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Wohnungsbauprojekte: Zwei weitere werden in Frankfurt gefördert

Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen und Wohnen, hat die Bewilligungsbescheide für zwei weitere Wohnungsbauprojekte im Rahmen des „Frankfurter Programms für den Neubau von bezahlbaren Mietwohnungen“ unterzeichnet. Gefördert werden die Neubauvorhaben in der Herxheimerstraße 10 im Gallus sowie in der Hospitalstraße 42–48 in Höchst. Bauherrin beider Projekte ist die ABG Frankfurt Holding.

Mit den beiden Vorhaben entstehen insgesamt 86 Wohnungen, davon 59 gefördert. Die Projekte leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum im Frankfurter Westen.

„Ich freue mich, dass wir mit den Projekten im Gallus und in Höchst weitere geförderte Wohnungen auf den Weg bringen. Die Förderprogramme von Stadt und Land werden sehr gut angenommen und zeigen Wirkung. Bezahlbarer Wohnraum bleibt eine zentrale sozial- und wirtschaftspolitische Daueraufgabe für Frankfurt“, sagt Gwechenberger. „Die enge Zusammenarbeit mit der ABG als städtischer Wohnungsbaugesellschaft ist dabei ein wichtiger Baustein. Gleichzeitig verbessern wir gemeinsam mit dem Bund und dem Land Hessen durch den Einsatz neuer Instrumente wie dem Wohnungsbauturbo, der Novellierung der Hessischen Bauordnung und angepassten Förderprogrammen die Rahmenbedingungen, um den Wohnungsbau insgesamt zu erleichtern und wieder stärker voranzubringen.“

Auch Frank Junker, Vorsitzender der Geschäftsführung der ABG Frankfurt Holding, betont die Bedeutung der Förderung: „Die Projekte in der Herxheimer Straße und in der Hospitalstraße ergänzen den Wohnungsbestand in zwei gewachsenen Stadtteilen und fügen sich gut in die bestehende Bebauung ein. Angesichts weiterhin herausfordernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen sind die Förderprogramme von Stadt und Land eine wichtige Grundlage, um in bezahlbaren Wohnungsbau zu investieren. Gleichzeitig setzen wir auf hohe energetische Standards – das hilft, die Wohnkosten auch bei den Energieausgaben dauerhaft niedrig zu halten.“

Zwei Projekte in Gallus und Höchst

Im Gallus errichtet die ABG in der Herxheimer Straße 10 auf einem ehemaligen Bunkerareal ein neues Wohngebäude mit 42 geförderten Wohnungen. Der Neubau wird im Passivhausstandard realisiert und mit Photovoltaik ausgestattet. Durch die Nutzung der bereits versiegelten Fläche wird kein zusätzlicher Baugrund in Anspruch genommen. Alle Wohnungen sind für Haushalte mit geringem Einkommen vorgesehen (Förderweg 1) und unterliegen einer Mietpreis- und Belegungsbindung von 30 Jahren. Die Einstiegsmiete liegt im Förderweg 1 bei sieben Euro pro Quadratmeter monatlich (zuzüglich Betriebskosten). Die Fertigstellung ist für Ende 2027 geplant.

In der Hospitalstraße 42–48 in Höchst entstehen insgesamt 44 Wohnungen in zwei Gebäuden mit begrüntem Innenhof. Davon werden 17 Wohnungen gefördert – zehn im Förderweg 1 und sieben im Förderweg 2. Die Wohnungen sind innerhalb der Gebäude gemischt angeordnet, sie schaffen so ein Zuhause für Menschen mit unterschiedlichem Einkommen. Die Einstiegsmieten liegen im Förderweg 1 ebenfalls bei sieben Euro pro Quadratmeter monatlich. Im Förderweg 2 beginnen die Mieten – je nach Einkommensstufe – zwischen zehn und zwölf Euro pro Quadratmeter monatlich (zuzüglich Betriebskosten). Das Projekt wird im energetischen Standard EH40 umgesetzt, beide Projekte sind gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden.

Baulandbeschluss und geförderter Wohnungsbau

Mit dem Baulandbeschluss aus dem Jahr 2020 hat die Stadt Frankfurt am Main verbindliche und transparente Rahmenbedingungen für die Entwicklung neuer Wohnbauflächen geschaffen. Ein zentrales Element ist die Quote von 30 Prozent für geförderten Wohnungsbau. Die beiden aktuellen Projekte gehen deutlich über diese Vorgaben hinaus: In der Herxheimerstraße 10 entstehen ausschließlich geförderte Wohnungen (100 Prozent), in der Hospitalstraße 42–48 liegt der Anteil bei rund 38 Prozent (17 von 44 Wohnungen). Damit leisten beide Vorhaben einen überdurchschnittlichen Beitrag zur Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum.

