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Handgemenge am Rand eines Fußballspiels

Am Samstagabend (30. August 2025) kam es zu einem Handgemenge im Zuge eines Fußballspieles, Polizisten schritten mit einer Vielzahl von Einsatzkräften ein und konnten eine weitere Eskalation unterbinden.

Gegen 20:10 Uhr fand gerade auf dem Sportplatz in der Hans-Böckler-Straße ein Fußballspiel zwischen zwei Amateurvereinen statt, als es zu einem Handgemenge mehrerer Zuschauer kam. Anlass dafür war nach aktuellen Erkenntnissen die Verletzung eines Spielers, die zu lauten Streitigkeiten und besagtem Handgemenge zwischen den Zuschauern führte. Ein 42-jähriger Mann soll außerdem einen 52-Jährigen mit einem Gegenstand am Kopf verletzt haben, sodass dieser eine Platzwunde erlitt.

Nach Verständigung der Polizei trafen umgehend viele Einsatzkräfte ein, die den Tumult schnell beenden und eine weitere Eskalation verhindern konnten.

Es wurden mehrere Strafanzeigen, unter anderem wegen des Verdachts der Beleidigung, der Körperverletzung und der gefährlichen Körperverletzung aufgenommen. (Quelle: Polizeipräsidium Frankfurt am Main, Pressestelle)

Start der Bauarbeiten für den RTW-Tunnel am Bahnhof Frankfurt-Höchst

Die Regionaltangente West (RTW) GmbH hat mit den Bauarbeiten für den neuen Tunnel am Bahnhof Höchst begonnen. Ziel des Bauvorhabens ist die Unterquerung des Bahnhofs, um die künftige Streckenführung der Regionaltangente West zu ermöglichen und so einen wichtigen Baustein für die neue tangentiale Schienenverbindung im Westen der Region Rhein-Main zu schaffen.

Der Bauabschnitt zählt zu den anspruchsvollsten im gesamten Projekt: Zahlreiche kreuzende Bahnlinien, dichter Zugverkehr und begrenzte Sperrzeiten erfordern eine präzise und eng getaktete Koordination. Die Arbeiten erfolgen deshalb über mehrere Bauphasen hinweg und erstrecken sich über rund vier Jahre. In enger Abstimmung mit der Deutschen Bahn wird ausschließlich in den dafür vorgesehenen Sperrpausen gearbeitet, damit der laufende Zugverkehr weitgehend aufrechterhalten werden kann.

Bereits seit August läuft die Baufeldfreimachung. Dazu gehören Kabeltiefbauarbeiten in teilweise offener Bauweise um neue Querungen, Anbindungen an Kabelhäuser/Kabelschränke und Schächte für die neuen Kabelquerungen herzustellen. Auch neue Oberleitungsmasten müssen gegründet werden. Damit die Baustelle sicher bleibt sowie Züge weiterfahren, werden Trenner an der Oberleitungsanlage eingebaut, die den Strom bei Bedarf unterbrechen.

Für die gesamten Baumaßnahmen am Bahnhof Höchst werden aufgrund der hohen technischen Anforderungen und der Vielzahl beteiligter Gewerke mehr als 100 Millionen Euro veranschlagt.

„Mit dem Tunnelbau am Bahnhof Höchst starten wir in eine besonders herausfordernde, aber zentrale Etappe der Regionaltangente West“, erklärt Horst Amann, Geschäftsführer der RTW Planungsgesellschaft. „Unser Ziel ist es, die Arbeiten so umzusetzen, dass der Bahnbetrieb gesichert bleibt und Beeinträchtigungen für Pendlerinnen, Pendler und Anwohnende so gering wie möglich ausfallen.“ Sollten einzelne Maßnahmen mit erhöhter Lärmentwicklung verbunden sein, werde die RTW die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner rechtzeitig informieren.

Bürgerinformationsveranstaltung am 17. September

Um die Öffentlichkeit umfassend und transparent einzubinden, lädt die RTW GmbH am Mittwoch, 17. September, zur fünften Bürgerinformationsveranstaltung ein. Die Veranstaltung findet um 18.30 Uhr im Saalbau Bikuz in Höchst, Michael-Stumpf-Straße 2 / Gebeschusstraße 6-19, statt. Dort werden die kommenden Bauarbeiten im Detail vorgestellt und Fragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet.

