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Frankfurt Pass jetzt auch digital erhältlich

Unter dem Motto „Für alle, denen Frankfurt lieb und manchmal ein bisschen zu teuer ist“ können Sozialleistungsempfängerinnen und -empfänger über den Frankfurt-Pass auch weiterhin Vergünstigungen in vielen Freizeit- und Kultureinrichtungen bekommen. Zusätzlich zum Scheckkartenformat ist er nun auch digital erhältlich. Unter frankfurtpass.de sowie in der jeweils zuständigen Stelle des Jugend- und Sozialamtes kann er beantragt werden.

Erhalten können den Pass alle Menschen mit geringem Einkommen, die in Frankfurt gemeldet sind und dies beispielsweise über einen Bescheid zu Wohngeld, der Grundsicherung, dem Kinderzuschlag oder anderer Leistungen belegen können.

Die Stadt Frankfurt hatte auf Initiative von Elke Voitl, Dezernentin für Soziales und Gesundheit, im Januar 2025 die Einkommensgrenze für den Pass erhöht. Seitdem ist der Kreis der Besitzerinnen und Besitzer des Frankfurt-Passes um rund 8000 Menschen auf 58.237 gestiegen. „Das ist ein wichtiger Beitrag im Kampf gegen Armut in unserer Stadt. Wer heute klug in soziale Strukturen investiert, baut das lebenswerte Frankfurt von morgen“, sagt Voitl.

Mit dem Pass verbunden sind zahlreiche kostenlose Angebote und Ermäßigungen. Beispielsweise der Eintritt in Bäder, den Palmengarten, Kinos oder Zoo, Theater oder die Stadtbücherei. Im Programm enthalten sind auch Vergünstigungen beim RMV- oder Deutschlandticket. „Mit der Digitalisierung des Frankfurt-Passes, verfolgt das Jugend- und Sozialamt weiterhin konsequent seinen Weg hin zu mehr digitalen Angeboten für die Einwohner:innen dieser Stadt“, sagt Nanine Delmas, Leiterin des Jugend- und Sozialamts.

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Den Frankfurt-Pass gibt es nun auch digital – Jugend- und Sozialamt Frankfurt am Main (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Nachbarschaftspreis startet in neue Runde

Elke Voitl, Dezernentin für Soziales und Gesundheit, hat zur Teilnahme am Wettbewerb um den diesjährigen Nachbarschaftspreis der Stadt Frankfurt aufgerufen: „Frankfurt lebt von aktiven und mutigen Menschen, die unsere Stadt mitgestalten und bereichern. Sie verdienen Sichtbarkeit und Anerkennung. Bewerben Sie sich jetzt für den Nachbarschaftspreis 2026!“
 
Nanine Delmas, Leiterin des Jugend- und Sozialamtes, sagt: „Gute Nachbarschaft ist eine wichtige Basis unseres friedlichen Zusammenlebens. Der Preis und die damit verbundene Wertschätzung soll alle Frankfurter:innen ermuntern, sich daran zu beteiligen“.
 
Der mit insgesamt 5000 Euro dotierte Nachbarschaftspreis wird zum 26. Mal vergeben. Mit ihm würdigt die Stadt das vielfältige Engagement von Frankfurterinnen und Frankfurtern, die sich mit Projekten und Initiativen für ein gutes Miteinander in ihrer Nachbarschaft einsetzen. Zuletzt ging die Auszeichnung an „Das rollende Buchcafé“, „Zirkus der Vielfalt“, „Bürgerinitiative Gemeinsam gegen Einsamkeit – für eine solidarische Gesellschaft“, den Verein „Radieschen – Helfer mit Herz“ und „Auf Deutsch Bitte“ – Niedrigschwellige Sprachkurse für Frauen in Fechenheim Nord. Insgesamt haben sich im vergangenen Jahr 52 Projekte am Wettbewerb beteiligt.
 