Mit dem „Frankfurter Programm für den Neubau von bezahlbaren Mietwohnungen“ unterstützt die Stadt Frankfurt gemeinsam mit dem Land Hessen gezielt den Bau von Wohnungen für unterschiedliche Einkommensgruppen. Ziel ist es, die Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum zu sichern und gleichzeitig sozial gemischte Quartiere zu entwickeln.

Hintergrund: Fördermittel im Überblick

Herxheimerstraße 10, Gallus (42 Wohnungen, alle gefördert – Förderweg 1)

  • Gesamtinvestition: über 16 Millionen Euro
  • Landesförderung: rund 9,1 Millionen Euro (Darlehen und Zuschüsse)
  • Städtischer Baukostenzuschuss: rund vier Millionen Euro
  • Zuschuss zum Mietertrag: rund 3,9 Millionen Euro
  • Einstiegsmiete: sieben Euro pro Quadratmeter monatlich (zuzüglich Betriebskosten)

Hospitalstraße 42–48, Höchst (44 Wohnungen, davon 17 gefördert – FW1 und FW2)

  • Landesförderung: rund 2,1 Millionen Euro (Darlehen und Zuschüsse)
  • Städtische Zuschüsse (FW1 und FW2): rund 1,2 Millionen Euro
  • Zuschüsse zum Mietertrag: rund zwei Millionen Euro
  • Einstiegsmieten: Förderweg 1: sieben Euro pro Quadratmeter monatlich, Förderweg 2: zehn bis zwölf Euro pro Quadratmeter monatlich (je nach Einkommensstufe)

(Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

ABG zieht Bilanz für 2024 und plant 4.000 neue Wohnungen

Erfolgreiches Geschäftsjahr mit Jahresüberschuss auf hohem Niveau / ABG investiert Rekordsumme in Modernisierung und Instandhaltung.

Die ABG Frankfurt Holding hat ihren Geschäftsbericht für das Jahr 2024 veröffentlicht. Im Wohnungsneubau waren die Herausforderungen dieselben wie in den Jahren 2023 und 2022. Hohe Bau- und Finanzierungskosten sowie fehlende KfW-Fördermittel haben in Summe dazu beigetragen, dass Neubauvorhaben nicht wie ursprünglich geplant realisiert werden konnten. „Wir haben in 2024 dennoch eine ganze Reihe von Projekten auf den Weg gebracht, die wir dann umsetzen, wenn es die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hoffentlich bald wieder zulassen. Große Projekte wurden so weit vorangetrieben, dass Planungsrecht geschaffen und dann zeitnah mit Neubaumaßnahmen begonnen werden kann“, sagt Frank Junker, Vorsitzender der Geschäftsführung der ABG Frankfurt Holding, und ergänzt: „Das sehr erfolgreiche Geschäftsjahr 2024 trägt mit einem Konzernjahresüberschuss von 95,8 Millionen Euro dazu bei, dass wir für die nächsten fünf Jahre Investitionsmaßnahmen mit einem Volumen von rund 2,1 Milliarden Euro für den Neubau von Wohnungen und sozialer Infrastruktur sowie für Modernisierungen planen können.“

Mike Josef, Frankfurter Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der ABG, erklärt: „Die Bedingungen für den Bau von Wohnungen waren in den letzten Jahren sehr schwierig und die Baukosten liegen weiterhin auf hohem Niveau. Trotzdem ist der Wohnungsbestand der ABG gewachsen und es gibt Lichtblicke für den Neubau. Auf den Baustellen wird gearbeitet. Die ABG geht auf einer starken wirtschaftlichen Grundlage gut vorbereitet in die Phase der nächsten fünf Jahre und wird in diesem Zeitraum einen wichtigen Teil zum Wohnungszuwachs in Frankfurt beitragen.“ „Dafür“, erläutert Josef „haben wir als Stadt Frankfurt in diesem Jahr mit der Anpassung der Förderbedingungen für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum einen wichtigen Beitrag geleistet.“

Im Jahr 2024 waren verschiedene ABG-Projekte im Bau, beispielsweise in der Platensiedlung, an der Sandelmühle, am Rebstock oder an der Steinbacher Hohl. Bis 2026 entstehen dort hunderte Neubauwohnungen mit einem Anteil an gefördertem Wohnraum von deutlich über 40 Prozent. Bis 2029 plant die ABG, rund 4000 neue Wohnungen zu realisieren. Derzeit läuft etwa im Hilgenfeld im Norden Frankfurts, wo 860 Wohnungen geplant sind, der Beginn des Hochbaus.

