Am Samstag, dem 14. März 2026, ist Jürgen Habermas in Starnberg verstorben. Er wurde 96 Jahre alt. Der Philosoph und Soziologe wurde der zweiten Generation der Frankfurter Schule zugeordnet.
Es ist Wahltag

Es ist Wahltag, der zweite an dem ich nur passiv beteiligt bin. Okay, Wahltage mit aktiver Wahlbeteiligung davor waren auch nicht sonderlich häufig. Der erste Blick aus dem Fenster zeigt einen vor einer Kellertreppe abgestellten E-Scooter. Ein schlechtes Omen? Auch das Blättern durch das Lieblingsangebotsblättchen eines sogenannten Supermarktes ist ernüchternd es fehlt ein reizvolles Angebot für Kaffee. Dafür sind Blut- und Leberwurst günstig.
Beim Gang zum Wahllokal muss ich heute vorsichtig sein. Erstmals, seit ich in der kleinen, unbedeutenden Straße im Westen Frankfurts wohne, muss ich das Haus in eine andere Richtung verlassen. Das alte Wahllokal musste der Schulbauoffensive weichen. Schade nur, dass die Frankfurter Schulbauoffensive dem aktuellen Zustand der Offensive der Frankfurter Eintracht gleicht.
Als musikalische Begleitung für den Tag empfehle ich „Ein guter Tag zum Sterben“ von J.B.O., das richtige Ersetzen von „Sterben“ durch „Wählen“ sei jedem selbst überlassen. Ich genieße derweilen lieber Klänge der Allman Brother Band aus dem Anfang der siebziger Jahre …
Eure Klapperschlange
Polizeieinsatz nach Klingelstreich
Ein Knallgeräusch und die Meldung über eine vermeintliche Schusswaffe waren gestern Abend (13. März) der Auslöser für einen Polizeieinsatz im Stadtteil Unterliederbach.
Unkonventionell echauffiert zeigte sich gestern Abend ein Anwohner in Unterliederbach über wiederholte Klingelstreiche in seiner Straße. Nachdem nach bisherigen Erkenntnissen zum wiederholten Mal an seiner Anschrift im „Rennsteig“ durch eine mutmaßliche Jugendgruppe anlasslos geklingelt worden war, trat der 78-jährige Bewohner nach Zeugenangaben mit einer Pistole vor die Tür und gab einen Schuss in die Luft ab.
Umgehend suchten mehrere Streifenteams die Anschrift auf und trafen dort den Bewohner an. Bei der anschließenden Überprüfung stellten die Beamten bei ihm eine Schreckschusspistole fest. Die Sicherstellung der Schreckschusspistole sowie eine Anzeige wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz waren die Folge für den 78-Jährigen. (Quelle: Polizeipräsidium Frankfurt am Main, Pressestelle)
Hauptsache gewonnen – Gelb-Rot für Robin Koch
Bis vor wenigen Sekunden war ich damit beschäftigt, ein Foto zu bewundern, welches der Kicker heute zum Spiel Eintracht Frankfurt gegen den 1. FC Heidenheim veröffentlicht hatte. Das Foto zeigt Kalimuendo bei seinem Torschuss zum 1:0.
In der ersten Spielhälfte kassierte Koch eine Gelbe Karte, was später noch von Bedeutung werden sollte (38. Spielminute). In der zweiten Halbzeit spielt dann Koch den Ball im gegnerischen Strafraum. Artistisch verwertet Kalimuendo – das Foto! – diesen Ball zum einzigen Tor an diesem Nachmittag (53.). Ein Vermeintliches Tor für Heidenheim wurde nicht gegeben, der Kölner Keller hatte sich eingeschaltet (68.). Später foulte Koch Kaufmann, erhielt dafür seine zweite Gelbe Karte und musste vom Platz – Gelb-Rot (73.).
Mit dem Ergebnis festigte Eintracht Frankfurt den siebten Tabellenplatz.
Stark begonnen, aber noch stärker abgefallen
In der Google Pixel Frauen-Bundesliga war Eintracht Frankfurt bei Werder Bremen zu Gast. Das Spiel war von Beginn an temporeich und die Gastgerinnen hatten früh die erste Torchance (3. Spielminute). Aber die Frankfurterinnen gingen in Führung, Anyomi verwandelte einen an ihr verschuldeten Freistoß (23.). Minuten später legte Blomqvist nach (26.). Kurz vor der Pause kam aber die Zeit der Bremerin Mühlhaus. Einen Schuss von ihr fälschte Doorsoun ab, der Ball senkte sich unhaltbar für Altenburg ins Tor (44.). Der danach direkt verwandelte Freistoß gehörte in die Kategorie Traumtor (45.+2).
