Archiv der Kategorie: Frankfurt am Main

Wasserstoffgelenkbusse für Frankfurt am Main

Die Stadt Frankfurt treibt die Antriebswende ihrer Busflotte weiter voran: Mit neun neuen Wasserstoff-Gelenkbussen des Typs Solaris Urbino 18 hydrogen bringt die In-der-City-Bus GmbH (ICB) emissionsfreie Mobilität auf eine weitere Linie im Frankfurter Stadtverkehr. Der Hersteller hat die Busse an die ICB geliefert. Diese führt nun umfangreiche technische Prüfungen durch – einschließlich Sicherheitsausstattung und komplexer Softwarearchitektur – und testet die Fahrzeuge anschließend im alltäglichen Frankfurter Linienverkehr. Nach der Abnahme werden die Busse schrittweise in den Stadtverkehr eingesteuert.

Die vollständige Integration der Fahrzeuge soll Ende August abgeschlossen sein. Vorgesehen ist ihr Einsatz auf der stark frequentierten Metrobuslinie M32 zwischen Westbahnhof und Ostbahnhof. Damit elektrifiziert die ICB eine weitere innerstädtische Linie. Die neuen Fahrzeuge sind 18 Meter lang, bieten Platz für 113 Fahrgäste und haben eine Reichweite von rund 350 Kilometern. Getankt wird an der betriebseigenen Wasserstofftankstelle in nur rund 20 Minuten.

Technische Weiterentwicklung für mehr Zuverlässigkeit

Mit den neuen Gelenkbussen bringt die ICB eine praxiserprobte Technologie in weiterentwickelter Form auf die Straße. Seit 2022 sind Wasserstoff-Solobusse desselben Herstellers zuverlässig im Frankfurter Liniennetz unterwegs – nun folgen erstmals Wasserstoff-Gelenkbusse, ausgestattet mit einem technisch optimierten Antrieb. Anstelle radnaher Motoren verfügen die neuen Fahrzeuge über einen zentralen Elektromotor mit klassischem Antriebsstrang. Diese technische Optimierung basiert auf Betriebserfahrungen und erhöht die Wartungsfreundlichkeit und Einsatzbereitschaft im Alltag. Der Antrieb erfolgt über eine 100-kW-Brennstoffzelle, die mit Wasserstoff betrieben wird. Dieser wird als Nebenprodukt im benachbarten Industriepark Höchst gewonnen.

Im Innenraum war das Hauptziel, die Orientierung im Bus zu verbessern, visuelle und räumliche Barrieren abzubauen und den Aufenthalt attraktiver zu machen. Die Glasscheiben vor den Türen sind dezent mit dem wiedererkennbaren Rautenmuster des traditionsreichen Frankfurter Apfelweinglases versehen. Trotz der breiteren Gänge verfügt das neue Busmodell über 48 Sitzplätze – statt 46 wie in den bisher genutzten Gelenkbussen. Über den Türen im Innenraum sind LED-Streifen angebracht. Sie blinken bei sich öffnenden Türen grün und bei sich schließenden Türen rot.

Fuhrpark und Förderung

Mit den neun neuen Gelenkbussen steigt die Zahl der lokal emissionsfreien Fahrzeuge im ICB-Fuhrpark auf 48 Fahrzeuge: 32 Wasserstoff- und 16 Batteriebusse. Das entspricht mehr als 20 Prozent der rund 220 Fahrzeuge umfassenden Gesamtflotte. Das Ziel besteht darin, bis Anfang der 2030er Jahre die komplette Flotte auf alternative Antriebe umzustellen. Zur Überbrückung wird die ICB zudem 52 Dieselbusse im Leasingbetrieb einsetzen. Die Fahrzeuge sollen ab Mitte 2026 für einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren zum Einsatz kommen.

Die Beschaffung der Fahrzeuge wird vom Land Hessen mit rund 2,3 Millionen Euro unterstützt. Die Förderung erfolgt im Rahmen des Landesprogramms „Beschaffung von Elektrobussen für den öffentlichen Personennahverkehr in Hessen” durch das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen. Bereits zuvor wurden 13 Solobusse mit Wasserstoffantrieb und die ICB-Wasserstofftankstelle über dieses Programm gefördert. (Quelle: Frankfurt am Main)

Anmerkung: Im Westen Frankfurts, dem Linienbündel B, sind keine Busse der ICB unterwegs, sondern Busse der DB Regio Bus Mitte. Hinzu kommen außerstädtische Buslinien.

