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„Wie dürfen nicht resignieren“ – Internationale Wochen gegen Rassismus eröffnet

Mit einem Staffellauf haben am Montag, dem 17. März, die Internationalen Wochen gegen Rassismus begonnen. Organisiert von der Rhine-Ruhr 2025 World University Games trugen Freiwillige der Sportjugend Hessen die Flamme nach einer kleinen Runde um die Neue Altstadt zum Stadthaus am Dom, wo Bürgermeisterin und Diversitätsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Stiftung gegen Rassismus die 120 Gäste der Auftaktveranstaltung begrüßte.

In ihrer Rede erinnerte Eskandari-Grünberg an die Zeit Mitte der 1990er Jahre, als die Internationalen Wochen gegen Rassismus auf Initiative der Zivilgesellschaft erstmals stattfanden. Die Zeit sei geprägt gewesen von Angriffen auf Geflüchtetenunterkünfte, Brandanschläge und Menschenjagden. „Inzwischen sind rassistische und antidemokratische Bewegungen weltweit auf dem Vormarsch“, sagte Eskandari-Grünberg. „Diese Entwicklung beunruhigt und macht Angst. Aber wir dürfen nicht resignieren.“

Die Bürgermeisterin dankte der Stiftung gegen Rassismus für ihr Engagement. Die Stiftung sieht ihre Aufgabe in erster Linie in der Planung und Koordinierung der jährlich stattfindenden bundesweiten Wochen gegen Rassismus. Stiftungsgründer und Geschäftsführer Jürgen Micksch sagte: „Die tausenden Veranstaltungen zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus sind ein Signal für eine menschenfreundliche Gesellschaft. Nach einem migrationsfeindlichen Wahlkampf, bei dem hunderttausende Menschen gegen rechts auf die Straße gingen, folgen nun bunte Aktionen und Veranstaltungen für Respekt und die Menschenwürde. Gemeinsam kann dadurch die Stimmung im Land geändert werden.“

Die Hessische Ministerin für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales, Heike Hofmann, fügte hinzu: „Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Sie zu bewahren, erfordert von uns allen, dass wir uns spaltenden Kräften, Rassismus und Antisemitismus entschieden entgegenstellen. Wir dürfen nicht akzeptieren, dass Diskriminierung für Menschen unseres Landes Teil ihres Alltags ist. Unsere Demokratie lebt von Vielfalt, Teilhabe und Mitbestimmung. Das macht Veranstaltungen wie diese und Initiativen wie die Internationale Woche gegen Rassismus so wichtig: Sie machen das Engagement für eine offene und vielfältige Gesellschaft öffentlich sicht- und erlebbar.“

Staatsministerin Reem Alabali-Radovan, die Beauftragte der Bundesregierung für Antirassismus, schickte für die Auftaktveranstaltung eine Videobotschaft. In einer Podiumsrunde sprachen Eskandari-Grünberg, DFB-Vizepräsidentin Célia Šašić und Cetin Gültekin, Bruder des in Hanau ermordeten Gökhan Gültekin, über Möglichkeiten, auf verschiedenen Ebenen gegen Rassismus vorzugehen.

Mit insgesamt 20 Veranstaltungen beteiligen sich Initiativen und Vereine aus Frankfurt an den Internationalen Wochen gegen Rassismus. Unter anderem gibt es Workshops, Lesungen, Filmvorführungen, eine Comedy-Show und mehrere interreligöse Fastenbrechen. Die Projekte werden vom Diversitätsdezernat mit bis zu 4000 Euro gefördert. Mehr Informationen gibt es unter frankfurt.de/service-und-rathaus/verwaltung/aemter-und-institutionen/stabsstelle-antidiskriminierung/aktionstage-gegen-rassismus. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Der Kulturcampus – ein gemeinsames Projekt von Stadt und Land

Ministerpräsident Boris Rhein hat gemeinsam mit Wissenschaftsminister Timon Gremmels und der Stadt Frankfurt den Startschuss für den Frankfurter Kulturcampus auf dem ehemaligen Universitätsgelände in Bockenheim gegeben. Die gemeinsame Lösung von Stadt und Land ist für den Regierungschef ein einzigartiges Projekt, um Kunst, Wissenschaft und Wohnen miteinander zu verbinden. „Eine Vision wird Wirklichkeit: Mit dem jetzt vereinbarten Neubau der Frankfurter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst als Kern des Kulturcampus nimmt dessen Entwicklung konkrete Formen an. Damit lösen wir ein Versprechen ein, das sich Land und Stadt vor Jahren gegeben haben: Wir realisieren ein Bauprojekt mit Strahlkraft für Hessens gesamte Kulturlandschaft und geben der Hochschule Planungssicherheit für modernes Lernen und Forschen. In Frankfurt entsteht damit nicht nur ein hochmodernes Zentrum für künstlerische Ausbildung und Exzellenz, sondern auch ein lebendiger Treffpunkt“, sagte Rhein. Der Ministerpräsident stellte die Pläne am Montag, 17. März, zusammen mit Wissenschaftsminister Gremmels, Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef und Kulturdezernentin Ina Hartwig in Frankfurt vor.

