Kategoriearchiv: Frankfurt am Main

Unterliederbacher Ansichten (80)

Das Rot der Betonkissen im Gepiden-Forum ist in den letzten acht Jahren genauso verblasst wie das Rot der Pandas eines italienischen Autoherstellers im vergangenen Jahrhundert. Das Gepiden-Forum liegt in Frankfurt am Main Unterliederbach.

Gepiden gab es hier nie. Die Gepiden waren ein ostgermanischer Stamm, der im Bereich der heutigen Länder Rumänien, Serbien und Ungarn siedelte. Sie sollen einst die Söhne Attilas aus dem heutigen Ungarn vertrieben haben. Bis ins 6. Jahrhundert bestand danach das Gepidenreich noch.

Führung durch Kasematten

Im Jahr 2009 konnten Archäologen des Frankfurter Denkmalamtes einen Abschnitt der Stadtbefestigung freilegen, die der Festungsbaumeister Dilich ab 1628 errichten ließ.

Dabei wurde auch eine unterirdische Galerie nachgewiesen, wie sie offenbar an keiner anderen Stelle der barocken Frankfurter Stadtmauer vorhanden ist. Mit einer begehbaren Länge von über 40 Metern und einer Höhe von vier Metern stellt diese Verteidigungsanlage ein imposantes und hochrangiges Kulturdenkmal dar. Petra Skiba führt die Besucher am Sonntag, 16. April, um 14 sowie um 15.30 Uhr durch die Kasematten. Die Führung dauert je rund eine Stunde und kostet fünf Euro pro Teilnehmer. Die Führungsgebühr wird direkt vor Ort bezahlt. Es wird darum gebeten, die Teilnahmegebühr passend in bar bereitzuhalten. Der Zugang zu den Kasematten ist nicht barrierefrei, vor Ort gibt es zudem keine sanitären Anlagen. Treffpunkt für die Führung ist vor der Hofzufahrt in der Bleichstraße 10.

Für diese Führung ist eine Anmeldung erforderlich, telefonisch von Mittwoch bis Freitag von 9 bis 15 Uhr unter 069/212-39344 oder per E-Mail an fuehrungen.archaeologie@stadt-frankfurt.de.

Vom Opfer zum Täter …

Am Abend des 10. April 2023 kam es in der Bruno-Asch-Anlage im Stadtteil Höchst zunächst zu einer versuchten räuberischen Erpressung. Das Opfer wehrte sich jedoch und wurde selbst zum Täter.

Gegen 21.00 Uhr saß ein 25-Jähriger im Grünstreifen der Bruno-Asch-Anlage, als ein 39-jähriger Mann mit seinem Fahrrad auf dem Gehweg in Höhe des 25-Jährigen anhielt, zu Fuß zu ihm lief, und ihn aufforderte, ihm sein Mobiltelefon auszuhändigen. Seiner Forderung verlieh der 39-Jährige dadurch Nachdruck, indem er drohte, dem 25-Jährigen eine mitgeführte Bierflasche auf den Kopf zu schlagen. Dies nahm der 25-Jährige wiederum zum Anlass, dem vermeintlichen Täter mehrfach ins Gesicht zu schlagen, bis dieser zu Boden ging. Auf dem Boden liegend schlug der 25-Jährige weiter auf den Mann ein. Erst als eine Zeugin verbal einschritt, ließ er von ihm ab. Vor Verlassen des Ortes des Geschehens nahm der 25-Jährige nun noch das Mobiltelefon des 39-Jährigen an sich, welches aus dessen Hosentasche gefallen war, und entfernte sich. Das Mobiltelefon warf er kurz darauf in ein Gebüsch.

Eine Zeugin meldete den Vorfall über Notruf. Durch die vor Ort eintreffenden Streifen konnten beide Parteien angetroffen und festgenommen werden. Während der 39-Jährige sich nun wegen des Verdachts der versuchten räuberischen Erpressung verantworten muss, wird dem 25-Jährigen Körperverletzung und Diebstahl vorgeworfen. (Quelle: Polizeipräsidium Frankfurt am Main, Pressestelle)

Unterliederbacher Ansichten (79)

Immer noch an der Ludwig-Erhard-Schule (LES) in Frankfurt am Main Unterliederbach. Ins Auge fällt der Briefkasten mit dem Posthorn. Es gibt sie noch, die Briefkästen. Seltener sind sie allerdings geworden. Das unterscheidet sie von den öffentlichen Fernsprechern. Die hatten einst die gleiche Farbe, wechselten diese, wurden zu Stelen oder verschwanden ganz. Die letzten werden bald verschwunden sein.

Unterliederbacher Ansichten (77)

Noch zeigt der Himmel ein vorösterliches Blau. Auch diese Aufnahme stammt aus dem Emil-Siering-Park (siehe Unterliederbacher Ansichten (76)). Der Park versteckt sich in Frankfurt am Main Unterliederbach zwischen Sieringstraße, Euckenstraße, Sossenheimer Weg, einer Kleingartenanlage und einem Kindergarten. Der Kindergarten liegt bereits im Stadtteil Höchst. Im Hintergrund sieht man die Mehrgenerationenhäuser am Sossenheimer Weg, die dort auf einer Brache erbaut worden waren.

Schockanruf in Sulzbach

Bereits am 03. April 2023 gelang es dreisten Betrügern mehrere Tausend Euro und Schmuck zu erbeuten. Eine 61-Jährige aus Sulzbach ging den Betrügern auf den Leim und übergab die Wertsachen an einen Unbekannten.

Die Geschädigte ließ sich am Telefon von wechselnden Personen davon überzeugen, Geld und Wertsachen auf einem Supermarkt-Parkplatz als Kaution für ihren Sohn, der den Anrufenden nach einen Verkehrsunfall verursacht haben sollte, zu übergeben. Am telefonisch abgesprochenen Treffpunkt in der Westerbachstraße auf den Parkplatz eines dortigen Supermarktes in Frankfurt am Main Sossenheim übergab sie die Wertgegenstände an einen vermeintlichen Kriminalbeamten.

Der Geldabholer war Ende 20, von normaler Statur und hatte einen dunklen Stoppelbart. Er trug eine runde Sonnenbrille, eine schwarze Basecap und einen schwarzen Anorak mit Kunstfellkragen an der Kapuze.

Zeugen des Vorfalls oder Personen, die den Geldabholer im Umfeld der Westerbachstraße wahrgenommen haben, werden gebeten, sich telefonisch mit dem örtlich zuständigen 17. Polizeirevier unter der Rufnummer 069/ 755 – 11700 in Verbindung zu setzen.

Die Polizei warnt in diesem Kontext nochmals eindringlich: Da im deutschen Rechtssystem keine Kaution hinterlegt werden muss, lassen Sie sich von dieser Masche nicht in die Irre führen. Lassen Sie sich auch nicht durch angebliche Notlagen, Unfälle, Krankenhaus- oder Gefängnisaufenthalte im In- und Ausland unter Druck setzen. Versuchen Sie die angeblich betroffenen Angehörigen, deren soziales Umfeld und die Polizei unverzüglich zu kontaktieren. (Quelle: Polizeipräsidium Frankfurt am Main, Pressestelle)