Alle Beiträge von rattlesnake

… rattlesnake, immer klein geschrieben, ist eine Kunstfigur, die irgendwann Ende der 70er-Jahre oder zum Beginn der 80er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts in der Redaktion einer Frankfurter Hochschulzeitung auftauchte.

„Mir Sinn Hesse“ im Bett – die Strassenjungs

Am 4. November 2017 stellen die Strassenjungs im Frankfurter Musiklokal „Das Bett“ ihr neues Album „Hitz“ vor und feiern gleichzeitig ihr 40-jähriges Jubiläum. Vierzig Jahre also gibt es sie schon, die Band um Nils Selzer, deren Spuren sogar in die Sieringstraße reichen. Dem Nachbarstadtteil Sossenheim haben sie mit „Flursn“ ein kleines Denkmal gesetzt und auf dem Rebstockgelände in Frankfurt am Main waren sie beim ersten Rock gegen Rechts Festival dabei.

Jetzt gibt es also die CD „Hitz“, die bereits eine Woche vor dem Konzert erscheint, – genügend Zeit also, um bis zum Abend im „Bett“ die Texte auswendig zu lernen. Die Bornheim Bombs spielen im Vorprogramm.

Flursn = Wie viel Uhr ist es denn?

Alice Cooper in Unterliederbach

Am 21. November 2017 kommt Alice Cooper nach Unterliederbach. Im äußersten Westen des Stadtteils wird er für wenige Stunden in der Jahrhunderthalle zu sehen und zu hören sein. Diesen Alice Cooper  gibt es eigentlich erst seit 1975, der in diesem Jahr den Namen seiner vorherigen Band als den eigenen übernahm. Vorher war er der Sänger Vincent Damon Furnier.

Das erste Soloalbum war gleich erfolgreich. Er sang von Albträumen, von schwarzen Witwen und davon, dass nur Frauen bluten. Seitdem sind neunzehn weitere Studioalben erschienen, das letzte, „Paranormal“, im Juli 2017. Dazu kommt noch das Material von der Band Alice Cooper.

In den letzten Jahre gab es bei seinen Auftritten meist einen Block, in dem er Songs häufig jung verstorbener Kollegen sang. Mit der Band Hollywood Vampires hat er im September 2015 eine CD veröffentlicht, die dieses Material dokumentiert.

Eintracht Frankfurt: Punkte dringend benötigt

Zehnmal nicht gewonnen. Aber immerhin hat Eintracht Frankfurt mal wieder das Tor getroffen. Aber wieder haben die Frankfurter ihre Chancen schlecht genutzt.

Jetzt am Ende des 29. Spieltages steht Eintracht Frankfurt in der zweiten Tabellenhälfte. Nur drei Punkte von einem Platz entfernt, der die Teilnahme an einem internationalem Wettbewerb ermöglicht, aber auch nur sechs Punkte vom Relegationsplatz entfernt.

Am nächsten Samstag geht es in der Commerzbank-Arena gegen den Tabellensechzehnten, den FC Augsburg. Da sollte die Eintracht schon gewinnen. Oder strebt man wie im Vorjahr den Relegationsplatz an?

Eintracht Frankfurt: Vorlage Abraham, Tor Jojic

Die Reise nach Köln hätte man  sich sparen können. Einen Sieg hat die Eintracht in der Domstadt  nicht errungen. Es wäre ein Novum in diesem Jahrtausend gewesen.

Man hat mal wieder eine Halbzeit lang gut gespielt, ein paar Chancen gehabt, aber das Tor nicht getroffen. Die zweite Halbzeit lief nicht gut. Der Gegner hatte umgestellt, der Eintracht fehlte die geistige Beweglichkeit, sich darauf einzustellen. Dann köpfte David Abraham auch noch den Ball vor die Füße von Milos Jojic, und der traf das Tor. Die Frankfurter machten schon nach einer knappen Stunde keine Anstalten, sich gegen die Niederlage aufzubäumen.

