Alle Beiträge von Jürgen Lange

... wurde in den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts geboren, schreibt und fotografiert und ist ein Fan guter handgemachter Musik.

Neuer Fahrplan, alte Probleme

S-Bahn-Züge in Frankfurt-Höchst
S-Bahnen im Rhein-Main-Gebiet (Archivbild)

Warum sollte sich auch etwas ändern? Die Bahn konnte zwar eine pünktliche Sanierung der Riedbahn vermelden, aber andere Probleme konnten nicht gelöst werden. So braucht man sich weder bei der Bahn noch beim Rhein-Main Verkehrsverbund (RMV) über weitere Negativschlagzeilen zu wundern.

Auf Grund einer Fahrzeugstörung im Haltepunkt Frankfurt-Taunusanlage kam es Montagmorgen, dem 16. Dezember 2024 zu Teilausfällen und Verspätungen auf den S-Bahnlinien S1, S2, S3, S4, S5, S6, S8 und S9. Fehlt jemanden eine Linie? Die S7 fährt nicht durch den Tunnel.

Glücklicherweise wurde um 06:10 Uhr die Beendigung der Störung gemeldet. Irgendwann normalisiert sich dann auch der Verkehr,

Kurz darauf eine erneute Meldung: Aufgrund einer Reparatur an einer Weiche in Frankfurt-Niederrad und einer Stellwerksstörung bei Rüsselsheim kommt es zu Verspätungen und eventuellen Teilausfällen. Gut, die S7 kommt nicht nach Rüsselsheim.

Ausfälle, Busse statt Bahnen, Teilausfälle und Verspätungen werden also weiterhin ständige Begleiter der Nutzerinnen und Nutzer des ÖPNV sein. Wendet man sich von der zu recht gescholtenen Bahn ab, wird es besser. Für die Straßenbahn in Frankfurt am Main stehen zwei Langzeitbaustellen in der Liste. Nicht in der Liste steht der Einkauf neuer Straßenbahnzüge, die sehr schnell aus dem Verkehr gezogen wurden.

Qualitätsmängel. Darüber ist der RMV jetzt zum zweiten Mal gestolpert. Zuerst die gepriesenen Wasserstoffzüge für die Strecken dar Taunusbahnen, dann neue Straßenbahnen, die T-Wagen, für Frankfurt. Beschaffer waren zwar die fahma GmbH, eine Tochter des RMV, und die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF), aber in beiden Fällen hat offensichtich während der Beschaffungsphase das Qualitätsmanagement der Beschaffer versagt.

Personalmangel. Auf die Verkehrsunternehmen kamen offensichtlich geburtenschwache Jahrgänge und gleichzeitige Verabschiedungen in den Ruhestand völlig überraschend zu. Man hat sich nicht vorbereitet. Jetzt liest man von fehlendem Fahr-, Service- und Wartungspersonal, dazu von einem ständig hohen Krankenstand.

Infrastruktur. Die Infrastruktur ist vielfach marode. Brücken, Gleise Fahrzeuge und Technik, alles verschleißt und muss gewartet werden. Ein Verschieben auf den nächsten Haushaltsplan kann dringend notwendige Maßnahmen unnötig verteuern oder gar zerstörerich wirken. Auch hier wird kompetentes Personal benötigt, Parteizugehörigkeit verleiht keine Kompetenz!

Ein kurzer Blick auf die Riedbahn

Am vergangenen Samstag wurde der Abschluss der Sanierungsarbeiten auf der Riedbahn groß gefeiert. Eine Generalsanierung war es, die erste auf einem so langen Streckenabschnitt von der Deutschen Bahn durchgeführten. Man feierte. Vertreter der Bahn und unnötig viele Politiker feierten sich selbst. Keiner konnte bis dahin überprüfen, ob die Sanierung wirklich ein Erfolg war.

Keiner hat überprüft, ob alle Maßnahmen, die man sich vor Beginn der Arbeiten selbst ins Pflichtenheft geschrieben hat, auch wirklich ausgeführt worden sind. Keiner weiß, ob die verkehrenden Züge jetzt pünktlicher oder gar pünktlich sein werden. Die Zukunft wird es weisen.

Die Eintracht verliert erneut gegen Leipzig

Am 14. Spieltag der Fußball-Bundesliga standen sich Sonntagabend erneut RB Leipzig und Eintracht Frankfurt gegenüber, nachdem sich die Frankfurter erst vor eineinhalb Wochen der Mannschaft in Leipzig im DFB-Pokal beugen mussten. In beiden Spielen stand es zur Halbzeit 1:1, in beiden Spielen hatten die Leipziger beim Abpfiff das bessere Ende für sich.

Das Spiel am Sonntag begann mit einer Schrecksekunde, bereits nach 30 Sekunden lag der Ball im Frankfurter Netz. Abseits! In der 19. Spielminute schoss Baumgartner Trapp an, der Ball prallte nach oben weg, keiner in der Abwehr der Hessen fühlte sich für den Ball zuständig und Sesko besorgte per Kopfball das 1:0 für Leipzig.

