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Oberbürgermeister Josef und Bürgermeisterin Eskandari-Grünberg senden Ostergruß an alle Christinnen und Christen

Mit der Auferstehung Jesu und dem Ende der Fastenzeit feiern Christinnen und Christen weltweit an Ostern ihr wichtigstes Fest. Das Besondere in diesem Jahr: Orthodoxe, römisch-katholische sowie evangelische Gläubige begehen das Fest am selben Datum, am Sonntag, 20. April. Aufgrund verschiedener Kalender liegen die Feiertage orthodoxer beziehungsweise römisch-katholischer und evangelischer Christinnen und Christen in der Regel auseinander, da orthodoxe Gläubige sich nach dem Julianischen Kalender richten, während römisch-katholische und evangelische dem Gregorianischen Kalender folgen. Da Ostern sich jedoch ohne festes Datum am jüdischen Pessach-Fest und dem Mondkalender orientiert, haben Christinnen und Christen weltweit in diesem Jahr die seltene Gelegenheit, am gleichen Datum zu feiern.

„Ostern ist das Fest der Hoffnung und der Erneuerung“, sagt Oberbürgermeister Mike Josef. „In unserer Stadt, die für Vielfalt, Zusammenhalt und Aufbruch steht, erinnert uns dieses Fest, wie wichtig Gemeinschaft, Empathie, Mut und der Blick nach vorn sind. Ich wünsche allen Frankfurterinnen und Frankfurtern ein frohes und friedliches Osterfest.“

Bürgermeisterin und Diversitätsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg würdigt die wichtige Rolle der christlichen Gemeinschaft für Frankfurt: „In diesen Zeiten ist es wichtig, dass wir zusammenstehen und uns gegenseitig unterstützen. Ich danke allen Christinnen und Christen in Frankfurt für ihr Engagement in der Stadt. Die Gemeinden leisten einen wichtigen Beitrag für das Zusammenleben. Ich wünsche allen Christinnen und Christen, und allen, die das Fest begehen, frohe Feiertage.“

Auf der ökumenischen Website christliches-frankfurt.de gibt es einen Überblick über alle Veranstaltungen und Gottesdienste während der Ostertage – katholische, evangelische und ökumenische. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Innenstadtkirchen läuten Ostern ein

Insgesamt 50 Glocken von zehn Innenstadtkirchen stimmen am Karsamstag, 19. April, auf Ostern ein: Das Große Stadtgeläute bietet von 16.30 Uhr bis 17 Uhr wieder ein einzigartiges Klangerlebnis. Das nutzen viele Einheimische sowie Besucherinnen und Besucher zu einem traditionellen Spaziergang durch die Frankfurter Innenstadt.

„Das Große Stadtgeläute vermittelt eine einmalige Stimmung! Die feierliche und andächtige Atmosphäre ist etwas ganz Besonderes. Sie verleitet dazu, gemütlich durch das Stadtzentrum zu flanieren, immer mal wieder innezuhalten und dem Glockenkonzert zu lauschen“, sagt Stadtkämmerer Bastian Bergerhoff, der auch für die Dotationskirchen zuständig ist. „Es ist inzwischen zu einer echten Frankfurter Tradition und einem festen Termin viermal im Jahr geworden. Ich kann daher nur empfehlen, diesen schönen Anlass für ein gemeinsames Erlebnis zu nutzen.“

Die Glocken von zehn Innenstadtkirchen erschallen in einer festgelegten Reihenfolge und in perfekter Abstimmung aufeinander. Den Auftakt zum Großen Stadtgeläute macht die Bürgerglocke der Paulskirche, ganz am Ende ertönt die Gloriosa im Dom. Zu den beliebtesten Standorten zum Zuhören zählen der Römerberg, der Liebfrauenberg, die Hauptwache, der Paulsplatz und der Eiserne Steg. Einen speziellen Ort, um am besten zu hören, gibt es aber nicht: Um das Klangerlebnis aktiv mitzuerleben, bietet sich ein Rundgang durch das Stadtzentrum an.

