Schlagwortarchiv: Unterliederbach

Unterliederbacher Ansichten (20)

Der Liederbach im Dezember. Die letzten Tage wirkten nass und kalt, vor allem nass. Im Liederbach hat sich das nicht besonders niedergeschlagen. Er führt zwar im Moment mehr Wasser als noch Anfang November, aber viel ist es nicht. Leser, die sich weit zurückerinnern können, wissen, dass Anfang November 2015 die Quelle des Baches neu verortet werden musste …

Unterliederbach: Nele Neuhaus weiht offenen Bücherschrank ein

Nele Neuhaus
Nele Neuhaus durchschneidet das rote Band. Im Hintergrund eine der Schülerinnen, die das Projekt „Öffentlicher Bücherschrank“ begleiteten. Ganz hinten die Turnhalle, die Handlungsort in Nele Neuhaus Krimi „Die Lebenden und die Toten“ ist.

Unterliederbach hat seinen öffentlichen Bücherschrank. Nele Neuhaus, Autorin vieler bekannter Taunus-Krimis, hat ihn am 15. Dezember 2015 um 13 Uhr auf dem Gelände der Ludwig-Erhard-Schule in Frankfurt am Main Unterliederbach seiner Bestimmung übergeben. Im Beisein von Schulleiter Bernhard Friedrich, Mitgliedern des Lehrkörpers, Schülern und Schülerinnen und Mitgliedern des Ortsbeirats 6 durchschnitt die Erfolgsautorin das rote Band, mit dem der Bücherschrank bis dahin noch verschlossen war.

Ein öffentlicher Bücherschrank, auch offener Bücherschrank, ist ein Bücherschrank, der für jeden zugänglich ist, wo jeder sich kostenfrei Bücher ausleihen, aber auch Bücher einstellen kann. Öffentliche Bücherschränke stehen meist an gut frequentierten Plätzen. Ehrenamtliche überprüfen die Bestände und sorgen dafür, dass der Bücherschrank nutzbar bleibt.

Die Projektgruppe der Ludwig-Erhard-Schule, die das Aufstellen und die Ausstattung des Unterliederbacher Bücherschranks begleitete, wird sich noch bis zum Beginn der Sommerferien 2016 um den Schrank kümmern und im Rahmen ihrer Projektarbeit die Nutzung des Bücherschrankes dokumentieren.

Nele Neuhaus schreibt seit ihrer frühesten Jugend und hat neben ihrer Tätigkeit als Autorin eine Stiftung gegründet, deren Ziel es ist, das Lesen bei Kindern und Jugendlichen zu fördern.

Unterliederbach: Rückblicke (1)

Manchmal ist es ganz nett zurückzuschauen. Wann dieses Bild entstanden ist, weiß ich gar nicht so genau, es muss in der Mitte der 80er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts gewesen sein. Sicher ist, dass damals noch die Hoechst AG existierte. Woran man das erkennt? Auf größeren Blumenbeeten ordneten sich die Blumen in Unterliederbach automatisch in der Form des Hoechst-Logos an.

Unterliederbach: Kulturfrei und still?

Heute las ich ganz zufällig einen Artikel und sah mich umgehend veranlasst, eine der neuen Funktionen von WordPress 4.4 auszuprobieren. Also die URL eines Kommentars kopiert und hier im Editor eingefügt. Voila:

Bevor der Winterschlaf beginnt …

Der Satz, der mich diesen Sätze schreiben lässt, steht in einem Kommentar zum Beitrag, zum bisher einzigen Kommentar. Thomas Schwarzer, Kulturschaffender aus und früher auch mal in Unterliederbach, sagt in seinem Kommentar, dass Unterliederbach einen Ort für kulturelle Veranstaltungen brauche.

Fraport Arena 2012
Die Fraport Arena in Frankfurt am Main Unterliederbach.

Denken wir doch mal nach. Unterliederbach hat zwei mehr oder weniger schöne Veranstaltungsorte. Da ist die Fraport Arena und die Jahrhunderthalle. Beide sind groß, zu groß für einen kleinen Kulturschaffenden in Unterliederbach. Obwohl ich mich noch an einen Mitarbeiter der Hoechst AG erinnern kann, der eine Fotoausstellung in den Räumen der Jahrhunderthalle veranstaltete. Er war für seine Portraits und Ansichten der Höchster Altstadt bekannt, war Leica-Preisträger und Unterliederbacher. Damals diente die Jahrhunderthalle allerdings noch den Mitarbeitern und den Nachbarn der Hoechst AG.

Jahrhunderthalle Frankfurt
Die 1963 fertiggestellte Jahrhunderthalle in Frankfurt am Main Unterliederbach

Heute ist der Bezug nicht mehr gegeben, wenn auch ein Imagefilm der Stadt Frankfurt am Main einen engen und, im Fall der Fraport Arena, völlig falschen Zusammenhang zwischen den Veranstaltungsorten und dem Stadtteil Unterliederbach konstruiert. Hier ist man ehrlicher.

Als ich nach Unterliederbach kam, gab es noch die Sport- und Kulturhalle Unterliederbach als Veranstaltungsort. Heute leben dort Flüchtlinge, junge Menschen, die vor Kriegswirren in den Heimatländern geflohen sind. Und ein Schützenverein ist dort untergebracht. Bis vor nicht allzu langer Zeit war in der Halle der Musikkeller Frankfurt zu Hause. Hier spielten Cover-Bands aus Nah und Fern – und die Quietschboys.