Oberbürgermeister Josef betonte die Bedeutung der Standortentscheidung für Frankfurt: „Der zentrale Baustein ist vereinbart: Die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst wird auf dem ehemaligen Universitätsgelände in Bockenheim gebaut. Der Kulturcampus wird ein Zukunftsprojekt mit Strahlkraft für die ganze Stadt. Die Musikhochschule ist das Herzstück. Mit dieser Entscheidung fallen letztlich alle Puzzleteile an ihren Platz und alles andere wird sich daran orientieren können. Mir war besonders wichtig, dass sich der Charakter des Stadtteils Bockenheim in der Lösung widerspiegelt und dass wir unsere Zusage einhalten können, eine gute Alternative nach dem Wegzug der Goethe-Universität zu finden. Ich bin überzeugt, wir haben jetzt eine hervorragende Lösung für das Land Hessen, für die Musikhochschule und auch für Bockenheim.“

Kunst- und Wissenschaftsminister Gremmels hob die Bedeutung des Kulturcampus als offenen und integrativen Ort hervor: „Wir setzen heute ein klares Zeichen. Wir geben der HfMDK den Raum, den sie braucht. Mit dem Kulturcampus und dem neuen Standort der HfMDK etablieren wir nicht nur einen Ort der wissenschaftlichen Bildung und der Hochkultur, sondern einen lebendigen Raum für alle – mit Stadtteilanbindung, Soziokultur und offenen Räumen für Kunst und Begegnung. Außerdem schaffen wir bezahlbaren studentischen Wohnraum, der dringend benötigt wird. Ich danke allen, die diesen Weg mitgegangen sind und weiter mit uns gehen. Ich bin mir sicher: Der Kulturcampus wird ein Ort der Wissenschaft, der Kunst, der Begegnung und ein Symbol dafür, dass Politik gestalten kann.“

Kulturdezernentin Hartwig ergänzte: „Heute ist ein besonderer Tag für die Kultur in Frankfurt: Bockenheim bekommt nun doch noch – endlich – seinen Kulturcampus. Die beiden wichtigsten Institutionen können als Herzstück des Campus realisiert werden: Die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst und das Frankfurt LAB. Das LAB ist ein großartiges Projekt, in dem die verschiedensten Institutionen der darstellenden Kunst und Musik und besonders junge Künstlerinnen und Künstler zusammenkommen. Gleichzeitig wirkt das LAB in die Nachbarschaft, in den Stadtteil hinein und eröffnet ganz neue Perspektiven und Chancen für Bockenheim und die gesamte Stadt Frankfurt. Ich freue mich sehr über die Entscheidung des Landes, die HfMDK in Bockenheim anzusiedeln.“

Stadt und Land hatten sich vorab im Einvernehmen mit der HfMDK darauf geeinigt, auf einen zusammenhängenden Baukörper im südlichen Baufeld zu verzichten und das Raumprogramm stattdessen auf mehrere Gebäude auf dem Areal der Dondorf-Druckerei im Norden und auf ein weiteres Baufeld jenseits der Bockenheimer Landstraße zu verteilen. Ein Studierendenwohnheim, das eine Mensa im Erdgeschoss beherbergen könnte, soll dabei als verbindendes Element dienen. Die bauliche Realisierung des Vorhabens erfolgt im Rahmen eines Architekturwettbewerbs des Landes, der noch in diesem Jahr ausgelobt werden soll. Das Land wird den Neubau mit 170 Millionen Euro aus dem Hochschulbauprogramm HEUREKA fördern.

Das Hochschulbauprogramm HEUREKA

Seit 2008 fördert das Hochschulbau-Investitionsprogramm HEUREKA den Hochschulbau in Hessen mit einem Gesamtvolumen von 5,7 Milliarden Euro bis 2031 (HEUREKA III). Bereits 2015 setzte der damalige Wissenschaftsminister und heutige Ministerpräsident Rhein einen Investitionsschwerpunkt bei den Kunsthochschulen HfG Offenbach und HfMDK Frankfurt sowie der Hochschule Geisenheim. Der Ausbau der Hochschule Geisenheim läuft, der Neubau der HfG Offenbach wird nach einem Architektenwettbewerb geplant.

