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Das Oster-Wochenende im Historischen Museum Frankfurt, im Jungen Museum und im Porzellan Museum

Bis Ostern wird hoffentlich alles frühlingshaft „vom Eise befreit“ sein, wie Goethe, der „Frankfurter Bub“, 1806 in seinem „Osterspaziergang“ dichtete. Sollten „Schauer körnigen Eises“ den Aufenthalt im Freien einschränken, empfiehlt sich ein Besuch des Historischen Museums Frankfurt (HMF) mit der ganzen (angereisten) Familie.

Sämtliche zum HMF gehörende Häuser sind am Ostermontag, 6. April, ganztägig von 11 bis 18 Uhr geöffnet und bieten Anregendes für Jung und Alt. Kinder ab acht Jahren erwartet im Jungen Museum neben den historischen Spielräumen und Werkstätten die neue Sonderausstellung zur Medienkompetenz: „Damals 1410“. Hier können alle miteinander an Fake News, KI und Mitcoins spielen und lernen.

Im Rahmen der Dauerausstellung werden „Stadtbilder – Ikonen des Stadtwandels“ von Ursula Edelmann präsentiert: acht fotografische Dokumente des Wiederaufbaus (in Ebene 1 „Frankfurt Einst?“) und im 13. Sammlerraum ergänzend fünf Fotografien zum Wiederaufbau des HMF in den 1950er- und 1960er-Jahren. Dieser kleine Raum im Saalhof mit idyllischem Mainblick und bequemen Sitzmöbeln lädt zum Verweilen ein.

Eine Führung zu den „Highlights“ des HMF gibt es am Ostersonntag, 5. April, um 15 Uhr. Besucherinnen und Besucher zahlen acht Euro, ermäßigt vier Euro, zuzüglich einer Führungsgebühr von drei Euro.

Und am Samstag, 4. April, startet um 16 Uhr eine Führung in das „Neue Altstadt“-Haus Zur Goldenen Waage: Historisch rekonstruiert und möbliert, zeigt es, wie um 1618 eine wohlhabende Händlerfamilie dort gewohnt haben könnte. Interessierte zahlen acht Euro, ermäßigt vier Euro, zuzüglich einer Führungsgebühr von sechs Euro. Der Besuch des dazugehörigen Balkons „Belvederchen“ mit Dom-Blick ist ein weiteres Highlight. Um es mit Goethe zu sagen: „Zufrieden jauchzet Groß und Klein: Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein!“

Auch das Porzellan Museum Frankfurt im Kronberger Haus in Höchst, Bolongarostraße 152, ist am Karfreitag, 3. April, und am Ostermontag, 6. April von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Die Besucherinnen und Besucher zahlen vier Euro, ermäßigt zwei Euro für den Eintritt. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren genießen einen freien Eintritt. Gruppen ab 20 Personen zahlen nur zwei Euro pro Person.

Für den Kalender

  • Ostersamstag, 4. April, 16 Uhr: Führung in das Haus zur Goldenen Waage (nicht barrierefrei)
  • Ostersonntag, 5. April, 15 Uhr: Führung Die Highlights des Historischen Museums
  • Ostermontag, 6. April: Alle Häuser des HMF ganztägig geöffnet (11 bis 18 Uhr)

(Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Große Menge an Kokain sichergestellt

Das richtige Bauchgefühl hatte gestern Abend (31. März 2026) eine Streife, als sie zwei junge Männer im Bereich der Oeserstraße kontrollierte und unter anderem eine große Menge Kokain sicherstellte.

Gegen 21:25 Uhr unterzog die Streife zwei Männer (25 und 20 Jahre alt) einer Personenkontrolle. Im Rahmen derer ergriff der 25- Jährige spontan die Flucht. Hierbei überquerte er unter anderem mehrere Bahngleise, weshalb die Verfolgung zu Fuß eingestellt werden musste.