Das erste Läuten aller Frankfurter Glocken ist bereits zur Begräbnisfeier von Kaiser Ludwig IV. im Jahr 1347 belegt. Daraus entstand eine lange Tradition: Auch bei Anlässen wie den Wahlen von Königen und Kaisern oder Goethes 100. Geburtstag ließ man die Kirchenglocken läuten. 1856 beschloss der Senat der Freien Stadt Frankfurt dann, zu Weihnachten, Ostern und Pfingsten ein Geläute zu veranstalten. Die aktuelle Komposition des Großen Stadtgeläutes geht auf den Mainzer Glockensachverständigen Professor Paul Smets zurück, der das Klangbild 1954 konzipiert hat.

Lediglich viermal im Jahr erklingt das Große Stadtgeläute: an den Samstagen vor Ostern, Pfingsten und dem 1. Advent sowie an Heiligabend. Als Ergänzung beziehungsweise Alternative gibt es inzwischen nicht nur eine CD, sondern auch eine entsprechende Audiodatei, die am Osterwochenende auf der Internetseite der Stadt Frankfurt am Main freigeschaltet wird. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Dezernentin für Klima und Umwelt warnt vor Waldbrandgefahr

Wegen der anhaltenden Trockenheit und der noch immer nicht ausreichend gefüllten Wasserreserven im Boden besteht in Frankfurt derzeit eine erhöhte Waldbrandgefahr. Die Stadt ruft daher alle Bürgerinnen und Bürger zu besonderer Vorsicht auf, insbesondere im Wald.

„Die Böden und das Laub aus dem vergangenen Herbst sind aufgrund der in den vergangenen Wochen fehlenden Niederschläge inzwischen stark ausgetrocknet und stellen eine erhebliche Brandgefahr dar. Schon kleinste Zündquellen können bei diesen Bedingungen schnell ein Feuer entfachen“, warnt Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima und Umwelt. „Besonders jetzt ist es wichtig, im Wald achtsam zu sein – gerade achtlos weggeworfene Zigarettenkippen können unter diesen extremen Bedingungen verheerende Brände auslösen.“

Obwohl aktuell noch kein offizielles Grillverbot ausgesprochen wurde, gilt weiterhin, dass man beim Grillen im Freien umsichtig handeln sollte. Grillen ist im öffentlichen Raum nur an den dafür vorgesehenen Plätzen in den Grünanlagen erlaubt. Besonders wichtig ist es, Funkenflug zu vermeiden und Asche- sowie Kohlereste ausschließlich in dafür vorgesehenen Behältern zu entsorgen. Müll muss entweder richtig entsorgt oder wieder mitgenommen werden.

„Unsere Wälder sind in dieser trockenen Phase besonders gefährdet. Rauchen und offenes Feuer sind nicht ohne Grund grundsätzlich im Wald verboten“, betont Zapf-Rodríguez. „Jede und jeder Einzelne trägt Verantwortung – wir müssen gemeinsam alles dafür tun, damit es gar nicht erst zu einem Brand kommt.“ (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Service: Geänderte Leerungstage über Ostern

Aufgrund der Osterfeiertage am Freitag, 18. April, und am Montag, 21. April, ändern sich bei der Tonnenabfuhr der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) die Leerungstage.

Die Leerungstermine in der Karwoche werden vorgezogen. Die Leerungstermine in der Woche nach Ostern werden einen Tag nach hinten geschoben.

Regulärer Leerungstag: Tatsächlicher Leerungstag:
Montag, 14. AprilSamstag, 12. April
Dienstag, 15. AprilMontag, 14. April
Mittwoch, 16. April Dienstag, 15. April
Donnerstag, 17. April               Mittwoch, 16. April
Freitag, 18. AprilDonnerstag, 17. April
Montag, 21. AprilDienstag, 22. April
Dienstag, 22. AprilMittwoch, 23. April
Mittwoch, 23. AprilDonnerstag, 24. April
Donnerstag, 24. AprilFreitag, 25. April
Freitag, 25. AprilSamstag, 26. April

Die FES bittet um Beachtung der verschobenen Leerungstage bei der Bereitstellung der Tonnen.

