Archiv der Kategorie: Frankfurt am Main

Die Louisiana Party Gators heizten mit der Sonne um die Wette

Am vergangenen Sonntag hieß es wie immer im August einmal mehr „Jazz auf dem Marktplatz” und wie meist, wenn es darum geht, etwas Geld für den Erhalt der alten Dorfkirche zu sammeln, spielte in Unterliederbach neben der Musik auch das Wetter mit.  Für den guten Klang sorgten die Louisiana Party Gators. Die Mannen um Bernd Hasel serviertem die Musik, wie sie in Louisiana und speziell in der größten Stadt Louisianas, New Orleans, gespielt wurde und auch noch gespielt wird.

Shorts at Moonlight – ein kurzweiliger Abend

Zuerst wollte ich schon mein Geld zurück haben. Da war ich schon fast eine ganze Stunde auf der Terrasse des Höchster Schlosses und  hatte noch keine einzige Shorts gesehen, – und auch nicht das Mondlicht. „Shorts at Moonlight”, wohin war ich da geraten? Dann sah ich sie, die perfekten Shorts. Unten wuchsen ein Paar endlos lange Beine heraus und oben ein schlanker Rumpf, der von einem mit blonden Haaren umrahmten Gesicht gekrönt wurde. Schlagartig war jeder Gedanke daran, das Eintrittsgeld zurückfordern zu wollen, verschwunden. Spurlos.

Und auch der Mond zeigte sich. Goldgelb ging er jenseits des Mains über dem Schwanheimer Wald auf. Ein junges Paar tanzte zu südamerikanischen Klängen in den Filmabend.

Rhythmisch ging es im ersten Filmbeitrag weiter. Christoph Well war für die Musik von „Welcome to Bavaria” verantwortlich. Und das erste Gesicht in diesem Film von Matthias Koßmehl kam mir auch gleich bekannt vor: Tatort, Saarbrücken. Ja, der Beamte, der dort einst mit der Tuba ermittelte, kam hier als Grenzbeamter auch nicht ohne ein Blasinstrument aus.

„Guck nach vorne, Emma” schien mir zäh, was hauptsächlich an der Rolle der Emma lag. Das Aufmüpfige und die Kritik am Denken der Alten wirkten künstlich und aufgesetzt.

„Teilhard” war wohl der Film dieses Abends, der mit dem größten Aufwand gedreht worden war. Er war mit 28 Minuten der Beitrag mit der längsten Laufzeit an diesem Abend. Teilhard, von Jürgen Heinrich gespielt, ist ein Politstratege, der es sich abgewöhnt hat, Gefühle zu zeigen. Auch nach dem Selbstmord seiner Tochter gibt er zunächst noch den Macher. Erst zurück in der gewohnten Umgebung, im Fond seines Wagens, bricht es aus ihm heraus.

Der übernächste Film erinnerte mich an meine frühe Schulzeit. Damals gab es noch die Hauptschule und das Fach Heimatkunde. Viele Ausflüge gingen in den Frankfurter Anlagenring zu den dort stehenden Denkmälern. Wir mussten sie auswendig lernen.

Bert Schmidt hat nun die berühmten Gesichter dieser Figuren animiert und den Berühmtheiten die eigenen Worte in den Mund gelegt. Da hörte man von breiten Becken und vollen Brüsten und der Rolle der Frau, wie sie diese Herren damals sahen. Und mir fielen Shorts, schöne Hinterteile und lange Beine ein …

Nachtrag: Der lehrreichste Film des Abends war „Ball of Fame” aus dem Jahr 2005. Da lernte ich, dass es etwa 9000 verschiedene Minigolfbälle gibt und das ein Profi etwa 400 Bälle besitzt und einsetzt. Jetzt weiß ich, das ein warmer Ball schneller läuft als ein kalter und an welchen Stellen man den Ball aufwärmen kann und dass es dabei sehr wohl Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Minigolfspielern gibt. Der größte Teil des Publikums lachte, während ich lernte.

Last-minute-Ausbildungsplatz-Aktion der Ludwig-Erhard-Schule in Frankfurt am Main Unterliederbach

Am heutigen Freitag wird die Ludwig-Erhard-Schule in Frankfurt am Main Unterliederbach zusammen mit Beratern der Agentur für Arbeit ab 08:30 Uhr versuchen, mit einem Ausbildungsplatz unversorgte Schülerinnen und Schüler vor Ausgabe der Abschlusszeugnisse eine Ausbildungsperspektive zu geben. Nach den Worten von Schulleiter Bernhard Friedrich soll mit dieser Aktion den Schülerinnen und Schülern eine „letzte Chance” geboten werden, die trotz vielfältiger Bemühungen noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. Schließlich folge die Ludwig-Erhard-Schule hier dem Motto „Kein Abschluss ohne Anschluss!”.

