Alle Beiträge von rattlesnake

... rattlesnake, immer klein geschrieben, ist eine Kunstfigur, die irgendwann Ende der 70er-Jahre oder zum Beginn der 80er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts in der Redaktion einer Frankfurter Hochschulzeitung auftauchte.

Fußball: Deutschland wird nicht Fußballweltmeister

Während die Freude groß ist, dass Eintracht Frankfurt endlich einen Trainer für die Bundesligasaison 2014/2015 verpflichten konnte, und das Spiel der Madrider Stadtmeisterschaft über den Bildschirm rauscht, geht einem so manches durch den Kopf.

Warum zum Beispiel findet eine Stadtmeisterschaft im Ausland statt? Warum müssen Mannschaften und Fans ins ferne Lissabon fahren, wo doch Madrid auch recht schöne Stadien hat?

Die deutsche Fußballnationalmannschaft ist in diesem Jahr nie ernsthaft in den Kreis derer geraten, die für den Weltmeistertitel 2014 in Frage kommen. Der Grund ist ein ganz einfacher: Im Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft befindet sich kein Spieler von Eintracht Frankfurt.

Die Madrider Stadtmeisterschaft geht in die Verlängerung. Das ist spannend. Nach 120 Minuten ist das Spiel entschieden. Real Madrid sichert sich mit einem 4:1 gegen das zum Schluss einbrechende Atletico Madrid den Titel.

 

Großes Augenreiben in Frankfurt: Armin Veh wechselt zum VfB Stuttgart

Groß ist die Verwunderung: Armin Veh hatte sich zum Ende der Saison 2013/2014 wegen mangelnder Perspektiven von Eintracht Frankfurt getrennt. Jetzt wurde in verschiedenen Zeitungen und auch auf der Online-Seite des HR sein Wechsel zum VfB Stuttgart bekanntgegeben, einer Mannschaft, die die Saison noch etwas näher an den Abstiegsplätzen beendet hat als die Eintracht aus Frankfurt.

Wenn jetzt in den Frankfurter Medien das große Augenreiben beginnt, zeugt das nicht unbedingt von Fußballsachverstand. Man muss das große Ganze betrachten und nicht nur die Bundesligamannschaft. Eintracht Frankfurt hat die zweite Mannschaft nicht mehr für den Spielbetrieb in der Regionalliga Südwest angemeldet. Die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart hat den Klassenerhalt geschafft, – in der 3. Bundesliga.

Auch bei den Junioren der Eintracht sieht es nicht prickelnd aus. Die A- und B-Junioren spielen zwar in der jeweiligen Bundesliga, dümpeln dort aber nur im Mittelfeld herum. Die Junioren des VfB Stuttgart belegen in beiden Ligen jeweils den zweiten Platz.

Die Perspektiven sind aus der Sicht Armin Vehs beim VfB Stuttgart offensichtlich besser. Eintracht  Frankfurt muss endlich gezielt am Unterbau arbeiten. Ob da verdiente Ex-Spieler die richtige Wahl sind, sollte hinterfragt werden.

Tramrider – der historische Frankfurter Nahverkehr

Auf der Suche nach Informationen zum 12. Frankfurter Tag der Verkehrsgeschichte, der bereits am 04. Mai 2014 stattfinden wird, bin ich über eine Seite gestolpert, die zwar wenig mit dem öffentlich gefeierten Ereignis, dafür aber recht viel mit der Frankfurter Verkehrsgeschichte zu tun hat. Die Seite behandelt zwar „nur”, von einigen Abstechern in die fernere Vergangenheit abgesehen, die Geschichte seit Mitte der siebziger Jahre, liefert aber mehr Informationen zu den Straßenbahnen und Bussen, die in diesen Jahren auf Frankfurts Straßen unterwegs waren, als die Seite der Historische Straßenbahn der Stadt Frankfurt am Main e.V. (HSF).

Tramrider – der historische Frankfurter Nahverkehr” ist der Name der Seite.

Für mich brachten die Abbildungen und Texte Erinnerungen an die Mannheimer Straße, die Endhaltestelle Sandhof und auch an das „Mackie Messer”. In das „Mackie Messer” bin ich einst an Heilig Abend immer nach den Familienfeierlichkeiten eingelaufen, um diesen besonderen Tag bei Live-Musik ausklingen zu lassen. Später dann, das „Mackie Messer” war an die Kreuzung Mainzer Landstraße / Zimmerweg umgezogen und ich aus dem Frankfurter Westend nach Unterliederbach, nutzte ich den Umstand, dass der Betriebsschluss des Lokals mit dem Betriebsbeginn der Straßenbahnlinie 12 zusammenfiel.

