Archiv der Kategorie: Frankfurt am Main

Griesheim: Linie 54 wird wegen Feier umgeleitet

In Griesheim wird das neue Feuerwehrgerätehaus eingeweiht – und dafür macht der Nahverkehr den Weg frei. Am Freitag, 29. Mai, ab etwa 14.30 Uhr, bis Montagabend, 1. Juni, umfahren die Busse der Linie 54 die gesperrte Jungmannstraße.

Die Haltestelle Jungmannstraße kann daher in Fahrtrichtung Friedhof Sindlingen nicht angefahren werden. Stattdessen können Fahrgäste die Haltestelle Staustufe Griesheim nutzen.

Keine Koalition, aber ein Bündnis in Frankfurt am Main

Mehr als zwei Monate haben sich die Gespräche zur neuen Stadtregierung hingezogen. Ein erster Lösungsvorschlag der CDU scheiterte an Volt, die die FDP nicht als Koalitionspartner haben wollten. Sie warfen der anderen Kleinpartei mangelnde Zuverlässigkeit in der Regierungsverantwortung vor.

Grüne setzen sich in einem Punkt durch

Die von der CDU dann angestrebte Koalition zwischen CDU, Grünen und SPD hätte eine ausreichende Mehrheit in der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung gehabt. Grüne wollten aber die paneuropäische Partei Volt im Bündnis dabei haben.

In Zukunft wird die CDU den Bürgermeister oder die Bürgermeisterin stellen und drei weitere Dezernate erhalten. Drei Dezernate, zwei weniger als bisher gehen an die Grünen. Ebenfalls drei Dezernate bekommt bis 2028 die SPD, Wenn die Dezernentinnen Silvia Weber und Ina Hartwig dann aus dem Amt scheiden, soll die SPD nur eines der Dezernate wieder besetzen dürfen. Ein Dezernat geht an Volt.

Volt soll in dem Viererbündnis eine Sonderrolle einnehmen, indem der Partei nur eine Konsultationsrolle zugesprochen wird.

Programmatisches gibt es auch

In den nächsten fünf Jahren soll von der neuen Stadtregierung auch etwas getan werden. So soll eine „Eingreiftruppe Müll“ mit 75 zusätzlichen Stellen bei der Stadtpolizei entstehen. Dazu sollen jährlich zehn Schulbauten in Frankfurt saniert werden. Vom Suchthilfezentrum in der Niddastraße im Bahnhofsviertel wir kein Abstand genommen, allerdings soll dort eher ausstiegszentriert gearbeitet werden.

Dem Wohnungsmangel in Frankfurt soll mit Aufstockungen, Neubauten und Dachausbauten begegnet werden. Im Straßenverkehr sollen vor allem Staus auf Hauptverkehrsachsen vermieden werden. In der Klimapolitik will man den Ausbau von Nah- und Fernwärme forcieren.

Der Zeitplan

Mitte Juni soll ein Vertrag – hier fiel dann auch wieder der Begriff Koalitionsvertrag – geschlossen und vorgestellt werden. Gespannt darf man sein, wie die neue Stadtregierung mit den geänderten finanziellen Voraussetzungen, ein dickes Minus im Haushalt 2025 trifft auf verminderte Einnahmen in der Zukunft, umgehen wird.

Angriffe auf Rettungskräfte und Polizisten

Am Abend des 24. Mai 2026 und im Laufe der darauf folgenden Nacht (24. auf 25. Mai 2026) kam es im Stadtgebiet zu mehreren Vorfällen, bei denen Personen Rettungskräfte und Polizisten angriffen oder Widerstand leisteten.

Als ein Streifenteam gestern Abend zunächst gegen 20:05 Uhr in einem Waldstück an der Oeserstraße einer augenscheinlich hilflosen Person Hilfe leisten wollte, wurde es selbst Ziel von Aggression. Denn die angesprochene 32-Jährige verhielt sich hochgradig aggressiv und trat unvermittelt mehrfach gegen die Beine eines eingesetzten Beamten. Die 32-Jährige wehrte sich daraufhin noch gegen die weiteren Maßnahmen und beleidigte das Streifenteam wüst. Aufgrund ihres selbst gefährdenden Verhaltens brachten die Beamten die 32-Jährige in eine Klinik.

Wenig später wurde ein Streifenteam gegen 21:00 Uhr zu einem Randalierer in der Fachfeldstraße gerufen. Als die eingesetzten Beamten vor Ort eintrafen, versuchte der 47-jährige augenscheinlich gerade eine weitere Person körperlich zu attackieren. Als die Beamten einschritten und den Mann ansprachen, wandte sich dieser den Beamten zu, ging mit geballten Fäusten auf diese los, widersetzte sich den weiteren Anweisungen und leistete Widerstand. Für ihn endete die Nacht im Polizeigewahrsam.

In der Ricarda-Huch-Straße kam es gegen 23:00 Uhr zu einer Körperverletzung. Als die eingesetzte Funkstreife den mutmaßlichen Täter, einen 28-Jährigen, festnahm und in den Streifenwagen brachte, leistete dieser erheblichen Widerstand, indem er unter anderem nach den Beamten trat und einen hierbei auch am Kopf traf. Auch für den 28-Jährigen endete der Abend nach Abschluss der strafprozessualen Maßnahmen in der Ausnüchterungszelle.

Fast zeitgleich befand sich eine Rettungswagenbesatzung gegen 23:05 Uhr in der Moselstraße im Einsatz. Hier soll ein 43-Jähriger mit einer Bierflasche gezielt in Richtung der Helfer geworfen haben und verfehlte diese nur knapp. Bei der Festnahme schleuderte der erheblich alkoholisierte Mann noch mit Beleidigungen um sich, bevor er mit einem Platzverweis entlassen wurde.