Die Planungen für das Frankfurt LAB

Da nun die Entscheidung des Landes vorliegt, die Musikhochschule auf dem Kulturcampus Bockenheim anzusiedeln, kann die Stadt Frankfurt in die konkrete weitere Planung einsteigen. Auf dem Gelände der Kunstbibliothek könnte nach einer Phase der Zwischennutzung das Frankfurt LAB neu gebaut werden. Fest steht, dass der Platz reicht für die entsprechende Planung. Demnach umfassen die neuen Räumlichkeiten eine Probebühne im Obergeschoss sowie einen ebenerdigen großen Saal (30 mal 50 Meter), der direkt zugänglich und anlieferbar ist. Somit werden alle Raumbedarfe des LAB erfüllt, und die Situation verbessert sich im Vergleich zur aktuellen Situation in der Schmidtstraße im Frankfurter Stadtteil Gallus maßgeblich. Der Magistrat der Stadt Frankfurt wird auf Basis dieser Einigung einen Grundlagenbeschluss zum Bau des Frankfurt LAB erarbeiten. Entsprechende Planungsmittel sind bereits in den städtischen Haushalten eingestellt.

Weitere Stimmen zum geplanten Kulturcampus

Petra Roth, ehemalige Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt am Main, außerdem Ehrenbürgerin und eine der Initiatoren des Kulturcampus: „Bei meinem 80. Geburtstag im vergangenen Jahr im Kaisersaal im Rathaus Römer habe ich einen Herzenswunsch geäußert. Ich sagte: ‚Ministerpräsident Boris Rhein und Oberbürgermeister Mike Josef sollen sich zusammenspannen und den Kulturcampus zum Klingen bringen.‘ Heute bin ich glücklich und begeistert, feststellen zu können, dass mein Geburtstagswunsch auf einen fruchtbaren Boden gefallen ist. Mit der Entscheidung zum Standort der Hochschule für Musik sind wir einen großen Schritt vorangekommen.“

Elmar Fulda, Präsident der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (HfMDK): „Die Bekräftigung der Landesregierung, den dringend erforderlichen Neubau der HfMDK prioritär zu realisieren, ist ein starkes Signal in finanziell schwierigen Zeiten. Die Stadt Frankfurt hat wichtige Klärungen zu den in den letzten Jahren veränderten städtebaulichen Rahmenbedingungen in Bockenheim herbeigeführt. Wir danken allen, die an der Entscheidung mitgewirkt haben. Jetzt müssen wir gemeinsam dafür sorgen, dass alle weiteren Planungs- und Bauprozesse mit höchstem Tempo in einem belastbaren Zeitrahmen erfolgen und die notwendigen Finanzmittel für funktionale und qualitätsvolle Gebäude bereitstehen, damit nicht im Bestand die Lichter ausgehen, bevor der Neubau bezogen werden kann. Wir freuen uns, wenn die Stadt die Überlegungen aus den Planungswerkstätten der 2010er Jahren aufgreift und die Bockenheimer Landstraße in diesem Abschnitt neugestaltet. So kann ein urbanes Zentrum mit hoher Aufenthaltsqualität dort entstehen, wo heute noch der Autoverkehr dominiert und Fußgänger zu erheblichen Umwegen gezwungen sind.“

Hessens Finanzstaatssekretär Uwe Becker: „Der Kulturcampus ist für die Stadt Frankfurt und für das Land Hessen von besonderer Bedeutung, da Wissenschaft, Kultur und Stadtgesellschaft hier in Bockenheim produktiv zusammenkommen. Die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst wird diesen Stadtteil neu beleben, der so viele Jahre durch die Goethe-Universität geprägt wurde. Neben mehreren Neubauten ist auch die Dondorf-Druckerei Bestandteil des neuen Konzepts und wird in das Ensemble für die HfMDK integriert. Durch die nun gefundene Verständigung mit der Stadt ist der Weg frei für einen Realisierungswettbewerb des Landes.“

Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen und Wohnen: „Mit der Entscheidung des Landes Hessen, die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Bockenheim zu errichten, kommt der Kulturcampus einen wichtigen Schritt weiter. Die Idee eines vielfältigen und gemeinwohlorientierten Campus ist durch die bereits bestehenden Angebote und geplanten Zwischennutzungen schon heute erlebbar. Die Hochschule fügt sich perfekt in diesen besonderen Ort ein und wird zur weiteren Belebung beitragen. Ich freue mich auf die weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Land und bin sehr auf die Ergebnisse des Architektenwettbewerbs gespannt.“

