außerdem konnte sie sich vor Ort einen Eindruck von der Arbeit in der neuen Ausgabestelle in der Matthäuskirche verschaffen.

„Die Leidenschaft und das Engagement der Menschen, die den Betrieb der Tafel gewährleisten und aufrechterhalten, haben mich tief beeindruckt. Sie sind uns als Landesregierung wertvoller Partner bei der Bekämpfung von Armut und wichtiger Bestandteil der sozialen Infrastruktur. Sie leisten einen großartigen Beitrag bei der Unterstützung Bedürftiger und sorgen dafür, dass Menschen in Notlagen unkompliziert Hilfe erhalten und sich und ihre Familien versorgen können. Dafür danke ich von Herzen und wünsche Ihnen für die kommenden Jahre alles Gute“, sagte Hofmann.

Auch Rainer Häusler weiß, dass der Verein vor allem durch die Arbeit der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer bestehen kann. „Heute steht im Mittelpunkt, was die Frankfurter Tafel überhaupt lebensfähig macht. Nämlich die Menschen, die auf ihre eigene Art möglich gemacht haben, was nötig war, damit die Tafel funktioniert. Und viele davon tun das noch heute“, sagte er in seiner Festrede.

Die Frankfurter Tafel wurde 1995 von Hella Schmieder gegründet. Getreu dem Motto „Wir nehmen alles, aber es darf nichts kosten“ nahm die Tafel dann 1996 die Arbeit auf. Schmieders Wohnzimmer diente damals als eines der ersten Lager für die Lebensmittel. Heute erhalten insgesamt rund 29.000 berechtigte Frankfurterinnen und Frankfurter an zwölf bis 15 Ausgabestellen im Stadtgebiet Unterstützung durch die Tafel. Zu den berechtigten Personen zählen Inhaberinnen und Inhaber des Frankfurt-Passes. Etwa 180 bis 230 Freiwillige kümmern sich um das Abholen, die Sortierung und die Verteilung der Lebensmittel sowie um die Verwaltung und Logistik. Die Finanzierung des Vereins ist vollständig spendenbasiert – es handelt sich dabei um Lebensmittel-, Geld-, Sach- und Fahrtkostenspenden.

„Stadt der Kinder“ – eine Kampagne

Von Mittwoch, 27. Mai, bis Dienstag, 2. Juni 2026, ist Frankfurt wieder die „Stadt der Kinder“. Dann stehen die Kinderrechte im Mittelpunkt. In diesem Jahr dreht sich alles um Artikel 16 der UN-Kinderrechtskonvention. Darin geht es um das Recht von Kindern auf den Schutz ihrer Privatsphäre, ihrer Ehre und Würde.

Schirmherr der Kampagne, Oberbürgermeister Mike Josef, sagt: „Die Kinderrechte in Frankfurt haben einen hohen Stellenwert. Wir setzen uns dafür ein, dass alle Kinder sicher aufwachsen, gute Bildung erhalten und ihre Meinung sagen können. Deshalb gibt es die Kinderrechtskampagne ‚Stadt der Kinder‘, die durch ihr vielfältiges und buntes Programm zeigt, wie facettenreich jeder einzelne Artikel der Konvention ist. Artikel 16, der in diesem Jahr im Fokus steht, garantiert, dass Kinder ein eigenes Recht auf Privatsphäre haben. Der Artikel schützt auch den Ruf, die Ehre und Würde eines Kindes. Für diese Rechte einzustehen, ist meine Aufgabe als Oberbürgermeister, aber auch einfach als Erwachsener.“

Sylvia Weber, Dezernentin für Bildung, Immobilien und Neues Bauen, freut sich über das große Engagement in Kitas, Schulen, Vereinen, Museen und vielen anderen Institutionen. Nur durch den Einsatz der Lehrerinnen und Lehrer sowie Erzieherinnen und Erzieher, der Museumspädagoginnen und -pädagogen, der Trainerinnen und Trainer, der Quartiersmanagerinnen und -manager sowie der Kinderbeauftragten wird die Kampagne möglich. „Seit vielen Monaten arbeiten über hundert Fachkräfte und Ehrenamtliche an der Planung der ‚Stadt der Kinder‘-Veranstaltungen. Workshops, Führungen, Feste, Fachvorträge, Gesprächsangebote, Konzerte – all das muss organisiert werden. Es ist toll, dass sich so viele leidenschaftlich für die Kinderrechte einsetzen. Und das mit Erfolg: Jährlich erfahren über 10.000 Kinder in Frankfurt mehr über ihre Rechte. Ihnen allen gilt mein herzlicher Dank“, erklärt Sylvia Weber stolz.

In ganz Frankfurt gibt es in der Kampagnenwoche spannende Veranstaltungen. Einige finden nur in Kitas oder Schulen statt, andere sind mit oder ohne Anmeldung für die Öffentlichkeit bestimmt.