Das Projekt in der Übersicht

Die RTW wird mit einer Länge von rund 52 Kilometern die Gemeinden im Westen und Südwesten Frankfurts verbinden und neue Direktverbindungen zum Flughafen Frankfurt schaffen. Sie entlastet damit den Frankfurter Hauptbahnhof und den City-Tunnel und erspart Tausenden von Reisenden das Umsteigen. Nach der Fertigstellung werden zwei Linien auf der Strecke verkehren, die insgesamt 28 Haltestellen anfahren, darunter auch zwölf bestehende S-Bahnhöfe – ein wichtiger Schritt für den Ausbau des Frankfurter Nahverkehrs. (Quelle:Stadt Frankfurt am Main)

Pavillon der Demokratie auf dem Museumsuferfest eröffnet

Seit dem Start im vergangenen Jahr hat der Pavillon der Demokratie inzwischen in sieben Stadtteilen Station gemacht. Und nun ist er mit einem abgewandelten Programm auch auf dem Museumsuferfest vertreten. Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg hat das Pavillon-Programm am Freitag, 29. August, gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Kommunalen Ausländervertretung (KAV), Jumas Medoff, eröffnet.

„Demokratie beginnt nicht in den Parlamenten, sondern vor unserer Haustür. In der Nachbarschaft. An Orten wie diesen. Demokratie beginnt dort, wo man über Bedingungen des Zusammenlebens verhandelt“, sagte Eskandari-Grünberg. „An jeder Station habe ich Gespräche geführt mit politisch engagierten Menschen, mit Jugendlichen, mit Azubis, mit Studierenden, mit älteren Menschen, mit Angehörigen unserer vielfältigen Communities. Eine Nachricht habe ich daraus mitgenommen, und die wollen wir ans Museumsufer bringen: Frankfurt ist bunt, Frankfurt ist demokratisch, Frankfurt ist vielfältig, offen, solidarisch, wagemutig, lebendig, freundlich, Frankfurt ist lebens- und liebenswert.“

Die Bühne des Pavillons der Demokratie ist am Mainkai direkt neben dem Eisernen Steg platziert. Das Programm haben Mitglieder der KAV maßgeblich mitgestaltet. Der Vorsitzende Medoff sagte: „Zum ersten Mal in der Geschichte des Museumsuferfests gibt es eine Bühne, die von der KAV gemeinsam mit migrantischen Vereinen gestaltet wird. Dank der Unterstützung der Bürgermeisterin entstand ein schnell ausgebuchtes Programm. Gerade in diesen schwierigen Zeiten, in denen vor allem Möglichkeiten für Integration und Teilhabe gekürzt werden, zeigt das, wie stark der Wunsch nach Sichtbarkeit und Mitgestaltung ist. Wir freuen uns sehr, dass so viele Vereine diese Chance ergreifen, ihren Beitrag zu leisten.“

Unter anderem treten auf: Ukrainian Coordination Center, Rumikulturzentrum, ACUDA, Varnam Colours of Classic Indian Culture, NOISIC, Woman Life Freedom Germany, Kommitee Iranischer Flüchtlinge, Impuls, Georgica, Verein Moldova Noastra, Permif sowie 1001 Nacht. Abends sieht das Programm eine Reihe von Music-Acts vor.

Außerdem können Besucherinnen und Besucher Vorschläge für die Gestaltung ihres Stadtteils machen oder im Pavillon der Vielfalt ins Gespräch kommen. Das Programm läuft bis Sonntagabend, 31. August. Weitere Informationen und das komplette Programm sind unter Pavillon der Demokratie beim Museumsuferfest abrufbar. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Versuchter Totschlag – Tatverdächtiger gefasst

Auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft hat die Frankfurter Polizei am gestrigen Donnerstag (29.08.2025) einen Haftbefehl gegen einen 26-jährigen italienischen Staatsangehörigen wegen des Verdachts des versuchten Totschlags und mehrere Durchsuchungsbeschlüsse in Frankfurt-Höchst vollstreckt. Der Tatverdächtige befindet sich nun in Untersuchungshaft.

