ffm. Bei einer am Dienstag, 18. August, an der Fähranlegestelle Höchst entnommenen Wasserprobe hat das Umweltamt Frankfurt Blaualgen, sogenannte Cyanobakterien, nachgewiesen. Die an der Stelle beobachteten grünlichen Wassertrübungen sind auf die Bakterien zurückzuführen. Eine außergewöhnliche Massenvermehrung, wie sie beispielsweise in stehenden Gewässern auftreten kann, wurde dabei nicht festgestellt.
Hitze und geringe Strömung begünstigen Blaualgen
Langanhaltende Hitze und Trockenheit gepaart mit einem hohen Nährstoffgehalt können die Bildung und Vermehrung von Blaualgen in Oberflächengewässern begünstigen. Auch im Main fördern solche Bedingungen das Auftreten. Der Main ist durch Staustufen und die derzeit geringe Wasserführung zudem vergleichsweise langsam fließend. An Stellen mit geringerer Strömung, etwa in Uferbereichen oder strömungsberuhigten Zonen, können sich Cyanobakterien stärker ansammeln.
Wasserkontakt vermeiden
Wasserkontakt sollte insbesondere dort vermieden werden, wo grünliche Schlieren im Wasser erkennbar sind. Bürgerinnen und Bürger sollten an und auf dem Wasser aufmerksam sein. Dies gilt beispielsweise beim Stand-up-Paddling, Kanufahren und anderen Aktivitäten mit möglichen Haut- oder Schleimhautkontakt. Insbesondere das Verschlucken von Wasser sollte vermieden werden, da Cyanobakterien beziehungsweise von ihnen gebildete Stoffe gesundheitliche Beschwerden verursachen können.
Das Gesundheitsamt weist darauf hin, dass der Main kein Badegewässer ist. Vielmehr ist das Baden im Main aufgrund seiner Funktion als Bundeswasserstraße mit erheblichen Gefahren verbunden. Der dichte Schiffsverkehr erzeugt unvorhersehbare Unterströmungen und Sogwirkungen.
Auf Empfehlung des Veterinäramtes werden Hundehalter gebeten, Hunde von diesem Gewässerbereich fernzuhalten.
Mit dem Abkühlen der Temperaturen, dem Regen und zunehmendem Wind der vergangenen Tage verschlechtern sich die Bedingungen für eine starke Vermehrung der Blaualgen. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)