Dies war allerdings nicht weiter schlimm, da der 25- Jährige sich vor seiner Flucht ordnungsgemäß ausgewiesen und den Einsatzkräften seinen Ausweis übergeben hatte.

In dem zurückgelassenen Rucksack des 25- Jährigen fand das Streifenteam anschließend über ein Viertel Kilogramm Kokain, sowie Haschisch und Marihuana. Zudem fand sich ein Reizstoffsprühgerät im Rucksack, welches ebenso sichergestellt wurde.

Der 20- jährige Begleiter wurde vorläufig festgenommen, auch dieser führte eine Pfefferpistole griffbereit mit sich.

Aufgrund der geschilderten Umstände ordnete die Staatsanwaltschaft eine Wohnungsdurchsuchung bei beiden Männern an. Da Beide nicht in Hessen wohnhaft waren, übernahm die örtlich zuständige Dienststelle in Baden-Württemberg die Maßnahmen vor Ort und stellten im Rahmen der Durchsuchungen weitere Betäubungsmittel sowie Mobiltelefone sicher.

Der 20- Jährige wurde im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen. (Quelle: Polizeipräsidium Frankfurt am Main, Pressestelle)

Zwischennutzung in der Waffel: EISundRAUM eröffnet am Sossenheimer Kirchberg

Die leerstehende Eisdiele auf dem Sossenheimer Kirchberg wird ab Gründonnerstag, 2. April, bis zur Neuvermietung zwischengenutzt. Unter dem Titel „EISundRAUM“ entsteht für die Dauer einer Eissaison ein offener Ort für Begegnung und neue Impulse. Vorschläge für weitere Aktionen und Formate können ab sofort beim Quartiersmanagement eingereicht werden.

Die stetigen Bemühungen des Ortsbeirates 6 und des Beirats Sozialer Zusammenhalt zahlen sich aus. In den vergangenen Monaten haben sich Ortsbeirats- und Beiratsmitglieder, Sossenheimerinnen und Sossenheimer, das Quartiersmanagement sowie das Stadtplanungsamt aktiv für die Belebung der Ortsmitte eingesetzt. Das Quartiersmanagement hatte dafür Interessierte an den Tisch geholt, die sich gemeinsam ein Konzept für die Eissaison überlegt haben: „EISundRAUM“.

„EISundRAUM“ beschreibt dabei eine Pop-Up-Eisdiele mit Raum für mehr. „‚EIS‘ steht für das Süße im Leben – für Genuss, Freude und kleine Momente, die uns verbinden. Das ‚und‘ soll für Offenheit und Verbindung stehen. Den ‚RAUM‘ schaffen wir im doppelten Sinne: als Ort in der Ortsmitte, der zum Verweilen, Austauschen und Gestalten einlädt – und als geistigen Freiraum für alle, die Sossenheim voranbringen wollen“, so das Kernteam hinter „EISundRAUM“. „Hier findet jede Person Platz, die etwas bewegen möchte.“

Der Sossenheimer Uwe Natter übernimmt dabei die Organisation der Pop-Up-Eisdiele. „Wir werden vermutlich von Donnerstag bis Sonntag bis 20 Uhr geöffnet haben“, informiert er über sein Vorhaben. „Es wird eine kleine Karte geben mit mehreren Eissorten, ein paar Eisbechern und Getränken.“ Die genauen Öffnungszeiten werden noch veröffentlicht.

„Raum für mehr“ schaffen wiederum Kirchwerk und JugendBildung mit ihren vor Ort geplanten Projekten und Veranstaltungen, wie Kunstworkshops und Konzertabenden. Abgerundet wird das Kernteam vom Quartiersmanagement, das die Koordination der Zwischennutzung übernimmt. „‚EISundRAUM‘ ist für alle in Sossenheim, egal ob Privatperson oder Initiative, jede:r kann sich mit einer Idee für den Stadtteil bei uns melden“, betonen die beiden Quartiersmanagerinnen Gwendolin Schwab und Lara Paulus vom Büro Stadt Beratung Dr. Sven Fries.