In der Folge wurden die Frankfurter stärker, zeigten sich aber in der Abwehr anfällig. So konnte sich Torwart Trapp mehrfach auszeichnen. Dann der Ausgleich, Brown verwertete ein Zuspiel von Uzun zum 1:1 (40.). Der Pausenstand.

Die zweite Halbzeit begann ähnlich wie Im Pokalspiel, die Leipziger drückten und Eintracht Frankfurt bfand sich mit den Köpfen offensichtlich noch beim Pausentee. So fand dann ein von Baumgartner verlängerter Eckball den am zweiten Pfosten sträflich freistehenden Openda, der mit einem Volleyschuss vollendete (51.).

Mit dem 2:1 schloss RB Leipzig zu Eintracht Frankfurt auf, jetzt Dritter in der Tabelle. Eintrach Frankfurt kann sich jetzt auf das Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 vorbereiten. Letztere sind nach einem Sieg gegen Bayern München ebenfalls auf die internationalen Ränge der Tabelle vorgerückt.

Eintracht Frankfurt überwintert an der Tabellenspitze

Arbeitssieg nennt man das, nicht sonderlich schön aber erfolgreich gespielt. Dazu eigene Fans auf den ersten Treffer lange warten lassen. Das ist bei den derzeitigen Temperaturen ungemütlich.

Im Freitagabendspiel der Frauen-Fußballbundesliga dauerte es bis weit in die zweite Halbzeit hinein, bis den Frankfurterinnen endlich der erste Treffer gelang. Wamser schoss den Ball ins leere Tor, nachdem Freigang zuvor beim Versuch, zwei Abwehrspielerinnen und die Torfrau der Thüringerinnen zu umspielen, zu Fall gekommen war (68. Spielminute). Gegen Spielende nutzten die Hessinnen noch zwei schwerwigende Abwehrfehler ihrer Gegenspielerinnen. Chiba und die Lieblingsspielerin sorgten für das 3:0 Endergebnis (86. und 89.).

Nach diesem 3:0 gegen Carl Zeiss Jena überwintern die Eintracht-Frauen jetzt auf Platz Eins der Frauen-Bundesliga, eine schöne Momentaufnahme.

Lyon kein gutes Pflaster für Eintracht Frankfurt

Am gestrigen Abend war Eintracht Frankfurt am sechsten Spieltag der Europa League zu Gast bei der französischen Mannschaft von Olympiqie Lyon. Die Eintracht erzielte den ersten und letzten Treffer des Spiels, zu wenig. Die Mannschaften trennten sich mit 3:2.

Dabei hatte der Abend aus Frankfurter Sicht gut begonnen, Knauff hatte die Hessen in der 19. Spielminute in Führung gebracht. Aber bereits acht Minuten später glich Olympique aus (27.). Nach der Pause ging es ganz schnell gegen die Frankfurter, Olympique Lyon drehte das Spiel (50. u. 54.). Erst gegen Ende gelang dem in der 63. Minute eingewechselten Marmoush der Anschlusstreffer (85.).

Trainer Toppmöller kassierte nach Spielschluss noch die Rote Karte.

Festnahme mit Schussabgabe

In der Nacht zum 11. Dezember 2024 gelang der Polizei die Festnahme von drei Männern. Sie stehen im Verdacht, als Mitglieder einer Bande zahlreiche Eigentumsdelikte begangen zu haben. Die Polizei ermittelte schon länger gegen den 28-jährigen Haupttatverdächtigen.

Das auf Bandenkriminalität spezialisierte Kommissariat 25 beim Polizeipräsidium Frankfurt am Main ermittelt seit mehreren Monaten gegen den 28-Jährigen, der verdächtigt wird, vor allem auf den Diebstahl und die Hehlerei hochwertiger Bau- / Arbeitsmaschinen spezialisiert zu sein.

Ihn und seine beiden Begleiter (37 und 21 Jahre alt) observierten Fahnder der Polizei in der letzten Nacht. Dabei wurden sie Zeugen, wie das Trio gegen 02:00 Uhr in den Lieferwagen eines Handwerkerbetriebs in Münster-Altheim (Kreis Darmstadt-Dieburg) einbrach. Anschließend gelang es den Tätern, vor der Festnahme zu flüchten.

Aufmerksame Zivilfahnder entdeckten das Trio dann gegen 03:40 Uhr wieder im Bereich der Kurmainzer Straße inFrankfurt am Main Höchst. Bei der anschließenden Festnahme kam es zur Schussabgabe durch einen Polizeibeamten. Der 28-Jährige Haupttatverdächtige wurde nicht lebensgefährlich im Bereich des Beins getroffen und zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Der genaue Geschehensablauf ist nun Gegenstand der Ermittlungen.

Bei den anschließend durchgeführten Wohnungsdurchsuchungen fanden die Beamten zahlreiche Beweismittel, u. a. hochwertige Werkzeuge und Arbeitsmaschinen im Wert mehrerer zehntausend Euro, die vermutlich aus vorangegangenen Einbrüchen und Diebstählen stammen.

