Kategoriearchiv: Hessen

Mitmachmuseum Experiminta bleibt in Frankfurt – Frankfurter Westen bekommt neues Museum

ffm. Das Mitmachmuseum Experiminta bleibt in Frankfurt. Ab Herbst 2027 zieht es in das ehemalige Finanzamt in Höchst. Darauf haben sich das Land Hessen, die Stadt Frankfurt und die Experiminta geeinigt. Bis zum Umzug bleibt das Museum am bisherigen Standort, Hamburger Allee 22-24 geöffnet.

Finanzstaatssekretär Till Kaesbach sagt: „Die Zukunft der Experiminta in Frankfurt ist gesichert. Das freut mich sehr, denn dieses besondere Mitmachmuseum begeistert jedes Jahr viele Kinder, Jugendliche und Familien für Naturwissenschaft und Technik. Deshalb war es der Hessischen Landesregierung wichtig, eine verlässliche und langfristige Perspektive für die Experiminta in Frankfurt zu finden.“

Kaesbach fügt hinzu: „Wir haben über viele Monate gemeinsam intensiv nach einer guten Lösung gesucht. Mit dem neuen Standort im alten Finanzamt in Frankfurt-Höchst ist sie nun gefunden. Mein Dank gilt allen, die daran mitgewirkt haben – insbesondere der Experiminta selbst und der Stadt Frankfurt. Das Land leistet seinen Beitrag, indem wir den neuen Standort herrichten und auch dort eine vergünstigte Miete ermöglichen.“

Experiminta-Geschäftsführerin Andrea Gassmann sagt: „Ich bin sehr dankbar, dass es nach den intensiven und konstruktiven Gesprächen mit dem Land Hessen und der Stadt Frankfurt gelungen ist, eine tragfähige Lösung für die Zukunft der Experiminta zu finden. Mit Frankfurt-Höchst haben wir jetzt eine langfristige Perspektive und die notwendige Standortsicherheit für die kommenden Jahre. Für unser gesamtes Team und natürlich für unsere Besucher – die vielen Kinder, Jugendlichen, Familien und Schulklassen – ist das eine großartige Nachricht: Die Experiminta bleibt in Frankfurt und kann ihre erfolgreiche Bildungsarbeit fortsetzen. Darüber freue ich mich sehr und danke allen, die diesen Weg mit uns gemeinsam möglich gemacht haben.“

Bildungsdezernentin Sylvia Weber sagt: „Die Experiminta ist eine wichtige außerschulische Bildungseinrichtung. Ich freue mich sehr, dass wir in Höchst einen neuen Standort gefunden haben und der Verbleib des Mitmachmuseums in Frankfurt damit gesichert ist. Gerade für die westlichen Stadtteile ist das eine große Bereicherung – denn das einzigartige Angebot im MINT-Bereich wird hier neue Impulse setzen. Darüber hinaus ist der Standort gut erreichbar, so dass auch weiterhin Kinder und Erwachsene aus ganz Hessen, und darüber hinaus, das Angebot nutzen können. Ich bin überzeugt, dass die Experiminta im alten Finanzamt in Höchst eine gute Perspektive hat und ihre wertvolle Bildungsarbeit dort erfolgreich fortsetzen kann.“

Was ist die Experiminta?

Die Experiminta in Frankfurt ist ein interaktives Mitmachmuseum, das seit 2011 auch durch viel ehrenamtliches Engagement betrieben wird. An rund 200 Versuchsstationen können Besucherinnen und Besucher aller Altersgruppen spielerisch die Welt der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) entdecken. Anfassen, Ausprobieren und Begreifen stehen im Mittelpunkt. Mit etwa 125.000 bis 130.000 Besucherinnen und Besuchern pro Jahr ist die Experiminta eines der beliebtesten Museen Frankfurts. Neben der Dauerausstellung bietet sie Workshops, Sonderausstellungen, Science Shows, Schnupperflüge im Flugsimulator und Projekte wie „Experiminta on Tour“ an. Das Museum wird vom Land Hessen, der Stadt Frankfurt, Stiftungen und regionalen Unternehmen unterstützt und ist als außerschulischer Lernort bekannt.

Warum zieht die Experiminta um?

Der aktuelle Standort der Experiminta in der Hamburger Allee 22–24 ist aufgrund massiver Feuchtigkeitsschäden in den Untergeschossen nicht mehr dauerhaft nutzbar. Eine Sanierung wäre nur mit hohem Aufwand möglich und könnte nicht im laufenden Betrieb durchgeführt werden. Da das Land Hessen keinen eigenen Bedarf für das Gebäude hat und eine Sanierung unwirtschaftlich wäre, wird der Standort aufgegeben.