Frank Junker, Geschäftsführer ABG Frankfurt Holding: „Wir freuen uns, dass nunmehr eine Vereinbarung zwischen der Stadt Frankfurt am Main und dem Land Hessen zustande gekommen ist, die einerseits den Gedanken des Kulturcampus mit Leben füllt und andererseits uns nunmehr die Möglichkeit eröffnet, dass wir jetzt mit der Planung und Realisierung von dringend benötigtem, bezahlbarem Wohnraum auf dem Kulturcampus-Areal beginnen können. Dabei werden wir auch unter Berücksichtigung der grauen Energie die Revitalisierung des Juridicums prüfen.“ (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Frankfurt und Darmstadt kooperieren bei Drogenhilfe

Sozial- und Gesundheitsdezernentin Elke Voitl und Darmstadts Bürgermeisterin und Sozialdezernentin Barbara Akdeniz haben sich auf eine umfassende Kooperation in der Drogenhilfe verständigt. „Wir wollen die auf operativer Ebene gewachsene Zusammenarbeit der beiden Städte künftig verstärkt auf politischer Ebene fortsetzen“, sagen die beiden Politikerinnen. „Beide Städte verfolgen das gleiche Ziel und haben ein gut funktionierendes Hilfenetz aufgebaut. Daher stellen wir uns jetzt gemeinsam den Herausforderungen, vor denen auch viele andere Städte in Hessen stehen“, betonen die beiden Dezernentinnen.

„Darmstadt hat seine Suchthilfeeinrichtungen ausgebaut und prüft zudem, welche Möglichkeiten es gibt, einen Drogenkonsumraum einzurichten“, sagt Akdeniz. „Wie in Frankfurt gibt es in Darmstadt Einrichtungen, in denen drogenkranke Menschen Beratung, Essen und Getränke, Hygieneartikel und sterile Spritzen erhalten. Die örtliche Drogenhilfeeinrichtung Scentral bezieht noch in diesem Jahr einen Neubau mit Aufenthaltsmöglichkeiten. Im angrenzenden Herrngarten wird es einen Außenbereich für Suchtkranke geben, wo sie sich aufhalten können, Kontakt zu den Mitarbeitenden im Scentral gewährleistet ist und auch Infrastruktur wie Regenschutz, Toiletten und dergleichen vorhanden sein wird. Im vergangenen Jahr wurde Streetwork in der Stadt und rund um die Drogenhilfeeinrichtung bereits deutlich ausgeweitet.“

„Darmstadt und Frankfurt übernehmen Verantwortung für ihre Bürger:innen. Ich freue mich, dass unsere Nachbarstadt als erste Kommune in Hessen meinem Vorschlag der Zusammenarbeit nachkommt und unsere Forderungen unterstützt. Crack und Fentanyl sind längst in kleinen und mittleren Städten angekommen. Dauerhaft wird sich keine Kommune mehr wegducken können“, sagt Voitl. Die Sozial- und Gesundheitsdezernentin hat die Städte und Gemeinden in Hessen mehrfach aufgefordert, eigene Hilfsstrukturen aufzubauen – zuletzt in einem gemeinsamen Schreiben mit Oberbürgermeister Mike Josef.

„Wir sehen dies als überregionale Problematik. Alle betroffenen Städte müssen beim Ausbau des Hilfesystems vom Land angemessen unterstützt werden“, fordern Voitl und Akdeniz. Bürgermeisterin Akdeniz ergänzt: „Auch in Darmstadt erwarten wir finanzielle Unterstützung von Seiten des Landes, um den Anforderungen des veränderten Konsumverhaltens durch Crack, aber auch durch die wachsende Szene angemessen begegnen zu können. Aus meiner Sicht müssen alle Großstädte Hessens besser ausgestattet werden, denn auch nach Darmstadt kommen viele Konsumentinnen und Konsumenten aus dem Umland.“ (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Buchausstellung für Kinder und Jugendliche – die Frankfurter LeseEule

Das abwechslungsreiche Rahmenprogramm der LeseEule zieht von März bis Dezember durch die Stadtteile. Für den Herbst haben sich die Veranstalter etwas ganz Besonderes ausgedacht. Rund um den Vorlesetag wird es viele weitere Lesungen, Workshops und Theaterstücke geben.

Das Programm wird spätestens Ende der Sommerferien unter kinderkultur-frankfurt.de veröffentlicht. Die Veranstaltungen geben Familien, Kita-Gruppen, Schulklassen und Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit die Gelegenheit, sich mit dem Thema „Streiten kann man nicht alleine: miteinander – gegeneinander – füreinander“ intensiv auseinanderzusetzen. Diese werden in Kooperation mit Akteurinnen und Akteuren der kulturellen Bildung umgesetzt.