Vorschläge und Bewerbungen für den Nachbarschaftspreis können bis zum 3. April über das Bewerbungsportal unter Frankfurter Programm – Aktive Nachbarschaft, per E-Mail an nachbarschaftspreis@frankfurt-sozialestadt.de oder beim Team „Aktive Nachbarschaft“ im Jugend- und Sozialamt, 51.S12, Stichwort: Nachbarschaftspreis, Eschersheimer Landstraße 241-249, 60320 Frankfurt am Main, eingereicht werden. Telefonische Fragen beantwortet Neda Tafreshi unter 069/212-40404.
 
Weitere Informationen finden sich unter Ausschreibung 2026 – Frankfurter Programm – Aktive Nachbarschaft. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Etwa 600 Unterkünfte für wohnungslose Menschen – auch in Höchst

Die Stadt Frankfurt hat im vergangenen Jahr Unterkünfte für 600 wohnungslose Frankfurterinnen und Frankfurter sowie geflüchtete Menschen geschaffen. Dazu eröffnete sie zwei neue Übergangsunterkünfte und erweiterte eine bereits bestehende Unterkunft. Im Gegenzug hat sie vier angemietete Hotels und eine Containeranlage aufgegeben, in denen Menschen provisorisch untergebracht waren.

„Auch wenn die Zahl der Geflüchteten derzeit leicht sinkt, braucht Frankfurt weiter neue Unterkünfte“, sagt Elke Voitl, Dezernentin für Soziales und Gesundheit. „Wir müssen weg von teuren Hotels und Hallen, in denen sich die Bewohner:innen manchmal noch nicht einmal selbst versorgen können.“

Zurzeit bringt Hessens größte Stadt rund 5000 geflüchtete und 4100 wohnungslose Menschen unter und versorgt sie. Vor einem Jahr waren es rund 5500 Geflüchtete und 4000 Wohnungslose. „Immer mehr Frankfurter:innen verlieren ihre Wohnung und landen in Gemeinschaftsunterkünften“, sagt Voitl. „Viele bleiben dort viel zu lang, weil sie auf dem Frankfurter Immobilienmarkt keine bezahlbare Wohnung finden.“ Die Stadt stecke in einer akuten Krise der Wohnungsnot, sagt Voitl. Diese lasse sich nur mit deutlich mehr bezahlbarem Wohnraum lösen.

Als Nächstes baut die Stadt im Stadtteil Höchst ein leerstehendes Gebäude zu einer Übergangsunterkunft für rund 150 Menschen um. Die Eröffnung ist für den Sommer vorgesehen. In Frankfurt gibt es derzeit rund 100 Unterkünfte, in denen wohnungslose und geflüchtete Menschen gemeinsam leben. Zehn freie Träger der Wohlfahrtspflege betreiben diese Einrichtungen. Für rund 300 obdachlose Menschen, die auf der Straße leben, hält die Stadt eigene Einrichtungen bereit.

Digitalisierung als Chance der Gesundheitsförderung

Bei der sechsten Frankfurter Stadtgesundheitskonferenz diskutieren die Teilnehmenden über Möglichkeiten und Herausforderungen digitaler Technologien.

 Digitalisierung ist aus nahezu keinem Bereich des Lebens mehr wegzudenken. Digitale Anwendungen und Kommunikationskanäle sind längst fester Bestandteil des Alltags – auch im Gesundheitsbereich eröffnen sie neue Wege, Menschen gezielter zu erreichen und zu unterstützen. Die sechste Stadtgesundheitskonferenz haben Dr. Jennifer Engler, Claudia Kreuzig und Petra Thermann, die das „GUT GEHT’S“-Team des Gesundheitsamts Frankfurt am Main bilden, unter das Motto „Digitalisierung als Chance der Gesundheitsförderung“ gestellt. Die Konferenz fand am Mittwoch, 24. September, in der Evangelischen Akademie Frankfurt statt.

Die Veranstaltung bot einen umfassenden Blick auf die vielfältigen Möglichkeiten und Herausforderungen, die digitale Technologien für die Gesundheitsförderung mit sich bringen. Auch die gesundheitlichen Belastungen durch übermäßige Mediennutzung wurden thematisiert: „Digitalisierung kann Gesundheit stärken, aber nur, wenn wir sie sozial denken. Das heißt: Wir müssen Zugänge schaffen, Barrieren abbauen und kontinuierlich prüfen, wie digitale Angebote alle Menschen erreichen können“, sagte Elke Voitl, Dezernentin für Soziales und Gesundheit der Stadt Frankfurt am Main.

