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Rainer Weisbecker in der Dorfkirche

Rainer Weisbecker, Frankfurt am Main, Unterliederbach, Dorfkirche

Es ist schon wieder ein paar Tage her, da spielte Rainer Weisbecker in der Dorfkirche in Frankfurt am Main Unterliederbach. Einsam und alleine saß der Mundartdichter und -sänger vor dem Altar, sang, spielte Gitarre, manchmal auch Mundharmonika und trug auch Texte vor.

Es ging um Mundart, genauer Frankfurter Mundart. Die Zuhörerinnen und Zuhörer lernten viel. Zum Beispiel wie viele Elemente der jiddischen, französischen oder englischen Sprache in den Frankfurter Dialekt gewandert sind. Besonders amüsant war der Weg von der Straße ins Haus und durch das Haus anhand von Begriffen aus der französischen Sprache. Kennt man den Frankfurter Dialekt, ist man schnell mit Fremdsprachen vertraut.

Rainer Weisbecker sang natürlich auch. Da waren ureigene Lieder, Mundarttexte, die er vertont hatte und natürlich auch alte Volksweisen. Er sang natürlich über den Main, was dann natürlich wie „Maa“ klang. Oder aber auch Jösthäuschen. Ältere Leute können sich vielleicht noch an die blassgelben Wasserhäuschen – manchmal standen sie sogar in der Nachbarschaft eines anderen Wasserhäuschens -, die einmal über das ganze Frankfurter Stadtgebiet verteilt waren, erinnern.

Die Musik näherte sich häufig dem Blues, schließlich hat Rainer Weisbecker seine Karriere ja in einer Bluesband begonnen. Er soll sogar mal in der Band eines Sängers gespielt haben, der in der kleinen, unbedeutenden Straße im Westen Frankfurts wohnt.

Es war ein schöner Samstagnachmittag!

Für Kurzentschlossene: Rainer Weisbecker trägt in der Dorfkirche vor

Kurzentschlossene können sich heute Nachmittag in die Unterliederbacher Dorfkirche bewegen und dort den Dichtungen und Liedern von Rainer Weisbecker lauschen. Viele Stücke sind dem Blues sehr nahe, allerdings trifft man hier anstatt auf den Mississippi auf den Maa und anstatt auf ein Haus in New Orleans auf ein Wasserhäuschen.

Die Dorfkirche findet ihr in der Heugasse in Frankfurt am Main Unterliederbach. Die Veranstaltung beginnt um 16 Uhr. Wer zu früh ist, kann sich die in der Nachbarschaft befindliche Fachwerkhäuser anschauen.

Osterkaffee in Unterliederbach

Karwoche, zwischen Karfreitag und dem Osterwochenende, Unterliederbach scheint entleert. Aber halt, der nachbarschaftsverein Unterliederbach e.V. (nU) hatte zum Oster-Kaffee eingeladen, einem gemütlichen Treffen für Daheimgeblieben mit und ohne Kindern. Sogar der Osterhase – es war eine Häsin – war eingeladen. Es gab selbstgebackenen Kuchen, Hasen aus Schokolade und manch buntes Osterei. Und am Nachmittag zeigten auch Erwachsene, dass ein Eierlauf Spaß machen kann.

Kreuzung oder Einmündung?

In einem Büchlein über Unterliederbach hatte ich erstmals ein Foto von diesem Fußgängerüberweg über die Sieringstraße gesehen. Die Ampel gab es zum Zeitpunkt der Aufnahme dieses schwarzweiß Bildes noch nicht. Man befand sich damals in den 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts. Die Sieringstraße mündet hier in die Königsteiner Straße, die Königsteiner Straße kreuzt den Verlauf von Johannesallee und Sieringstraße.

Zwischen den Blöcken

Nein, es sind keine politischen, wirtschaftlichen oder gar militärische Blöcke gemeint, sondern Wohnblöcke. Der für gestern angedrohte Regen kam nicht, leider. Und über der kleinen, unbedeutenden Straße im Westen Frankfurts strahlt heute wieder blauer Himmel.

Rechts ist im Hintergrund ein Kran zu erkennen. Es handelt sich dabei um einen Ab-Baukran, der im benachbarten Stadtteil Höchst seiner Arbeit nach geht. Dort wird nämlich am ehemaligen Bettenhaus des Höchster Klinikums genagt. Regelmäßig fahren schwere LKW den Bauschutt ab.

Kälte sieht man nicht

Gegenüber den vorhergehenden Tagen waren an diesem Sonntag – oder nennen wir ihn Sonnentag – die Temperaturen abgestürzt, Gerade mal 10° Celsius wurden zur Mittagszeit erreicht. In der kleinen, unbedeutenden Straße im Westen von Frankfurt am Main wurde mit Absicht eine noch nicht gemähte Grünfläche für das Foto ausgewählt, denn da blühte es frühlingshaft.