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Ortsbeirat 6 tagt am 14. Februar 2017

Am Dienstag, dem 14. Februar 2017, tagt der Ortsbeirat 6 ab 17:00  Uhr. Tagungsort ist der Gemeindesaal der Evangelisch- Freichristlichen Gemeinde Frankfurt-Höchst in der Bolongarostraße 110. Auf der Tagesordnung stehen den Stadtteil Unterliederbach betreffend unter anderem Fragen zur weiteren Entwicklung der Parkstadt, die Forderung den Hartplatz an der Hans-Böckler-Straße durch einen Kunstrasenplatz zu ersetzen und das Auskunftsbegehren von Schülern und Eltern zur zukünftigen Erweiterten Schulischen Betreuung (ESB) an der Karl-von-Ibell-Schule.

Unterliederbach: Rückblicke (13)

Parkstadt Frankfurt am Main Unterliederbach im Jahr 2010

Der Blick geht zurück in den Mai des Jahres 2010. Der Raps blüht. Die Unterliederbacher Parkstadt hat immer noch die gleiche Ausdehnung wie im Jahr 2003. Der Standpunkt des Betrachters ist die nördliche Einmündung des Hortensienrings in die Hunsrückstraße in der Nähe des Unterliederbacher Bahnhofs. Die Fläche im Vordergrund sollte bald „Blumenwiese“ genannt werden. Die Parkstadt Unterliederbach hatte damals keine Infrastruktur und die Verantwortlichen versprechen mit Hinweis auf den Bebauungsplan, dass sich daran in Zukunft auch wenig ändern wird.

Sickergrube hinter dem Hortensienring ist jetzt „gesichert“

Nördliche Sickergrube in Frankfurt am Main Unterliederbach
Links vorne eines der neu aufgestellten Schilder, rechts im Hintergrund die ihrer Fertigstellung entgegenstrebende Kindertagesstätte, die in kosten- und zeitsparender Modulbauweise errichtet wird.

Die nördliche Sickergrube hinter dem Hortensienring im Frankfurter Stadtteil Unterliederbach ist jetzt „gesichert“. Im Abstand von wenigen Metern wurden rund um die Grube Schilder mit der Aufschrift „Betreten des Grundstückes verboten, Eltern haften für ihre Kinder“ aufgestellt.

Die zwei Sickergruben hinter dem Hortensienring gehören zum Abwasserkonzept für die Parkstadt in Frankfurt am Main Unterliederbach. Hier soll das Oberflächenwasser, welches über die Kanalisation dorthin geleitet wird, versickern. Den beiden Sickergruben mussten ein Bolzplatz und ein kleiner Platz mit Basketballkorb weichen. Spielmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche gibt es in der Parkstadt derzeit keine mehr.

Grün auf dem Zaubernussplatz

Der Zaubernussplatz in Frankfurt am Main UnterliederplatzDer Zaubernussplatz sah gräulich aus, grau gepflastert, langweilig und ein paar Bänke. Es musste etwas getan werden, und Frankfurts Planer planten. Ein Kinderspielplatz? Nein, man entschied sich für das Modell Hundetoilette. Ein Rund ziert jetzt den Platz, asymmetrisch auf das Pflaster gesetzt, aber begrünt. Dem Bewegungsdrang  von Kindern wurden Grenzen gesetzt, der Platz ist jetzt wenigstens nicht mehr als Bolzplatz zu gebrauchen. Kinder in der Parkstadt? Kinderfeindlicher kann Planung eigentlich nicht sein!

Ach so, der Zaubernussplatz ist immer noch ein grauenhafter Platz.

Versickerungsbecken sind Teil eines Trennsystems

Versickerungsbecken westlich des Hortensienrings
Das Versickerungsbecken-Süd ist Teil des Entwässerungssystems der Parkstadt in Frankfurt am Main Unterliederbach. Im Hintergrund das Silobad. (Stand: 27. Oktober 2015)

Im November 2015 wurde über zwei Becken hinter dem Hortensienring in Frankfurt am Main Unterliederbach berichtet. Zwischenzeitlich ist klar, dass die Versickerungsbecken Nord und Süd Teil des Trennsystems der Entwässerung der im westlichen Unterliederbach liegenden Parkstadt sind.