Am kommenden Freitag ist Werder Bremen in der Commerzbank-Arena zu Gast. Werder Bremen schießt zur Zeit Tore. Die Werderaner befanden sich am 24. Spieltag noch mitten im Abstiegskampf. Am 28. Spieltag würden sie bei einem Sieg Eintracht Frankfurt in der Bundesligatabelle überholen …

Eintracht Frankfurt: Angst vor dem Schuss ins Tor

Samstagabend in der Commerzbank-Arena, Borussia Mönchengladbach gastiert im Frankfurter Stadtwald. Borussia Mönchengladbach ist heute nicht der erwartet starke Gegner. Es sind gerade ein paar Sekunden gespielt, da hat Eintracht Frankfurt die erste Chance, Eintracht Frankfurt hat noch viele Torchancen, ein Elfmeter wird der Mannschaft zugesprochen, aber es fällt kein Tor.

Zum Schluss steht es 0:0. Ein Punkt auf dem  Weg zum Saisonziel.

VfB Unterliederbach: Vierter Sieg in Folge

Gruppenliga-Neuling SG Kirberg/Ohren(Nauheim geriet heute gegen den VfB Unterliederbach schon früh durch ein Eigentor ins Hintertreffen. Noch vor der Pause bauten die Unterliederbacher an der heimischen Hans-Böckler-Straße den Vorsprung auf ein komfortables 3:0 aus. In der zweiten Halbzeit erhöhten sie dann noch auf 4:0 und nehmen weiterhin den zweiten Tabellenplatz in der Gruppenliga Wiesbaden ein.

Nicht so gut verlief die Woche für den VfB Unterliederbach II. Im Spiel der ersten Runde der Kreisliiga B Maintaunus reichte es nur zu einem 2:2 beim SC Eschborn. Das heutige Heimspiel des 7. Spieltags gegen die SV09 Flörsheim ging gar mit 1:2 verloren.

Eintracht Frankfurt: Hessenderby in Darmstadt geht verloren

Das Hessenderby zwischen Eintracht Frankfurt und SV Darmstadt 98 im ausverkauften Jonathan-Heimes-Stadion am Böllenfalltor ging mit 0:1 aus Sicht der Frankfurter verloren. 90 Minuten lang konnte die Eintracht mit 78% Ballbesitz nichts anfangen. Kurz vor Schluss trifft dann Sandro Sirigu mit einer verunglückten Flanke in den linken Winkel des Tors von Lukas Hradecky. So gab es im schwachen Spiel zweier Abstiegskandidaten doch noch einen Sieger.

Unterliederbach: Kulturfrei und still?

Heute las ich ganz zufällig einen Artikel und sah mich umgehend veranlasst, eine der neuen Funktionen von WordPress 4.4 auszuprobieren. Also die URL eines Kommentars kopiert und hier im Editor eingefügt. Voila:

Bevor der Winterschlaf beginnt …

Der Satz, der mich diesen Sätze schreiben lässt, steht in einem Kommentar zum Beitrag, zum bisher einzigen Kommentar. Thomas Schwarzer, Kulturschaffender aus und früher auch mal in Unterliederbach, sagt in seinem Kommentar, dass Unterliederbach einen Ort für kulturelle Veranstaltungen brauche.

Fraport Arena 2012
Die Fraport Arena in Frankfurt am Main Unterliederbach.

Denken wir doch mal nach. Unterliederbach hat zwei mehr oder weniger schöne Veranstaltungsorte. Da ist die Fraport Arena und die Jahrhunderthalle. Beide sind groß, zu groß für einen kleinen Kulturschaffenden in Unterliederbach. Obwohl ich mich noch an einen Mitarbeiter der Hoechst AG erinnern kann, der eine Fotoausstellung in den Räumen der Jahrhunderthalle veranstaltete. Er war für seine Portraits und Ansichten der Höchster Altstadt bekannt, war Leica-Preisträger und Unterliederbacher. Damals diente die Jahrhunderthalle allerdings noch den Mitarbeitern und den Nachbarn der Hoechst AG.

Jahrhunderthalle Frankfurt
Die 1963 fertiggestellte Jahrhunderthalle in Frankfurt am Main Unterliederbach

Heute ist der Bezug nicht mehr gegeben, wenn auch ein Imagefilm der Stadt Frankfurt am Main einen engen und, im Fall der Fraport Arena, völlig falschen Zusammenhang zwischen den Veranstaltungsorten und dem Stadtteil Unterliederbach konstruiert. Hier ist man ehrlicher.