Raub auf Mann mit Rollator – Zeugenaufruf

Bereits am Mittwoch, dem 16. Juli 2025, raubte ein Unbekannter einen Mann, welcher einen Rollator verwendete, aus und verletzte diesen.

Gegen 17:45 Uhr hielt sich der 58-jährige Geschädigte, der aufgrund einer Erkrankung auf einen Rollator als Gehhilfe angewiesen ist, im Außenbereich des Höchster Klinikums auf.

Nach aktuellen Ermittlungen ging der Geschädigte mit seinem Rollator auf dem Gehweg der Herbesthaler Straße in Richtung Windthorststraße, als ein unbekannter Mann ihm von hinten gegen den Rücken schlug.

Durch den Schlag stürzte der 58-Jährige und zog sich Verletzungen zu. Der Unbekannte nutzte die Hilflosigkeit des Geschädigten aus und raubte dessen mitgeführte Umhängetasche. Danach flüchtete er in Richtung Gotenstraße.

Der Tatverdächtige kann wie folgt beschrieben werden:

Männlich, jugendliches Erscheinungsbild; trug ein grünes kurzes T-Shirt, eine kurze Hose und war in Begleitung von zwei weiteren Jugendlichen.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Zeugen, die sachdienliche Hinweise zum Tathergang geben können werden gebeten, sich mit der Polizei unter der Rufnummer 069 / 755 – 55108 oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen. (Quelle: Polizeipräsidium Frankfurt am Main, Pressestelle)

Mehr als 1100 geförderte Neubauwohnungen in Frankfurt gehen zeitnah in die Vermietung

„Die Stadt Frankfurt hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Baugebiete auf den Weg gebracht. Diese Arbeit zahlt sich nun aus. In diesem und im kommenden Jahr gehen über 1100 geförderte Neubauwohnungen in die Vermietung, die zu einer Miete ab 5,50 Euro im Förderweg I beziehungsweise ab 8,50 Euro im Förderweg II pro Quadratmeter angeboten werden“, sagt Oberbürgermeister Mike Josef. „Dass diese Baugebiete in unterschiedlichen Stadtteilen entstehen, zeigt: Wir haben die gesamte Stadt im Blick. Auch in zentralen Lagen muss geförderter Wohnraum entstehen.“

„Wir sind sehr froh, dass durch die gute Zusammenarbeit zwischen Politik, Verwaltung und Wohnungswirtschaft in Frankfurt wieder deutlich mehr geförderte Neubauwohnungen zur Vermietung bereitstehen. Neben den klassischen Sozialwohnungen fördern wir als Stadt über das kommunale Förderprogramm Wohnraum vor allem für viele Frankfurter Familien. Ziel des kommunalen Förderprogramms ist die Schaffung familienfreundlicher, gemeinschaftlicher und barrierefrei erreichbarer Mietwohnungen für Haushalte mit mittleren Einkommen“, betont Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen und Wohnen.

Neben rund 600 klassischen Sozialwohnungen (Förderweg I) werden dieses und nächstes Jahr mehr als 500 Wohnungen für Menschen mit mittleren Einkommen (Förderweg II) in die Vermietung gehen. Die Wohnungen befinden sich unter anderem an der Sandelmühle (circa 100 geförderte Wohnungen), am Rebstockpark (circa 275), im Schönhofviertel (circa 160) und im Gallus (circa 475). Der Wohnungsmix besteht aus 1,5- bis 5-Zimmer-Wohnungen und stellt somit ein Angebot für unterschiedlichste Haushalte bereit. In den neuen Quartieren sind neben Wohnungen auch Kindertagesstätten, Einkaufsmöglichkeiten, neue Grünflächen und Plätze entstanden. Im Schönhofviertel wird derzeit auch eine neue Grundschule errichtet, hier entstehen in weiteren Bauabschnitten ebenfalls geförderte Wohnungen, die ab 2027 in die Vermietung gehen.

Ein 4-Personen-Haushalt bestehend aus Eltern und zwei Kindern ist bei einem Jahreseinkommen von etwa 66.500 Euro brutto berechtigt für eine Wohnung im Förderweg I. Das sogenannte Mittelstandsprogramm im Förderweg II zieht die Berechtigungsgrenze für die gleiche Haushaltsgröße bei etwa 106.600 Euro brutto Jahreseinkommen. „Etwa zwei Drittel der Frankfurter Haushalte sind antragsberechtigt. Dies unterstreicht den hohen Bedarf an geförderten Wohnungen. Mit den im April verbesserten Förderkonditionen werden auch in den kommenden Jahren weitere Wohnungen geplant und gebaut. Damit stellen wir sicher, dass das Angebot an geförderten Wohnungen zunehmen wird. Denn die Schaffung und der Erhalt von bezahlbarem Wohnen ist eine zentrale sozial- und wirtschaftspolitische Aufgabe“, erklärt Gwechenberger.