In der zweiten Halbzeit benötigte die Bremerinnen nicht lange, um in Führung zu gehen. Altenburg verschätzte sich bei einer Ecke, und Alber schob ein. Anschließend wurden die Frankfurterinnen wieder stärker, aber letzter Pass und Abschlüsse blieben zu ungenau. Dann kam Petermann bis zum Strafraum der Frankfurterinnen durch und legte im richtigen Moment quer. Delić netzte ein (90.). Werder Bremen siegte mit 4:2 und ist in der Tabelle den Frankfurterinnen direkt auf den Fersen.
Handtaschenraub vor Einkaufsmarkt
Ein bislang unbekannter Mann raubte am gestrigen Donnerstagabend (12. März 2026) einer 67-jährigen Frau gegen 18:30 Uhr in der Autogenstraße vor einem Einkaufsmarkt ihre Handtasche. Im Anschluss flüchtete er mit seiner Beute. Die Polizei sucht jetzt nach Zeugen.
Er kann wie folgt beschrieben werden:
- Männlich, ca. 22 Jahre alt, ca. 180 cm groß, schmale Statur, 3-Tagebart; schwarze Baseballkappe, schwarze Kleidung
Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem zuständigen Fachkommissariat unter der Rufnummer 069 / 755 – 51299 oder mit jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen. (Quelle: Polizeipräsidium Frankfurt am Main, Pressestelle)
Schüler bei Auseinandersetzung an Schule verletzt
Gestern Vormittag (12. März 2026) eskalierte eine körperliche Auseinandersetzung an einer Schule in Unterliederbach dahingehend, dass ein Schüler wegen einer Stichverletzung im Krankenhaus behandelt werden musste.
Eine anfängliche Streitigkeit zwischen zwei Schülern der Schule entwickelte sich nach bisherigen Erkenntnissen gegen 11:15 Uhr im Schulgebäude in eine handfeste Auseinandersetzung. Das Geschehen verlagerte sich dann über den Schulhof bis in eine angrenzende Nebenstraße. Hier soll der 18-jährige Tatverdächtige mutmaßlich ein Messer gezogen und seinen 17-jährigen Kontrahenten verletzt haben. Die Stichverletzung musste in einem umliegenden Krankenhaus versorgt werden.
Der 18-jährige Tatverdächtige flüchtete zunächst, stellte sich aber kurze Zeit später auf einem Polizeirevier. Er muss sich nun wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung verantworten.
Die Hintergründe und genauen Umstände des Vorfalls werden geprüft. Die Kriminalpolizei hat hierzu die Ermittlungen aufgenommen. (Quelle: Polizeipräsidium Frankfurt am Main, Pressestelle)
Stones-Special in Offenbach
Am Samstag, dem 14. März 2026, gibt es ab 19 Uhr ein Stones-Special in der Rebell(i)schen Studiobühne in Offenbach
Die Rolling-Stones haben ihre geplante Europa-Tournee abgesagt, kommen damit also auch nicht nach Deutschland. Dafür kommt die Stones-Coverband Faltenrock in die Studiobühne am Samstag, dem 14. März 2026. Auf dem Programm stehen Stones-Klassiker, aber auch weniger bekannte Songs aus sechs Jahrzehnten Band-Geschichte.
Parallel zum Faltenrock-Konzert präsentiert der Stones-Experte und -Fotograf Gerd Coordes eine Ausstellung mit seltenen Konzertfotos von Stones-Auftritten in der Berliner Waldbühne aus den Jahren 1965 bis 2022. Daneben wird auch Gerd Coordes Buch „Rolling Stones – Waldbühne Berlin – Eine Dokumentation“ vorgestellt.
Das Vorwort zu diesem Buch hat übrigens Volker Rebell verfasst.
Kurzentschlossene können sich morgen auf den Weg nach Offenbach machen und einen sicher interessanten und unterhaltsamen Abend erleben.
Stammtisch Demokratie
Am Mittwoch, 18. März, findet erstmals der bundesweite Tag der Demokratiegeschichte unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier statt. Bundesweit werden über 250 Veranstaltungen angeboten. Auch Frankfurt ist dabei.
Gaststätten waren im Vormärz und 1848 wichtige politische Debattenorte. Sie sind bis heute Orte des politischen Austauschs der Zivilgesellschaft. Aus diesem Anlass laden das Historische Museum und die Stabsstelle Entwicklung Paulskirche / Haus der Demokratie ein, diese Kultur wieder aufleben zu lassen. Bei Limo, Wasser und Apfelwein – in Bar, Café und Theater wird über die historische Bedeutung der Gaststätten und über die Formen der Debatte selbst gesprochen. Gefragt wird: Wo findet Demokratie ganz konkret statt – im Internet, in der Nachbarschaft, im Verein oder in der Kneipe? Was braucht es für eine gute Debatte und einen konstruktiven Streit?