Los geht es zu Ostern, wenn Sossenheim wieder auf dem Kirchberg für ein Eis oder auf ein Getränk zusammenkommen kann – einfach nur so oder zu einer Veranstaltung. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Goetheturm an mehreren Tagen im April gesperrt

Der Goetheturm, eines der beliebtesten Ausflugsziele im Frankfurter Stadtwald und ein weithin sichtbares Wahrzeichen der Stadt, bleibt am Donnerstag, 16., und Freitag, 17. April, sowie am Dienstag, 28. April, für Besucherinnen und Besucher gesperrt.

Grund für die temporären Schließungen sind technische Modernisierungsarbeiten an dem 43 Meter hohen Aussichtsturm. Im Zuge dieser Maßnahmen kommt unter anderem ein Hubsteiger zum Einsatz, weshalb der Turm aus Sicherheitsgründen an den genannten Tagen nicht zugänglich ist.

Das Grünflächenamt bittet alle Besucherinnen und Besucher um Verständnis für die Einschränkungen. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main, Datumsangaben am 10. April 2026 aktualisiert)

Kräfteverhältnisse verschieben sich – Analyse der Kommunalwahlen 2026

Stadträtin O’Sullivan stellt neue Online-Publikation WAHLEN.ANALYSE vor

Die Kommunalwahlen 2026 sortierten die Kräfte in Frankfurts politischen Vertretungen neu. Wie sich dabei die veränderten Stimmzettel und insbesondere das Kumulieren und Panaschieren ausgewirkt haben, ist zentraler Inhalt der „Frankfurt WAHLEN.ANALYSE“.

„Sehr erfreulich ist, dass wir mit 49,6 Prozent Beteiligung bei der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung den höchsten Wert seit dem Jahrtausendwechsel haben“, kommentiert Eileen O’Sullivan, Dezernentin für Bürger:innen, Digitales und Internationales und zuständig für Wahlen und Statistik, das Wahlergebnis.

Sowohl in der Stadtverordnetenversammlung als auch in den meisten Ortsbeiräten konnte sich die CDU als stärkste Kraft etablieren. Von den 284 Sitzen in den Ortsbeiräten konnte sie 28 Prozent erringen. In der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung liegt die SPD vor der CDU und den Grünen an erster Stelle.

Bei der Stimmabgabe setzten die Wählerinnen und Wähler verstärkt auf die Annahme vollständiger Listen und veränderten weniger ihren Stimmzettel. So stammen zum Beispiel 71,7 Prozent der Stimmen bei der Stadtverordnetenwahl von unveränderten Stimmzetteln. 18,4 Prozent aller Stimmen fanden sich auf Stimmzetteln von Wählerinnen und Wählern, die nicht eindeutig zu einer Liste tendierten und ihre Stimmen panaschierten.

Auch wenn weniger Stimmzettel verändert wurden, so sind die Auswirkungen für die Listen teilweise beträchtlich. Mit einem Saldo von +48.723 Stimmen konnte die SPD bei der Stadtverordnetenwahl deutlich mehr Stimmen durch Panaschieren gewinnen, als sie auf diesem Weg verlor. Umgekehrt verlor IBF mit -41.590 Stimmen ähnlich viele Stimmen an andere Listen.

Nicht nur für die Listen wirken sich die Veränderungen der Stimmzettel aus: Für einzelne Kandidatinnen und Kandidaten können diese enorme Listenplatzänderungen bedeuten.

Weitere detaillierte Betrachtungen finden sich für alle am 15. März stattgefundenen Wahlen in der „Frankfurt WAHLEN.ANALYSE“. O’Sullivan sagt dazu: „Die bekannten gedruckten Wahlanalysen unserer Statistikstelle gehören der Vergangenheit an und werden mit dieser Wahl durch eine interaktive, digitale Präsentationsform ersetzt. So macht es noch mehr Spaß, die Wahlergebnisse zu betrachten und für sich selbst zu analysieren.“

Weitere Informationen
Die „Frankfurt WAHLEN.ANALYSE“ zu den Kommunalwahlen 2026 ist unter statistikportal.frankfurt.de/wahlanalysen abrufbar.

(Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Gemeindewahlausschuss stellt endgültiges Ergebnis der Kommunalwahlen 2026 in Frankfurt am Main fest

Gemeindewahlleiter Gerhard Budde zieht positives Fazit über den Verlauf der Kommunalwahlen in Frankfurt am Main

Unter dem Vorsitz des Gemeindewahlleiters Gerhard Budde hat der Gemeindewahlausschuss in seiner Sitzung am Freitag, 27. März 2026, auf Grundlage der Wahl- und Briefwahlniederschriften das endgültige Wahlergebnis der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung, der 16 Ortsbeiräte sowie der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung festgestellt. Vorausgegangen war eine Überprüfung aller Niederschriften auf Ordnungsmäßigkeit und Vollständigkeit. Gegenüber den vorläufigen Ergebnissen der einzelnen Wahlen gab es mit Blick auf die Stimmabgabe nur marginale Korrekturen, die der Gemeindewahlausschuss in seiner Sitzung am 27. März beschlossen hat. Die endgültigen Ergebnisse können unter wahlen.frankfurt.de eingesehen werden. Ab Montag, 30. März 2026, steht auf statistikportal.frankfurt.de/wahlanalysen die interaktive WAHLEN.ANALYSE mit detaillierten Ergebnissen unter anderem zum Kumulieren und Panaschieren bereit.

„Die Organisation und Durchführung einer Kommunalwahl ist nicht nur vom Wahlrecht her die komplexeste Wahl, sondern auch vom logistischen Aufwand. Keine andere Wahl ist so aufwendig und personalintensiv“, sagte Gemeindewahlleiter Budde.

„Mein aufrichtiger Dank gilt zunächst allen rund 7000 Wahlhelferinnen und Wahlhelfern, darunter mehr als die Hälfte aus der Stadtverwaltung Frankfurt am Main, für ihr vorbildliches ehrenamtliches Engagement. Ihr Einsatz für die Demokratie und ihr aktives Mitwirken ist in diesen herausfordernden und unruhigen Zeiten von unschätzbarem Wert“, sagte Budde.

„Mein Dank gilt ebenso der für Wahlen zuständigen Dezernentin Eileen O’Sullivan. Das in ihrem Zuständigkeitsbereich angesiedelte Bürgeramt, Statistik und Wahlen hat wieder einmal eine hervorragende Arbeit geleistet. Auch allen anderen Ämtern und Betrieben der Stadtverwaltung Frankfurt am Main, die Personal und Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt haben, gilt mein besonderer Dank“, sagte Budde abschließend. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Stadt Frankfurt trauert um den Schriftsteller, Filmemacher und Intellektuellen Alexander Kluge

Die Stadt Frankfurt trauert um den Autor, Filmemacher und Intellektuellen Alexander Kluge, der im Alter von 94 Jahren verstorben ist. Kluge wurde nicht nur zu einem der einflussreichsten Gesellschaftsanalytiker seiner Zeit, sondern war in seinem Leben auf die vielfältigste Art und Weise im Kulturbereich aktiv. Er arbeitete als Autor, Filmemacher, Fernsehproduzent, Drehbuchautor, bildender Künstler und sogar Unternehmer – und ist eng mit der Stadt Frankfurt am Main verbunden. Als Mitbegründer des Neuen Deutschen Films, als Autor und als präziser Beobachter gesellschaftlicher Entwicklungen hat er mit seinem Werk weit über die Grenzen Deutschlands hinausgewirkt. Auch die Stadt Frankfurt würdigte seine herausragende Bedeutung durch die Verleihung des Adorno-Preises im Jahr 2009.