Unterliederbach kommt auf tramrider.de nicht häufig vor. Ich konnte immerhin  ein Bild ausmachen, welches einen Bus der Linie 58 an der Ecke Sossenheimer Weg / Teutonenweg auf dem Weg zur Endhaltestelle Hoechst AG, Tor Ost zeigt. Auch Busse der Linie 59 sind mehrfach abgebildet, allerdings meist im Nachbarstadtteil Höchst.

Außer den Abbildungen von Straßenbahnen und Bussen und den Bildern von stark veränderten oder gar nicht mehr vorhandenen Linienwegen, finden sich auf der Seite noch Zeichnungen, alte Fahrpläne und eine Liste der Streckeneröffnungen und -stillegungen in den Jahren zwischen 1872 und 2011.

Ray Davies: The Kinks Choral Collection

Früher war alles besser. Da stand gegenüber des Glockenturms am Anfang der kleinen, unbedeutenden Straße im Westen von Frankfurt am Main noch ein C64 in einem Fichtenholzregal und über mir ertönte das Geräusch, welches keltische Fruchtbarkeitstänze tanzende Holzschuhe erzeugen. Alles ist vergangen. Einzig das Läuten der katholischen Kirche ist geblieben.

Für jemanden, der Musik nur aus der Konservendose zu sich nimmt, ist es nicht immer einfach, dies mit den Umweltgeräuschen abzustimmen. „The Kinks Choral Collection” passt ganz gut zum Kirchengeläut. Diese CD enthält Stücke, die einst von der Rockgruppe The Kinks eingespielt worden waren, und eines, das von einem Soloalbum Ray Davies stammt.

2009 hat sich Ray Davies mit dem Crouch End Festival Chorus unter Leitung von David Temple zusammengetan und einige seiner Stücke neu eingespielt. Ray Davies ist schon immer ein guter Beobachter und Erzähler, so dass es wenig verwunderlich ist, dass die Texte perfekt in den neuen musikalischen Kontext passen, ob sie nun aus der Mitte der sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts stammen oder aus dem vergangenen Jahrzehnt.

„See My Friends”, das einzige Stück bei dem auf Instrumente verzichtet wurde, klingt besonders beeindruckend. Der Chor wird häufig perkussiv eingesetzt („You Really Got Me”, „Shangri-La” oder „Working Man’s Cafe”), bildet die – mächtige – Gegenstimme zu der von Ray Davies oder begleitet einfach nur wunderschön. Und „Celluloyd Heroes”, eines meiner Lieblingslieder, befindet sich auch auf dieser CD.

Inhaltlich geht es hier um die englische Unter- und Mittelklasse und um Trennung. In „Days” bedankt sich der Sänger für die Zeit, die man zusammen war, zusammen sein durfte, auch wenn die Trennung endgültig ist. Die Menschen und die Umgebung, die im „Village Green Medley” beschrieben sind, findet man auch im Heimchen oder in der Parkstadt Unterliederbach oder auch in der kleinen unbedeutenden Straße im Westen von Frankfurt am Main und in allen Siedlungen mit einheitlich eintöniger Bauweise und gleichförmiger Bevölkerungsstruktur.

Der Abstiegskampf (27) – heute hat es Eintracht Frankfurt spannend gemacht

Seit vergangenem Donnerstag ist es mit dem Tanz auf mehreren Hochzeiten vorbei, Eintracht Frankfurt kann sich ganz auf den Abstiegskampf konzentrieren. Das tut sie aber nicht. Immer wieder wird in der Vorwärtsbewegung der Ball einem gegnerischen Spieler in die Füße gespielt. Sebastian Jung leistet sich einen Fehlpass in der Hälfte des VfB Stuttgart, was prompt zur Führung des Tabellennachbarn führt (31. Minute).

Der VfB Stuttgart lässt in der zweiten Halbzeit mehrere Konterchancen liegen, Konterchancen, die alle durch individuelle Fehler der Spieler von Eintracht Frankfurt ermöglicht werden. Die größte Chance ergibt sich in der 78. Minute, als Carlos Zambrano Boka den Ball überlässt, letzterer quer zu Maxim passt und der Stuttgarter dann das Kunststück fertig bringt, den Ball aus wenigen Metern am Tor vorbei zu verziehen.

Solches rächt sich meist. In der 80. Minute köpft Marco Russ einen Abschlag von Ulreich in den Lauf von Jan Rosenthal, der die Nerven behält und den Stuttgarter Torhüter zum 1:1 überwindet. Und in der 89. Minute fällt dann der kaum noch für möglich gehaltene Siegtreffer für Eintracht Frankfurt. Johannes Flum spielt Niedermeier aus und passt zum frei stehenden Alexander Meier, der zum 2:1 einschiebt.

