Alle Beiträge von Jürgen Lange

... wurde in den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts geboren, schreibt und fotografiert und ist ein Fan guter handgemachter Musik.

Vor zehn Jahren: Wildwuchs an der Königsteiner Straße

Im Gegensatz zu den Lokomotivbildern zuletzt ist dieses Bild zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wirklich zehn Jahre alt. Die Aufnahme entstand am 2. Juli 2015 und zeigt einen kleinen Ausschnitt der Königsteiner Straße in Frankfurt am Main Unterliederbach im Grenzbereich zwischen Radweg und Straße.

Stadtgrün, ungewollt. Da hat niemand mit dem Blick auf das städtische Klima geplant. Auch das Grünflächenamt ist nicht aktiv geworden: Wildwuchs, hübsch.

Langer Franz – die Glasmosaiken und andere Kleinigkeiten

Der „Langer Franz“ soll seinen Hut wieder bekommen. Der größere der beiden Rathaustürme am Westrand des Südflügels des Frankfurter Rathauses soll jetzt die Turmspitze wieder bekommen, die er während des Zweiten Weltkriegs verloren hatte. Entsprechende Beschlüsse wurden aktuell gefasst.

Aber auch mit der Notbedachung aus dem Jahr 1952 ist der große Rathausturm gut sichtbar und hinterlässt einen schmucken Eindruck. Da sind die Uhren und die beiden Glasmosaikbilder, die heute den zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbauten Turm schmücken.

Da ist nach Osten der heilige Florian als Schutzpatron gegen Feuersbrunst von Robert Forell und nach Westen der heilige Michael von Karl Julius Grätz als Schutzpatron der Schwachen auf dem Schaft des Turmes abgebildet. Beide und auch deren Ausrichtung machen Sinn, wenn man sich Frankfurts Entwicklung und Geschichte näher betrachtet.

Zur Bethmannstraße hin befindet sich ein Erker im Stil der Frührenaissance. Hinter dessen Fenster residierte ab 1905 Oberbürgermeister Franz Adickes und genoss von dort aus den Ausblick auf Frankfurt.

Der große Rathausturm ist übrigens einem Brückenturm nachempfunden, der einmal die Sachsenhäuser Seite der Alten Brücke begrenzte und bereits im 18. Jahrhundert niedergelegt wurde..

Auch der zweite, etwas niedrigere Turm an der Südecke war angelehnt an ein altes Frankfurter Bauwerk: Der kleiner Bruder entsprach in seinem Dachaufbau dem des Salmensteinschen Hauses, das um 1350 auf der alten Stadtmauer von Frankfurt am Fischerfeld erbaut wurde. Dieser Turm bekam im Volksmund den Namen „Kleiner Cohn“. Da „Kleiner Cohn“ eine Anspielung auf ein antisemitisches Operettenlied aus dem Jahr 1900 war, vermeidet man heute diesen Namen und bezeichnet den kleinen Turm als „Kleiner Rathausturm“. Auf dem linken Bild unten ist der kleine Rathausturm gerade noch am rechten Bildrand zu erahnen.

Anmerkungen

  • Schaut man sich die Zustände auf der Münchner Straße an, stellt man fest, dass Schutzpatron Michael dort einiges zu tun hätte. Ist es Zufall, dass desse Bildnis und die heruntergekommene Straße eine Achse bilden?
  • Geschichtsversessen oder Geschichtsvergessen? Die beiden Notdächer können inzwischen auf eine längere Geschichte zurückblicken als die Originalbedachungen der beiden Rathaustürme.
  • Das letzte Bild wurde korrigiert, der abgebildete Rathausturm ist in die Bildmitte gewandert. Der Blick geht vom Hauptbahnhof aus in die Münchner Straße zum Turm.
  • Die Fotos wurden in den Jahren 2011, 2013 und 2021 aufgenommen.

Bürgersprechstunde des Frankfurter Oberbügermeisters Mike Josef in Höchst

Die Verwaltungsstelle Höchst nimmt ab sofort für die Bürgersprechstunde von Oberbürgermeister Mike Josef am Donnerstag, dem 21. August 2025, Anmeldungen entgegen. Der Dezernent für die westlichen Stadtteile kommt an diesem Tag in den Gartenpavillon des Bolongaropalastes. Bürgerinnen und Bürger der westlichen Stadtteile haben die Möglichkeit in der Zeit von 13:30 bis 15:30 Uhr ein persönliches Gespräch mit Josef zu führen.

Gesprächswünsche können mit der Angabe von Vor- und Nachname, Anschrift, Telefonnummer und des konkreten Anliegens per E-Mail an verwaltungsstelle.hoechst@stadt-frankfurt.de eingereicht werden. Anmeldungen werden bis Freitag, dem 4. Juli 2025, entgegengenommen. 

Frankfurt am Main: Störungen im S-Bahn-Verkehr

Seit dem frühen Morgen ist der S-Bahn-Verkehr in Frankfurt am Main gestört. Es kommt im gesamten S-Bahn-Netz zu Verspätungen und zu kurzfristigen Teilausfällen, Ausfällen und Umleitungen.

Ursache sind gleich zwei Vorfälle. Am Tiefbahnsteig im Frankfurter Haupbahnhof ist es zu einem Notarzteinsatz gekommen, an der Konstablerwache zu einem Feuerwehreinsatz.

Die S1 fährt in beiden Richtungen über die Fernbahnsteig und über Frankfurt-Süd, die Linie S5 wendet bereits in Frankfurt-Rödelheim. Aktuelle Auskünfte des RMV beachten! (Stand: 06:25 Uhr)

BND macht Werbung

War der BND – für Unwissende der Bundesnachrichtendienst – früher ewas, was im Verborgenen wirkte, geht er jetzt offensiv an die Öffentlichkeit. Ein Online-Shop soll den modebewussten Menschen beglücken.

Tassen oder Thermobecher, Notizbücher, Lanyards und Kugelschreiber gibt es dort. Auch an Kleidsames wie Socken, Hoodies oder Caps wurde gedacht. Aber Vorsicht, die Socke unter dem langen Hosenbein wirkt wieder nur im Verborgenen!

Experten sollen klären: Wie konnten zwei Mütter mit ihren Jungen ausbüxen?

Nachdem vier Orang-Utans aus dem Bonsari-Wald, der Menschenaffenanlage des Frankfurter Zoos ausgebrochen waren, sollen jetzt Experten klärer, wie es zu dem Vorfall kommen konnte. Offenbar waren sich Menschen und Affen nicht zu nahe gekommen.

Die Orang-Utans des Frankfurter Zoos seien zwar eher gemütlicher Natut, Muttertiere könnten aber aggresiv reagieren, wenn jemand ihrem Nachwuchs zu nahe komme, so der Frankfurter Zoo in einer Verlautbarung. Auch die Gattung Mensch verhielt sich ganz entgegen ihrer Art vernünftig und folgte bei der Räumung des Zoos den Anweisungen des Personals.

Ach so: Orang-Utans werden als gefährlich eingestuft.

Warum zwei Muttertiere mit ihren Jungen ausbüxen konnten, sollen jetzt Experten klären. Es scheint nicht ganz einfach zu sein, denn augenscheinlich sind die vier Tiere an einer Stelle entwichen, die man gar nicht im Auge gehabt hätte.

Die Rückführung der vier Affen soll übrigens mit Hilfe von Nüssen erfolgt sein.