Dr. Peter Tinnemann, der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts, lud die rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Frankfurt und Umgebung dazu ein, gemeinsam Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung in der Gesundheitsförderung zu diskutieren: „Wir möchten verstehen, wie unterschiedliche Zielgruppen digitale Medien nutzen, wie wir sie digital besser erreichen können und wie Gesundheitsförderung im digitalen Setting gelingen kann.“

Bei der Stadtgesundheitskonferenz setzten Dr. Jennifer Engler, Claudia Kreuzig und Petra Thermann vom „GUT GEHT’S“-Team auf praxisnahe Impulse. In einem einführenden Vortrag sprach Junior-Professorin für Wissenschaftskommunikation Elena Link vom Institut für Publizistik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz über Chancen und Herausforderungen digitaler Wege zu Gesundheitsinformationen. Zwei weitere Fachvorträge fokussierten sich auf die besonderen Bedarfe von älteren Menschen sowie Kindern und Jugendlichen bei digitalen Gesundheitsangeboten. Auf dem „Markt der Möglichkeiten“ konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zahlreiche Praxisbeispiele kennenlernen und bei zwei interaktiven digitalen Rallyes zu den Schwerpunktthemen „Digitales und Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen“ sowie „Digitales und Gesundheit bei älteren Menschen“ mitmachen. Die beiden Rallyes wurden vom „GUT GEHT’S“-Team konzipiert und sind auch nach der Konferenz über die „GUT GEHT’S“-Website kostenfrei buchbar.

Die Frankfurter Stadtgesundheitskonferenz richtet sich an städtische und kommunale Akteurinnen und Akteure aus den Bereichen Gesundheit, Bildung, Soziales, Familie, Sport, Umwelt, Verkehr und Stadtentwicklung sowie an weitere Institutionen, Vereine und Verbände aus Frankfurt. Seit 2018 hat sich die Konferenz als zentrale Plattform für den Austausch und die Vernetzung im Bereich Gesundheitsförderung in Frankfurt am Main etabliert.

Weitere Informationen zur Stadtgesundheitskonferenz und dem „GUT GEHT’S“ Netzwerk für Gesundheitsförderung in Frankfurt am Main finden sich unter Stadtgesundheitskonferenz 2025 | Stadt Frankfurt am Main. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Jugend- und Sozialamt bietet künftig mobile Beratungen

Das Jugend- und Sozialamt bietet künftig in Griesheim mobile Beratungen an. Dazu fahren Mitarbeitende des Sozialrathauses Gallus mit einem Bus in den westlichen Stadtteil und informieren vor Ort über ihr Angebot, helfen bei Anträgen und Formularen und geben Tipps im Umgang mit Behörden. „Sehr viele Menschen in dieser Stadt nehmen Leistungen und finanzielle Hilfen nicht in Anspruch – obwohl sie ihnen per Gesetz zustehen. Ich will, dass alle Menschen zu ihrem Recht kommen, auch diejenigen, die sich vielleicht nicht so gut auskennen. Dazu brauchen wir ein Umdenken in der Verwaltung: nicht vom Schreibtisch aus, sondern vom Menschen“, sagt Sozial- und Gesundheitsdezernentin Elke Voitl.

Schätzungen zufolge nehmen zwischen 35 und 60 Prozent aller Berechtigten ihre Ansprüche im Sozialbereich nicht wahr und verzichten zum Beispiel auf Sozialhilfe oder Unterstützung bei Pflege oder Erziehung. Mögliche Gründe dafür sind Unsicherheit, mangelnde Sprachkenntnisse oder auch Unwissenheit. Die mobile Beratung soll diese Menschen ganz unkompliziert informieren und ihnen einen ersten Kontakt zu den zuständigen Stellen in der Stadtverwaltung vermitteln. „Durch eine mobile Beratung mit einem kleinen Bus im Stadtteil sollen diese Personengruppen frühzeitig erreicht werden, bevor sich Probleme vergrößern“, sagt der Leiter des Sozialrathauses Gallus, Joachim Bürgel.