Viele Angebote sind kostenfrei oder kostengünstig zwischen 1,50 bis 4 Euro pro Person zu buchen.

Weiterführende Informationen finden sich in dem Programmheft, das unter kinderkultur-frankfurt.de sowie im Anhang zum Download bereitsteht. Gedruckt ist das Heft zur Ausstellung in den Stadtteilbibliotheken, den Sozialrathäusern und bei allen Kooperationspartnerinnen und -partnern der LeseEule zu finden.

Ausgestellt werden 700 Neuerscheinungen und rund 100 Titel zum diesjährigen Blickpunktthema: „Streiten kann man nicht alleine: miteinander – gegeneinander – füreinander“. Die Bücher sind altersgerecht unterteilt und laden zum Lesen und Verweilen für alle ein.

Auch das Kultur- und Freizeitticket (Kufti) vom Kulturamt besucht die LeseEule. Noch bis Sonntag, 30. März, ist es in den Römerhallen mit einem eigenen Stand vertreten. Dort können die Besuchenden nach Lust und Laune kreativ werden und sich am Meinungsbarometer beteiligen. Die Kinder- und Jugendbuchausstellung kann in den Römerhallen bis zum 30. März jeweils von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr und am Wochenende von 10 bis 18 Uhr kostenfrei besucht werden.

Die Frankfurter LeseEule wird federführend vom Jugend- und Sozialamt in Kooperation mit der Stadtbücherei Frankfurt und dem Stadtschulamt organisiert.

Download

Programm LeseEule 2025 (PDF)

(Quelle: Frankfurt am Main)

Fahrlässige Brandstiftung

Gartenabfälle, eine Gartenhütte und zuletzt ein Teilbereich einer Hausfassade. In dieser Reihenfolge breitete sich am Mittwoch, dem 12.März 2025, gegen 17:00 Uhr ein vermeintlich kleines Feuer in der Straße „Am Waldgraben“ aus.

Spätestens beim Versuch, das sich ausbreitende Feuer eigenständig zu löschen, realisierte die 65-jährige Verursacherin, weshalb das Abbrennen von Gartenabfällen im Stadtgebiet grundsätzlich verboten ist.

Nachdem sie nach derzeitigen Erkenntnissen die brennenden Gartenabfälle unbeaufsichtigt ihrem Schicksal überließ, breitete sich das Feuer auf die angrenzende Gartenhütte, welche vollständig zerstört wurde, aus. Die hinzugezogene Feuerwehr konnte Schlimmeres verhindern, so dass im weiteren Brandverlauf nur ein Teil der Hausfassade des angrenzenden Wohnhauses beschädigt wurde.

Personen wurden nicht verletzt.

Gegen die Frau wurde nun eine Strafanzeige wegen fahrlässiger Brandstiftung eingeleitet. (Quelle: Polizeipräsidium Frankfurt am Main, Pressestelle)

Kulturprojekte im Zeichen von Antirassismus und Antidiskriminierung

Das städtische Kulturamt lobt erneut spartenübergreifend künstlerische Projekte aus, die im Zeichen von Antirassismus und Antidiskriminierung einschlägige Themen aufgreifen. Für Kulturveranstaltungen und -projekte verschiedener Formate stehen basierend auf einem Etat-Antrag der Römer-Koalition erneut insgesamt 70.000 Euro bereits ab September dieses Jahres zur Verfügung.

„In Zeiten des neu erstarkten Rassismus und rechten Terrors wird die Verteidigung unserer demokratischen Grundordnung zur gesamtgesellschaftlichen Aufgabe. Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Geschehnisse macht die Ausschreibung erneut aufmerksam auf das Attentat von Hanau vor gut fünf Jahren. Für die Täter gehören Menschen mit Migrationsgeschichte nicht hierher, nicht nach Hanau, nicht nach Frankfurt, nicht nach Hessen, nicht nach Deutschland. Es ist unsere Pflicht, deutlich zu zeigen, dass das nicht so ist und dass es auch nicht die Meinung der Mehrheit darstellt. Die Ausschreibungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, wie groß das Interesse an diesem Thema ist. Ich bin froh, dass wir auch in diesem Jahr dank der Initiative der Stadtregierung eine solche Förderung und damit weiterhin eine künstlerische Auseinandersetzung mit den Themen Rassismus und Diskriminierung ermöglichen können“, sagt Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Ina Hartwig.