Dem vorausgegangen war ein Vorfall vor der Jahrhunderthalle in Frankfurt-Höchst im Mai dieses Jahres. Nähere Informationen dazu sind diesem Link zu entnehmen, der zu der damaligen Pressemitteilung führt:

https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/4970/6042600

Im Zuge der umfangreich geführten Ermittlungen wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft durch das Amtsgericht Frankfurt am Main ein Haftbefehl erlassen. Der Beschuldigte soll Teil der Gruppierung gewesen sein, die am Tattag mehrere Personen – zum Teil schwer – verletzte.

Die Durchsuchungen dienten neben der Vollstreckung des Haftbefehls dem Auffinden von Beweismitteln. (Quelle: Polizeipräsidium Frankfurt am Main, Pressestelle. Die Jahrhunderthalle befindet sich in Frankfurt-Unterliederbach, red.)

Frankfurter Bürgerämter und die Bürgerberatung sind am 3. September geschlossen

Am Mittwoch, dem 3. September 2025, sind die Frankfurter Bürgerämter und die Bürgerberatung wegen einer internen Veranstaltung geschlossen. Auch das telefonische Servicecenter 115 ist an diesem Tag nur eingeschränkt erreichbar.

Am Donnerstag, 4. September, steht das Bürgeramt, Statistik und Wahlen wieder mit allen Leistungen zur Verfügung. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Ideen zur Neugestaltung der Grünanlage Nied-Süd gefragt

Die künftige Grünanlage Nied-Süd zwischen Alzeyer Straße, Landauer Straße und der B40a nimmt konkrete Formen an. Nachdem gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern in verschiedenen Workshop-Formaten Ideen für die Umgestaltung entwickelt wurden, wird das erarbeitete Konzept nun vorgestellt. Das Stadtplanungsamt und das Grünflächenamt laden gemeinsam mit dem Planungsteam alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zur nächsten Beteiligungsveranstaltung am Dienstag, 9. September, von 15 bis 19 Uhr, vor dem Nahkauf in der Dürkheimer Straße 40 ein. Bei der Veranstaltung können Interessierte ihre Meinung zu den Planungen äußern und mit dem Planungsteam diskutieren.

Die Planungen sehen die Errichtung eines neuen Spielplatzes an der Alzeyer Straße vor. Im Zentrum der Grünfläche entsteht ein Nachbarschaftsplatz, der als Treffpunkt für alle Generationen dienen soll. Rund um den schon bestehenden Bolzplatz und die Calisthenics-Anlage ist ein Fitness- und Freizeitbereich vorgesehen. Diese drei Achsen bilden das Rückgrat des neuen Parks.

Die Anwohnenden können sich nun über die Ausgestaltung dieser Zonen informieren und ihre Ideen einbringen. Es wird erläutert, welche Vorgaben bestehen und an welchem Punkt eigene Ideen eingebracht werden können. Anschließend findet ein offener Austausch statt, bei dem gezielte Fragen gestellt und Anregungen direkt weitergegeben werden können.

Gesucht wird außerdem ein Name für die Grünanlage, der ihr eine eigene Identität und Wiedererkennungswert verleihen soll. Daher wird es die Möglichkeit geben, über Namensvorschläge abzustimmen. Das Ergebnis der Abstimmung wird an den Ortsbeirat 6 übermittelt, der es bei der Entscheidung über die Benennung einbeziehen wird.

Die Neugestaltung der Grünanlage wird über das Städtebauprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ gemeinsam von Bund, Land und Stadt Frankfurt finanziert. Mit der Planung haben das Stadtplanungsamt Frankfurt am Main und das Grünflächenamt das Büro RMP SL aus Berlin beauftragt. Das Beteiligungsverfahren zur Neugestaltung der Parkanlage Nied-Süd wird vom Büro RMP SL in Zusammenarbeit mit der ProjektStadt | Integrierte Stadtentwicklung und dem Caritasverband Frankfurt organisiert und begleitet.

Weitere Informationen gibt es online unter Sozialer Zusammenhalt Nied | Stadtplanungsamt Frankfurt am Main und bei der Quartiersmanagerin Marja Glage vom Caritasverband Frankfurt mit Sitz im Stadtteilbüro, Alt-Nied 13, telefonisch unter 069/2982 6540 oder 0176/12982202.