Der „Social Bus“ steht ab sofort jeden vierten Dienstag im Monat von 10 bis 12 Uhr in der Straße Auf dem Schafberg in Griesheim. Wird das Projekt gut angenommen, kann zusätzlich das Einkaufszentrum an der Mainzer Straße Ecke Jägerallee regelmäßig angefahren werden. In Griesheim mit seinen vier Stadtbezirken haben knapp 70 Prozent der Menschen einen Migrationshintergrund. Der Stadtteil zählt zu den am stärksten von Armut betroffenen in Frankfurt.­­­ (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Frankfurt und Darmstadt kooperieren bei Drogenhilfe

Sozial- und Gesundheitsdezernentin Elke Voitl und Darmstadts Bürgermeisterin und Sozialdezernentin Barbara Akdeniz haben sich auf eine umfassende Kooperation in der Drogenhilfe verständigt. „Wir wollen die auf operativer Ebene gewachsene Zusammenarbeit der beiden Städte künftig verstärkt auf politischer Ebene fortsetzen“, sagen die beiden Politikerinnen. „Beide Städte verfolgen das gleiche Ziel und haben ein gut funktionierendes Hilfenetz aufgebaut. Daher stellen wir uns jetzt gemeinsam den Herausforderungen, vor denen auch viele andere Städte in Hessen stehen“, betonen die beiden Dezernentinnen.

„Darmstadt hat seine Suchthilfeeinrichtungen ausgebaut und prüft zudem, welche Möglichkeiten es gibt, einen Drogenkonsumraum einzurichten“, sagt Akdeniz. „Wie in Frankfurt gibt es in Darmstadt Einrichtungen, in denen drogenkranke Menschen Beratung, Essen und Getränke, Hygieneartikel und sterile Spritzen erhalten. Die örtliche Drogenhilfeeinrichtung Scentral bezieht noch in diesem Jahr einen Neubau mit Aufenthaltsmöglichkeiten. Im angrenzenden Herrngarten wird es einen Außenbereich für Suchtkranke geben, wo sie sich aufhalten können, Kontakt zu den Mitarbeitenden im Scentral gewährleistet ist und auch Infrastruktur wie Regenschutz, Toiletten und dergleichen vorhanden sein wird. Im vergangenen Jahr wurde Streetwork in der Stadt und rund um die Drogenhilfeeinrichtung bereits deutlich ausgeweitet.“

„Darmstadt und Frankfurt übernehmen Verantwortung für ihre Bürger:innen. Ich freue mich, dass unsere Nachbarstadt als erste Kommune in Hessen meinem Vorschlag der Zusammenarbeit nachkommt und unsere Forderungen unterstützt. Crack und Fentanyl sind längst in kleinen und mittleren Städten angekommen. Dauerhaft wird sich keine Kommune mehr wegducken können“, sagt Voitl. Die Sozial- und Gesundheitsdezernentin hat die Städte und Gemeinden in Hessen mehrfach aufgefordert, eigene Hilfsstrukturen aufzubauen – zuletzt in einem gemeinsamen Schreiben mit Oberbürgermeister Mike Josef.

„Wir sehen dies als überregionale Problematik. Alle betroffenen Städte müssen beim Ausbau des Hilfesystems vom Land angemessen unterstützt werden“, fordern Voitl und Akdeniz. Bürgermeisterin Akdeniz ergänzt: „Auch in Darmstadt erwarten wir finanzielle Unterstützung von Seiten des Landes, um den Anforderungen des veränderten Konsumverhaltens durch Crack, aber auch durch die wachsende Szene angemessen begegnen zu können. Aus meiner Sicht müssen alle Großstädte Hessens besser ausgestattet werden, denn auch nach Darmstadt kommen viele Konsumentinnen und Konsumenten aus dem Umland.“ (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)