Der Stand des Heimat- und Geschichtsvereins Unterliederbach. Hier gab es Erbsensuppe und Glühwein.
Die Erbsensuppe köchelte, die Bläser bliesen und der Glühwein schmeckte. Der Weihnachtsbaum stand. Am Samstagabend wurde auf dem Marktplatz von Frankfurt am Main Unterliederbach der Weihnachtsbaum aufgestellt. Dort wird er in den nächsten Wochen stehen bleiben und alle, die ihn passieren, an die Weihnachtsgeschichte erinnern. Musikalisch wurde die kleine Feier von einer Bläserin und drei Bläsern des Blasorchesters Höchst / Musikvereins Unterliederbach 1956 e.V. untermalt, die weihnachtliche Weisen spielten und zumeist berauschende Getränke zu sich nahmen.
Mitglieder dea Blasorchesters Höchst sorgten für die festliche Musik.
Ein Tag vor dem 1. Advent 2015 im Westen von Frankfurt am Main. Der Seiler-Brunnen ist abgestellt, die sechseckigen Brunnenschalen trocken. Der Brunnen steht in der einzigen expressionistischen Parkanlage Frankfurts. Der nächste Bahnhof ist nah. Früher verkehrten hier nicht nur Züge des Regionalverkehrs. Ich selbst kann mich noch an eine Eilzugverbindung nach Westerland erinnern.
Manchmal lohnt es sich, den Blick zu heben. Unterliederbachs Dächer haben manches zu bieten. Mal ist es ein schöner Giebel, mal eine Wetterfahne oder eine interessant anmutende Antenne. Hier sind es Dachgauben. Unterliederbacher Dachgauben haben es auch schon in meine Frankfurter Ansichten gebracht. Hier bilden sie eine Einheit mit dem Kirchturm der katholischen Kirche. Das Bild entstand, als der November noch sonnig war.
Das heutige Bild zeigt etwas, was es nicht mehr gibt. Früher hat Meuer seine Kohle wirklich mit Kohle gemacht, – mit Kohle und Heizöl. Der Platz zur Gotenstraße hin diente als Lager. In der Einfahrt zur Königsteiner Straße gab es eine funktionsfähige Waage zum Wiegen der Lastwagen. Heute macht Meuer seine Kohle mit Immobilien.
Die Uhr neben der Eingangstür ist die einzige, die auf der Königsteiner Straße auch heute noch die Zeit anzeigt. Sie ist erst vor ein paar Jahren aufgearbeitet worden und im Vergleich zu früheren Jahrzehnten heute viel verlässlicher.
In der Nähe einkaufen, das war einmal eine Idee. Heute stehen diese Ladengeschäfte leer. Zuletzt befanden sich hier ein kleines Postverteilzentrum und ein Friseur. Auch der evangelische Kindergarten ist vor ein paar Jahren ausgezogen. Schon etwas länger ist es her, dass sich in diesen Räumen die Geschäftsstelle eines Sportvereins befand, der das Wort „Olympisch” in seinem Namen trug. Die evangelische Kirche spiegelt sich in einer der Scheiben.
In Unterliederbach kann man Einkaufen. Manches zumindest. In diesem Jahr, ich schreibe über das Jahr 2015, habe ich zum ersten mal Wolle gekauft. Eine Bekannte brauchte welche, und ich habe lauthals getönt, dass ich es nicht weit bis zum nächsten Wollgeschäft hätte. Vorher hatte ich immer nur gestaunt, dass es diesen Laden in Unterliederbach überhaupt gibt.
Früher gab es auf der Königsteiner eine viel größere Auswahl an Geschäften, ja, auf der Königsteiner und einigen der Seitenstraßen konnte man sich einkleiden, bekam Teile für die Rennbahn und konnte seine Bilder rahmen lassen. Dabei muss man „früher” relativieren. Ich habe Unterliederbach erstmals 1983 betreten, davor hatte ich es nur mit dem Auto oder dem Motorrad durchquert.
In Frankfurt am Main Unterliederbach lässt es sich schön wohnen, im Vogelviertel zum Beispiel. Hier entstanden in der Nähe der Häuschen, die von den Farbwerken Hoechst einst für verdiente Arbeiter vorgesehen waren, dem „Heimchen”, repräsentative Bauten, die auch heute noch Eindruck machen.
Farbwerke Hoechst war schon immer ein umgangssprachlicher Begriff, der früh Verwendung fand. Aus der Theerfarbenfabrik Meister Lucius & Co wurde 1865 die Farbwerke Meister Lucius & Brüning. Nach der Umwandlung in eine AG wurde die Firma 1880 in Farbwerke vorm. Meister Lucius & Brüning AG umbenannt. 1925 gingen die Farbwerke in die IG-Farbenindustrie AG auf.
Nach der Liquidation der IG-Farbenindustrie AG lautete der Firmenname dann Farbwerke Hoechst AG vorm. Meister Lucius & Brüning. 1974 wurde der Name zu Hoechst Aktiengesellschaft vereinfacht.
Der Herbst bringt Farbe, Maler und Verputzer bringen Farbe. An diesem Bild haben alle mitgewirkt, der Herbst und Maler und Verputzer. Der Häuserblock steht in einer Siedlung, wie sie in Unterliederbach Ende der fünfziger Jahre und Anfang der sechziger Jahre an verschiedenen Stellen errichtet wurden, – preiswerter Wohnraum musste her, Flüchtlinge mussten untergebracht werden.
Unterliederbach und der Herbst passen gut zusammen. Nicht grau und diesig, sondern bunt und Laune machend präsentiert sich das Paar. Hier schauen wir, – ja, wo schauen wir hier denn?
Der Standpunkt ist die Fußgängerbrücke über den Liederbach in der Höhe des Wilhelm-Roser-Weges, und der Blick geht bachabwärts. Der 01. November 2015 ist ein sonniger Tag. Auf den Bänken entlang des Philosphenweges lässt es sich gut aushalten, wie ein junges Paar am rechten Bildrand zeigt.
Frankfurt am Main Unterliederbach
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