Oberbürgermeister Josef: „Wir verneigen uns vor einem großen Erzähler und Chronisten unserer Zeit“

Oberbürgermeister Mike Josef kondoliert im Namen der Stadt Frankfurt: „Mit Alexander Kluge verliert Deutschland kurz nach dem Tod von Kluges Freund Jürgen Habermas eine der prägendsten Stimmen der Nachkriegszeit. Sein Denken und Erzählen haben die intellektuelle Auseinandersetzung mit unserer Gegenwart entscheidend beeinflusst. Nicht zuletzt gilt er als einflussreichster Vertreter des Neuen Deutschen Films. Dass er mit dem Adorno-Preis der Stadt Frankfurt ausgezeichnet wurde, unterstreicht seine enge Verbindung zu unserer Stadt und der hier verankerten Tradition des kritischen Denkens. Wir verneigen uns vor einem großen Erzähler und klugen Chronisten unserer Zeit. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und allen, die ihm eng verbunden waren. Alexander Kluges Werk bleibt ein bedeutender Bestandteil der kulturellen Erinnerung unserer Stadt und wird auch künftig Impulse für gesellschaftliche Debatten geben.“

Stadtverordnetenvorsteherin Hilime Arslaner ergänzt: „Alexander Kluge war ein Universalkünstler, ein Schriftsteller, der aber auch die Filmkunst Deutschlands prägte. Er war Lehrender, erfolgreicher TV-Produzent und ein Gesellschaftsanalytiker. Ich habe hohen Respekt für diese breite und zugleich tiefe Lebensleistung. Alexander Kluges Stimme im gesellschaftlichen Diskurs unseres Landes zu verlieren, so kurz nach dem Tod von Kluges Freund Jürgen Habermas, ist ein schwerer Verlust.“

Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, betont: „Der Tod von Alexander Kluge macht mich zutiefst traurig. Mit ihm geht erneut einer der großen Denker, Künstler und Gesellschaftskritiker unserer Zeit von uns. Gerade erst ist sein Freund Jürgen Habermas verstorben, nun verlieren wir mit Alexander Kluge eine weitere kritische Stimme dieser Generation, die den Zweiten Weltkrieg noch miterlebt hat und dessen Leben und Werk von dieser Erfahrung geprägt war. Alexander Kluge ist aufs Engste mit unserer Stadt verbunden. Er hinterlässt eine große Lücke – sowohl in der Kulturlandschaft Deutschlands als auch hier bei uns in Frankfurt.“

Kluge ging bei Theodor W. Adorno in die Lehre

Alexander Kluge wurde 1932 in Halberstadt geboren, studierte Rechtswissenschaften, Geschichte und Kirchenmusik unter anderem am Institut für Sozialforschung in Frankfurt am Main bei Theodor W. Adorno, der ihm die Gedanken der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule näherbrachte. Alexander Kluge freundete sich auch mit Jürgen Habermas an, der nur ein paar Jahre älter war als er. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften promovierte er und arbeitete zunächst als Jurist. Aber er absolvierte auch ein Volontariat beim Film, lernte Fritz Lang kennen und die Liebe zum Film.

Kluge gilt als einer der wichtigsten Vertreter des Neuen Deutschen Films in den 1960er- und 1970er-Jahren und forderte mit dem „Oberhausener Manifest“ die Unabhängigkeit für junge deutsche Filmemacher und eine Abkehr vom traditionellen deutschen Film.

Als Autor schrieb er auch politische Schriften, vor allem aber Kurzgeschichten. Alexander Kluge gehörte zum Kreis der „Gruppe 47“, die in der Bundesrepublik Deutschland die Literaturlandschaft entscheidend mitprägte.

Professor und Poetik-Dozent an der Goethe-Uni und mehrfach ausgezeichnet

Ab 1973 war Kluge Honorarprofessor an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und blieb der Stadt auch in der Lehre eng verbunden. Im Sommersemester 2012 übernahm er dort die Poetikdozentur. Parallel dazu entstand ein umfangreiches literarisches Werk, das Erzählung, Theorie und dokumentarische Formen miteinander verbindet. Mit seinen Fernsehformaten und publizistischen Arbeiten blieb er bis ins hohe Alter eine prägende Stimme im intellektuellen Leben Deutschlands.