„Nach den rechten Bluttaten von Hanau und Halle, nach den rechten Morden der vergangenen Jahre, müssen endlich Schlussfolgerungen gezogen werden. Wir brauchen einen Zivilpakt der Gesellschaft gegen Rassismus und rechten Terror. Wir brauchen ein klares Signal aller Demokratinnen und Demokraten“ lautete die eindeutige Positionierung der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung unmittelbar nach dem rassistischen Terroranschlag in Hanau am 19. Februar 2020.

Spartenübergreifende Ausschreibung des Kulturamtes

Um die Erinnerung dauerhaft wach zu halten, sollen Projekte in der ganzen Stadt gefördert werden, Initiativen, Vereine, Künstlerinnen und Künstler sowie Institutionen können sich jetzt zum vierten Mal in Folge mit künstlerischen Projekten bewerben, die sich kritisch mit Rassismus und Diskriminierung auseinandersetzen. Die Förderung soll unter anderem dazu beitragen, gleichberechtigte Zugangsmöglichkeiten zu Kunst und Kultur für alle Menschen zu schaffen und die kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Ausgrenzungsmechanismen zu stärken. Die Projekte sollen im Frankfurter Kulturbetrieb spartenübergreifend die Diversitätsentwicklung fördern.

Als besonders förderungswürdig gelten partizipative künstlerische Projekte von und mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie kulturelle Angebote in allen Frankfurter Stadtteilen, die zum Ziel haben, Menschen zu erreichen, die von klassischen Kulturformaten sonst nicht angesprochen werden. Dabei werden Einsendungen von Personen oder Gruppen mit eigenen Rassismuserfahrungen ausdrücklich begrüßt.

Die Frist für die Einreichung der Förderanträge endet am Sonntag, 15. Juni. Über die Modalitäten der Antragstellung informiert eine separate Ausschreibung des Frankfurter Kulturamtes unter kultur-frankfurt.de/portal/de/Kulturdezernat/Kulturfoerderung. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Ehrenamtliche für Senioreprävention geschult

Am Montag, dem 10. März 2025, haben die Polizei und der Präventionsrat zehn neue Ehrenamtliche für die Seniorenprävention geschult und mit Aushändigung einer vom Polizeipräsidenten und Präventionsratsleiter unterschriebenen Urkunde ernannt.

Damit unterstützen nun bereits 42 Personen die Behörden, um Seniorinnen und Senioren vor Kriminalität zu schützen. 25 verschiedene Stadtteile in Frankfurt sind demnach mit Kontaktpersonen versorgt, die mit den Schutzmännern und -frauen vor Ort der Polizei präventiv auf Gewalttaten einwirken können.

Die langjährige Präventionsarbeit zeigt Wirkung: Viele ältere Menschen sind mittlerweile gerüstet und wissen, was zu tun ist bei Schockanruf, Enkeltricks, unseriösen Haustürgeschäften oder Diebstahl. Es gilt stets die Faustregel: Auf das eigene Bauchgefühl achten und die Polizei unter 110 kontaktieren oder sich von dem oder der Seniorensicherheitsbeauftragten im Stadtteil beraten lassen.

Weitere Informationen zu den Seniorensicherheitsbeauftragten gibt es beim Präventionsrat unter Telefon 069/212-35443. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Warnstreiks im ÖPNV in Frankfurt am Main

Zum dritten Mal in diesem Jahr stehen Warnstreiks bevor, von denen auch die Fahrgäste im Frankfurter Nahverkehr betroffen sein werden: Von Dienstag, 11. März, bis Donnerstag, 13. März, werden voraussichtlich die U-Bahnen und Straßenbahnen in Frankfurt am Main nicht verkehren. Es ist damit zu rechnen, dass an den drei Tagen die Züge aller neun U-Bahnlinien und zehn Straßenbahnlinien aufgrund des Streiks in den Depots bleiben werden.

Vor allem das Bestreiken der U-Bahn als Rückgrat des städtischen Nahverkehrsnetzes wird viele Fahrgäste betreffen. Da aber S-Bahnen, Regionalzüge und auch die städtischen Frankfurter Buslinien verkehren, können diese im Frankfurter Nahverkehrsnetz sicher vielfach als Alternative weiterhelfen. Gerade im Busverkehr ist jedoch teilweise mit einer spürbar höheren Nachfrage zu rechnen.

Die städtische Nahverkehrsgesellschaft traffiQ und die VGF empfehlen ihren Fahrgästen, sich möglichst kurz vor Fahrtantritt noch einmal aktuelle Informationen einzuholen. Man erhält diese über die Radiosender, am RMV-Servicetelefon unter 069/24248024, das rund um die Uhr erreichbar ist, im Internet unter rmv-frankfurt.de und in den Sozialen Medien (siehe unten).

