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Unterliederbacher Ansichten (14)

In Frankfurt am Main Unterliederbach lässt es sich schön wohnen, im Vogelviertel zum Beispiel. Hier entstanden in der Nähe der Häuschen, die von den Farbwerken Hoechst einst für verdiente Arbeiter vorgesehen waren, dem „Heimchen”, repräsentative Bauten, die auch heute noch Eindruck machen.

Farbwerke Hoechst war schon immer ein umgangssprachlicher Begriff, der früh Verwendung fand. Aus der Theerfarbenfabrik Meister Lucius & Co wurde 1865 die Farbwerke Meister Lucius & Brüning. Nach der Umwandlung in eine AG wurde die Firma 1880 in Farbwerke vorm. Meister Lucius & Brüning AG umbenannt. 1925 gingen die Farbwerke in die IG-Farbenindustrie AG auf.

Nach der Liquidation der IG-Farbenindustrie AG lautete der Firmenname dann Farbwerke Hoechst AG vorm. Meister Lucius & Brüning. 1974 wurde der Name zu Hoechst Aktiengesellschaft vereinfacht.

Unterliederbacher Ansichten (13)

Der Herbst bringt Farbe, Maler und Verputzer bringen Farbe. An diesem Bild haben alle mitgewirkt, der Herbst und Maler und Verputzer. Der Häuserblock steht in einer Siedlung, wie sie in Unterliederbach Ende der fünfziger Jahre und Anfang der sechziger Jahre an verschiedenen Stellen errichtet wurden, – preiswerter Wohnraum musste her, Flüchtlinge mussten untergebracht werden.

Unterliederbacher Ansichten (10)

So sieht im Herbst 2015 der Abschluss der Unterliederbacher Parkstadt nach Westen hin aus. Der Hortensienring, hier schaut man auf die Gebäuderückseiten, zeigt eine geschlossene Bebauung. Innerhalb der Parkstadt wird allerdings noch gebaut, wie ein Baukran zeigt. In diesem Teil Frankfurts haben viele Menschen ein neues Zuhause gefunden. An Infrastruktur mangelt es allerdings. Besonders auffällig ist, dass in Zeiten, in denen die Grünen den Planungsdezernenten stellen, ein Wohngebiet ohne durchdachte Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr entstanden ist, in welchem die Bewohner auf das Auto angewiesen sind.

Unterliederbacher Ansichten (9)

Die Zaubernuss, botanisch Hamamelis, ist eine Pflanzengattung mit nur fünf Arten, von denen drei im östlichen Nordamerika und zwei im östlichen Asien vorkommen. Die Virginische Zaubernuss blüht im Herbst, die anderen Arten können bereits im Winter blühen. Der Zaubernussplatz liegt im Westen von Frankfurt am Main Unterliederbach. Der Blick geht über den Platz  in Richtung des ersten Bauabschnitts der „Blumenwiese”. Er wird genutzt. Der untere Bildbereich zeigt dies deutlich. Kreidespuren stören das in Grau gehaltene Gesamtbild des Platzes. Diejenigen, die den Platz gestaltet haben, mögen Hochtrabendes im Sinn gehabt haben, aber der Zaubernussplatz ist weder praktisch noch einladend, – gräulich ist das passende Adjektiv.

Unterliederbacher Ansichten (8)

Steinig ist das Bett des Liederbachs. Der Liederbach ist mal wieder trocken gefallen. Hier bei der Kneiselsmühle, einer Straße in Frankfurt am Main Unterliederbach nördlich der Autobahn A 66, gab es tatsächlich einmal eine Mühle. Ein paar Meter bachabwärts wird deutlich, warum der Liederbach im Bereich des Ortskerns doch ein wenig Wasser führt: Der Einlass links unten im unteren Bild ist die wahre Quelle des Liederbachs. Vergesst Reichenbach und Rombach, vergesst den Inhalt irgendwelcher Enzyklopädien, die Quelle liegt in Unterliederbach – oder?

Unterliederbacher Ansichten (7)

Schlichte Wohnhäuser, alte Herrenhäuser, die heute in Wohnhäuser umgebaut sind, Villen und Sozialbauwohnungen. All das gibt es in Unterliederbach. Hier sind wir in der Nachbarschaft der Haupteinkaufsstraße von Unterliederbach, der Königsteiner Straße. Der schlichte Backsteinbau lebt von der geometrischen Aufteilung und den Erdfarben. Blumen bilden im Herbst 2015 einen willkommenen Farbtupfer.

Unterliederbacher Ansichten (5)

Unterliederbach ist schön, Unterliederbach ist bunt. Hier geht der Blick von Osten her ins Gepiden-Forum. Die „Neue Mitte” sollte dies mal werden. Neue Mitte von was? Die neue Mitte der Siedlung Engelsruhe oder gar die neue Mitte von Unterliederbach? Zu hoch gegriffen waren die Pläne, zu viel hatte man versprochen. Heute scheinen sich Quartiersmanagement und Stadtverwaltung auf ein Büdchen als Mittelpunkt geeinigt zu haben. Wenn es um den Westen von Frankfurt am Main geht, wird man rasch bescheiden …

Ein offener Bücherschrank würde dem Gepiden-Forum gut zu Gesicht stehen. Oder stellen wir den lieber beim Büdchen auf?