Als ich nach Unterliederbach kam, gab es noch die Sport- und Kulturhalle Unterliederbach als Veranstaltungsort. Heute leben dort Flüchtlinge, junge Menschen, die vor Kriegswirren in den Heimatländern geflohen sind. Und ein Schützenverein ist dort untergebracht. Bis vor nicht allzu langer Zeit war in der Halle der Musikkeller Frankfurt zu Hause. Hier spielten Cover-Bands aus Nah und Fern – und die Quietschboys.

Die Bühne des Musikkeller-Frankfurt vor dem Auftritt der Cover-Band The Beatles Connection
Die Bühne des Musikkellers in der Sport- und Kulturhalle vor einem Auftritt

Live-Musik gab es früher in einem Weinkeller in der Soonwaldstraße, in einem Lokal im Heimchenweg und im Sommer im Hinterhof eines Lokals in der Königsteiner Straße. Alles vergangen und alles vergessen. Letzte Versuche mit einer Lesung und einer Ausstellung kunsthandwerklicher Gegenstände scheiterten ebenso, das Café, in dem die Veranstaltungen stattfanden, wechselte bald darauf die Besitzer.

Unterliederbach ein kulturferner Raum? Ja. Es gibt zwar Leute in Unterliederbach, die Musik machen, zeichnen oder malen und schreiben, aber in Unterliederbach weiß man davon nichts, will auch nichts davon wissen. In der kleinen unbedeutenden Straße wohnt ein Musiker, der alle zwei Jahre mal im Neuen Theater in Höchst auftritt und auch zeichnet und malt, aber wer kennt ihn? In Unterliederbach konnte sich der Verfasser der Rock’n’Roll Stories verstecken, keiner aus Unterliederbach lud ihn zu einer Lesung ein. In der deutschen Wikipedia ist er allerdings kein Unbekannter.

Eine Ausstellung in Unterliederbach, eine Lesung oder gar Konzerte sind heute in Unterliederbach kaum vorstellbar. Musik kann laut sein, gut besuchte Veranstaltungen ziehen Verkehr an, Dinge, die dem ruhebedürftigen Unterliederbacher nicht zuzumuten sind. Die Sport- und Kulturhalle ist auch eine Standortfrage, sie steht am falschen Ort und hat die falschen Nachbarn.

DoubleDylans mit einer neuen Single

Ein DoubleDylan stärkt sich vor dem Auftritt
Ein DoubleDylan stärkt sich vor dem Auftritt

Von den DoubleDylans gibt es Neues, eine Single-CD mit zwei Songs darauf. Gut, ganz so taufrisch ist das Teil nicht, aber der Weg einer Nachricht in die kleine unbedeutende Straße im Westen Frankfurts ist in der Regel ein langer. Unser Admin hat diese Scheibe allerdings auch schon seit ein paar Wochen oder gar Monaten neben seinem CD-Player liegen.

„Roppe, Kloppe, Spritze” sollte eigentlich jedem bekannt sein, der oder die mit der Feuerwehr zu tun hat, es ist die Feuerwehrhymne schlechthin. Dies gilt vor allem dann, wenn man auch noch Freund oder Freundin des Apfelweins ist. Das zweite Stück dieses kleinen Kunstwerks behandelt die Unverträglichkeit von Frankfurter Füßen mit Pariser Schuhen. Jetzt sind wir alle schlauer!

Auf „Roppe, Kloppe, Spritze” verstärken Mingo Siewert und Produzent Tom Ripphahn die Band, auf „Frankfurter Füß‘” Krishna Meindl und Matthias Baumgardt. Robert Nøtzelsen, Jelly Pearl Smith und Uli von Klapdor – wer hat sich nur diese Schreibweise einfallen lassen – sind die DoubleDylans.

Auf der Suche nach dem Glück …

Frankfurt am Main Höchst, Weihnachtsmarkt… auf der Suche nach dem Rollbratenbrötchen. Gestern war es, da war ich schon vor der Eröffnung des Höchster Weihnachtsmarktes auf der Suche nach etwas Essbarem. Es dauere noch, hieß es meist. Klar, es war zwar nicht fünf vor zwölf, aber immer noch fünf vor eins. Ein Fischbrötchen rettete mich vor dem Verhungern.

Etwas später, ich hatte bereits eine CD erworben, die während des Orgelsommers 2014 eingespielt worden war, zog es mich wieder zum Essen hin. Der Stand der Goldsteiner Schlippchen sollte mein Ziel sein …

Frankfurt am Main Höchst, Weihnachtsmarkt