Für die Vermittlung von Wohnungen im Förderweg I ist die Abteilung Wohnraumversorgung des Amtes für Wohnungswesen zuständig. Weitere Informationen sind unter Wohnungsvermittlung | Stadt Frankfurt am Main zu finden.

Im Förderweg II können sich alle Haushalte bewerben, die beim Amt für Wohnungswesen einen Antrag gestellt und einen „Fairmieten-Schein“ erhalten haben. Weitere Informationen gibt es unter frankfurt-fairmieten.de.

Weiterführende Informationen finden sich außerdem unter Wohnungsbauförderung | Stadtplanungsamt Frankfurt am Main. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Social Bus kommt auch in den Sommerferien nach Griesheim

Das Sozialrathaus Gallus ist am Dienstag, dem 22. Juli 2025, zwischen 10 und 12 Uhr wieder mit einer mobilen Beratung im Stadtteil Griesheim anzutreffen: Der Social Bus steht Auf dem Schafberg im Bereich der Hausnummern 15 bis 45. Seit April wurde das Angebot bei den bisherigen drei Terminen schon im Stadtteil bekannt gemacht und von Bürgerinnen und Bürgern wahrgenommen.

Der Bus kommt an jedem vierten Dienstag im Monat. Die nächsten Termine sind am 26. August, 23. September, 28. Oktober und 25. November.

Für das niedrigschwellige Beratungsangebot benötigen die Bürgerinnen und Bürger keinen Termin. Vorsprachen, Nachfragen oder einfach ein kurzes Kennenlernen der Angebote des Sozialrathauses können ohne Weiteres erfolgen. Ziel ist es, dass auch Menschen im Stadtteil erreicht werden, die aus verschiedenen Gründen bisher nicht den Weg zum Sozialrathaus gegangen sind oder auch über mögliche Ansprüche nicht Bescheid wissen. Die Wege sollen unkompliziert sein und Fragen möglichst frühzeitig erfolgen, bevor Probleme größer werden. Hierdurch sollen in der Lebenswelt der Menschen im Stadtteil Möglichkeiten zur Teilhabe und Chancengerechtigkeit sichergestellt werden. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Sachbeschädigung an Straßenbahn

Am Freitagmittag (18. Juli 2025) besprühten bislang Unbekannte eine Straßenbahn im laufenden Betrieb. Die Polizei sucht Zeugen.

Gegen 10:55 Uhr verhinderte einer der Täter die Weiterfahrt der Straßenbahnlinie 12 an der Haltestelle „Kiesschneise“, indem er den Fuß in die Tür stellte. Zeitgleich traten auf der anderen Bahnseite mehrere vermummte Personen an die stehende Bahn heran und besprühten diese großflächig mit roter Farbe.

Anschließend flüchteten die Täter in Richtung der nördlich gelegenen Kleingartenanlage.

Einer von ihnen war männlich, ca. 180 cm groß, trug eine graue Weste, blaue Jeans und hatte das Gesicht mittels weißen Stoffs verhüllt.

Eine weitere Person war weiblich, ca. 25 Jahre alt, trug schwarze Kleidung, weiße Sneaker und führte einen Rucksack mit sich.

Zeugen, die den Sachverhalt gesehen haben oder Hinweise auf die Täter geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei unter der Telefonnummer 069/ 755 10100 oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden. (Quelle: Polizeipräsidium Frankfurt am Main, Pressestelle)

Vor zehn Jahren: Am Liederbach

Der Liederbach in der Gemarkung Unterliederbach. Am 19. Juli 2015 führt er noch Wasser. Nur wenige Jahre später fiel der Bach immer häufiger trocken. Einmal habe ich die Stelle als Untergrund für eine Fotoserie genutzt, die Fotografierte brauchte keine Angst vor nassen Füßen zu haben.

Im Jahr 2020 wollte ich sogar den Vorschlag machen, den Liederbach in Liederbachkiesweg umzubenennen. Der neue Namen erschien mir dann doch zu sperrig.