Zum Hintergrund

Die „Soziale Stadt Nied“ ist ein Stadterneuerungsgebiet der Stadt Frankfurt. In Nied sollen durch das Bundesprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ mit sozialen und städtebaulichen Projekten die Lebensverhältnisse nachhaltig verbessert werden. Gefördert wird dieses Ziel mit Bundes- und Landesmitteln. Grundlegend ist ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK), das am 12. Mai 2022 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen wurde.

Das Stadtplanungsamt hat den Caritasverband Frankfurt mit dem Quartiersmanagement und die ProjektStadt | Integrierte Stadtentwicklung mit der Projektsteuerung sowie der Erarbeitung des ISEK beauftragt. Die Umsetzung der Maßnahme erfolgt über das Grünflächenamt.

Weitere Hinweise und Informationen finden sich unter stadtplanungsamt-frankfurt.de. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Temporäre Umgestaltung des Ettinghausenplatzes startet noch 2025

Die Konversions-Grundstücksentwicklungsgesellschaft KEG Frankfurt bereitet derzeit gemeinsam mit dem Büro Meixner Schlüter Wendt eine temporäre Umgestaltung des Ettinghausenplatzes in Höchst vor. Das Konzept wird in der Sitzung des Ortsbeirats 6 am Dienstag, 2. September, um 18 Uhr in der Bolongarostraße 110 vorgestellt. Alle Interessierten sind eingeladen, sich das Konzept in der öffentlichen Sitzung von Vertreterinnen und Vertretern des Stadtplanungsamtes, der KEG und des Büros Meixner Schlüter Wendt erläutern zu lassen. Im Vorfeld fand bereits eine Vorstellung in der AG Geschichte und Erinnerung statt. Zusätzlich wurde die Jüdische Gemeinde Frankfurt über die Planungen informiert.

Diese Maßnahme erfolgt im Vorgriff auf die Umsetzung des Wettbewerbsergebnisses aus dem Jahr 2022. Ziel ist es, einen Ort der Erinnerung an das jüdische Leben im Stadtteil zu schaffen. Auf dem Ettinghausenplatz stand bis zur ihrer Zerstörung 1938 die Höchster Synagoge. Die temporäre Umgestaltung soll Mitte 2026 fertiggestellt sein, erste Elemente sollen bereits 2025 realisiert werden. Die Maßnahme wird im Zuge des Programms Innenstadt Höchst unter Federführung des Stadtplanungsamts durchgeführt.

Weitere Informationen zum Förderprogramm sind unter stadtplanungsamt-frankfurt.de zu finden. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

A66: Raser flüchtet ohne Erfolg

Am Samstagabend (24. August 2025) versuchte sich ein Motorradfahrer einer Verkehrskontrolle zu entziehen. Die Beamten disponierten sodann um.

Gegen 20:20 Uhr fiel einer Polizeistreife das rücksichtslose Fahrverhalten eines 24-Jährigen auf, welcher sich auf der Miquelallee Richtung Bundesautobahn 66 befand. Auf der BAB überschritt der Motorradfahrer des Öfteren die zulässige Geschwindigkeit.

Am Autobahndreieck Eschborn schlossen die Beamten auf und forderten den Raser kurze Zeit später zum Anhalten auf. Die Aufforderung ignorierte der Fahrer, versuchte sich der Kontrolle zu entziehen, bog anschließend am Ortseingang von Unterliederbach verbotswidrig auf einen Fußweg ab und entzog sich zunächst der Kontrolle.

Die Beamten ließen nicht locker, suchten die Wohnanschrift des Halters der Maschine auf und stellten das Motorrad vor dem Haus fest. Die Polizisten identifizierten den Fahrer, stellten dessen Fahrerlaubnis sicher und leiteten ein Ermittlungsverfahren gegen ihn ein. Im Anschluss wurde er entlassen. ((Quelle: Polizeipräsidium Frankfurt am Main, Pressestelle)

Kostenlose Fahrradcodierung in Frankfurt Griesheim

Im Rahmen des „Stadtteilfest Griesheim“ wird die Frankfurter Polizei am 30.August 2025 zwischen 13 und 16 Uhr kostenlose Fahrradcodierungstermine anbieten. Die Fahrradcodierung dient als zusätzlicher Diebstahlschutz und wird durch das Präventionsteam des Polizeipräsidium Frankfurt in Zusammenarbeit mit dem Verein „Bürger und Polizei Frankfurt am Main e.V.“ durchgeführt. Weiterhin werden Jana Kaiser und Fabian Dickhoff, als Schutzleute vor Ort mit dabei sein und als Ansprechpartner für Interessierte zur Verfügung stehen. Um auch für jüngere Besucher Unterhaltung mitzubringen, werden die beiden unter anderem auch ein Glücksrad dabei haben.

