Alle Beiträge von rattlesnake

... rattlesnake, immer klein geschrieben, ist eine Kunstfigur, die irgendwann Ende der 70er-Jahre oder zum Beginn der 80er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts in der Redaktion einer Frankfurter Hochschulzeitung auftauchte.

Oberbürgermeisterwahl in Frankfurt am Main – Plakatwahlkampf (1)

Boris Rhein (CDU) - darf man dem trauen?Boris Rhein (CDU) - darf man dem trauen?Betritt man den Frankfurter Stadtteil Unterliederbach derzeit von Norden kommend durch sein bedeutendstes Stadttor, bekommt man leicht einen Schrecken, wenn man seinen Blick nach rechts schweifen lässt: Frau oder Mann erblickt den überlebensgroßen Kopf von Boris Rhein. Nichts gegen Boris Rhein, aber er sieht auf den Plakaten wie alle die jungen, dynamischen Politiker aus, deren einzig mögliches Boris Rhein (CDU) - an strategisch wichtiger StelleKarriereziel in der Politik lag und liegt. Und so war es auch ein geschickter Schachzug unserer derzeitigen Oberbürgermeisterin, Frau Petra Roth, durch einen vorzeitigen Rücktritt zu verhindern, dass Herr Rheins Karriere nach der nächsten Landtagswahl ein jähes Ende findet.

Peter Feldmann (SPD) - unauffällig, blassDass Herr Rhein Oberbürgermeister wird, ist klar: Die Frankfurter Rundschau hat es in einer Umfrage ermittelt. Außerdem hat er alle strategisch wichtigen Stellen in Unterliederbach mit seinen Plakaten belegt. Sahra Wagenknecht (Die Linke) - nein, die kandidiert nicht!Man findet diese an der Autobahnanschlussstelle, gegenüber der einzigen Tankstelle auf der Königsteiner Straße und im Scheitelpunkt einer abbiegenden Vorfahrtstraße. Und seine Plakate sind die größten!

Piraten - ja, die Katze versteht Frankfurt wahrscheinlich wirklich. Aber Herbert?Peter Feldmann ist da vorsichtiger. Er versteckt sich lieber. Offensichtlich befürchtet er, dass er nach der Oberbürgermeisterwahl bekannter sein könnte als zuvor. Dass man in einem mit sozialen Problemen nicht gerade unterversorgten Stadtteil noch so wenig von einem sozialen Sozialdemokraten gehört hat, gibt allerdings zu denken. Auch zu denken geben die blassen Farben auf den Plakaten – sollen die etwa Symbolkraft haben?

Herbert Förster, Held für Frankfurt?Über den Umgang mit Farbe kann Peter Feldmann sehr viel von den Linken lernen. Die Plakate der Linken strahlen so richtig in der Sonne, und ich weiß nicht, ob dies eher von der roten Farbe  oder den Augen Sahra Wagenknechts herrührt. Sahra Wagenknecht? Die steht nicht zur Wahl. Die Kandidatin der Linken ist Janine Wissler. Die spielt allerdings ein ähnliches (Versteck-) Spiel wie Peter Feldmann.

Auch nicht zur Wahl stehen ein süßes, kleines Kätzchen, ein Mädchen und eine junge Frau, die Plakate der Piraten zieren. Supermann steht zur Wahl, – Supermann ist Herbert Förster, der Held für Frankfurt. Eigentlich war Herbert Förster mein Favorit. Man stelle sich mal vor, alle Teetrinker unter den Nichtwählern der Wahlen im Jahr 2007 würden dieses Mal Herbert Förster wählen: Herbert Förster würde mit großer Stimmenmehrheit in den Römer einziehen! Aber Supermann?

Zu den anderen Kandidatinnen und Kandidaten ist aus Unterliederbacher Plakatwahlkampf-Sicht nichts zu sagen. Rosemarie Heilig hat wahrscheinlich ein Büro, aus dem sie auf Unterliederbach herab schauen kann. Plakate, die zu ihrer Wahl aufrufen, habe ich bisher im Stadtteil nicht entdecken können. Auch Plakate von Ursula Fechter, Carl Maria Schulte, Harald Frenzel, Jean-Jules Tatchouop und Oliver Maria Schmitt suchte ich bisher vergebens.

Trotz des müden Wahlkampfs erhoffe ich eine gute Wahlbeteiligung. Und wenn jeder daran denkt, dass sie oder er eine Person zu wählen hat und keine Partei, wird alles gut werden.

Vergesst das Wählen nicht!

Eure Klapperschlange

Amiga Workbench im Browser?

Guru Meditation mit SchönheitsfehlerAmiga Workbench mit Amiga UhrAmiga - alte BekannteDieser Tage bin ich im weltweiten Netz über eine Seite gestolpert, die mich an zwei meiner alten  Computer erinnerte. Schon die Begrüßung kam mir irgendwie vertraut vor, auch wenn sich Unvertrautes eingeschlichen hatte. Ja, ich hatte Javascript im Firefox nicht aktiviert. Die Speicherangaben erschienen mir höher als das, was mir meine Erinnerung mitteilte, aber die Amiga Uhr lief und einige Dateien ließen sich ohne Problem öffnen. Nein, eine weitere Guru-Meditation kam mir nicht in die Quere.