In der Internet-Fahrplanauskunft lassen sich die U-Bahn- und Straßenbahnverbindungen ausblenden, so dass nur die alternativen S-Bahnen, Regionalbahnen und Busse angezeigt werden, die tatsächlich verkehren: Unter „Womit“ wählt man „Optionen anzeigen“ und entfernt dort die Häkchen bei „U-Bahn“ und bei „Straßenbahn“.

Diese Linien verkehren voraussichtlich trotz des Warnstreiks im öffentlichen Dienst:

  • die S-Bahn-Linien
  • die Regionalzüge
  • die lokalen Frankfurter und die regionalen Buslinien

Informationen im Internet und in den sozialen Medien gibt es unter:

(Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Frankfurt am Main: Wasser Marsch auf den Friedhöfen

Die Trauerhalle des Waldfriedhofs Goldstein in Frankfurt am Main
Trauerhalle des Waldfriedhofs in Goldstein

Voraussichtlich ab Samstag, dem 15. März, wird damit begonnen, das Wasser auf den Friedhöfen nach und nach wieder anzustellen. Bis das Wasser tatsächlich auf allen 36 Frankfurter Friedhöfen läuft, dauert es einige Tage. Zahlreiche Haupt- und Nebenleitungen müssen aufgedreht und sämtliche Wasserzapfstellen überprüft werden. Etwaige Schäden, die dabei zutage treten, werden schnellstmöglich behoben. Zudem kann sich der Termin bei anhaltendem Frost nach hinten verschieben.

Bis Ende März sollte das Wasser jedoch überall zur Verfügung stehen. Sicherheitshalber empfiehlt das Grünflächenamt, sich vor der Frühjahrsbepflanzung bei der jeweiligen Friedhofsverwaltung zu erkundigen, ob das Wasser bereits angestellt ist. Die Telefonnummern sind auf der Website friedhof-frankfurt.de und in den Aushangkästen am Eingang jedes Friedhofs zu finden.

Seit dem 1. März sind die Friedhöfe auch wieder länger geöffnet. Bis 18 Uhr stehen die Tore offen, ab Dienstag, 1. April, sogar bis 20 Uhr. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Baugenehmigungsverfahren werden in Frankfurt zukünftig digital abgewickelt

Die Bauaufsicht Frankfurt (BAF) treibt die Digitalisierung der Verwaltung weiter voran: Ab Dienstag, 1. April, wird das Baugenehmigungsverfahren vollständig digital abgewickelt. Damit reagiert die Stadt auf die langjährigen Forderungen von Bauherren und Architekten nach einem modernen, schnellen und transparenten Verfahren. Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen und Wohnen, betont die Bedeutung dieses Schrittes: „Digitale Verwaltungsprozesse sind kein Luxus, sondern ein Muss – für Bürgerinnen und Bürger, für Unternehmen und für den gesamten Wirtschaftsstandort Frankfurt. Mit der Einführung des digitalen Bauantrags setzen wir Maßstäbe und stärken die Wettbewerbsfähigkeit unserer Stadt.“

Warum Digitalisierung? Weniger Bürokratie und kürzere Bearbeitungszeiten

Frankfurt steht im internationalen Wettbewerb, und effiziente digitale Verwaltungsprozesse sind ein entscheidender Standortfaktor. Besonders das Bauantragsverfahren, eines der komplexesten Verwaltungsverfahren, profitiert von der Digitalisierung. Weniger Bürokratie, kürzere Bearbeitungszeiten und mehr Transparenz sind die unmittelbaren Vorteile für Bauherren, Planer und Behörden.

Das digitale Bauportal: Ein langer Weg mit großem Erfolg

Bereits 2017 hat die Bauaufsicht Frankfurt mit der Einführung der digitalen Antragstellung für Werbeanlagen erste Schritte in Richtung Digitalisierung unternommen. Dabei entschied sie sich bewusst gegen einen Alleingang und initiierte eine landesweite Zusammenarbeit. Ein entscheidender Durchbruch gelang 2018, als Frankfurt den Gesetzgeber dazu bewegen konnte, zentrale Hürden in der Hessischen Bauordnung (HBO) abzubauen. Eine der wichtigsten Änderungen war der Entfall der Schriftform, sodass digitale Bauanträge nun verbindlich eingereicht werden können. Auf Grundlage dieser Entwicklung wurde die Ekom21 als Digitalisierungsdienstleister in den Jahren 2019 und 2020 mit der Entwicklung eines zentralen digitalen Bauportals für Hessen beauftragt. Frankfurt ist als Pilotbehörde maßgeblich an der Gestaltung des Bauportals beteiligt.