Vor fünfzehn Jahren: Niederrad beim Klärwerk und der Uferstraße

Blick von der Fußgängerbrücke auf Höhe der Lyonerstraße über die Uferstraße nach Westen am 18. Juli 2010. Hinter dem Grün ist das erste Frankfurter Klärwerk zu sehen, eines der ältesten in Europa. Links von der Bildmitte drei Faultürme, die um 1960 herum sehr modern waren.

Der Blick nach Osten von der Fußgängerbrücke aus geht zunächst über die Einmündung der Hahnstraße, bevor er auf die Niederräder Eisenbahnbrücke fällt. Dahinter sieht man die Hochhäuser der Wohnsiedlung „Im Mainfeld“. Ansonsten sieht man wenig von Niederrad, der alte Ortskern versteck sich genauso wie Zickzackhausen.

Sindlingen: Fahrerflucht nach Unfall im Baustellenbereich

Ein unbekannter Autofahrer fuhr nach aktuellen Erkenntnissen in der Nacht von Donnerstag (17.Juli 2025) auf Freitag (18. Juli 2025) in eine Baustelle auf der B40. Dadurch wurde ein Baustellenmitarbeiter leicht verletzt, weiterhin entstand Sachschaden. Der Fahrer entfernte sich danach von der Unfallstelle, ohne seinen Pflichten als Verursacher nachzukommen.

Der Unfall ereignete sich gegen 00:30 Uhr im Bereich der Anschlussstelle Sindlingen. Das abgestellte Fahrzeug des Verursachers konnten Polizeibeamte im Zuge der Fahndung auffinden und sicherstellen, es handelt sich um einen roten VW Polo. Die Ermittlungen zum Fahrer dauern an.

Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können werden gebeten, die Frankfurter Polizei unter der Rufnummer 069 / 755 – 46208 oder jede andere Polizeidienststelle zu kontaktieren. (Quelle: Polizeipräsidium Frankfurt am Main, Pressestelle)

Vor fünfzehn Jahren: Alter Friedhof in Niederrad

Der Alte Friedhof am 18. Juli 2010 in Frankfurt am Main Niederrad. An die einstige Bestimmung des heutigen Spielplatzes erinnern nur noch die Friedhofsmauer und einige wenige an der westlichen Friedhofsmauer stehenden Grabsteine aus dem 19. Jahrhundert. Im Hintergrund ist jeweils die Bebauung zur Haardtwaldstraße und zum Haardtwaldplatz zu erkennen.

Führung zu Ratgeb-Wandgemälden im Karmeliterkloster

Die Kunsthistorikerin Sabine Mannel führt am Sonntag, 20. Juli, um 15 Uhr durch das mittelalterliche Karmeliterkloster und erläutert die Wandgemälde des schwäbischen Malers Jörg Ratgeb. Ratgeb und seine Werkstatt schmückten zwischen 1514 und 1521 den gerade erweiterten Kreuzgang des Karmeliterklosters mit der Heilsgeschichte und das Refektorium mit Motiven der Ordensgeschichte aus. Die damals entstandenen Bilderzyklen gelten als die bedeutendsten vorbarocken Wandmalereien nördlich der Alpen.

Manche Fragen können weder der Multimediaguide noch die Dauerausstellung im Institut für Stadtgeschichte (ISG) umfassend beantworten: Wer ist die Dame mit dem ausgefallenen schwarzen Hut? Was hat es mit den Männern bei der Einschiffung auf sich? Warum haben die Wandbilder Fehlstellen? Deshalb können sich Interessierte jeden dritten Sonntag im Monat um 15 Uhr einer fachkundigen Führung anschließen, die sich speziell mit den historischen und kunsthistorischen Aspekten der Wandgemälde von Ratgeb beschäftigt.

Die den heutigen Betrachtern vielfach unbekannte Ikonografie wird ausführlich erläutert, sodass die beeindruckenden Bilder zum Sprechen gebracht werden. Nebenbei können Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Führung das Karmeliterkloster entdecken. Es ist die einzige erhaltene mittelalterliche Klosteranlage in Frankfurt und hat trotz erheblicher Umbauten und Kriegszerstörungen viel von seinem ursprünglichen Charakter bewahrt. Weitere Infos gibt es auf der Website des ISG unter stadtgeschichte-ffm.de.

Treffpunkt zur Führung ist das Foyer im ISG in der Münzgasse 9. Die Teilnahme kostet acht Euro, ermäßigt vier Euro, und ist ohne Reservierung möglich.