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Neue Höhepunkte der 7-Tage-Inzidenz in Hessen

Infektionen mit dem Virus SARS-CoV-2 greifen in Hessen immer weiter um sich. Vor allem in Bereichen, in denen viele Menschen zusammenleben oder -feiern, kommt es zu immer mehr Ausbrüchen. In drei hessischen Kreisen liegt die 7-Tage-Inzidenz oberhalb der auch bundesweit als kritisch angesehenen Marke von 50. Dies sind die Stadtkreise Frankfurt am Main (63,6) und Offenbach (80,4) und der Landkreis Groß-Gerau (51,1).

Vier weitere Land- und Stadtkreise haben den Wert von 35 infizierten Personen pro 100.000 Einwohnern innerhalb der letzten sieben Tage erreicht oder überschritten.

Die Stadt Offenbach hat mittlerweile die Hilfe der Bundeswehr angefordert, die Unterstützung bei der Nachverfolgung von Infektionsketten und Corona-Tests liefern soll. Die Möglichkeit Personal des Robert-Koch-Instituts (RKI) oder der Bundeswehr zur Unterstützung des lokalen Personals der Gesundheitsämter zu entsenden, ist bei einer Schaltung von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit elf Bürgermeistern und Bürgermeisterinnen deutscher Großstädte besprochen worden, an der auch Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann beteiligt war.

Die Zahlen stammen vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) und entsprechen dem Stand vom 11.10.2020, 00:00 Uhr.

SARS-CoV-2-Fälle steigen sprunghaft

Mit dem kühleren Herbstwetter steigt derzeit die Anzahl der mit dem SARS-CoV-2-Virus infizierten Menschen auch in Hessen stark an. Besonders betroffen sind große Städte, wo es regelmäßig zu größeren Ansammlungen kommt. In Frankfurt am Main und Offenbach werden deshalb ab dem morgigen Freitag verschärfte Regeln gelten.

Deutschlandweit ist die Zahl der Neuinfektionen auf zuletzt 4.058 im Vergleich zum Vortag gestiegen, ein Wert, der seit den Hochzeiten der Pandemie nicht mehr erreicht wurde. Bedenklich ist auch, dass wieder vermehrt ältere Menschen infiziert werden. Waren über den Sommer hinweg meist jüngere Menschen betroffen, die auch nur schwache oder gar keine Symptome zeigten, droht jetzt wieder eine größere Zahl an Schwererkrankten.

Neuinfektionen in Hessen

In Hessen gab es in der Zeit vom 07.10. bis zum 08.10.2020 nach den Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) 307 Neuinfizierte. Die 7-Tage-Inzidenz liegt damit bei 23,2 in Hessen. Offenbach ist hier mit einem Wert von 51,3 Spitzenreiter, gefolgt von Frankfurt am Main mit einem Wert von 47,0. Anzumerken ist, dass der Hessische Rundfunk auf seiner Internetseite heute für Frankfurt einen Wert von 59 und für Offenbach einen von 68 angibt.

Aber nicht nur in diesen beiden Städten ist die 7-Tagen-Inzidenz stark gestiegen. Auch die Kreise Groß-Gerau und Marburg-Biedenkopf haben einen weiteren Grenzwert auf der Eskalationsskala des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration (HMSI) überschritten. Dort liegt die Zahl der pro 100.000 Einwohnern in den letzten sieben Tagen infizierten Menschen oberhalb 35.

Offenbach verschärft Corona-Maßnahmen

Die Stadt Offenbach hat die Corona-Maßnahmen auf Grund der erhöhten 7-Tage-Inzidenz verschärft. Die Maßnahmen wurden heute in einer gemeinsamen Pressekonferenz von Vertretern des Landes Hessen und der Stadt Offenbach vorgestellt und beinhalten im Einzelnen:

  • Ab Samstag gilt eine Sperrstunde in Bars und Gaststätten ab 24 Uhr
  • Treffen von Gruppen in der Öffentlichkeit und in Restaurants werden auf 5 Personen oder zwei Haushalte beschränkt
  • Veranstaltungen unter freiem Himmel werden auf 100 Personen begrenzt
  • Veranstaltungen in geschlossenen Räumen werden auf 50 Personen begrenzt
  • Es dürfen sich maximal 25 Senioren gleichzeitig in Räumen aufhalten
  • Schwimmbäder erlauben maximal 100 Besucher
  • Die Einhaltung der Maßnahmen – und die Überprüfung häuslicher Quarantäne – werden stärker kontrolliert