Das Stadtteilfest wird in der Stroofstraße bei „Westcoast“ im ehemaligen Industriepark Griesheim stattfinden.

Die Polizei hofft, dass das kostenlose Angebot von vielen Interessierten angenommen wird. Da nur begrenzte Plätze zur Verfügung stehen werden, wird darum gebeten, sich unter folgendem Link anzumelden:

anmeldung-praevention.ppffm@polizei.hessen.de

(Quelle: Polizeipräsidium Frankfurt am Main, Pressestelle)

Fernwärmeausbau für Schulen und Kitas in Frankfurt startet

Der Fernwärmeausbau für Schulen und Kitas startet in Frankfurt am Main im Setember dieses Jahres. Die Bauzeit für die einzelnen Projekte dauert meist bis zu einem dreivierel Jahr, im Fall der Fritz-Tarnow-Straße zwei Jahre. Hier ist allerdings die Trassenlänge höher als in den anderen Fällen Bis Mitte 2027 sollen die ausgewählten Schulen und Kitas über das erweiterte Fernwärmenetz an dieses angeschlossen sein. Im Westen Frankfurts betrifft es zwei Projekte, beide südlich des Mains gelegen: Am Wiesenhof die Goldsteinschule und die benachbarte Kita und an der Lilo-Günzler-Straße die Minna-Specht-Schule. (red.)

Die Stadt Frankfurt und die Mainova treiben gemeinsam die Wärmewende voran. Am Freitag, 15. August, haben Sylvia Weber, Dezernentin für Bildung, Immobilien und Neues Bauen, und Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen, sowie Mainova-Vorstand Martin Giehl ihre Kooperation zum Anschluss von insgesamt rund 60, bisher zumeist mit Erdgas versorgten städtischen Liegenschaften an das Fernwärmenetz vorgestellt. Die Umsetzung ist schrittweise bis 2030 geplant. In einem ersten Schritt werden zunächst 22 Schulen und Kitas sowie Nebengebäude angeschlossen. Dafür werden ab Anfang September an unterschiedlichen Standorten im Stadtgebiet Baustellen eingerichtet. Um die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten, sind jeweils mehrere Liegenschaften in einer Maßnahme zusammengefasst. Die Arbeiten werden sukzessive bis Mitte 2027 abgeschlossen. Für den Anschluss der verbleibenden Liegenschaften sind in den nächsten Jahren weitere Baugebiete in Planung, die sich über die Frankfurter Innenstadt verteilen.

„Die nachhaltige und effiziente Energieversorgung unserer teilweise bereits in die Jahre gekommenen Liegenschaften ist eine große Herausforderung für die Stadt. Dabei eignet sich die umweltschonende Fernwärme aufgrund ihrer hohen Vorlauftemperaturen besonders gut für Bestandsgebäude. Deswegen ist sie für uns erste Wahl. Gemeinsam mit der Mainova stellen wir Schulen und Kitas, die dafür in Frage kommen, sukzessive auf diese zukunftsweisende Wärmeversorgung um. Gleichzeitig treiben wir damit den Fernwärmeausbau in Frankfurt voran“, sagt Weber.