Wenig später behandelte eine weitere Rettungswagenbesatzung ebenjenen 43-Jährigen als hilflose Person im Bereich der Mainzer Landstraße. Als der Mann dabei wieder zu sich kam, beleidigte er die Rettungssanitäter und verließ den Rettungswagen. Dabei soll er noch einem der Helfer mit der Hand ins Gesicht geschlagen haben. Bei der Anfahrt der alarmierten Streife, versuchte der 43-Jährige noch zu flüchten, konnte aber letztendlich in einer Bar gestellt und festgenommen werden. (Quelle: Polizeipräsidium Frankfurt am Main, Pressestelle)

Stadt Frankfurt trauert um Gerd Wilcken

Die Stadt Frankfurt am Main trauert um Gerd Wilcken. Der SPD-Politiker und Träger der Bürgermedaille ist im Alter von 82 Jahren verstorben.

Wilcken hat sich mit Herz, Verstand und unermüdlicher Energie für andere eingesetzt. Ob als Stadtbezirksvorsteher, ehrenamtlicher Richter, Jugendschöffe, Kommunalpolitiker oder Förderer zahlreicher gesellschaftlicher und kultureller Institutionen – sein Einsatz galt stets den Menschen und dem gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Oberbürgermeister Mike Josef sagt: „Frankfurt und Gerd Wilckens Heimatstadtteil Bornheim verliert einen großartigen Menschen, der für Toleranz, sozialen Ausgleich und Humor stand. Gerd Wilcken war ein gläubiger Katholik, der zugleich kein Blatt vor den Mund nahm, wenn es darum ging, Freiheitsrechte einzufordern und zu verteidigen. Er hat sich ehrenamtlich engagiert, und das immer als ein ‚Zurückgeben‘ der Chancen verstanden, die ihm selbst zuteilwurden. Ich habe ihn gut gekannt, wir sind uns in Bornheim oft begegnet. Seinen 80. Geburtstag hat er groß gefeiert, es war beeindruckend, wen er alles kannte und wer ihm alles gratulierte. Gerd Wilcken war ein Fastnachter durch und durch, eine Fastnacht ohne ihn kann ich mir gar nicht vorstellen. Er war tief im Vereinsleben seines Heimatstadtlebens verwurzelt. Zugleich war Gerd Wilcken ein authentischer, offener, belesener und reflektierter Mann, der mit seinem Humor Brücken gebaut hat über Gräben hinweg. Wir werden Gerd Wilcken nicht vergessen.“

Im Jahr 2020 wurde Wilcken die Bürgermedaille der Stadt verliehen – eine Auszeichnung, die sein Wirken für die Stadt Frankfurt und insbesondere für Bornheim in eindrucksvoller Weise würdigte.

Besonders prägend waren seine Menschlichkeit, seine Offenheit und sein Einsatz für Toleranz und gegenseitigen Respekt. Er war überzeugt davon, dass gesellschaftlicher Zusammenhalt nur durch Zuhören, Mitgestalten und gegenseitige Unterstützung gelingt. Dabei standen für ihn nie Ideologien im Vordergrund, sondern immer die gemeinsame Suche nach guten Lösungen. „Toleranz ist ein hohes Gut. Da lohnt es sich immer für zu streiten – egal ob sexuell, religiös oder politisch“, sagte der gebürtige Sauerländer bei der Verleihung der Bürgermedaille 2020.

„Er war ein zugewandter, vielfach engagierter Menschenfreund mit einem festen Wertegerüst“, würdigt auch Stadtverordnetenvorsteherin Claudia Korenke den Verstorbenen. „Er wird fehlen in unserer Stadt, vor allem dort, wo er vorwiegend wirkte und lange lebte: in Bornheim“. Gerd Wilcken sei ein verlässlicher Ansprechpartner gewesen und ein Mensch, der über Jahrzehnte Verantwortung übernommen und das gesellschaftliche Leben mitgeprägt habe. „Unsere Stadt wird sich dankbar an ihn erinnern.“

Bis zu seiner Pensionierung vor gut 20 Jahren hat Wilcken zehn Jahre lang als Schulleiter und Geschäftsführer der Landesfachschule des Kraftfahrzeug-Gewerbes Hessen in Frankfurt am Main gearbeitet. Wilcken wurde mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen, dem Ehrenbrief der Hessischen Akademie für Bürowirtschaft (HAB) Frankfurt sowie der Silbernen Ehrennadel des Polizeichors Frankfurt am Main ausgezeichnet.

Die Stadt Frankfurt am Main spricht der Familie, den Freunden sowie allen Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern ihr aufrichtiges Mitgefühl aus. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Nied: Oeserstraße nachts voll gesperrt

Wegen dringender Maßnahmen wird die Oeserstraße in Nied in Höhe des Bahnübergangs von Freitag, 22., bis Sonntag, 24. Mai, jeweils zwischen 22 und 5 Uhr, in beide Fahrtrichtungen für Kraftfahrzeuge voll gesperrt.

Eine Umfahrungsempfehlung in Fahrtrichtung Nied erfolgt über Waldschulstraße, Mainzer Landstraße und Alt-Nied sowie in Gegenrichtung über Birminghamstraße, Mainzer Landstraße und Waldschulstraße.

Radfahrerinnen und Radfahrer sowie Fußgängerinnen und Fußgänger können die Baustelle passieren.