Der Tanz auf drei Hochzeiten (22) – unaufgeregtes 3:0 gegen Eintracht Braunschweig

Heute ging es recht ruhig in der Commerzbank-Arena zu. Ob es daran lag, dass viele Eintracht-Fans zu Hause geblieben waren, weil sie damit gegen die erneute Aufstellung von Johannes Flum protestieren wollten? In den Foren wird schon seit geraumer Zeit ein aufgeregtes Flum-Bashing betrieben und Trainer Armin Veh eine exklusive Sichtweise darüber vorgeworfen, dass er Qualität im Spiel des Mittelfeldspielers sehe.

Etwa 40.000 Zuschauer waren heute in der Commerzbank-Arena. Die sahen eine Halbzeit mit Johannes Flum und drei Toren und eine Halbzeit ohne Johannes Flum und ohne Tore. Johannes Flum hatte den ersten Treffer bereits in der siebten Minute erzielt und dann noch in der 43. Minute für Alexander Meier aufgelegt. Kurz vor der Pause traf dann noch Stefan Aigner auf Vorlage von Sebastian Jung.

Zur zweiten Halbzeit musste Johannes Flum verletzt in der Kabine bleiben. Jetzt hätten auch die Daheim gebliebenen wieder ins Stadion kommen können. Kamen sie aber nicht und verpassten so auch nichts. Einträchtig taten beide Mannschaften nicht mehr allzu viel: Die Eintracht aus Braunschweig konnte nicht mehr und die Eintracht aus Frankfurt schonte sich.

Der Tag an dem der AfE-Turm verschwand

Der 02. Februar 2014 war eine milder Wintertag, die Temperaturen lagen deutlich über Null. Es war ein nebliger Tag, viel zu neblig dafür, dass heute Zehntausende ein Spektakel fotografieren und filmen wollten, Zehntausende, die alle den einen tollen Platz eingenommen haben wollten, wenn das Spektakel begann.

Die nach Norden gelegenen Zimmer eines Hotels in der Nähe des Frankfurter Messegeländes waren schon seit Tagen ausgebucht. Von hier aus würde man den besten Blick haben, um das Spektakel zu betrachten. Auf dem Weg zum optimalen Platz wurde das Frankfurter Westkreuz passiert. Nichts zu sehen von der Frankfurter Skyline. Alles war grau wie der Turm der heute gesprengt werden sollte.

An der Messe vorbei bis zur Mainzer Landstraße gefahren, auf dieser dann bis zum Güterplatz. Im Bereich der Absperrungen waren noch gar nicht so viele Menschen zu sehen gewesen, es war allerdings erst 08:30 Uhr, also noch eineinhalb Stunden Zeit.

Das Auto geparkt, und am Messeturm vorbei gelaufen. Erstaunlich viele Menschen bewegten sich in die gleiche Richtung. Dann wurde der Zaun erreicht, eine Lücke entdeckt. Schnell wurde klar, warum sich an diese Stelle noch niemand drängte, die Äste einer Birke versperrten den optimalen Blick auf den AfE-Turm.

Kein optimales Wetter, kein optimaler Blick, aber es wurde dageblieben. Wann kann man sonst daran teilhaben, wenn ein so hohes Gebäude gesprengt wird. In Europa war es heute mit 116 m das bisher höchste Gebäude, welches in sich zusammenstürzen sollte.

Die Nachbarn links und rechts am Zaun waren nett. Sie hatten die besseren Plätze. Die aufkommende Unterhaltung verkürzte die Wartezeit, – noch siebzig Minuten. Der AfE-Turm stand noch.

Wenige Minuten nach 10:00 Uhr ertönte das Signal zur Sprengung. Die Menge skandierte den Countdown. Einige lachten. Das Gelächter verstärkte sich, als zunächst einmal gar nichts passierte, dann eine Detonation, eher ein Puff, ein kurzer Aufschrei und Schweigen. Ein einzelner Ruf, dass die Erde bebe, erklang. Und die Erde bebte tatsächlich, während der AfE-Turm in zwei Stufen in sich zusammen stürzte. In wenigen Sekunden war alles vorbei, die Detonation, die Druckwelle und das Beben. Über der Stelle, an der sich einst der AfE-Turm befunden hatte, türmte sich nur noch eine Staubwolke.

Die Zuschauer applaudierten.

Hinweis: Wenn man die Bilder anklickt, erhält man sie in einer etwas höheren Auflösung. Die Bilder wurden als Standbilder unten stehendem Video entnommen.