Wie viel wird der Umbau und der Bezug der neuen Räumlichkeiten kosten?

Die Herrichtung des neuen Standorts im ehemaligen Finanzamt in der Hospitalstraße 16a in Höchst wird rund zwei Millionen Euro kosten. Diese Summe wird vom Land Hessen vorfinanziert und über eine zusätzliche Investitionsmiete während der 20-jährigen Mietvertragslaufzeit refinanziert. Das Land unterstützt die Experiminta zudem mit einer vergünstigten Miete auch am neuen Standort. Bereits seit 2011 erhält die Experiminta am bisherigen Standort Mietvergünstigungen.

Welche Maßnahmen werden umgesetzt?

Bevor die Experiminta ihre neuen Räume beziehen kann, werden ein Aufzug in das Gebäude eingebaut sowie eine energieschonende Beleuchtung installiert. Die Raumzuschnitte werden angepasst, die Bodenbeläge erneuert sowie die Brandmeldeanlage modernisiert.

In welchem Zeitraum sollen Umbau und Umzug stattfinden?

Der Umbau des neuen Standorts soll bis Herbst 2027 abgeschlossen sein. Bis dahin kann die Experiminta am aktuellen Standort bleiben, solange sich der Gebäudezustand nicht wesentlich verschlechtert. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Polizeieinsatz im MTZ in Sulzbach

Am Donnerstag, 14. Mai 2026, kam es zu einem größeren Polizeieinsatz in einem Einkaufszentrum in Sulzbach. Gegen 17:15 Uhr wurde der Polizei mitgeteilt, dass sich eine Person mit einem waffenähnlichen Gegenstand in der Einkaufspassage des Main-Taunus-Zentrums befinden soll. Aus diesem Grund war die Polizei mit starken Kräften im Einsatz. Im Zuge der ersten Ermittlungen konnte eine verdächtige Person im Kinopolis angetroffen und vorläufig festgenommen werden. Bei dem Gegenstand handelte sich um eine Pfefferspray Pistole. Eine Gefahr für Unbeteiligte bestand nicht.

Zeuginnen und Zeugen werden gebeten sich bei der Polizei in Eschborn, unter der Rufnummer 06196/9695-0, zu melden. (Quelle: Polizeipräsidium Westhessen – Wiesbaden)

Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst

Fast wie ein Aprilscherz mutet eine Meldung des Polizeipräsidium Osthessen an. Danach war einem jungen Mann der Toast schwarz geworden, es hatte zu rauchen begonnen. Dieser rief seine unterwegs befindliche Frau an, das Gespräch brach ab. Daraufhin betätigte die Frau den Notruf, Rettungskräfte und Polizei wurden los geschickt.

Hört sich für manche lustig an, denn es gab offensichtlich tatsächlich nur Schall (die Sirenen der Einsatzfahrzeuge), Rauch (der Toaster) und einen schwarzen Toast. Zeigt aber auch, dass die moderne Kommunikation noch viele Schwachstellen hat.

Oberbürgermeister und Bürgermeisterwahlen in Hessen

Bei einer ganzen Reihe von Wahlentscheidungen in Hessen mussten am heutigen Sonntag Wählerinnen und Wähler noch einmal an die Wahlurnen oder fristgerecht die Briefwahlunterlagen abgeschickt haben. In Hanau stand die Entscheidung für einen neuen Oberbürgermeister an, in sechs weiteren Städten und Gemeinden musste die Stichwahl entscheiden, wer neue Bürgermeisterin oder Bürgermeister wird.

Maximilian Bieri neuer Oberbürgermeister von Hanau

In Hanau setzte sich Maximilian Bieri (SPD) klar gegen seine Kontrahentin Isabelle Hemsley (CDU) durch. Der bisher als Bürgermeister in Hanau für die Themen Bildung, Soziales, Demokratie und Vielfalt zuständige Sozialdemokrat erhielt 59,4 Prozent der Stimmen, seine Herausforderin 40,6 Prozent. Bieri und Hemsley sind schon seit 2023 Teil der Stadtregierung.

Der amtierende Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) war nicht mehr zur Wahl angetreten. Er will sich im September in den Ruhestand versetzen lassen und dann vorzeitig von seinem Amt zurücktreten. Solange muss sich Bieri mit der Übernahme der Amtsgeschäfte noch gedulden.