Zwei der drei Festgenommenen (28 und 37 Jahre alt) sollen im Laufe des Tages einem Haftrichter vorgeführt werden. (Quelle: Polizeipräsidium Frankfurt am Main, Pressestelle)

Die „Frankfurter Silberinschrift“ – frühestes Zeugnis von Christen nördlich der Alpen?

Bereits im Jahr 2018 wurde bei Ausgrabungen eines Friedhofs, der zur römischen Stadt Nida gehörte, ein silbernes Amulett gefunden, welches ein Schriftenrolle barg. Wegen des Zustands, das Material hatte zuvor über 1700 Jahre im Erdreich gelegen und war brüchig geworden, verbat es sich, die kleine Rolle einfach aufzuwickeln und zu lesen. Erst im Jahr 2023 hatte man die Technik in Reichweite, um eine nähere, zerstörungsfreie Untersuchung durchzuführen.

Was dabei herauskam, war eine Sensation. Der Fund, belegt durch Auffindung und Beigaben, die eine Datierung auf Mitte des dritten Jahrhunderts nach Christus ermögiichen, ist durch modernste Technik lesbar gemacht worden. Der Inhalt ist ein Zeugnis dafür, dass es im Raum Frankfurt schon viel eher Christen gab als bisher angenommen.

Die „Frankfurter Silberinschrift“ übersetzt ins Deutsche von Prof. Markus Scholz (Stand: 04.12.2024):

(Im Namen?) des Heiligen Titus.
Heilig, heilig, heilig!
Im Namen Jesus Christi, Gottes Sohn!
Der Herr der Welt
widersetzt sich nach [Kräften?]
allen Anfällen(?)/Rückschlägen(?).
Der Gott(?) gewährt dem Wohlbefinden
Eintritt.
Dieses Rettungsmittel(?) schütze
den Menschen, der sich
hingibt dem Willen
des Herrn Jesus Christus, Gottes Sohn,
da sich ja vor Jesus Christus
alle Knie beugen: die Himmlischen,
die Irdischen und
die Unterirdischen, und jede Zunge
bekenne sich (zu Jesus Christus).“

Liste der Projektbeteiligten

  • Stadt Frankfurt am Main
  • Archäologisches Museum Frankfurt (Dezernat Kultur und Wissenschaft)
  • Denkmalamt Frankfurt (Dezernat Planen und Wohnen)
  • Leibniz-Institut für Archäologie in Mainz (LEIZA)
  • Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt
  • Universität Regensburg
  • Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
  • Verbund Archäologie Rhein-Main (VARM)

(Mit Material der Stadt Frankfurt am Main)

Erste Cannabis-Clubs in Hessen dürfen anbauen

Erste Cannabis-Clubs in Hessen dürfen jetzt Cannabis anbauen und an ihre Mitglieder ausgeben. Einer der beiden Clubs liegt im Osten Hessens, der zweite im Kreis Gießen. Die Genehmigungen hat das für ganz Hessen dafür zuständige Regierungspräsidium Darmstadt erteilt.

Bereits seit Anfang Juli können Anbauvereine eine Lizenz zum Cannabis-Anbau beantragen. Von mehr als 25 beantragenden Clubs haben es also jetzt die ersten beiden geschafft, die behördlichen Hürden zu überwinden. Einer dieser beiden Clubs fällt übrigens durch seinen Namen auf: Broccoli Buddies.

Seit dem 1. April dieses Jahres ist der Konsum von Cannabis in Deutschland mit Einschränkungen im öffentlichen Raum legal. Auch der Besitz von bis zu 25 Gramm Cannabis steht nicht mehr unter Strafe. Anbauvereinigungen, auch Cannabis Social Clubs genannt, können seit dem 1. Juli einen Antrag stellen, um Cannabis gemeinschaftlich anzubauen und an Mitglieder des Vereins weiterzugeben.

Eintracht Frankfurt: Frauen sichern sich Herbstmeisterschaft

Im ungeliebten Montagabendspiel sicherten sich die Frauen des Bundesligisten Eintracht Frankfurt die – eigentlich wertlose – Herbstmeisterschaft. Mit dem Sieg gegen RB Leipzig zogen sie nach Punkten mit Bayern München gleich, haben aber das bessere Torverhältnis.

Im Stadion am Brentanobad übten die Frankfurterinnen gleich viel Druck auf die Leipzigerinnen aus, ein misslungener Klärungsversuch von Joly landete bei Anyomi und die bedankte sich mit dem 1:0 (7. Spielminute). In der Folge spielten die Frankfurterinnen weiterhin überlegen, vor dem Tor gelang allerdings wenig.

Erst weit in der zweiten Halbzeit legte Anyomi auf Pawollek und die vollendete zum 2:0 (63.). Für den Abschhluss sorgten dann Freigang und Wamser. Erstere eroberte den Ball am Mittelkreis und Wamser machte mit ihrem Tor den Deckel drauf (3:0, 88.).

Für die Eintracht Frankfurt-Frauen startet am kommenden Freitag die Bundesliga-Rückrunde, es geht gegen die Frauen von Carl Zeiss Jena.