Darüber hinaus gibt es öffentliche Führungen an den Demokratieorten Paulskirche und Stoltze Museum.
Die Diskussionsrunden finden am Mittwoch, 18. März, von 18 bis 20 Uhr in der Bar Shuka sowie von 20 bis 22 Uhr im Café KoZ statt. Am Donnerstag, 19. März, gibt es zwei weitere Veranstaltungen von 18 bis 20 Uhr in der Volksbühne und von 20 bis 22 Uhr im Club Voltaire. Die öffentlichen Führungen gibt es am Freitag, 20. März, in der Paulskirche und im Stoltze-Museum jeweils um 17 Uhr.
Mehr Informationen sind unter deinhausderdemokratie.de zu finden. Wegen der begrenzten Anzahl der Plätze wird um eine Anmeldung per E-Mail an hausderdemokratie@stadt-frankfurt.de oder unter deinhausderdemokratie.de gebeten. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenfrei.
Die Veranstaltungsreihe ist eine Kooperation der Stabsstelle Entwicklung Paulskirche / Haus der Demokratie und dem Historischen Museum Frankfurt. Sie wird gefördert vom Kulturamt Frankfurt und der Stiftung Orte der Deutschen Demokratiegeschichte. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)
Mainova startet Bau von Windpark bei Frankfurt
Am Montag, 16. März 2026, geht es los: Dann startet die Projektgesellschaft Mainova WP Nieder-Erlenbach (Mainova) mit ersten Baumaßnahmen für den Windpark Schäferköppel. Zwischen Frankfurt am Main, Bad Homburg vor der Höhe und Karben sollen sich auf den Gemarkungen von Nieder-Erlenbach und Ober-Erlenbach ab Sommer 2027 vier Windenergieanlagen (WEA) drehen. Sie liefern zukünftig grünen Strom für die Menschen und Unternehmen in Frankfurt und der Region.
Von Mitte März bis Ende Juli stellt das von Mainova beauftragte Erdbauunternehmen zunächst die für die Errichtung der Windkraftanlagen erforderliche Infrastruktur her: In einem ersten Schritt werden bestehende Wege zu den WEA-Standorten ausgebaut und stabilisiert. Im Anschluss werden die Kranstellflächen und Fundamentflächen vorbereitet. Zudem wird eine Windparkzufahrt eingerichtet, über die zukünftig sämtliche Transporte laufen werden. Diese befindet sich an der Landstraße L3205, die Ober-Erlenbach und Kloppenheim verbindet. Wegen der bereits sehr gut ausgebauten bestehenden Infrastruktur vor Ort können über die B3 und L3205 Baumaterial und -teile einfach angeliefert werden. Neue Straßen und Wege müssen nur innerhalb des Windparkgebiets gebaut werden. Spaziergänger oder Radfahrerinnen und Radfahrer im Windparkgebiet informiert Mainova mithilfe von Schildern direkt vor Ort über mögliche Sperrungen.
Nächster Schritt: Fundamentbau
Nach Abschluss der Infrastrukturarbeiten geht es ab etwa Juni mit den Fundamentvorarbeiten weiter. Um den Boden für die vier Fundamente vorzubereiten, werden sogenannte Rüttelstopfsäulen eingebracht, die eine wichtige Grundlage für die Betonfundamente der Anlagen bilden. Ab voraussichtlich Juli beginnt zudem die Verlegung der Kabeltrassen zur zukünftigen Anbindung des Windparks an das Stromnetz.
Engagement für eine klimafreundliche Zukunft
Der Energieversorger Mainova weitet mit dem Bau des neuen Windparks Schäferköppel ihr Engagement für eine klimafreundliche Zukunft direkt vor der eigenen Haustür aus. Die geplanten Windräder verfügen über eine Nennleistung von je 6,8 Megawatt (MW). Mainova rechnet mit einem jährlichen Ertrag von etwa 54 Gigawattstunden (GWh) grünem Strom. Von jeder erzeugten Kilowattstunde Windstrom profitieren die umliegenden Gemeinden gemäß dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) finanziell. Hinzu kommt die gemeinsam mit der Frankfurter Bürgerenergie Genossenschaft (FraBeG) auf den Weg gebrachte Bürgerbeteiligung. Sie erlaubt es Einzelpersonen, sich finanziell am Projekt zu beteiligen und an dessen Erfolg mitzuverdienen.
Informationen zur Bürgerbeteiligung und den geplanten Zeichnungsrunden finden Interessierte unter Windpark Schäferköppel – Frankfurter Bürgerenergiegenossenschaft. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)