Für sein Schaffen wurde er vielfach ausgezeichnet. Er erhielt unter anderem den Adorno-Preis der Stadt Frankfurt am Main, den Georg-Büchner-Preis und den Heinrich-Böll-Preis sowie den Deutschen Filmpreis für sein Lebenswerk.

(Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

SEF baut Schlitzbuhnen für Artenvielfalt und Kanusport in der Nidda

Mit einer kleinräumlichen ökologischen Maßnahme, dem Einbau von Schlitzbuhnen, also schmalen Steinwällen, verbessert die Stadtentwässerung Frankfurt am Main (SEF) die Gewässerstruktur der Nidda in Nied. Das kommt der Artenvielfalt im sowie dem Kanusport auf dem Fluss zugute. Gemeinsam mit Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert und dem Höchster Kanuclub Wiking 1921 stellte die SEF die neue Strömungstrecke vor.

Die Nidda ist für viele Frankfurterinnen und Frankfurter ein beliebter Ort zur Erholung. Gleichzeitig ist sie ein wichtiger Lebensraum für Pflanzen und Tiere, den es zu schützen gilt. Freizeitnutzung und Naturschutz zu vereinbaren stellt deshalb durchaus eine Herausforderung dar. „Mit dem Einbau von Schlitzbuhnen in die Nidda in Nied hat die Stadtentwässerung nun eine ökologische Maßnahme umgesetzt, die der heimischen Tier- und Pflanzenwelt sowie dem Kanusport auf der Nidda zugutekommt“, erklärte Siefert, der für die SEF zuständig ist. „Hier zeigt die Stadtentwässerung Frankfurt, dass Naturschutz und Freizeiterlebnis Hand in Hand gehen können.“

Schlitzbuhnen – Steinwälle für mehr Artenvielfalt

Unterhalb der alten Nidda-Brücke hat die SEF mehrere Schlitzbuhnen gebaut, die leicht in den Fluss hineinragen. Sie lenken das Wasser so, dass dort eine stärkere Strömung entsteht – ähnlich wie bei einer kleinen Stromschnelle. Dadurch erhöht sich die Strömungsdiversität, es entstehen unterschiedliche starke Strömungen im Fluss: schnell vom Wasser durchströmte, tiefere Bereiche, als auch ruhigere, flachere Zonen. Schlitzbuhnen sind naturnahe Anlagen, die weder das Gewässer noch das Landschaftsbild negativ beeinflussen, aber positive gewässermorphologische Effekte bewirken. Es ändert sich die Struktur des Flusses und es können sich unterschiedliche Lebensräume für Pflanzen und Tiere entwickeln. Die Artenvielfalt in der Nidda erhöht sich. In den ruhigeren Zonen, in denen das Wasser langsamer fließt, lagert sich Schwemmmaterial ab und es bilden sich kleine Kiesbänke. Diese Kiesflächen sind unverzichtbare Laichplätze für Fische, insbesondere für seltene Arten wie Nase oder Barbe.

Für die Herstellung der Buhnen musste die SEF nur rund 8000 Euro einsetzen.

Naturerlebnis für Menschen

Von den unterschiedlichen Strömungsgeschwindigkeiten durch die Schlitzbuhnen profitieren nicht nur die Wasserlebewesen. Auch die Freizeitkanutinnen und -kanuten des Höchster Kanuclubs Wiking 1921 freuen sich, denn sie können den neuen Gewässerabschnitt unterhalb der alten Brücke nun als Trainingsstrecke nutzen.