Die Wertstoffhöfe der FES und die Kleinmüllplätze bleiben am Karsamstag geschlossen. Der Wertstoffhof in Kalbach bildet eine Ausnahme. Durch den digitalen Zugang außerhalb der regulären Öffnungszeiten haben die Bürgerinnen und Bürger dort die Möglichkeit, sich mittels der von FES-Mitgesellschafter Remondis entwickelten Self-Service App Maex ein Zeitfenster zu buchen. Die Bürgerinnen und Bürger öffnen in der vereinbarten Zeit per Bluetooth das Tor, geben ihre Wertstoffe ab und verlassen das Gelände.

Weitere Informationen finden sich unter fes-frankfurt.de. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Diebstahl mit Pfefferspray als Waffe

Sonntagnacht (6. April 2025) kam es in Höchst zu einem räuberischen Diebstahl. Auf seiner Flucht kollidierte der Täter mit einem Streifenwagen und konnte festgenommen werden.

Gegen 01:50 Uhr meldete ein Zeuge telefonisch bei der Polizei einen Raub unter dem Einsatz von Pfefferspray. Der Täter sei daraufhin mit einem Fahrrad geflüchtet. Durch eine sofort eingeleitete Fahndung der Beamten, stellten diese in der Nähe des Bahnhofs einen männlichen Fahrradfahrer fest. Die Streife sprach den Mann an und forderte ihn auf anzuhalten. Dieser Aufforderung kam der 44-jährige Tatverdächtige nicht nach und flüchtete in Richtung Königsteiner Straße in die dortige Unterführung. Im Rahmen der Fahndung versperrte ein weiterer Funkwagen dem Fahrradfahrer den Weg auf seiner Flucht. Dabei versuchte der Flüchtige dem Streifenwagen auszuweichen, konnte jedoch nicht mehr anhalten und kollidierte mit der Fahrzeugfront. Die Beamten nahmen den Tatverdächtigen daraufhin fest. An dem Fahrzeug entstand ein Sachschaden im mittleren vierstelligen Bereich. Nach aktuellen Ermittlungen erbeutete der Tatverdächtige bei dem vorangegangenen räuberischen Diebstahl unter dem Einsatz von Pfefferspray die Weste der 55-jährigen Geschädigten, in der sich ihre Geldbörse befand. Die Geschädigte wurde dabei leicht verletzt. Die Polizei leitete ein Strafverfahren gegen den 44-jährigen Mann ein. (Quelle: Polizeipräsidium Frankfurt am Main, Pressestelle)

Bedrohung und Verstoß gegen Waffenverbotszone

Polizeibeamte nahmen am Freitagabend (4. April 2025) einen Mann fest, der zuvor einen Passanten in der Straßenbahn mit einem Messer bedroht haben soll.

Gegen 20:20 Uhr meldete der Straßenbahnfahrer der Linie 11 eine männliche Person im Wagen 217, die sich mit gezücktem Messer in der ersten Sitzreihe der Straßenbahn befinde. Zuvor soll dieser einen Fahrgast mit dem Messer bedroht haben. Die Beamten begaben sich daraufhin umgehend zur Haltestelle Nied-Kirche in der Mainzer Landstraße. Vor Ort konnte der 52-jährige Tatverdächtige beim Verlassen der Straßenbahn festgenommen werden. Bei der anschließenden Durchsuchung fanden die Polizisten ein Küchenmesser in seinem mitgeführten Rucksack. Der Geschädigte konnte nicht mehr angetroffen werden.

Gegen den Tatverdächtigen leiteten die Beamten ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Bedrohung und ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des Verstoßes gegen die Waffenverbotszone in öffentlichen Verkehrsmitteln ein. (Quelle: Polizeipräsidium Frankfurt am Main, Pressestelle)

Straßenbahnlinie 11 endet für sieben Wochen an der Hugo-Junkers-Straße

Gleisbauarbeiten in der Hanauer Landstraße unterbrechen den Betrieb der Straßenbahnlinie 11 von Montag, dem 7. April, ab circa 2 Uhr, bis Samstag, dem 24. Mai 2025, um circa 1 Uhr. In dieser Zeit fährt die Linie 11 nur zwischen Höchst und der Hugo-Junkers-Straße im Gewerbegebiet Fechenheim. Ab dort wird ein Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen zur Schießhüttenstraße in Alt-Fechenheim eingerichtet. 

