Archiv der Kategorie: COVID-19

Frankfurt nähert sich der nächsten Eskalationsstufe

Die Stadt Frankfurt am Main nähert sich der nächsten Eskalationsstufe, der Wert der 7-Tage-Inzidenz ist mit 47,7 der höchste aller hessischen Land- und Stadtkreise. 47,7 Personen haben sich nach dem Robert-Koch-Institut (RKI) innerhalb der letzten sieben Tage pro 100.000 Einwohnern neu mit dem SARS-CoV-2-Virus infiziert. Ein Großteil dieser Infektionen entspringt sicher den in der letzten Woche bereits aus einer Gemeinschaftsunterkunft gemeldeten. Weitere Informationen liegen derzeit noch nicht vor.

Sprunghafter Anstieg der Infektionszahlen in Frankfurt am Main

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete heute Morgen einen starken Anstieg der 7-Tage-Inzidenz mit dem Virus SARS-CoV-2 für Frankfurt am Main. Der Wert ist demnach von 25,3 am 01. Oktober 2020 auf 42,0 am 02. Oktober gestiegen. Frankfurt führt damit in Hessen die Stadt- und Landkreise in Hessen, die derzeit eine 7-Tage-Inzidenz größer als 25 haben, an.

Über die Gründe für den raschen Anstieg liegen derzeit noch keine Informationen vor. Auswirkungen wird die hohe Zahl auf öffentliche und private Feiern haben. Sollte die Marke von 50 Infizierten bezogen auf jeweils 100.000 Einwohner erreicht werden, ist mit weiteren Einschränkungen in der Stadt am Main zu rechnen.

Nächstes Eintracht-Spiel ohne Zuschauer?

Nach den Regeln der DFL müsste das Fußballspiel von Eintracht Frankfurt gegen die TSG 1899 Hoffenheim vor leeren Rängen ausgetragen werden. Hier liegt die Grenze bei einer 7-Tage-Inzidenz von 35, ab der keine Zuschauer mehr zugelassen werden dürfen. Bis zum gestrigen Tag ist man noch von 8.000 Zuschauern für das kommende Bundesligaspiel ausgegangen.

DFB ermahnt Eintracht Frankfurt

Der DFB hat Eintracht Frankfurt wegen eines Verstoßes gegen die Hygienevorschriften ermahnt. Nach dem Spiel gegen Arminia Bielefeld hatten zwei Spieler ihre Kinder in den Innenraum des Stadions geholt. Das darf nach den Vorgaben des Hygienekonzepts nicht sein, da der Innenraum als gesondert geschützter Bereich gilt.

Ebenfalls ermahnt wurden Bayern München und Schalke 04, hier saßen die Mitglieder beider Vereine ohne den nötigen Sicherheitsabstand von 1,50m auf der Tribüne.

Derzeit gelten wegen der Corona-Pandemie besondere Hygienevorschriften. Dabei achtet man auch auf die Vorbildfunktion von Vereinsvorständen und Spielern. Dies war besonders an der Berichterstattung der Medien nach den Vorgängen in der Münchner Allianz-Arena während des diesjährigen Saisoneröffnungsspiels zu erkennen.

Eintracht Frankfurt: Nächstes Heimspiel vor 8.000 Zuschauern

Das nächste Heimspiel von Eintracht Frankfurt in der Fußball-Bundesliga, es ist das gegen die TSG Hoffenheim am 3. Oktober 2020 um 15:30 Uhr, darf vor 8.000 Zuschauern stattfinden. Diese Zahl liegt um 1.500 höher als die Anzahl der zugelassenen beim Heimspiel gegen Aufsteiger Arminia Bielefeld, aber deutlich unter der Anzahl, die sich Fans und arg blauäugige Sportjournalisten erhofft hatten.

Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie haben sich die Bundesländer darauf geeinigt, eine maximale Zahl von 20 Prozent des Fassungsvermögens der jeweiligen Fußballstadien zu den Spielen zuzulassen. Eine Absprache mit den örtlichen Gesundheitsämtern und die lokale 7-Tage-Inzidenz muss dabei allerdings auch in Betracht gezogen werden. Auch die Zustände bei An- und Abreise sind zu beachten.

Aus letzterem Grund erübrigen sich auch Diskussionen über die Zulassung von Reisen zu Auswärtsspielen. Hier lassen sich Hygieneregeln kaum überwachen. Zudem steigt auch in Deutschland die Zahl der mit SARS-CoV-2 Infizierten wieder, so dass jederzeit mit weiteren Spielen in Bundesliga und 2. Bundesliga ganz ohne Zuschauer zu rechnen ist. Das Eröffnungsspiel der Saison 2020/21 fand letzte Woche bereits vor leeren Rängen statt!