Offenbachs Oberbürgermeister Felix Schwenke (SPD) betonte in dem vom Hessische Rundfunk übertragenen Live-Stream, dass ein Weg zwischen größtmöglicher für die Bürgerinnen und Bürger und der geringstmöglichen Einschränkung der bürgerlichen Freiheiten gesucht worden sei. Außerdem habe man sich die Zahlen und Infektionwege genau angeschaut und zwischen Fällen unterschieden, wo eine weitere Übertragung des Virus wenig wahrscheinlich ist, und andere, bei denen positiv getestete Personen viele Kontakte hatten.

Offenbach auch von Kommunikationsmängeln in Bayern betroffen

Bei der Pressekonferenz wurde auch bekannt, dass elf Personen, die bei der Einreise nach Deutschland in Bayern positiv auf den Corona-Virus SARS-CoV-2 getestet worden waren, ihr Testergebnis erst 11 Tage nach dem Test erhalten hatten. Die verdeutlicht, wie wichtig es ist, dass man sich nach der Einreise aus einem Risiko-Land testen lässt und sich erst einmal in Quarantäne begibt.

Bei der Pressekonferenz wurde noch einmal betont, wie wichtig die Mitarbeit des einzelnen Bürgers bei der Bekämpfung der Corona-Krise beginnend bei Hygiene- und Abstandsregeln und der Beachtung von Quarantänebestimmungen und der Pflicht sich testen zu lassen, wenn man im Ausland war, sei.

Die Maßnahmen der Stadt Offenbach gelten zunächst bis zum 3. September.

Offenbach erste Kommune in Hessen mit einer 7-Tage-Inzidenz größer 50

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat heute Morgen für die Stadt Offenbach eine 7-Tage-Inzidenz von 51,4 gemeldet. Das bedeutet, dass es in Offenbach in den letzten sieben Tagen 51,4 Neuinfektionen mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 pro 100.000 Einwohner gegeben hat. Gleichzeitig wurde mit diesem Wert eine weitere Stufe im Eskalations-Schema des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration (HMSI) erreicht.

Mit der Stufe 4 in diesem Plan sollen ein enges Beschränkungskonzept, enge Zusammenarbeit mit dem Planungsstab COVID-19 des HMSI sowie dem koordinierenden Krankenhaus des Versorgungsgebiets und gegebenenfalls Mobilitätsbeschränkungen einhergehen. Die Stadt Offenbach wird heute Nachmittag über zu ergreifende Maßnahmen berichten.

Hessen vorne: Die meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen

Bei der 7-Tage-Inzidenz liegt Hessen in Deutschland derzeit vorne. 15,5 Neuinfektionen mit dem Virus SARS-CoV-2 pro 100.000 Einwohner für die letzten sieben Tage meldet das Robert-Koch-Institut (RKI) am 21. August 2020 (Stand 00:00 Uhr). Damit liegt die 7-Tage-Inzidenz in Hessen um über50 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Spitzenreiter in Hessen ist die Stadt Offenbach.

Der hohe Wert ist durch Reiserückkehrer, Familienfeiern und das Freizeitverhalten vieler Bürgerinnen und Bürger besonders in den Großstädten zu erklären. Ein lascher Umgang mit dem Mund-Nasen-Schutz in öffentlichen Verkehrsmitteln und in der Gastronomie trägt sicher auch zu den sich erhöhenden Neuinfektionen bei.

Infektionszahlen steigen stark an

Die Infektionszahlen in Deutschland und besonders auch in Hessen mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 steigen derzeit wieder stark an. Hessen liegt schon seit Wochen in Bezug auf Neuinfektionen über dem Bundesdurchschnitt. Bundesweit ist zu bemerken, dass es derzeit nur noch 29 Landkreise gibt, aus denen für die letzten sieben Tage keine Neuinfektionen gemeldet worden sind. Zu Beginn des zweiten Drittels des Monats Juli waren es noch 125 Landkreise.