Was wird gemacht?

Auf einer Länge von insgesamt 350 Metern zwischen den Haltestellen Cassellastraße und Mainkur Bahnhof werden 36 Jahre alte Gleise ausgetauscht und die Gleisoberfläche aus den 1950er Jahren erneuert. Des Weiteren wird der über 50 Jahre alte Gleisbereich zwischen Schießhüttenstraße und Arthur-von-Weinberg-Steg umgebaut. Die Arbeiten haben auch Auswirkungen auf den Straßenverkehr. Darüber informiert das Straßenverkehrsamt gesondert in einer Pressemitteilung.

RMV-Fahrplanauskunft ist aktuell

Über die RMV-App und unter rmv-frankfurt.de können sich Fahrgäste über die Fahrpläne und ihre neuen Verbindungen informieren. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am RMV-Servicetelefon 069/24248024 sind rund um die Uhr erreichbar und beraten gerne. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Stiftung Polytechnische Gesellschaft würdigt herausragendes bürgerschaftliches Engagement

Mit einer feierlichen Zeremonie im Kaisersaal des Römers wurden am Samstag, dem 29. März 2025, 18 herausragende Frankfurter Ehrenamtliche in die zehnte Generation der Bürger-Akademie aufgenommen. Die Bürger-Akademie ist das Ehrenamtsstipendium der Stiftung Polytechnische Gesellschaft und wurde in Kooperation mit 24 Frankfurter Ehrenamtsorganisationen initiiert. Es bietet seinen Stipendiatinnen und Stipendiaten Anerkennung, Fortbildung und gezielte Vernetzung für ihr bürgerschaftliches Engagement, und stärkt sie gerade in Zeiten, in denen auch zivilgesellschaftliches Engagement unter Druck gerät.

Rund 200 Gäste nahmen an der Veranstaltung teil, zu der Oberbürgermeister Mike Josef aus Anlass des zehnten Jubiläums der Bürger-Akademie eingeladen hatte. In diesem feierlichen Rahmen wurden die 20 Teilnehmenden der ablaufenden neunten Generation offiziell in die Alumni-Familie der Stiftung aufgenommen.

Gleichzeitig begrüßte die Bürger-Akademie 18 neue Stipendiatinnen und Stipendiaten in ihrer zehnten Generation. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen, die mit einem Redebeitrag auf die gesellschaftliche Bedeutung des bürgerschaftlichen Engagements einging.

Ein besonderer Moment der Veranstaltung war der musikalische Beitrag der neunten Generation: In Form eines Chores trugen die Stipendiatinnen und Stipendiaten ihre selbstverfasste „Ode an die Stiftung“ vor – angelehnt an Friedrich Schillers „Ode an die Freude“. Die bewusst klassische Anmutung des Liedes stand für die Werte von Aufklärung, Gemeinschaft und Engagement, die auch das Programm der Bürger-Akademie prägen.

Die Stipendiatinnen und Stipendiaten der neuen Generation bringen ganz unterschiedliche berufliche und biografische Hintergründe mit: vom Studierenden über die Berufstätige bis zum Ruheständler. Sie sind in vielfältigen Bereichen des freiwilligen Engagements aktiv: von Nachbarschafts- und Jugendarbeit über Förderung der psychischen Gesundheit, Bildung, Integration bis hin zum Katastrophenschutz. Diese Breite bildet die Vielfalt der Frankfurter Stadtgesellschaft ebenso ab wie das große Spektrum des bürgerschaftlichen Engagements vor Ort.

Im Verlauf des Akademiejahres nehmen die Teilnehmenden an einem breit gefächerten Bildungsprogramm teil. Dazu gehören unter anderem Seminare zu Themen wie Projektmanagement, Kommunikation, Teamführung und aktuelle Fragen und Ansprüche des Engagements. Ergänzt wird das Curriculum durch Begegnungen mit Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sowie intensives Netzwerken untereinander. Ein inhaltlicher Schwerpunkt der diesjährigen Generation liegt zudem auf dem Thema „Demokratie im Engagementalltag“: Angesichts aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen reflektieren die Stipendiatinnen und Stipendiaten, wie ehrenamtliches Handeln dazu beitragen kann, demokratische Werte zu stärken und Räume für Begegnung, Zusammenhalt und Teilhabe zu schaffen.

„Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung ist es ermutigend zu sehen, dass Menschen zusammenkommen, um das Gute zu gestalten – mit Empathie, Mut und Verantwortungsbewusstsein. Die Bürger-Akademie steht für dieses Miteinander und stärkt das Fundament des zivilgesellschaftlichen Engagements in Frankfurt“, sagte Prof. Frank E.P. Dievernich, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, in seiner Rede.

„Bürgerschaftliches Engagement ist der Schlüssel, um Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Wenn sich Menschen aktiv einbringen, wächst das Vertrauen in die öffentliche Hand. Dazu braucht es transparente Politik, soziale Gerechtigkeit und den Erhalt wichtiger Infrastrukturen. Solidarität im Alltag und der Einsatz für gemeinsame Werte sind essenziell, um Spaltung und Misstrauen entgegenzuwirken“, betonte Zapf-Rodríguez.

„Das Bedürfnis, in der Gesellschaft wirksam zu sein, ist ungebrochen, doch die Bedingungen haben sich verändert. Die Bürger-Akademie hat darauf reagiert: Mit mehr Raum für Austausch, individueller Begleitung und einem vertieften Blick auf das eigene Selbstverständnis im Engagement. Wir stärken nicht nur Kompetenzen, sondern auch Resilienz – und damit die Kraft, in einer komplexen Welt handlungsfähig zu bleiben“, ergänzte Konrad Dorenkamp, Bereichsleiter Bildung für zivilgesellschaftliches Engagement und Nachhaltigkeit der Stiftung Polytechnische Gesellschaft. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Die Ursprünge der Frankfurter Grünen Soße in römischer und vorrömischer Zeit

Das Archäologische Museum Frankfurt (AMF) initiiert ein interdisziplinäres Forschungsprojekt zur Untersuchung der Ursprünge der Frankfurter Grünen Soße im Kontext römischer und vorrömischer Ernährungspraktiken. Das Vorhaben vereint archäologische, archäobotanische, historische, philologische und kulturwissenschaftliche Ansätze, um die Genese der vor allem im Rhein-Main-Gebiet bekannten und beliebten kulinarischen Spezialität in einem breiteren kulturhistorischen Rahmen zu erfassen.

Ziel des Projekts ist es, durch die Analyse archäobotanischer Funde, chemischer Rückstände auf Keramikgefäßen sowie literarischer und epigraphischer Quellen, Erkenntnisse über die Verfügbarkeit und Verwendung von Kräutern in der Rhein-Main-Region zu gewinnen. Durch die Kooperation mit renommierten Forschungseinrichtungen wird eine integrative Methodik entwickelt, die sowohl naturwissenschaftliche als auch geisteswissenschaftliche Perspektiven einbezieht.

Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die Untersuchung von Pflanzenresten aus römischen und vorrömischen Fundkomplexen des Rhein-Main-Gebiets. Mittels mikroskopischer und DNA-basierter Verfahren sollen Rückschlüsse auf die kultivierten und importierten Kräuter gezogen werden. Ergänzend dazu werden chemische Analysen an Keramikfragmenten durchgeführt, um mögliche Gewürz- und Kräuterreste zu identifizieren. Parallel dazu erfolgt eine systematische Auswertung antiker Texte, die Hinweise auf pflanzliche Zutaten und deren Verwendung in der römischen Küche geben. Auch neue epigraphische Quellen, wie Einritzungen im Holz römischer Wachstäfelchen, sollen ausgewertet werden, da die Forschenden dort antike Einkaufslisten und verschiedene römische Rezepte vermuten.

Eine zentrale Frage, der das Forschungsprojekt nachgeht, ist warum die Grüne Soße sich außerhalb der Römerstadt Nida und ihrer Umgebung, also des heutigen Frankfurt, in keinem anderen Teil des Römischen Reiches und auch nicht in dem nichtrömischen Germanien etablieren konnte, wird nachgegangen werden müssen.

