Alle Beiträge von Jürgen Lange

... wurde in den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts geboren, schreibt und fotografiert und ist ein Fan guter handgemachter Musik.

Oberbürgermeister und Bürgermeisterwahlen in Hessen

Bei einer ganzen Reihe von Wahlentscheidungen in Hessen mussten am heutigen Sonntag Wählerinnen und Wähler noch einmal an die Wahlurnen oder fristgerecht die Briefwahlunterlagen abgeschickt haben. In Hanau stand die Entscheidung für einen neuen Oberbürgermeister an, in sechs weiteren Städten und Gemeinden musste die Stichwahl entscheiden, wer neue Bürgermeisterin oder Bürgermeister wird.

Maximilian Bieri neuer Oberbürgermeister von Hanau

In Hanau setzte sich Maximilian Bieri (SPD) klar gegen seine Kontrahentin Isabelle Hemsley (CDU) durch. Der bisher als Bürgermeister in Hanau für die Themen Bildung, Soziales, Demokratie und Vielfalt zuständige Sozialdemokrat erhielt 59,4 Prozent der Stimmen, seine Herausforderin 40,6 Prozent. Bieri und Hemsley sind schon seit 2023 Teil der Stadtregierung.

Der amtierende Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) war nicht mehr zur Wahl angetreten. Er will sich im September in den Ruhestand versetzen lassen und dann vorzeitig von seinem Amt zurücktreten. Solange muss sich Bieri mit der Übernahme der Amtsgeschäfte noch gedulden.

Die sechs Ergebnisse bei den Bürgermeister-Stichwahlen

In Eschwege gewann Nicola-Alexander Ferl (SPD) mit 59,1 Prozent der Stimmen, Lars-Henning Bartels (CDU) erhielt 40,9 Prozent. Zuvor war Alexander Heppe (CDU) Bürgermeister in Eschwege gewesen.

Ganz knapp ging die Stichwahl in Groß-Bieberau aus. Christopher Seibel (FWG) erhielt 50,25 Prozent der Stimmen, Manfred Höngesberg (unabhängig) 49, 75 Prozent.

In Lauterbach gewann Holger Marx (CDU) mit 59,9 Prozent der Stimmen klar vor dem gemeinsamen Kandidaten von Grünen und SPD, Daniel Schmidt. Vorgänger Rainer-Hans Vollmöller (CDU) geht nach dreißig Dienstjahren als Bürgermeister in den Ruhestand.

In Linsengericht gewann Markus Betz (CDU) mit 54,7 Prozent die Wahl. Kontrahentin Astrid Rost (SPD) erzielte 45,3 Prozent. Der amtierende Bürgermeister Albert Ungermann (SPD) kandidierte nicht mehr.

Auch in Schwalbach am Taunus gewann der CDU-Kandidat gegen seinen SPD-Kontrahenten. Thomas Milkowitsch erhielt 58,0 Prozent, Lutz Ullrich 42,0 Prozent. Alexander Immisch (SPD), der amtierende Bürgermeister, hatte sich nicht mehr zur Wahl gestellt.

In Waldkappel erreichte Herausforderer Niklas Gries (CDU) 54,9 Prozent. Er siegte damit klar gegen den Amtsinhaber Frank Koch (SPD), der 45,1 Prozent der Stimmen erhielt.

Eintracht Frankfurt drehte das Spiel

Am 22. Spieltag der Google Pixel Frauen-Fußballbundesliga waren die Frankfurterinnen zu Gast beim 1. FC Köln. Offensichtlich mental noch nicht in der Domstadt angekommen, lagen sie schnell zurück. Hegering erzielte nach einer Ecke per Kopf das 1:0 (2. Spielminute). Danach dauerte es fast bis zum Ende der ersten Halbzeit, bis die Eintracht zielstrebiger spielte. Es aber ging mit dem Rückstand in die Pause.

Sehr schön dann der Ausgleich. Gräwe spielte im Strafraum Anyomi an, die auf Freigang ablegte, welche aus 16 Metern in den Winkel traf (58.). Nach dem gekonnten Treffer folgte ein glücklicher: Bohnen schlug ein Luftloch beim Versuch, einen langen Pass abzuwehren, und Chiba nutzte ihre Chance (63.). In der Schlussphase prallten noch Blomqvist und Freigang heftig zusammen, wonach die Kapitänin der Eintracht ausgetauscht wurde. Dann waren noch fünf Minuten Nachspielzeit zu überstehen. Die Hessinnen holten die drei Punkte.

Wahl-Überbleibsel

Die Kommunalwahl 2026 in Hessen ist jetzt schon ein paar Tage vorbei, Wahlplakate sollten inzwischen verschwunden sein. Nicht so in der kleinen, unbedeutenden Straße im Westen Frankfurts. Dort hängen – manchmal sogar im ordentlichen Zustand – immer noch die Hinterlassenschaften einer Gruppierung. Wie wohl die Aussage auf dem Wahlplakat zu verstehen ist?

Eintracht Frankfurt viel zu harmlos

Wieder einmal zeigten sich die Spielerinnen von Eintracht Frankfurt viel zu harmlos in einem internationalen Vergleich. Einfache Fehler unterbanden heute im Spiel gegen BK Häcken im neu geschaffenen UEFA Women’s Europa Cup jede Erfolgsaussicht.