Anfang der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts gab es einen Computer mit dem schönen Namen Amiga und der damals gerade aktuellen Workbench Version 3.5. Amiga stand für Multitasking und überragende Multimedia-Eigenschaften. Commodore war allerdings schon dabei, die technischen Entwicklungen zu verschlafen, und stand bald vor dem Konkurs.

Einen Amiga im Browser? Leider nicht ganz: Michael Rupp hat auf seiner Internet-Seite eine Amiga Workbench Simulation in Javascript abgebildet. Ein paar Minuten kann man sich schon damit beschäftigen.

Hier der Link zu TAWS: http://www.taws.ch/

Und nicht so ernst nehmen, – kostet ja nichts…

Eure Klapperschlange

Willkommen im Jahr 2012!

Abgebrannt 2012Blumenwiese Unterliederbach - erste graue BlumenBlumenwiese Unterliederbach - Ausblick nach OstenFraport Arena 2012Das Willkommensgeballer war nicht allzu üppig in der kleinen unbedeutenden Straße im Westen von Frankfurt am Main. Dementsprechend wird auch das Aufräumen zu Wochenbeginn nicht allzu viel Arbeit machen. Was lässt sich jetzt schon zum Jahr 2012 sagen? Unterliederbach steht noch.

Karlheinz Voll verlässt Unterliederbach. Karlheinz Voll? Karlheinz Voll hielt mit seiner Galerie über ein Jahrzehnt lang die Fahnen der Kultur im Straßenbild des Frankfurter Stadtteils Unterliederbach hoch. Nun ist er dem Locken eines Weibes gefolgt und hat sein Geschäft nach Osthofen bei Worms verlegt. Die Galerie Aurika wird mir fehlen.

Die Blumenwiese Unterliederbach wächst und gedeiht. Erste, noch graue Blumen recken ihre Blüten gegen den ebenfalls grauen Himmel des neuen Jahres. Aushübe sind zur Aufnahme weiterer Wurzelballen vorbereitet. Aber schon jetzt wird klar, dass mit fortschreitendem Wachstum so mancher Ausblick verschwinden wird.

Das Jahr 2011 endete mit großem Jammern. Zusätzlich zu all den Katastrophen und Krisen des Jahres wurde auch noch festgestellt, dass auf allen Bildern der Fraport Arena noch der Schriftzug „Ballsporthalle Frankfurt am Main” auf der Fassade prangte. Dies hat sich geändert.

Am 11. März werden die Frankfurter Bürgerinnen und Bürger einen neuen Oberbürgermeister wählen. Den Kandidaten Boris Rhein, derzeit hessischer Staatsminister des Inneren und für Sport, dürften die meisten kennen. Er strahlt gemeinsam mit Petra Roth von den Wahlplakaten der CDU.

Die SPD unterläuft alle Integrationsbestrebungen, indem sie ihren Kandidaten Peter Feldmann gleich mit einem dicken orthografischen Patzer vorstellt (Gemeinsam gut Leben). Das ist zwar eine Möglichkeit, einen unbekannten Kandidaten bekannt zu machen, aber eine wenig vorbildliche.

Rosemarie Heiligs Spielerei mit den Großbuchstaben ist da um einiges gelungener (Und OB!). Ob die Kandidatin der Grünen damit Stimmen auf sich ziehen wird, wird die Zukunft weisen.

Allen ein gesundes Jahr 2012
Die Klapperschlange

Lichterfest auf dem Elisabethenhof

Am 19.11.2011 findet auf dem Elisabethenhof in Frankfurter am Main Unterliederbach im Anschluss an die normale Öffnungszeit des Hofladens von 16 bis 19 Uhr ein Lichterfest statt. Gefeiert wird bei Kartoffelsuppe – die geht hoffentlich nicht so früh aus wie beim Kartoffelfest –, kaltem und heißem Äppler, Weihnachtsgebäck, Kaffee und Kuchen und Bratäpfeln.

Verschiedene Anbieter sind mit Verkaufsständen vertreten und einen Trödelmarkt für Kinder soll es auch wieder geben.

Wo sonst nichts leuchten kann …

„Wo sonst nichts leuchten kann – Weihnachten in Unterliederbach” ist der etwas sperrige Titel einer CD mit Weihnachtsliedern, die im Jahr 2002 von Andreas von Gunthen eingespielt worden war. Sie enthält neben traditionellen, allseits bekannten Stücken wie „Oh Tannenbaum”, „Es ist ein Ros‘ entsprungen” und „Leise rieselt der Schnee” mit „Es ist uns ein Kindlein gebor’n” und „Die Welt erstrahlt so anders” auch zwei Kompositionen von Andreas von Gunthen.

Andreas von Gunthen, Wo sonst nichts leuchten kann – Weihnachten in Unterliederbach, Weltschmerz Records.

