Alle Beiträge von rattlesnake

... rattlesnake, immer klein geschrieben, ist eine Kunstfigur, die irgendwann Ende der 70er-Jahre oder zum Beginn der 80er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts in der Redaktion einer Frankfurter Hochschulzeitung auftauchte.

Es ist Wahltag

E-Scooter vor Kellertreppe – intelligent abgestellt

Es ist Wahltag, der zweite an dem ich nur passiv beteiligt bin. Okay, Wahltage mit aktiver Wahlbeteiligung davor waren auch nicht sonderlich häufig. Der erste Blick aus dem Fenster zeigt einen vor einer Kellertreppe abgestellten E-Scooter. Ein schlechtes Omen? Auch das Blättern durch das Lieblingsangebotsblättchen eines sogenannten Supermarktes ist ernüchternd es fehlt ein reizvolles Angebot für Kaffee. Dafür sind Blut- und Leberwurst günstig.

Beim Gang zum Wahllokal muss ich heute vorsichtig sein. Erstmals, seit ich in der kleinen, unbedeutenden Straße im Westen Frankfurts wohne, muss ich das Haus in eine andere Richtung verlassen. Das alte Wahllokal musste der Schulbauoffensive weichen. Schade nur, dass die Frankfurter Schulbauoffensive dem aktuellen Zustand der Offensive der Frankfurter Eintracht gleicht.

Als musikalische Begleitung für den Tag empfehle ich „Ein guter Tag zum Sterben“ von J.B.O., das richtige Ersetzen von „Sterben“ durch „Wählen“ sei jedem selbst überlassen. Ich genieße derweilen lieber Klänge der Allman Brother Band aus dem Anfang der siebziger Jahre …

Eure Klapperschlange

Eintracht Frankfurt verliert nach Plan – fast

Am heutigen Samstag spielte Eintracht Frankfurt bei Bayern München. Zugegeben, eine schwere Aufgabe. Bayern München ist Tabellenführer, die Eintracht weit davon entfernt, in der nächsten Saison europäisch spielen zu dürfen. Stand heute ist die zusammengewürfelte Mannschaft nicht in der Lage, die selbst gesteckten Ziele zu erreichen..

ln der ersten Hälfte benötigte man 39 Minuten bis zum ersten Abschluss. Drei Minuten später folgte die erste Ecke – Chancenwucher. Dumm nur, dass die Frankfurter da schon zurücklagen. Mit einem 2:0 für den FC ging es in die Pause.

Die zweite Halbzeit wurde, man sollte es nicht glauben, aufregender. Die Frankfurter spielten mit mehr Druck. Dummerweise schossen die Münchner auch das erste Tor in der Halbzeit. Dann wurde Burkardt eingewechselt. Seine erste Amtshandlung war es, einen von Kane verursachen Elfmeter zu versenken (77.). Als die Bayern dann zeigten, dass sie auch Fehler können, zeigte Kalimuendo, dass er auch trifft.

Mit dem 3:2 legte Bayern München im Kampf um die Meisterschaft vor. Eintracht Frankfurt versaute das eigene Torverhältnis nicht zu sehr, obwohl Kaua Santos wieder seiner Lieblingsbeschäftigung nachging. Einen schönen Abend noch.

Ein Blick zurück ins Jahr 2010

2010 an der Ecke von Hunsrück- und Schmalkaldener Straße. Das Hochhaus ist nicht sonderlich hoch. An seinem Fuß fällt allerdings ein Relikt aus alten Zeiten auf. Es ist gelb und wurde einst als Aufenthaltsort für diejenigen genutzt, die unterwegs telefonieren wollten.

Ja, früher wurden Menschen zum Telefonieren in solche gelben Zellen gesperrt, wenn sie unterwegs waren und gleichzeitig telefonieren wollten. Das hatte den großen Vorteil, dass sie nicht anderen Menschen ins Ohr plärren konnten, die zufällig auf der selben Straße unterwegs waren. Die heute genutzten Smartphone haben diesen Vorteil nicht. Deren Nutzer lassen ihre Umwelt zu gerne an ihren Gesprächen teilhaben.

Zu: Telefonzelle oder Telefonhäuschen.

Nahversorgung in Hessen

Als ich heute einen Bericht auf hessenschau – Eigenschreibweise – über deren Pop-up-Redaktion in Friedberg las, fiel mir auf dem dazugehörenden Bild sofort ein typisches Element der Nahversorgung in Hessen auf. Es hängt rechts neben dem Eingang zu dem Ladenlokal, in dem die Redaktion für ein paar Wochen untergebracht war.