„Die interdisziplinäre Herangehensweise erlaubt uns, nicht nur die botanische Zusammensetzung der historischen Kräutermischungen zu rekonstruieren, sondern auch die kulturellen und wirtschaftlichen Austauschprozesse nachzuzeichnen, die zur Entstehung der Frankfurter Grünen Soße beigetragen haben könnten“, erklärt Regine Kerbel-Borretsch, Projektleiterin am AMF.

Das Forschungsprojekt wird über einen Zeitraum von drei Jahren durchgeführt und durch Spenden eines privaten Geldgebers aus der Region mit Gastronomiehintergrund, der nicht genannt werden möchte, finanziert. Die Ergebnisse sollen in wissenschaftlichen Publikationen veröffentlicht sowie – nach Abschluss des Projektes – in einer Sonderausstellung im AMF präsentiert werden. Darüber hinaus ist eine Zusammenarbeit mit lokalen Landwirtinnen und Landwirten sowie Gastronominnen und Gastronomen geplant, um eine Brücke zwischen transdisziplinärer archäologischer Forschung und gegenwärtiger kulinarischer Praxis zu schlagen. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Wissen, Teilen, Entdecken – die Nacht der Bibliotheken

Unter dem Motto „Wissen. Teilen. Entdecken“ findet am Freitag, dem 4. April 2025, erstmals eine deutschlandweite Nacht der Bibliotheken statt. Über 1800 Bibliotheken präsentieren ein vielfältiges Programm und zeigen damit, was Bibliothek heute alles sein kann.

Die Deutsche Nationalbibliothek lädt zur DNB@Night: Interessierte erwartet ein nächtlicher Blick hinter die Kulissen der Nationalbibliothek in Frankfurt. Es geht durch weitläufige unterirdische Magazine, die offenen Lesesäle, zu den technischen Anlagen, in das Rechenzentrum und zu den Kunstwerken des Hauses. Das Deutsche Exilarchiv 1933-1945 zeigt wertvolle Bestände. Bei Theater, Lesung und Verfassungsquiz wird Demokratiegeschichte erlebbar. Hörstationen, ein KI-Tool-Café, Kuriositäten aus der Sammlung und Goethes Faust als VR-Experience wollen entdeckt werden. Familienführungen, Lesungen im Magazin und Gespräche mit Bibliotheksdirektorin Ute Schwens runden das Programm ab.

Der Eintritt ist frei. Für alle terminierten Angebote gibt es ab 17 Uhr kostenlose Tickets vor Ort. Alle weiteren Angebote können den ganzen Abend über ohne Ticket besucht werden. Das detaillierte Programm der Deutschen Nationalbibliothek findet sich unter dnb.de/ndb.

„Dass einige unserer Museen auch eine eigene Fachbibliothek haben, wissen wohl die wenigsten. Ich freue mich sehr, dass diese oftmals wunderschönen, besonderen Orte durch die ‚Nacht der Bibliotheken‘ jetzt die Aufmerksamkeit erfahren, die sie verdienen. Die Museumsbibliotheken sind meist ausgestattet mit Sitzecken, Sesseln oder Sofas, oft in lichtdurchfluteten Räumen, die zum Stöbern und Verweilen einladen“, zeigt sich die Dezernentin für Kultur und Wissenschaft Ina Hartwig angetan von der Aktion.

Auch die Stadtbücherei Frankfurt ist dabei: Die Zentralbibliothek lädt dazu ein, bei Literatur und Musik, mit Robotern und Kreativaktionen durch ihre drei Etagen zu flanieren. Der Frankfurter Autor Eckhart Nickel präsentiert im Gespräch mit Literaturkritiker Christoph Schröder seinen Musikroman „Punk“, schwungvolle Unterstützung bekommen die beiden von The Alan Baker Band. Im Untergeschoss können Besucherinnen und Besucher Roboter kennen lernen, 3D-Druck ausprobieren und sich über die Angebote der Digitalen Stadtbücherei informieren. Kreativ geht es im Obergeschoss zu. Hier laden Stationen zum Malen, Basteln und Tanzen ein.