Die sechs Ergebnisse bei den Bürgermeister-Stichwahlen

In Eschwege gewann Nicola-Alexander Ferl (SPD) mit 59,1 Prozent der Stimmen, Lars-Henning Bartels (CDU) erhielt 40,9 Prozent. Zuvor war Alexander Heppe (CDU) Bürgermeister in Eschwege gewesen.

Ganz knapp ging die Stichwahl in Groß-Bieberau aus. Christopher Seibel (FWG) erhielt 50,25 Prozent der Stimmen, Manfred Höngesberg (unabhängig) 49, 75 Prozent.

In Lauterbach gewann Holger Marx (CDU) mit 59,9 Prozent der Stimmen klar vor dem gemeinsamen Kandidaten von Grünen und SPD, Daniel Schmidt. Vorgänger Rainer-Hans Vollmöller (CDU) geht nach dreißig Dienstjahren als Bürgermeister in den Ruhestand.

In Linsengericht gewann Markus Betz (CDU) mit 54,7 Prozent die Wahl. Kontrahentin Astrid Rost (SPD) erzielte 45,3 Prozent. Der amtierende Bürgermeister Albert Ungermann (SPD) kandidierte nicht mehr.

Auch in Schwalbach am Taunus gewann der CDU-Kandidat gegen seinen SPD-Kontrahenten. Thomas Milkowitsch erhielt 58,0 Prozent, Lutz Ullrich 42,0 Prozent. Alexander Immisch (SPD), der amtierende Bürgermeister, hatte sich nicht mehr zur Wahl gestellt.

In Waldkappel erreichte Herausforderer Niklas Gries (CDU) 54,9 Prozent. Er siegte damit klar gegen den Amtsinhaber Frank Koch (SPD), der 45,1 Prozent der Stimmen erhielt.

Bryan Adams: Die Ausstellung

Zeit mal wieder eine CD in den Player zu schieben, vielleicht „18 til I die“, durch das Booklet zu blättern und sich zu einem Ausflug nach Darmstadt zu entscheiden. Im dortigen Hessischen Landesmuseum, kurz HLMD, wird noch bis zum 21. Juni 2026 die von Anke Degenhardt kuratierte Wanderausstellung „Shot by Adams“ zu sehen sein. Die etwa 100 Portraits zeigen Stars, andere Berühmtheiten, Kriegsversehrte (Wounded) und Obdachlose (Homeless).

Wer das Album „18 til I die“ in der Sonderausgabe schon einmal gesehen hat, wird sich über die zweite Profession des Rocksängers nicht wundern, denn dieser Ausgabe lag ein 108-seitiges Fotobuch mit Bryan Adams Fotografien bei. Ein Umstand, der bei mir dazu führte, dass das Album relativ selten angehört wurde, denn es wollte Katzen sicher aufbewahrt sein.

Kommunalwahl-Reform kurz vor der Kommunalwahl gekippt

Kurz vor der Kommunalwahl im März in Hessen hat jetzt der Hessische Staatsgerichtshof eine Gesetzesänderung durch die aktuellen Regierungsparteien im hessischen Landtag CDU und SPD in einem Normenkontrollverfahren gekippt. Den Normenkontrollantrag hatte die FDP gestellt.

Das geplante Verfahren hätte bei der Umrechnung von abgegebenen Stimmen zu Sitzen kleinere Parteien und Wählergemeinschaften und damit ihre Wählerinnen und Wähler zu stark benachteiligt. Unter obigem Link kann das komplette Urteil nachgelesen werden. Das Urteil wurde am 28. Januar 2026 verkündet.

Gerd Knebel ist tot

Gerd Knebel, einst Teil des Duos Badesalz, ist am vergangenen Samstag im Alter von 72 Jahren verstorben. Dies teilten seine Familie und sein langjähriger künstlerischer Partner Henni Nachtsheim in einer gemeinsamen Erklärung mit. Gerd Knebel starb an einer schweren Krebserkrankung.

Bekannt wurde er vor allem als Sänger und Texter von Flatsch!, einer hessischen Kultband. Im Anschluss daran bildete er zusammen mit Henni Nachtsheim das Duo Badesalz. Weitere Stationen folgten, wobei Olaf Mill, ebenfalls Ex-Flatsch!, meist auch eine Rolle spielte.

Knebel war der Vater zweier Kinder.

Strecke Frankfurt-Wiesbaden soll Freitag ab 16 Uhr wieder freigegeben werden [Update]

Die Strecke zwischen Frankfurt-Höchst und Wiesbaden, die nach dem Unfall einer Güterzuglokomotive gesperrt ist, soll ab Freitagnachmittag wieder befahrbar sein. Der Unfall hatte erhebliche Schäden am Gleis und an der Oberleitung verursacht.