Der Tanz auf drei Hochzeiten (20) – endlich ein Heimsieg für die Eintracht

Das Jahr 2014 hatte in der Fußballbundesliga um 18:30 Uhr auch für Eintracht Frankfurt begonnen. Man tanzte zwar noch auf drei Hochzeiten, aber in der Bundesliga war man in der Zwischenzeit auf den Relegationsplatz abgerutscht. Entsprechend nervös begann die Eintracht das Spiel gegen die Hertha aus Berlin. Wir erinnern uns: Gegen Hertha BSC gab es für die Frankfurter zum Auftakt der Saison 2013/2014 eine böse 1:6-Schlappe.

Bis zur 35. Minute war Hertha BSC die bessere Mannschaft in der Frankfurter Commerzbank-Arena. Dann drosch Marco Russ als letzter Mann den Ball nach vorne, ein Berliner Spieler schlug ein Luftloch und Alex Meier – wer sonst – traf zum 1:0. Das war dann auch der Pausenstand.

In der zweiten Halbzeit zeigten beide Mannschaften ein völlig zerfahrenes Fußballspiel. Fouls und Fehlpässe wechselten sich ab. In der 56. Minute erlöste Armin Veh Takashi Inui. Stephan Schröck gab nun den Linksaußen. In der 74. Minute ersetzte dann Joselu Stefan Aigner. Beim Betrachter machte sich ab der 80. Spielminute Nervosität breit, denn die Frankfurter hatten schon siebenmal in den letzten Spielminuten sicher geglaubte Punkte abgegeben.

In der 85. Spielminute brachte Frankfurts Trainer Armin Veh Innenverteidiger Alexander Madlung für den offensiven Jan Rosenthal. Nach 90 Minuten stand es 1:0 für Eintracht Frankfurt, der erste Heimsieg in der Bundesligasaison 2013/2014 für die Frankfurter nach einem wenig ansehnlichem Spiel.

 

Kauf Mich im Musikkeller Frankfurt-Unterliederbach

Am 07. Februar 2014 kommt die Toten Hosen Tribute Band Kauf Mich im Rahmen ihrer „Alles weil wir Freunde sind Tour 2014” nach Frankfurt am Main Unterliederbach. Im dortigen  Musikkeller wollen die fünf Musiker, die sich nach dem achten Studioalbum der Rockband Die Toten Hosen benannt haben, den Sound und die Show ihrer Idole möglichst authentisch zelebrieren und die Bühne rocken.

Der Musikkeller Frankfurt-Unterliederbach befindet sich in der im Frankfurter Stadtteil Unterliederbach gelegenen Sport- und Kulturhalle, Hans-Böckler-Straße 4. Diese ist mit der Buslinie 253 und der Nachtbuslinie n82 direkt zu erreichen, zu den Haltestellen der Buslinie 59 oder der Nachtbuslinie n1 sind es nur wenige Minuten zu Fuß.

36. Frankfurter Hallenfußballturnier wohl nicht vor ausverkauftem Haus

Der frankfurtcup 2014, das 36. Frankfurter Hallenfußballturnier, wird wohl nicht vor ganz ausverkauftem Haus stattfinden. Vor allem der Block der Kickers aus Offenbach hinterließ bei einen Blick auf das Online-Portal von ADticket am gestrigen Samstagnachmittag den Eindruck großer Leere. Es sind noch Tickets an der Tageskasse erhältlich.

Martin Amedick war einst in Oberrad dabei, genauso wie Constant Djakpa und Sonny Kittel. Martin spielt heute ür den SC Paderborn. Armin Veh war in Oberrad genauso wenig dabei wie heute in Unterliederbach. Unterliederbach? Ja, die Fraport Arena steht in Frankfurt am Main Unterliederbach. Armin Veh mag offensichtlich die dörflichen Frankfurter Stadtteile nicht.

Der FSV Frankfurt kommt heute übrigens mit der Empfehlung, gestern das Hallenfußballturnier in Mannheim gewonnen zu haben. Dort hatte sich Gastgeber 1899 Hoffenheim mächtig blamiert. Die TSG erzielte ein einziges Tor in achtzig Spielminuten und beendete das Turnier als Letzter. Die Hoffenheimer waren gestern nur mit Reservisten und Nachwuchsspielern angetreten. Blüht Eintracht Frankfurt heute ein ähnliches Schicksal?

Die Veranstaltung beginnt um 17:30 Uhr, Einlass ist schon etwas früher. Die Spiele werden bei Sport 1 im Fernsehen und bei laola1.tv  als Stream im Internet übertragen.