Auch in den Stadtteilen kann die Nacht der Bibliotheken erlebt werden. Die Stadtbücherei öffnet ihre Häuser in Bergen-Enkheim, Bornheim, im Dornbusch, im Gallus, in Griesheim, Niederrad, Sachsenhausen und Schwanheim für ein buntes Programm. Die Bibliotheken laden zu Spieleabenden, Kuscheltier-Übernachtungsparties, einer Kissenschlacht oder einer Traumreise auf dem Buchstabenmeer ein. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

Das Programm der Stadtbücherei gibt es unter stadtbuecherei.frankfurt.de.

Die bundesweite Nacht der Bibliotheken ist eine Initiative des Deutschen Bibliotheksverbandes (dbv) und seiner 16 Landesverbände. Der dbv vertritt mit seinen mehr als 2000 Mitgliedern bundesweit über 8000 Bibliotheken mit 25.000 Beschäftigten.

Die Schirmherrschaft der ersten bundesweiten Nacht der Bibliotheken übernimmt Elke Büdenbender, Frau des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier. In ihrem Grußwort unterstreicht sie: „Bibliotheken sind Orte, an denen Geschichten und Informationen geteilt werden. Und sie sind ein Ort, an dem Neues entdeckt werden kann. Ich wünsche allen Beteiligten sowie allen Besucherinnen und Besuchern der Nacht der Bibliotheken viel Freude, viele spannende Entdeckungen und netten Austausch mit Bekannten und Fremden!“

In Frankfurt und Umgebung beteiligen sich insgesamt über vierzehn Wissenschaftliche Bibliotheken, Stadtbibliotheken und Museumsbibliotheken mit einer abwechslungsreichen Fülle an Programm. Die kleinen und großen Gäste erwartet eine Nacht mit Casanova, ein Blick hinter die Kulissen, die Erforschung des Weltraums oder Quizzen mit KI.

Nacht der Bibliotheken: Das Programm in Frankfurt und Umgebung:

  • Deutsche Nationalbibliothek: DNB@Night – Ein nächtlicher Blick hinter die Kulissen
  • Bibliothek der Frankfurt University of Applied Sciences (UAS): Quizzen, kreativ sein, KI nutzen – Lerne uns (neu) kennen
  • Bibliothek der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt (HfMDK): Recherche, Raritäten, Repositorium – eine Spezialbibliothek für Musikerinnen und Musiker
  • Bibliothek des Jüdischen Museums Frankfurt (JMF): Vom Auflesen verlorener Bruchstücke – Vortrag und Gespräch
  • Bibliothek des Klingspor Museums: Von der Seite in den Raum. Grenzenlosigkeit im zeitgenössischen Comic
  • Bibliothek des Museums Angewandte Kunst (MAK): Eine Nacht mit Casanova
  • Bibliothek des Museum MMK Für Moderne Kunst: Elizabeth Catlett: Radical Empathy. Druckworkshop und Katalogpräsentation
  • Bibliothek des Leibniz-Instituts für Friedens- und Konfliktforschung (PRIF): Aufgeklappt! Lieblingsbücher aus der Friedens- und Konfliktforschung
  • Stadtbibliothek Bad Vilbel: Library Bed and Breakfast – Eine Übernachtung in der Bibliothek
  • Stadtbibliothek Neu-Isenburg: Wo Bücher sprechen und Gedanken fliegen
  • Stadtbücherei Dreieich: Eric erforscht… den Weltraum: Eric Mayers multimediale Wissens-Bühnenshow für die ganze Familie
  • Stadtbücherei Frankfurt: Punk, Literatur, Musik, Familienprogramm digital und kreativ
  • Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg: Wir sind ein [H]UB für Menschen, Wissen und Services der Goethe-Universität
  • Bibliothek des Weltkulturen Museums: Weltliteratur in der Gründerzeitvilla

Das bundesweite Programm gibt es unter nachtderBibliotheken.de.

(Quelle: Stadt Frankfurt am Main)