Mir fiel sofort ein Bild zu einem Nahversorgungszentrum im Frankfurter Stadtteil Sossenheim ein. Dies zeigt neben den früher „Groschengräber“ genannten Automaten eine „Kommunikationssäule“, wohl ein Hybrid zwischen Telefonzelle und Smartphone,

Die Automaten kenne ich bereits aus den 50er- und 60er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Sie schluckten 10-Pfennigstücke, damals auch Groschen genannt, und spuckten dafür kugelrunde, bunte Kaugummis aus. Später wurde ihre Nutzung viel teurer und es gab außer Kaugummis manch Firlefanz, mit dem man Kinderhezen erfreuen sollte.

Die Kommunikationssäule hatte zwei Nachteile, sie war ortsgebunden und man konnte trotzdem seine Umgebung durch lautes Telefonieren nerven. Wie schön ist es heute, wo man gleichzeitig mit einem Smatphone telefonierend durch die Gegend laufen und anderen Menschen ins Ohr brüllen kann?

Das oben abgebildete Nahversorgungszentrum gibt es heute nicht mehr. Es verschwand, als die benachbarte Straßenkreuzung einem Kreisverkehr weichen musste.

Erste Pflichtspieltore für Doan bei Eintracht Frankfurt

Heute rechnete ich nicht mit einem ruhigen Nachmittag, denn Eintracht Frankfurt spielte in der ersten DFB-Pokal-Runde bei einer Oberligamannschaft. Der Nachbar mit der Tröte blieb verdächtig ruhig. Erst kurz vor dem Seitenwechsel machte er sich bemerkbar – gleich zweimal. Bahoya (44. Spielminute) und Doan (45.) hatten getroffen. Zuvor hatten sich die Spieler vom FV Engers tapfer gewehrt.

In der zweiten Halbzeit dauerte es neun Minuten, bis der Eintracht das dritte Tor gelang. Wieder war Doan der Torschütze (54.). Die letzten Tore fielen dann viele Spielerwechsel später kurz vor Spielschluss. Auch für Wahi (88.) und Aaronson (90.+1) waren es die ersten Pflichtspieltore für die Eintracht.

Besonderheiten: Grahl stand im Tor, Trapp war zu Gesprächen unterwegs. Robin Koch ist Kapitän von Eintracht Frankfurt.

Vor zehn Jahren: Nuwanda ohne Inka

Bei dieser Aufnahme könnte man an die Beatles Revival Band denken, Claus Fischer an der Gitarre und Gilbert Foede am Schlagzeug. Wenn ich jetzt noch verrate, dass auch Oliver Bick auf der Schlossfest-Bühne stand. Am 12. Juli 2015 spielten aber Nuwanda mit Sängerin Inka im veregneten Brüningpark. Und Inka – nicht im Bild – trug natürlich eine rote Blume im Haar.

Weihnachten in Unterliederbach?

Frankfurt am Main, Unterliederbach, Sieringstraße
Weihnachtliches Weiß pünktlich zum 1. Advent 2024 in der kleinen, unbedeutenden im Westen Frankfurts

Mehr oder weniger geschmackvolle Weihnachtsbeleuchtungen in Fenstern und auf Balkonen, eine einsame elektrische Eisenbahn im Fenster einer Apotheke und viele Karies fördernde Auslagen in den Lebensmittelgeschäften scheinen alles Weihnachtliche im Frankfurter Stadtteil Unterliederbach zu sein. Aber halt, nur wenige Meter von der Königsteiner Straße entfernt finden Suchende ein weihnachtlich geschmücktes Schaufenster eines Blumengeschätes. Tritt man näher, stellt man fest, dass der ganze Laden geschmückt ist.

Blumen-Hecktor, Frankfurt am Main Unterliederbach
Kenner werden erkennen, dass diese Aufnahme nicht fanz taufrisch ist, wahre Kenner werden allerdings sogar das Aufnahmejahr nennen können.

Musikalisch gibt es auch nichts Neues aus dem Stadtteil, was es im Zusammenhang mit Weihnachten zu vermelden gibt. Nach den beiden Kompositionen „Es ist uns ein Kindlein gebor’n” und „Die Welt erstrahlt so anders” von Andreas von Gunthen ist in den letzten beiden Jahrzehnten nichts mehr an meine Ohren geraten. Andreas von Gunthen? Den findet man auf YouTube.