In Offenbach ist die 7-Tage-Inzidenz jetzt bereits zum zweiten Mal über 30 gestiegen. Frankfurt nähert sich einem Wert von 20, einem Wert bei dem die erste Warnstufe nach dem Eskalationskonzept in Hessen erreicht sein wird. Im Landkreis Groß-Gerau ist die Warnstufe bereits erreicht.

Für das Ansteigen der Infektionszahlen gibt es verschiedene Gründe wie Feiern zusammen mit vielen Menschen, Zustände in Gemeinschaftsunterkünften und Gesundheitseinrichtungen, das Freizeitverhalten und auch das Verhalten von Reiserückkehrern. Dazu kommt ein mangelhaftes Risikobewusstsein bei politisch Verantwortlichen, Behörden und Ämtern. Dabei ist derzeit verantwortungsbewusstes Handeln notwendig. Nicht alles, was man darf, sollte man auch tun. Hier ist der Einzelne gefordert und gefragt.

Besondere Gefährdung geht derzeit offensichtlich von Reiserückkehrern aus. Aus Bayern wurde eine Zahl bekannt, nach der von 30.000 getesteten Personen über 900 positiv getestet worden und auch noch mit Verspätung über ihr Testergebnis informiert worden waren. Gar nicht erst oder nur zufällig zu testen, macht die Sache allerdings auch nicht besser.

Luminale: Programmpunkte können abgesagt werden

Luminale 2012
Archivbild: Luminale 2012 Im Palmengarten

Bei dem vom 12. bis zum 15. März 2020 stattfindenden Lichtkunstfestival Luminale können einzelne Programmpunkte ausfallen, wenn mehr als 1.000 Besucher erwartet werden. Dies erklärte der Leiter des Gesundheitsamts Frankfurt am Main, René Gottschalk am Mittwoch. Über die Umsetzung dieses Vorhabens wurden allerdings keine Aussagen getroffen. Die Luminale findet mit Veranstaltungen in Frankfurt am Main und Offenbach statt.

Luminale 2016: 200 Installationen bei der Biennale der Lichtkunst

Luminale 2012: Wasserspiele im Frankfurter Palmengarten
Licht und Wasser zur Luminale 2012

Parallel zur Messe Light + Building findet in Frankfurt am Main und in der Nachbarstadt Offenbach alle zwei Jahre die Luminale statt, 2016 zwischen dem 13. und dem 18. März. In diesem Jahr wird es etwa 200 Installationen zu beschauen und zu bestaunen geben. Das reicht von pittoresk angestrahlten Gebäuden bis zu speziellen Lichtinstallation. Aber auch alltägliches, wie der Industriepark Höchst bei Nacht, werden präsentiert.

Hat da jemand das Wort „Nacht“ im Zusammenhang mit „alltäglich“ verwendet? Nun ja …

Nacht der Museen in Frankfurt und Offenbach

Am Samstag, dem 04. Mai 2013 findet in den Nachbarstädten Frankfurt am Main und Offenbach die Nacht der Museen statt. 46 Museen werden in einem Zeitfenster zwischen 19 und 2 Uhr geöffnet haben, die Schlusszeiten können abhängig vom Standort zwischen 24 Uhr und 4 Uhr in der Frühe liegen.

Die Historische Eisenbahn Frankfurt e.V. (HE) wird sich mit einem Museumszug mit Dieseltraktion an der Veranstaltung beteiligen, der nach einem Sonderfahrplan zwischen der Friedensbrücke, dem Eisernen Steg und dem Heinz-Raspe-Platz verkehrt. Der letzte Zug fährt um 01:25 Uhr vom Eisernen Steg zum Heinz-Raspe-Platz, wo sich die HFM bei Nacht präsentiert.

Neben dem Museumszug verkehren auch noch Shuttle-Busse und historische Straßenbahnen. Fast alle Linien berühren den Paulsplatz, die Fahrpläne können auf der Internetseite der Veranstaltung eingesehen und von dort heruntergeladen werden.

Links zur Veranstaltung:
Nacht der Museen 2013
Sonderfahrplan der Historischen Eisenbahn Frankfurt e.V. (HE)
HFM bei NACHT