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Konzern Stadt Frankfurt schließt mit Defizit von rund 203 Millionen Euro ab

ffm. „Die finanzielle Lage des ‚Konzerns Stadt Frankfurt am Main‘ hat sich im Jahr 2025 spürbar verändert. Nach mehreren Jahren mit erfreulichen Ergebnissen weist die Konzernfamilie nun ein Defizit von rund 203 Millionen Euro auf. Das ist ein Ergebnis, das wir ernst nehmen müssen“, sagte Stadtkämmerin Susanne Serke bei der Vorstellung des konsolidierten Gesamtabschlusses der Stadt Frankfurt und ihrer Beteiligungsgesellschaften vor Journalistinnen und Journalisten am Freitag, 25. September. „Allerdings wäre es falsch, die Situation nur an dieser einen Zahl zu messen. Denn der vorliegende konsolidierte Gesamtabschluss zeigt insgesamt ein vielschichtiges Bild. Unser Ziel muss es sein, hier wieder eine Trendwende zu erreichen. Hier liegt aber ein gutes Stück Arbeit vor uns.“

In die Konzernbilanz fließen die Ergebnisse der Kernverwaltung und der Beteiligungsgesellschaften ein. Zum 31. Dezember 2025 lag das Konzernjahresergebnis nach Anteilen Dritter bei -202,68 Millionen Euro und damit um 735,45 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert. Damit konnte der positive Trend der Vorjahre nicht fortgesetzt werden. Richtungsweisend für den Konzern war hierbei der hohe Verlust der Kernverwaltung von 386,97 Millionen Euro. Einige Beteiligungsunternehmen konnten erneut gute Ergebnisse erzielen und damit einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Stabilität des Gesamtkonzerns leisten. Andere konnten jedoch nicht an die Spitzenwerte der Vorjahre anknüpfen: Hier machten sich veränderte Märkte, höhere Kosten und schwächere Beteiligungserträge bemerkbar.

Die Stadtwerke Frankfurt am Main Holding (SWF), die Messe Frankfurt, die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) und die ABG Frankfurt Holding wiesen zwar alle positive Jah­resüberschüsse aus. Diese reichten aber nicht aus, um das Defizit der Kernverwaltung auszugleichen. Die SWF verzeichnete einen Jahresüberschuss von 107,41 Millionen Euro, die Messe von 42,24 Millionen Euro und die ABG von 82,51 Millionen Euro – alle lagen damit unter den Vorjahreswerten. Die FES steigerte ihr Ergebnis auf 17,07 Millionen Euro. Die Stadtentwässerung wies ein Jahresdefizit von 17,12 Millionen Euro aus.

„Der Konzernabschluss macht zugleich deutlich, welchen Wert eine leistungsfähige kommunale Unternehmenslandschaft für Frankfurt hat. Ob Wohnungsbau, Energieversorgung, Abfallwirtschaft, Messe, Flughafen oder weitere Leistungen der Daseinsvorsorge: Die Unternehmen und Beteiligungen der Stadt tragen wesentlich dazu bei, dass Frankfurt funktioniert“, führte Serke aus. „Ihre wirtschaftliche Stärke ist deshalb nicht nur eine Frage von Bilanzen und Jahresergebnissen. Sie ist Teil der Leistungsfähigkeit unserer Stadt.“

Die Konzernbilanzsumme stieg leicht auf 29,4 Milliarden Euro. Das Eigenkapital stieg um 55,25 Millionen Euro und blieb damit trotz des Jahresdefizits bei rund 12 Milliarden Euro in etwa auf Vorjahresniveau.

„Der Blick auf den Konzernabschluss zeigt auch: Frankfurt investiert weiterhin kräftig. Ganz erhebliche Mittel fließen in Wohnungen und Schulen, in den Ausbau der Kitas und der Verkehrsinfrastruktur, in die Energieversorgung und den Klimaschutz“, fasste Serke zusammen. „Diese Investitionen sind unverzichtbar für unsere dynamische Stadt. Sie sorgen dafür, dass Frankfurt auch in Zukunft lebenswert und attraktiv bleibt.“

Der „Konzern Stadt Frankfurt“ umfasst mittlerweile 726 Unternehmen (Vorjahr: 714), darunter 338 (Vorjahr: 333) Gesellschaften mit mindestens 20 Prozent kommunaler Beteiligung. Hinzu kommen 388 (Vorjahr: 381) Beteiligungen von weniger als 20 Prozent. In den Konzernabschluss wurden nur die Beteiligungen bis zur dritten Ebene einbezogen; das waren wie bereits im Vorjahr 156 Unternehmen. Die Anzahl der im Jahresdurchschnitt im Konzern beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Vollzeitäquivalenten lag bei 27.492 (2024: 27.383), davon waren 1176 Auszubildende (2024: 1175).

„Gerade in finanziell schwierigeren Zeiten wird die Frage wichtiger, wofür wir öffentliche Mittel einsetzen. Nicht jede wünschenswerte Aufgabe wird sich künftig im bisherigen Umfang finanzieren lassen. Umso mehr kommt es darauf an, Prioritäten zu setzen, Strukturen weiterzuentwickeln und mit den vorhandenen Ressourcen verantwortungsvoll umzugehen“, sagte Serke. „Die kommenden Jahre werden deshalb davon geprägt sein, die finanzielle Tragfähigkeit des Stadtkonzerns zu sichern, um die Weiterentwicklung unserer Stadt aktiv zu ermöglichen. Finanzielle Solidität ist dabei kein Selbstzweck. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass wir die Handlungsfähigkeit der Stadt verantwortungsvoll erhalten und wir Frankfurts Lebensqualität auch morgen noch gemeinsam gestalten können.“

Der konsolidierte Gesamtabschluss ist als PDF-Dokument zum Download beigefügt.

Download
Konsolidierter Gesamtabschluss 2025 der Stadt Frankfurt am Main

(Quelle: Stadt Frankfurt am Main)