Die Frauen des BK Häcken gingen früh in Führung, Selerud traf in der 16. Spielminute. Danach steigerte sich die Eintracht und kam auch zu der einen und anderen Halbchance. Abschlüsse waren aber zu selten und unpräzise.

In der zweiten Halbzeit dauerte es, bis wieder ein Tor fiel. Schröder, die schon vor dem 0:1 ihre Füße im Spiel hatte, fing einen Fehlpass von Doorsoun an der Mittellinie ab und zog sofort ab. Über Altenburg, die sehr weit vor dem Tor stand, landete der Ball zum 0:2 im Eintracht-Tor (70.). Und Altenburg kassierte in der Szene auch noch eine Gelbe Karte, weil sie außerhalb des Strafraums mit der Hand am Ball war.

Den Schlusspunkt in einem Spiel, in dem die Frankfurterinnen stellenweise feldüberlegen waren, setzte dann wieder die 18-jährige Schröder. Nach einem Pass von Akgün in ihren Lauf traf sie mit einem Schuss unter die Latte zum 0:3 (84.).

Das Halbfinal-Hinspiel scheint das Ende der Träume vom UEFA Women’s Europa Cup-Gewinn durch die Frauen von Eintracht Frankfurt zu sein.

Nebel, Brown, Nebel – herbe Niederlage für die Eintracht

Eintracht Frankfurt war gestern zu Gast beim 1. FSV Mainz 05 und präsentierte sich als netter Gast. Der Angriff war, so ist man es zuletzt gewohnt, harmlos, die Abwehr, bedingt durch die Sperre von Koch, nicht ganz sattelfest. Anders die Mainzer, schnell fanden sie in der Gestalt von Nebel den Weg ins Tor (6. Spielminute). Theate hatte den Ball noch abgefälscht. In der 12. Spielminute benötigte Brown nach einem Zusammenprall medizinische Hilfe, Einsatz in der Nationalmannschaft ungewiss. Brown ließ aber auch wieder Hoffnung für die Frankfurter aufkeimen, er traf nach einem missglückte Schuss von Burkardt auf Vorlage von Bahoya ins Mainzer Tor.

Zur Pause blieb Brown in der Kabine In der zweiten Halbzeit erarbeitete sich die Eintracht viel Ballbesitz, blieb aber in der Offensive, bis auf eine Szene, in der Chaibi an die Latte köpfte, harmlos. In der Schlussphase war dann wieder Nebel an der Reihe, Er verwertete einen Abpraller von Zetterer, der zuvor einen gefährlichen Kopfball auf sein Tor noch stark pariert hatte, zum 2:1 Endergebnis.

Dreimal Freigang

Im heutigen Spiel in der Google Pixel Frauen-Fußballbundesliga gegen die Frauen des Hamburger SV taten sich die Frankfurterinnen erst einmal schwer. Es dauerte fast eine halbe Stunde bis zu einem ersten Abschluss vor dem Tor. Freigangs Schuss führte dann allerdings gleich zur Führung (29. Spielminute). War damit der Knoten geplatzt? Mitnichten, die Frankfurterinnen fanden bis zur Halbzeitpause kein weiteres Mittel, die Abwehr des HSV zu knacken.

Halbzeit Zwei begann mit einer Chance für die Eintracht, das Tor erzielten aber die Hamburgerinnen. Ein direkt von Linberg verwandelter Freistoß aus 18 Metern führte zum Ausgleich. Eintracht Frankfurt antwortete schnell, über Lürßen kam der Ball zu Freigang, die ihren zweiten Treffer erzielte. Nur 10 Minuten später die Entscheidung, Schulz foulte Blomqvist und Senß verwandelte den resultierenden Elfmeter (70.). Den Schlusspunkt setzte dann Freigang, die einen schönen Angriff über Ivelj und Blomqvist nur noch ins leere Tor einschieben musste (85.).

Nach dem heutigen 4:1-Sieg liegen die Frauen von Eintracht Frankfurt auf Platz Drei der Tabelle der Frauen-Fußballbundesliga, können, Stand heute, aber noch von Werder Bremen überholt werden.

Zweimal Blomqvist – Eintracht wieder auf Rang Drei

Im heutigen Nachholspiel in der Google Pixel Frauen-Fußballbundesliga empfing Eintracht Frankfurt die TSG Hoffenheim. Im dritten Versuch konnte das Spiel endlich durchgeführt werden, zum eigentlichen Termin und zum ersten Nachholtermin war der Platz nicht bespielbar. Die TSG startete mit einem Patzer, der zur frühen Führung der Frankfurterinnen durch Blomqvist führte (1. Spielminute). Danach gestaltete die Eintracht das Spiel überlegen, musste sich aber eine schlechte Chancenverwertung vorwerfen lassen.

In der zweiten Halbzeit war es ein weiter Pass von Lürßen, der den Adlerträgerinnen den Weg zum zweiten Tor öffnete. Und wieder war es Blomqvist, die das Tor traf (64.). In der Schlussphase schöpfte Trainer Arnautis sein Wechselkontingent voll aus. In einem wenig spektakulären Spiel siegte Eintracht Frankfurt im Stadion am Brentanobad mit 2:0.