Mit über 145 Millionen Euro wurde darüber hinaus im Jahr 2024 eine Rekordsumme in Instandhaltungsmaßnahmen investiert. „Die ABG engagiert sich kontinuierlich und in hohem Maße für die Modernisierung ihrer Bestandsimmobilien. Damit realisieren wir Gebäudeoptimierungen, die dem Klimaschutz und der Wohnqualität unserer Mieterinnen und Mieter dienen“, sagt Geschäftsführerin Daniela Matha, die seit September 2024 Teil der ABG-Geschäftsführung ist. Seit 2017 hat die ABG mehr als eine Milliarde Euro in die Instandhaltung ihres Immobilienbestands investiert.

Der Immobilienbestand des ABG-Konzerns lag zum 31. Dezember 2024 bei 54.917 Wohnungen, 36.925 Garagen- und Kfz-Stellplätzen sowie 943 gewerblich genutzten Einheiten. Damit steigerte die ABG den eigenen Wohnungsbestand um 279 Wohnungen. Der Konzernjahresüberschuss von 95,8 Millionen Euro liegt um 12,6 Millionen Euro über dem Vorjahreswert. Auch die Bilanzsumme des ABG-Konzerns steigt kontinuierlich und kletterte im Geschäftsjahr 2024 auf knapp 3,5 Milliarden Euro. Die Umsatzerlöse sind um 27,7 Millionen Euro auf 593,8 Millionen Euro gestiegen. Das Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr 2024 erstmals auf über 3 Milliarden Euro erhöht. Die Eigenkapitalquote liegt mit 42,7 Prozent weiterhin auf hohem Niveau. Diese Zahlen bilden die Grundlage für das für die Jahre 2025 bis 2029 geplante Investitionsvolumen von rund 2,1 Milliarden Euro für Neubauten, Bauträgermaßnahmen, Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen. Das gute Ergebnis des Geschäftsjahres 2024 ermöglicht eine Gewinnausschüttung in Höhe von mehr als 10,6 Millionen Euro an die Stadt Frankfurt, den Mehrheitsgesellschafter der ABG. Zum Ende des Jahres 2024 waren 774 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Konzern beschäftigt sowie 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Ausbildung.

Auch beim Ausbau von Photovoltaik-Anlagen schaut die ABG auf ein erfolgreiches Jahr 2024 zurück. Die ABG hat sich zum Ziel gesetzt, in Zusammenarbeit mit dem Energieversorger Mainova durch den Ausbau der Photovoltaik-Anlagen jährlich eine zusätzliche Leistung von bis zu 1,5 Megawatt (peak) auf den Dachflächen des ABG-Gebäudeportfolios zu installieren. Im Jahr 2024 wurde dieses Ziel sogar übertroffen: Die Leistung konnte insgesamt um knapp 2,2 Megawatt (peak) auf rund 10,9 Megawatt (peak) ausgebaut werden, was eine jährliche Solarstromgewinnung in Höhe von etwa 10 Gigawattstunden ermöglicht.

Über die ABG Frankfurt Holding GmbH

Die ABG Frankfurt Holding GmbH ist der Wohnungs- und Immobilienkonzern der Stadt Frankfurt am Main mit circa 55.000 Wohnungen und rund 37.900 sonstigen Einheiten. Kernaufgaben sind die kaufmännische und technische Betreuung seiner Liegenschaften, die Projektentwicklung sowie die Weiterentwicklung des Immobilienbestandes. Der ABG-Konzern beschäftigt außerdem Architekten und Ingenieure, ist in der Projektsteuerung, der Parkraumbewirtschaftung und als Vermieter von Veranstaltungsräumen tätig. Als Passivhausmacher zählt das Unternehmen zu den Schrittmachern der Energieeffizienz in der Wohnungswirtschaft. Zum Konzern gehören rund 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Der aktuelle Geschäftsbericht der ABG steht auf der Website der ABG unter abg.de/ueber-uns/berichte/ zur Verfügung. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Betrugsmasche gegenüber Mietern der ABG Holding Frankfurt

Frankfurt am Main Unterliederbach Sieringstraße
Ein Wohnblock der WOHNHEIM im Westen Frankfurts. Auch hier wird derzeit durch Aushänge vor der dreisten Betrugsmasche gewarnt.

Die ABG Holding Frankfurt warnt derzeit ihre Mieter und die Mieter der Tochterfirmen über die Internetseite und Aushänge in den Häusern vor einer aktuelle Betrugsmasche. Danach werden Mieter, die ihre Miete an die Unternehmen überweisen, in einem Schreiben aufgefordert, die Bankdaten zu ändern. Die ABG Holding Frankfurt fordert ihre Mieter nun auf, diese Schreiben zu ignorieren.

Besser ist es allerdings, die betrügerischen Schreiben der nächsten Polizeidienststelle zu übermitteln, denn nur so kann man die Urheber dieser Betrugsmasche ermitteln.

Die ABG Holding Frankfurt GmbH ist die Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Frankfurt am Main und vereint folgende Tochtergesellschaften unter ihrem Dach: Hellerhof, Frankfurter Aufbau AG, WOHNHEIM, MIBAU und SAALBAU.