Die Bühne des Musikkeller-Frankfurt vor dem Auftritt der Cover-Band The Beatles Connection
Die Bühne des Musikkellers in der Sport- und Kulturhalle vor einem Auftritt

Live-Musik gab es früher in einem Weinkeller in der Soonwaldstraße, in einem Lokal im Heimchenweg und im Sommer im Hinterhof eines Lokals in der Königsteiner Straße. Alles vergangen und alles vergessen. Letzte Versuche mit einer Lesung und einer Ausstellung kunsthandwerklicher Gegenstände scheiterten ebenso, das Café, in dem die Veranstaltungen stattfanden, wechselte bald darauf die Besitzer.

Unterliederbach ein kulturferner Raum? Ja. Es gibt zwar Leute in Unterliederbach, die Musik machen, zeichnen oder malen und schreiben, aber in Unterliederbach weiß man davon nichts, will auch nichts davon wissen. In der kleinen unbedeutenden Straße wohnt ein Musiker, der alle zwei Jahre mal im Neuen Theater in Höchst auftritt und auch zeichnet und malt, aber wer kennt ihn? In Unterliederbach konnte sich der Verfasser der Rock’n’Roll Stories verstecken, keiner aus Unterliederbach lud ihn zu einer Lesung ein. In der deutschen Wikipedia ist er allerdings kein Unbekannter.

Eine Ausstellung in Unterliederbach, eine Lesung oder gar Konzerte sind heute in Unterliederbach kaum vorstellbar. Musik kann laut sein, gut besuchte Veranstaltungen ziehen Verkehr an, Dinge, die dem ruhebedürftigen Unterliederbacher nicht zuzumuten sind. Die Sport- und Kulturhalle ist auch eine Standortfrage, sie steht am falschen Ort und hat die falschen Nachbarn.

Unterliederbach: Schlemmerabend im Edeka City Lich

Natalie und Eugen LichEdeka City Lich, der kleine aber feine Markt in der Unterliederbacher Soonwaldstraße, lädt am 03. Dezember 2015 zum zweiten Mal zu einem Schlemmerabend ein. Zwischen 20 und 22 Uhr kann man bei kaltem und warmen Buffet die vielfältigen Produkte etlicher Feinkostlieferanten kennenlernen. Alkoholische und alkoholfreie Getränke sind ebenfalls im Preis von 20 Euro inbegriffen.

Eintrittskarten gibt es im Markt, die Zahl der Teilnehmer ist begrenzt.

Unterliederbach: Der Weihnachtsbaum steht

Aufstellen des Weihnachtsbaumes in Frankfurt am Main Unterliederbach
Der Stand des Heimat- und Geschichtsvereins Unterliederbach. Hier gab es Erbsensuppe und Glühwein.

Die Erbsensuppe köchelte, die Bläser bliesen und der Glühwein schmeckte. Der Weihnachtsbaum stand. Am Samstagabend wurde auf dem Marktplatz von Frankfurt am Main Unterliederbach der Weihnachtsbaum aufgestellt. Dort wird er in den nächsten Wochen stehen bleiben und alle, die ihn passieren, an die Weihnachtsgeschichte erinnern. Musikalisch wurde die kleine Feier von einer Bläserin und drei Bläsern des Blasorchesters Höchst / Musikvereins Unterliederbach 1956 e.V. untermalt, die weihnachtliche Weisen spielten und zumeist berauschende Getränke zu sich nahmen.

Der Weihnachtsbaum wird aufgestellt, Mitglieder des Blasochesters Höchst untermalen das kleine Fest mit weihnachtlicher Musik.
Mitglieder dea Blasorchesters Höchst sorgten für die festliche Musik.

Hessen: Wahlen zum Ausländerbeirat

Am Sonntag, dem 29. November 2015, werden in Hessen in 83 Kommunen und Landkreisen die Ausländerbeiräte neu gewählt. Ausländerbeiräte sind Interessenvertreter nichtdeutscher Einwohnerinnen und Einwohner und haben Mitspracherecht bei Entscheidungen auf lokaler Ebene, die ihre Belange betreffen. Der Ausländerbeirat wird für fünf Jahre gewählt.

Wählen darf, wer mindestens 18 Jahre alt ist, mindestens drei Monate in der Kommune oder im Landkreis mit erstem Wohnsitz gemeldet und im Wählerverzeichnis eingetragen ist. Nicht wählen darf, wer zusätzlich die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, eingebürgert oder nichtmeldepflichtiger Ausländer ist. Diese Regelung besagt, dass auch Asylsuchende und Flüchtlinge, die mindestens seit drei Monaten in einer Gemeinschaftsunterkunft einer Gemeinde untergebracht sind, wahlberechtigt sind.

In Frankfurt am Main stellen sich am kommenden Sonntag 40 Listen zur Wahl. Darunter sind Listen, die mit hiesigen Parteien zusammenhängen, die Nationen oder Glaubensrichtungen zuzuordnen oder einfach international zusammengesetzt sind. Ausführlichere Informationen gibt es auf den Seiten des Landesausländerbeirats Hessen (agah). Informationen liegen dort in zweiundzwanzig Sprachen vor.

Die Wahllokale sind zwischen 08:00 und 18:00 Uhr geöffnet. Das Wahllokal, in dem gewählt wird, ist in der Wahlbenachrichtigung aufgeführt. Die Wahlbenachrichtigung und der Pass sind zur Wahl mitzubringen. Ausländische Einwohnerinnen und Einwohner aus Unterliederbach wählen im Neubau der Walter-Kolb-Schule im Sossenheimer Weg 50.