Auf der Linie der S1 verkehren aktuell zwischen Frankfurt-Höchst und Flörsheim Ersatzbusse. Der RMV gibt als Grund dafür ist die Reparatur an einer Oberleitung in Hattersheim an.

Vielschichtiger sehen die Maßnahmen bei den betroffenen Regionalbahnen aus:

  • Die Züge der Linien RE4 und RE14 werden zwischen Mainz und Frankfurt ohne Halt umgeleitet.
  • Züge der Linie RE2 werden mit Halt in Rüsselsheim umgeleitet.
  • Die Züge der Linie RB10 werden zwischen „Frankfurt Hauptbahnhof“ und „Mainz-Kastel“ ebenfalls südmainisch umgeleitet, der Halt in Frankfurt-Höchst entfällt.
  • Die Züge der Linie RE9 entfallen.
  • Zwischen „Mainz Hauptbahnhof“ und „Frankfurt Hauptbahnhof“ ist zusätzlich ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

Grund dafür ist ebenfalls die Reparatur an der Oberleitung in Hattersheim.

Ab dem 23.01. gegen 16:00 Uhr wird die Strecke wieder freigegeben und die Linien RE4/RE14 und RB10 verkehren wieder regulär über Frankfurt-Höchst. Die Linien RE2 und RE3 werden wieder gemäß ihres Baustellenfahrplans über Frankfurt-Höchst umgeleitet. (Mit Material des RMV)

[Update] Die Züge der Linie S1 verkehren derzeit wie folgt:
Von „Wiesbaden Hauptbahnhof“ nach „Rödermark Ober-Roden“ über „Mainz-Kastel“ – „Hattersheim“ – „Frankfurt-Höchst“ – „Frankfurt Hauptbahnhof“ – „Offenbach-Ost“.

Von „Rödermark Ober-Roden“ nach „Wiesbaden Hauptbahnhof“: Züge werden ab „Frankfurt Hauptbahnhof“ bis „Mainz-Kastel“ über eine andere Streckenführung umgeleitet. Diese Züge halten zusätzlich in: „Frankfurt-Flughafen Regionalbahnhof“ (Anschluss zum Bus X17 Richtung Hattersheim), in „Rüsselsheim Bahnhof“ (Anschluss zum Bus 1 Richtung Flörsheim) sowie in „Mainz-Bischofsheim“.

Ab „Frankfurt-Höchst“ bis „Mainz-Kastel“ verkehrt alle 30 Minuten ein Busersatzverkehr mit Unterwegshalten in „Frankfurt-Sindlingen“, „Hattersheim“, „Eddersheim“, „Flörsheim“ und „Hochheim“.
Fahrgäste benutzen bitte von „Frankfurt Hauptbahnhof“ Züge der Linie S2 oder die Regionallinien RE20/RB22 bis „Frankfurt-Höchst“, um dem Busersatzverkehr zu erreichen.

Eine vollständige Wiederaufnahme des Betriebs der Linie S1 ist ab ca. 16:00 Uhr geplant. (Quelle: RMV)

Bundesweite Festnahmen und Durchsuchungen nach Bombendrohungen

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main – Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) – und das Bundeskriminalamt (BKA) haben heute Durchsuchungsbeschlüsse bei vier Beschuldigten, darunter zwei Jugendlichen, in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hessen sowie einem jugendlichen Zeugen in Sachsen-Anhalt umgesetzt. Den Beschuldigten wird unter anderem die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung zum Zwecke bundesweiter Bombendrohungen gemäß § 129 Strafgesetzbuch vorgeworfen. Im Zuge der Durchsuchungen konnten zahlreiche elektronische Geräte und Speichermedien sichergestellt werden.

Den Beschuldigten wird zur Last gelegt, als Teil einer überregional agierenden Tätergruppierung für hunderte Drohmails mit vorgetäuschten bundesweiten Bombendrohungen gegen Schulen, Hauptbahnhöfe, Einkaufszentren und andere städtische sowie öffentliche Einrichtungen verantwortlich zu sein. Eines der Ziele war eine Schule in Bad Hersfeld, die auf Grund einer solchen Drohung im Dezember 2024 evakuiert worden war. Im Zuge der Ermittlungen wurde auch die Wohnung eines 23-jährigen in Frankfurt durchsucht. (Quelle: Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main -ZIT- und des Bundeskriminalamtes)