Mehr Infos und alle Veranstaltungen können unter stadtderkinder-frankfurt.de abgerufen werden. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Oberbürgermeister Mike Josef kommt nach Höchst

Am Dienstag, 5. Mai, besucht Oberbürgermeister Mike Josef ab 15.30 Uhr die untere Königsteiner Straße in Höchst, um sich ein persönliches Bild von der Situation vor Ort zu machen und mit lokalen Akteurinnen und Akteuren sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen. Ein Schwerpunkt wird der Themenbereich „Sauberkeit und Sicherheit im Stadtteil“ sein. Anwohnerinnen und Anwohner sowie alle, die gerne dabei sein möchten, können sich bei der Verwaltungsstelle Höchst von Dienstag, 28., bis Donnerstag, 30. April, unter der Telefonnummer 069/212-45521 anmelden. Der Treffpunkt wird nach der Anmeldung bekannt gegeben. ((Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

English Theatre Frankfurt zurück

Das English Theatre Frankfurt (ETF) ist zurück an seiner angestammten Spielstätte: Am Freitag, 24. April, hat das Haus im Beisein zahlreicher geladener Gäste, darunter Oberbürgermeister Mike Josef, Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), und Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, offiziell seine Rückkehr in das Gallileo-Hochhaus an der Gallusanlage gefeiert. Im Mittelpunkt des Abends stand die Premiere des Stücks „Churchill in Moscow“ des renommierten britischen Dramatikers Howard Brenton.

„Wir feiern die Rückkehr eines kulturellen Ortes, der unsere Stadt bereichert, verbindet und inspiriert“, sagte Oberbürgermeister Josef in seiner Begrüßungsrede. „Ein besonderer Ort, der zeigt, wie lebendig, international und offen Frankfurt ist und bleiben will.“

Das English Theatre wurde 1979 gegründet und hat sich seitdem als feste Größe in der Frankfurter Kulturlandschaft etabliert. Heute ist es das größte englischsprachige Theater auf dem europäischen Kontinent. Seit 2003 ist es im Sockel des Gallileo-Hochhauses im Frankfurter Bankenviertel beheimatet. Doch in den vergangenen zwei Jahren musste das Theater seine eigene Spielstätte verlassen und auf andere wie das ehemalige Fritz-Rémond-Theater im Zoo-Gesellschaftshaus und die Frankfurter Volksbühne ausweichen. Nach einem Eigentümerwechsel und der Übernahme durch das Immobilienunternehmen CapitalLand aus Singapur wurde das Gebäude saniert. Die Stadt Frankfurt hat die Räume im Erd- und Untergeschoss von CapitalLand gemietet und vermietet sie wiederum an das Theater unter. In den oberen Etagen arbeiten mittlerweile die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der EZB-Bankenaufsicht.

„Dass wir heute hier stehen, ist auch ein Zeichen der Widerstandskraft und Stärke dieses Hauses“, sagte Josef. Das intensive Ringen um den Erhalt des eigenen Spielorts sowie die überbrückende Bespielung fremder Bühnen habe eine extreme Belastung dargestellt. „Dieses Theater aber hat sich immer wieder neu erfunden – getragen von Engagement, Kreativität und einer starken Community, die fest an seine Bedeutung glaubt“, sagte der Oberbürgermeister und bedankte sich bei EZB-Präsidentin Lagarde, dass sie sich für den Fortbestand der Institution eingesetzt und ihre Ankündigung wahrgemacht habe, in die Frankfurter Stadtgesellschaft hineinwirken zu wollen.

Dem English Theatre wünschte Josef eine Zukunft voller kreativer Energie, mutiger Produktionen und begeisterter Zuschauerinnen und Zuschauer. „Herzlich willkommen zurück – und Vorhang auf für eine neue Ära dieses außergewöhnlichen Theaters.“

Kulturdezernentin Hartwig sagte: „Nach der langen Phase des Interims ist das ETF nun endlich wieder zurück an seiner Heimspielstätte. Es war für alle Beteiligten nicht immer einfach, doch die Zeit der Unsicherheit ist nun vorbei. Ich freue mich, dass das English Theatre gleich mit einem Stück des angesehenen Theaterautors Howard Brenton in die neue Saison starten kann und wünsche viele ausverkaufte Vorstellungen. Welcome back ETF!“

Daniel Nicolai, Intendant des English Theatre, sagte zu den Gästen: „Für das ETF ist es ein Meilenstein, dass wir endlich in unserer angestammten Spielstätte zurückkehren. Michel Friedman, mit dem wir den StreitClub präsentieren, hat zu dem Kampf um die Spielstätte gesagt: ,Ein Theater ohne Spielstätte ist kein Theater.‘ Wahre Worte, Kunst braucht einen Rahmen und ohne Spielstätte waren wir unsichtbar. Jetzt, da wir wieder sichtbar sind, können wir etwas bewegen. Neben den Vorstellungen finden wieder Programme für Schulen, Workshops, Lesungen und Poetry Slams statt. Gleichzeitig liegt noch viel vor uns. Zwei Jahre ohne Spielstätte haben das ETF stark belastet, und nach 23 Jahren besteht auch baulicher Renovierungsbedarf. Dafür suchen wir weiterhin Unterstützer. Für die Hilfe und den Rückhalt aus allen Bereichen der Gesellschaft sind wir sehr dankbar.“

Bereits am 11. April hatte das English Theatre mit einem Soft Opening und der Wiederaufnahme des erfolgreichen Musicals „Something Rotten!“ erste Einblicke in den Spielbetrieb gegeben. Mit „Churchill in Moscow“ startet nun aber nach der langen Pause das erste Stück an bekannter und altbewährter Stelle. Weitere Informationen gibt es unter english-theatre.de. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)