Die Ludwig-Erhard-Schule in Frankfurt am Main Unterliederbach ist eine berufsbildende Schule für den kaufmännischen Bereich mit den Voll- und Teilzeit-Schulformen Berufsschule, Berufsfachschule, Höhere Berufsfachschule und Fachoberschule. Ein Bildungsgang für die Berufsvorbereitung wird ebenfalls angeboten.

Link:
Ludwig-Erhard-Schule, Frankfurt am Main

Frankfurter Stadtansichten (3)

Der Glockenturm der evangelischen Hirtenkapelle versteckt sich schon immer. Für Kinder übte er in den fünfziger und sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts einen merkwürdigen Reiz aus, wenn sie ihn Fahrrad fahrend auf der Gutleutstraße passierten und einen kurzen Blick auf den damals in einem hellen Blaugrau gestrichenen Turm erhaschen konnten: Eine so kleine Kirche! Touristen zieht er auch heute nicht an, das hat er mit den meisten Kirchtürmen Frankfurts gemein.

Der Jugendclub Unterliederbach feierte seinen 15. Geburtstag

Der Zeitzeuge kam spät, die Honoratioren waren bereits gegangen, von den angebotenen Leckereien war noch etwas übrig und ein paar Jugendliche übten sich im Rap: Der Jugendclub Unterliederbach feierte am 21. Juni 2013 seinen fünfzehnten Geburtstag mit einem Tag der offenen Tür. Es blieb noch Zeit für ein Gespräch mit Manuel Hack, neben Melanie Klös eine der zwei festen vom Caritasverband Frankfurt e.V. angestellten Kräfte, die sich um die Kinder und Jugendlichen kümmern.

Der Jugendclub Unterliederbach befindet sich im Cheruskerweg 40 im gerade renovierten Parkhaus. Der Club ist als offener Treff konzipiert und steht allen Unterliederbacher Kindern und Jugendlichen zwischen elf und siebzehn Jahren offen, – ja, es kommen auch welche von drüben. „Drüben” ist hier mit „westlich der Königsteiner Straße” zu übersetzen.

Im offenen Treff können die Kinder und Jugendlichen Billard, Tischfußball und Tischtennis spielen oder die drei internetfähigen PCs nutzen. Dazu gibt es Angebote wie Hausaufgabenhilfe oder spezifische Termine für Jungen und Mädchen. Das gesamte Programm findet sich auf der Internetseite des Jugendclubs.

Regelmäßige Medienprojekte gehören ebenso zum Angebot. Dies führte dazu, dass der Jugendclub zu seinem Geburtstag mit Bildern aus den fünfzehn Jahren seines Bestehens geschmückt war. Ein aktuelles Projekt befasst ich mit der Fassadengestaltung des Clubs, – der im Club aufgehängte Entwurf sieht schon einmal vielversprechend aus.

Frankfurter Stadtansichten (1)

Wartburgstraße im Frankfurter Stadtteil Unterliederbach, eine Position, von der aus die alte Dorfkirche schon häufig fotografiert worden war. Plötzlich springen vier Gaubendächer ins Auge. Sie ragen gerade noch über den First eines anderen Gebäudes heraus. Eine fünfte Dachgaube, schlichter gestaltet, scheint nachträglich angebracht, der obere Teil des Daches ist mit Dachpappe gedeckt. Wo hatten sich die Gaubendächer all die Jahre versteckt gehalten?

JA zur Sport- und Kulturhalle! (1)

Ja zur Sport- und Kulturhalle in Frankfurt am Main UnterliederbachFrankfurt am Main Unterliederbach, von der Silostraße in die Hunsrückstraße eingebogen. Rechts ein grüner Wall, links das Silobad, dann Baustellen, Neubauten, viele Häuser sind schon bezogen. Die Parkstadt wächst. Die Straße macht einen Rechtsknick, die Bahnschranken sind geschlossen. Der Blick wandert zu einem Spruchband: „JA zur Sport- und Kulturhalle!”. Der Zug nach Königstein fährt ein.

VfB Unterliederbach bleibt in der Verbandsliga Mitte

Nach einem 3:0 über TuBa Pohlheim im Relegationsspiel am gestrigen Samstag verbleibt der VfB Unterliederbach in der Verbandsliga Mitte und sorgte damit im „Nachsitzen” für einen doch noch versöhnlichen Abschluss der Saison 2012/2013. Die Mannschaft von Trainer Andreas Pfaff siegte durch zwei Tore von Dennis Kollmeier und einen von Jens Paetzold verwandelten Foulelfmeter.