Für die Ingenieurinnen der SEF ist der strategische Ausbau einer Vielzahl an kleineren Natur- und Erholungsräumen an der Nidda eine wichtige Aufgabe. Sie erwarten eine Entlastung ökologisch sensibler Bereiche, wie zum Beispiel des naturnah umgebauten Höchster Wehres. Ziel ist es, den Menschen Möglichkeiten zur Erholung und Naturerfahrung an der Nidda zu bieten und gleichzeitig die Lebensräume von Tieren und Pflanzen zu schützen. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Auftakt der Solartour 2026 in Goldstein

Der Umstieg auf erneuerbare Energien drängt. Das Klimareferat der Stadt startet deshalb eine Veranstaltungsreihe: die „Solartour“. Sie steht unter dem Motto „Sonne nutzen, Kosten senken – Energie in Eigenregie“. Im Laufe des Jahres macht sie mit einem vielfältigen Angebot in mehreren Stadtteilen Station. Den Auftakt bildet am Donnerstag, 16. April, eine Stadtteil‑Infobörse für den Frankfurter Südwesten in Goldstein.

„Sonnenenergie selbst nutzen, unabhängiger werden und dabei langfristig Geld sparen: Viele Menschen interessieren sich bereits für Solarenergie, sie wissen aber nicht, wo sie anfangen sollen“, sagt Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen. „Genau hier setzt unsere Solartour an: Wir bringen Information und Beratung direkt in die Stadtteile, zeigen konkrete Möglichkeiten und machen den Einstieg so einfach wie möglich: niedrigschwellig, praxisnah und vor Ort.“

Die Veranstaltung findet im Saalbau Goldstein, Goldsteinstraße 314, statt. Von 16.30 bis 20 Uhr dreht sich dort alles um Photovoltaik. Fachleute erklären Planung, Finanzierung und Betrieb von Anlagen. Das Beratungsteam des Klimareferats und des Energiepunkts, der Verbraucherzentrale Hessen und regionale Solar‑Fachbetriebe sowie Initiativen wie Main Solar Balkon beantworten Fragen an Infoständen. Die Teilnahme ist unentgeltlich.

Im Vortragsprogramm ab 17 Uhr spricht etwa Georg Bitterberg von der Verbraucherzentrale Hessen über Photovoltaik auf dem eigenen Dach. Er erläutert auch die absehbaren gesetzlichen Änderungen. Steven Kopke vom Klimareferat informiert über Förderung und Finanzierung. Wolf-Rüdiger Hansen vom BUND Frankfurt präsentiert, ganz praktisch anhand seines Hauses, eine langfristige Kosten-Nutzen-Rechnung. Für dieses Jahr sind zwei weitere Stadtteil‑Infobörsen geplant: am 18. Juni in Nieder‑Eschbach für den Frankfurter Norden und im Herbst in den östlichen Stadtteilen. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Fahrzeugkontrolle endet im Gefängnis

Am Dienstag (24. März 2026) ging Polizeibeamten ein Delinquent ins Netz, gegen den gleich mehrere Haftbefehle vorlagen. Der 33-Jährige war zuvor aufgefallen, da er ohne Führerschein und unter Drogeneinfluss Auto gefahren war.

Gegen 16:15 Uhr bestreiften Polizeibeamte den Bereich rund um die Kasinostraße, als ihnen das Fahrzeug des 33-jährigen Mannes ins Auge fiel. Dass die Beamten den richtigen Riecher hatten, zeigte sich bei der anschließenden Kontrolle. Der Fahrer des Fahrzeuges war nicht nur ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs, sondern fuhr auch unter dem Einfluss berauschender Mittel. Hinzu kam, dass gegen den 33-Jährigen gleich drei offene Haftbefehle vorlagen.

Die Beamten nahmen den Mann fest und lieferten ihn wegen der offenen Haftbefehle in die JVA Frankfurt ein. Während der Mann dort seine bereits vorliegenden Strafen absitzen darf, erwarten ihn nun weitere Verfahren wegen des Fahrens unter dem Einfluss berauschender Mittel sowie wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. (Quelle: Polizeipräsidium Frankfurt am Main, Pressestelle)