Auch das Land Hessen unterstützt diesen Prozess. Hessens Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori betont: „Der digitale Bauantrag ist ein Meilenstein auf dem Weg zur Digitalisierung und Vereinheitlichung der Antragsverfahren in Hessen. Mit diesem wichtigen Schritt und den damit verbundenen kürzeren Genehmigungszeiten schaffen wir ein attraktives Angebot für Bauherren und Investoren, die in den Wirtschaftsstandort Frankfurt investieren. Die vollständige Digitalisierung des Baugenehmigungsverfahrens ist Vorbild für weitere digitale Serviceleistungen von Behörden in Hessen und ebenso richtungsweisend für den Bund.“

Das neue digitale Bauportal ermöglicht eine durchgängige und medienbruchfreie Abwicklung des gesamten Genehmigungsprozesses – von der Antragstellung über die Erteilung der Baugenehmigung bis hin zur Fertigstellung des Bauprojekts. Zudem erleichtert es die digitale Beteiligung der verschiedenen Ämter in der Stadtverwaltung und sorgt für eine nahtlose Kommunikation zwischen allen relevanten Behörden und dem Regierungspräsidium in Darmstadt. Ein geführter Dialog unterstützt Bauherren und Planer bei der Antragstellung, und das einheitliche Portal für ganz Hessen gewährleistet eine sichere Weiterleitung aller Daten und Unterlagen.

Um den Antrag überhaupt digital stellen zu können, hatte die Bauaufsicht der Stadt Frankfurt als Voraussetzung ihre Software zur Anbindung an das Portal auf eine neue Version aktualisiert. Dies wurde von der Hessischen Digitalministerin mit über 100.000 Euro gefördert. „Bei Digitalisierungsvorhaben liegt großes Potenzial in der Zusammenarbeit und im Transfer guter Lösungen. Dies ist eines der inzwischen 92 Projekte aus dem Programm ,Starke Heimat Hessen‘, mit denen sich Hessen zu einer Smart Region entwickelt und damit die Digitalisierung der Kommunen wesentlich vorangetrieben wird“, ergänzte Digitalministerin Prof. Kristina Sinemus.

Vorteile für Bauherren, Planer und Verwaltung

Die Digitalisierung des Bauantragsverfahrens bringt zahlreiche Vorteile mit sich: Die papierlose Bearbeitung reduziert Druck- und Plotterkosten erheblich, da keine Mehrfachausfertigungen von Unterlagen mehr erforderlich sind. Kürzere Abstimmungswege und reduzierte Nachforderungen führen zu einer schnelleren Bearbeitung der Anträge. Besonders Bauherren und Entwurfsverfasser profitieren von der erheblichen Zeitersparnis. Zudem entfällt der Unterschriftenaufwand für Bauherrn, da digitale Anträge verbindlich eingereicht werden können. Auch die Archivierung wird effizienter, da keine physischen Aktenberge mehr entstehen.

Simone Zapke, Amtsleiterin der Bauaufsicht Frankfurt, fasst die Bedeutung dieser Entwicklung zusammen: „Mit der Digitalisierung des Baugenehmigungsverfahrens macht Frankfurt einen großen Schritt in Richtung Zukunft. Eine moderne Verwaltung, die effizient arbeitet und den Standort Frankfurt stärkt – davon profitieren Bürger, Unternehmen und die gesamte Stadt.“

Digitalisierung in Frankfurt – konkrete Maßnahmen

Die Bauaufsicht Frankfurt setzt bereits heute auf digitale Lösungen und hat in den vergangenen Jahren entscheidende Maßnahmen zur Modernisierung der Verwaltung ergriffen. Eine zentrale Scanstelle erfasst Papierdokumente und integriert sie in digitale Prozesse. Seit Juli 2023 erfolgt die Antragstellung für Werbeanlagen ausschließlich digital. Zudem wurde ein digitales Bestandsarchiv aufgebaut, in dem bereits über zehn Kilometer Akten digitalisiert wurden. Bauherren können von ihrem eigenen PC aus auf relevante Dokumente zugreifen. Ein weiteres Beispiel ist die digitale Baulastauskunft mit E-Payment-Funktion, die jährlich rund 4000 Anfragen verarbeitet.

Mit der vollständigen Digitalisierung des Baugenehmigungsverfahrens setzt Frankfurt ein starkes Zeichen für eine moderne und effiziente Verwaltung, die den Anforderungen der Zukunft gerecht wird.