Eine hübsche Gärtnerin …

Fiat „Giardiniera“ - die Gärtnerin
Begegnung auf dem Weg zum Verkehrsmuseum, ein Fiat 500 „Giardiniera“

… ist der Beitrag dieser Seite zur IAA,  die zwischen dem 15.09 und 25.09.2011 in Frankfurt am Main stattfindet. Im benachbarten Stadtteil Höchst fiel unserem Hausfotografen unweit der Leuna-Brücke das nebenstehend abgebildete Auto auf, ein Fiat 500 Giardiniera. Das Auto, noch mit hinten angeschlagenen „Selbstmörder-Türen” ausgestattet, sieht trotz des Alters recht schmuck aus. Der Motor befindet sich hinten unter der Ladefläche, die Lehne der Rücksitzbank kann man umklappen. Eine Kombi-Version fehlt übrigens noch beim heutigen Fiat 500!

Die Klapperschlange schreibt wieder …

Daniel Cohn-Bendit auf einer Veranstaltung von Lieder im Park, Frankurt am Main
Ein Blick in die Vergangenheit: Daniel Cohn-Bendit auf einer Veranstaltung von Lieder im Park, Frankurt am Main

Die Klapperschlange schreibt wieder. Die Klapperschlange hat schon einmal geschrieben. Das ist jetzt 35 oder 40 Jahre her. Geschrieben wurde über „Lieder im Park”, über dort auftretende Musiker und Kleinkünstler, über erste Schallplatten Frankfurter Bands. Gedruckt wurden die Artikel in einer Frankfurter Hochschulzeitung. Und gelesen wurden sie auch.

Was ich heute schreibe, wird nicht mehr gedruckt. Es erscheint auf einem Medium, welches ganz anders ist als bedrucktes Papier. Papier kann man in die Hand nehmen, Papier kann man fassen. Der Verbreitungsgrad ist allerdings beschränkt. Das Internet kennt nur wenige Schranken. Das Geschriebene kann von sehr, sehr vielen Menschen gelesen werden. Wird es aber auch gelesen?

Was werden die Themen sein, über die ich schreiben werde? Ich werde über Musik schreiben, über das eine oder andere Buch, vielleicht auch mal über einen Film oder ein Theaterstück. Und Nein! Über große Namen wird sich hier nur in seltenen Fällen etwas finden lassen. Mich interessiert eben der Musiker vom anderen Ende der Straße mehr als der vom anderen Ende der Welt.

Ich werde auch die eine oder andere Wiederveröffentlichung besprechen. Manches, was einst auf Schallplatte erschienen war, wird jetzt auf CD veröffentlicht. Oft haben sich die Bands, die die Musik einst gemacht hatten, längst aufgelöst, manchmal gibt es die Musiker nicht mehr.

Musiker aus der Gegenwart sollen natürlich Erwähnung finden. Hier werde ich nicht in die Ferne schweifen, sondern über Musiker aus dem Stadtteil, der Stadt oder der nahen Umgebung schreiben. Namen wie Narciso Andrés und Schoyfler werden hier auftauchen, – Andreas von Gunthen werde ich mir aber für die Weihnachtszeit aufsparen.

Dies soll als Einführung genügen.

Es grüßt die Klapperschlange.

Klassenbeste werden geht ganz einfach!

Ein Radio-Werbespot sagt es Dir: Nutze Microsoft Office 2010 und Du wirst Klassenbeste. Und vergiss bitte nicht, Dich brav bei Deinen Eltern für die Anschaffung der tollen Office-Suite zu bedanken. Hey, und zusätzliche Zeit für Party hast Du jetzt auch noch!

Was aber, wenn Mama und Papa das Geld für das schöne Microsoft-Produkt nicht haben? Bedeutet das für Dich keine Textverarbeitung, keine Tabellenkalkulation und kein Präsentationsprogramm? Mitnichten! Es gibt freie Programme, die jeder nutzen darf. Die belasten nicht den Etat von Mama und Papa und auch nicht den des Lehrers. Sie belasten nicht einmal einen Landeshaushalt.

Writer: die Textverarbeitung von LibreOffice
Writer: die Textverarbeitung von LibreOffice

LibreOffice ist so ein Produkt. LibreOffice ist eine Office-Suite, also ein Programm, welches die Bausteine Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentation enthält. Ein Zeichenprogramm, eine kleine Datenbank und ein Editor für mathematische Formeln sind weitere Bestandteile von LibreOffice. LibreOffice gibt es für Microsoft Windows, für Linux und Mac OS X.

Die Daten werden im OpenDocument-Format abgespeichert. Daten können aus Microsoft Office gelesen werden. Hier treten bei komplizierten Formatierungen allerdings Abweichungen auf. Microsoft Office-Formate  können von LibreOffice auch geschrieben werden. So ist es möglich, Dateien zwischen den Programmpaketen auszutauschen.

Beim Start ist LibreOffice langsamer als eine der Office-Anwendungen von Microsoft, was daran liegt, dass LibreOffice zunächst alle Bausteine der Office-Suite lädt. Und LibreOffice ist nicht cool!

Vielleicht hat es ja jemand geschafft, mit LibreOffice Klassenbeste/r zu werden. Über Kommentare und Fragen freut sich die Klapperschlange.