In der Parkstadt  werden zukünftig Schmutz- und Regenwasser getrennt gesammelt. Das Regenwasser wird in den beiden 2015 angelegten Becken behandelt. Der südliche Hortensienring wurde in der Vergangenheit durch einen Mischwasserkanal entwässert. Das neue Entwässerungskonzept haben die KEG Konversions-Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH und die Stadtentwässerung Frankfurt gemeinsam erarbeitet.

Unterliederbach: Becken hinter dem Hortensienring

Frankfurt am Main Unterliederbach, Parkstatt, Becken
Die Rückfront einiger Häuser am Hortensienring, Frankfurt am Main Unterliederbach. Vorne links ein Abgang zu einem der dort angelegten Becken.

Westlich des Hortensienrings sind zwei Becken angelegt worden, breite Betontreppen führen in sie hinein. Unbefugten ist das Betreten des Beckenbereiches  und der baulichen Einrichtungen verboten. Und Eltern haften natürlich für ihre Kinder. So Hinweisschilder neben den Treppen, die in die Becken hinein führen.

Was führt man hier im Schilde? Teil des neuen Spielplatzes werden diese Becken wohl nicht sein. Als Hausbesitzer während der Bauphase auf eine fehlende Drainage bei den Häusern hinwiesen, wurde ihnen mitgeteilt, dass mit stehendem Gewässer nicht zu rechnen sei. Jetzt wurden recht großvolumige Becken angelegt.

Eigentlich sollte in diesem Bereich ein Spielplatz angelegt werden. Den gibt es auch mehr als drei Jahre nach Übergabe der ersten Häuser an ihre Eigentümer nicht. Es fehlt in der Parkstadt an Spielmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche. Ein Bolzplatz und eine Fläche mit Basketballkorb sind den Bauarbeiten zum Opfer gefallen, – Kinder und Jugendliche brauchen das ja nicht.

Warum ist der Zaubernussplatz nicht als kindgerechter Spielplatz angelegt worden? Hat man sparen wollen, indem man dem Nachwuchs gleich Entfaltungsmöglichkeiten nimmt? Die Konversions-Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH (KEG), das die Entwicklung der Parkstadt durchführende Unternehmen, hat zwei Gesellschafter, einer davon ist die Stadt Frankfurt am Main. Missstände in der Parkstadt haben damit immer auch die politisch Verantwortlichen im Römer mitzuverantworten.

 

Unterliederbacher Ansichten (10)

Hortensienring, Frankfurt am Main Unterliederbach, ParkstadtSo sieht im Herbst 2015 der Abschluss der Unterliederbacher Parkstadt nach Westen hin aus. Der Hortensienring, hier schaut man auf die Gebäuderückseiten, zeigt eine geschlossene Bebauung. Innerhalb der Parkstadt wird allerdings noch gebaut, wie ein Baukran zeigt. In diesem Teil Frankfurts haben viele Menschen ein neues Zuhause gefunden. An Infrastruktur mangelt es allerdings. Besonders auffällig ist, dass in Zeiten, in denen die Grünen den Planungsdezernenten stellen, ein Wohngebiet ohne durchdachte Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr entstanden ist, in welchem die Bewohner auf das Auto angewiesen sind.

Der Hortensienring schließt sich

Hortensienring, Frankfurt am Main Unterliederbach, Rückseiten der Häuser von Westen gesehen
Die Luft ist raus aus dem Ball, der Bolzplatz dem Weg für die Baumaschinen gewichen …

Der Hortensienring im Frankfurter Stadtteil Unterliederbach schließt sich. Das Bild oben zeigt die Gebäuderückseiten der westlichen Bebauung entlang des Hortensienrings. Bolzplatz und Basketballkorb sind kaum noch nutzbar. Den Bolzplatz quert zwischenzeitlich ein Schotterweg für Baumaschinen, der Platz vor dem Basketballkorb wird teilweise als Ablage für Baumaterial genutzt.

Auch der nach Norden gerichtete Abschnitt des Hortensienrings wird derzeit bebaut. Ob da endlich die geplante Kindertagesstätte entsteht? Das untere Bild zeigt den aktuellen Zustand der dort im Bau befindlichen Häuser.

Hortensienring, Frankfurt am Main Unterliederbach, Nordzeile. Die Häuser gehen ihrer Fertigstellung entgegen
Nördliche Bebauung des Hortensienrings in der Unterliederbacher Parkstadt