„Mit dem Ausbau der Fernwärme leisten wir einen zentralen Beitrag zur Erreichung unserer Klimaschutzziele in Frankfurt. Um Kohlendioxid (CO2) wirksam einzusparen, muss die Fernwärme allerdings klimafreundlich erzeugt werden. Neben dem bisherigen Einsatz der CO2-freien Wärme aus dem Müllheizkraftwerk wird die Fernwärme künftig durch den Anschluss des Biomassekraftwerks Fechenheim, Solarthermie, Geothermie sowie Abwärme aus Rechenzentren, Abwasser und Industrieanlagen schrittweise klimaneutral“, betont Zapf-Rodríguez

Neben der Umstellung der Fernwärme auf CO2-freie Erzeugung baut Mainova das Fernwärmenetz bis 2040 auf mehr als das Doppelte aus. Giehl sagt: „Der Anschluss der städtischen Liegenschaften als Ankerkunden für den Netzausbau ist Teil des im vergangenen Jahr vorgestellten Transformationsplans für die Fernwärme und setzt diesen konsequent um. Insgesamt zwölf Kilometer zusätzliche Leitungen bauen wir im Rahmen der aktuell geplanten Maßnahmen. Durch die neuen Trassen bekommen viele weitere Anlieger die Möglichkeit, ihre Immobilien an die Fernwärme anschließen zu lassen. Gemeinsam mit der Stadt setzen wir dadurch ein starkes Zeichen für Versorgungssicherheit, Klimaschutz und Lebensqualität in Frankfurt.“

Die jeweiligen Baumaßnahmen werden in mehreren Abschnitten umgesetzt. Die Arbeiten werden schnellstmöglich ausgeführt. Ihre Dauer variiert je nach Baugebiet zwischen wenigen Monaten bis zu zwei Jahren.

Aktuelle Baugebiete

„Fritz-Tarnow-Straße“
Anzuschließende Liegenschaften: Wöhlerschule, Heinrich-Seliger-Schule, Viktor-Frankl-Schule und Nebengebäude, Anne-Frank-Schule, Wohnhaus
Trassenlänge: circa 1350 Meter
Betroffene Straßen: Platenstraße, Am Dornbusch, Marbachweg, Eschersheimer Landstraße, Mierendorffstraße, Fritz-Tarnow-Straße
Bauzeitraum: 09/2025 – 06/2027

„Schwalbacher Straße“
Anzuschließende Liegenschaften: Hellerhofschule und Dienstwohnung
Trassenlänge: circa 320 Meter
Betroffene Straßen: Idsteiner Straße, Schwalbacher Straße, Hattersheimer Straße
Bauzeitraum: 09/2025 – 03/2026

„Pfingstbrunnenstraße“
Anzuschließende Liegenschaften: Kinderzentrum Pfingstbrunnenstraße (KiZ 13), Georg-Büchner-Schule, Wohnhaus
Trassenlänge: circa 380 Meter
Betroffene Straßen: Pfingstbrunnenstraße, Franklinstraße
Bauzeitraum: 09/2025 – 07/2026

„Willemerstraße“
Anzuschließende Liegenschaften: Deutschherrenschule, Willemerschule, Kinderzentrum Willemerstraße (KiZ 84), Sporthalle Süd
Trassenlänge: circa 500 Meter
Betroffene Straßen: Gerbermühlstraße, Seehofstraße, Siemensstraße, Willemerstraße
Bauzeitraum: 09/2025 – 06/2026

„Hamburger Allee“
Anzuschließende Liegenschaften: Gutenbergschule und Dienstgebäude, Bonifatiusschule und Nebengebäude, Anni-Albers-Schule (Dienstgebäude)
Trassenlänge: circa 585 Meter
Betroffene Straßen: Hamburger Allee, Varrentrappstraße
Bauzeitraum: 09/2025 – 04/2026

„Lilo-Günzler-Straße“
Anzuschließende Liegenschaft: Minna-Specht-Schule
Trassenlänge: circa 470 Meter
Betroffene Straßen: Martinskirchstraße, An der Wildhube
Bauzeitraum: 09/2025 – 06/2026

„Am Wiesenhof“
Anzuschließende Liegenschaften: Goldstein-Schule und Dienstwohnung, Kinderzentrum am Wiesenhof (KiZ 39)
Trassenlänge: circa 970 Meter
Betroffene Straßen: Tannenkopfweg, Am Wiesenhof
Bauzeitraum: 09/2025 – 07/2026

In den Baugebieten „Fritz-Tarnow-Straße“ und „Am Wiesenhof“ baut und erneuert die Mainova-Tochter NRM Netzdienste Rhein-Main parallel zur Fernwärme die Gas- und Trinkwasserleitungen, um die dadurch entstehenden Belastungen so gering wie möglich zu halten.