Bundesliga-Saison 2020/21 startet mit Geisterspiel

Die Saison 2020/21 in der Fußballbundesliga wird am Freitag in München mit dem Spiel Bayern München gegen den FC Schalke 04 vor leeren Rängen beginnen. Nach der Entscheidung der Bundesländer am vergangenen Dienstag, dass bis zu 20 Prozent der Platzkapazitäten in den einzelnen Stadien genutzt werden dürften, war man in München zunächst von 7.500 Zuschauern unter Einhaltung der Hygienevorschriften ausgegangen. Wegen der hohen 7-Tage-Inzidenz in Bayerns Hauptstadt musste von diesen Plänen wieder Abstand genommen werden.

Eintracht Frankfurt vor 6.500 Zuschauern

Eintracht Frankfurt wird das Heimspiel gegen Arminia Bielefeld im Deutsche Bank Park vor 6.500 Zuschauern austragen. Diese Zahl war schon vor der Einigung der Länderchefs zwischen Stadt und Verein vereinbart und auch vom Land Hessen abgesegnet worden. Dies hat man in Frankfurt auch nach der Entscheidung auf Länderebene nicht mehr geändert.

RMV erhöht Angebot

Der RMV erhöht zum Spiel am Samstag sein Angebot, um eine möglichst sichere An- und Abreise zu gewährleisten. Die S-Bahnen der Linien S8 und S9 werden als sogenannte Langzüge, also mit jeweils drei dreiteiligen Triebwageneinheiten unterwegs sein und auch die Straßenbahnen zum Stadion werden mit zusätzlichen Waggons fahren. Busse werden die Zuschauerströme weiter entzerren.

Und anderswo?

In Wolfsburg werden beim Spiel des VfL gegen Bayer Leverkusen nur 500 Zuschauer zugelassen sein. Bundesweit munkelt man, ob das nun an der örtlichen Verwaltung, Stichwort „Bürokratie“, liegt, oder die Zahl 500 einfach nur die Anzahl wahrer Fußballfans in der niedersächsichen Gemeinde abbildet?

Fußball-Bundesliga: Zwanzig Prozent der Stadionkapazitäten nutzen?

Die Bundesländer haben am gestrigen Dienstag beschlossen, für den Fußball wieder Zuschauer zuzulassen. Für eine zunächst sechswöchige Testphase sollen zunächst wieder 20 Prozent des Fassungsvermögens eines Stadions wieder genutzt werden können. Als Notriegel hat man die 7-Tage-Inzidenz eingebaut. Erreicht dieser Wert am Austragungsort die Zahl 35 oder übertrifft sie gar, werden keine Zuschauer zugelassen.

Die 7-Tage-Inzidenz betrifft die innerhalb der letzten sieben Tagen mit dem SARS-CoV-2-Virus neu infizierten Personen. Dieser Wert lag für Frankfurt am Main, Stand 15. September 2020, 14:00 Uhr, bei 17,0. Zum Vergleich: Der Durchschnitt der 7-Tage-Inzidenz für ganz Hessen lag zum selben Zeitpunkt bei 10,8.

Offen ist derzeit, ob Eintracht Frankfurt die Anzahl zugelassener Zuschauer von den zuvor schon erlaubten 6.500 zum ersten Bundesliga-Heimspiel gegen Arminia Bielefeld auf etwas mehr als 10.000 anpassen wird oder anpassen kann. Vereinspräsident Peter Fischer wird zum Thema mit den Aussagen „Es wird Lichtjahre von einem magischen Fußballspiel entfernt sein.“ und „Das Wichtigste für mich ist, dass alle gesund bleiben. Menschenleben vor Fußballspielen.“ zitiert. Eine Aussage der Fußball AG liegt hier derzeit allerdings noch nicht vor.

Geisterspiele wird es am kommenden Wochenende zum Auftakt der Fußball-Bundesliga wohl nicht geben.

Eintracht-Heimspiele vor 6.500 Zuschauern?

Das Gesundheitsamt Frankfurt hat heute, am 11.09.2020, Eintracht Frankfurt darüber informiert, dass zumindest die Heimspiele der Frankfurter gegen Arminia Bielefeld am 19. September und die TSG Hoffenheim am 3. Oktober vor Zuschauern stattfinden können. Es sind für die beiden Termine 6.500 Zuschauer zugelassen.

Das von Eintracht Frankfurt vorgelegte Hygienekonzept hat die Verantwortlichen der Stadt überzeugt. Vor allem die angestrebte Zusammenarbeit der Eintracht mit den Frankfurter Verkehrsbetrieben und dem Ordnungsamt zur Entzerrung von An- und Abreise wurde befürwortet. Auch die hessische Landesregierung habe zugestimmt.

Für die Fußball AG gilt es jetzt das Organisatorische zu bewältigen, liegt die Zahl der zugelassenen Zuschauer deutlich unter dem Schnitt der Zuschauer bei Heimspielen von Eintracht Frankfurt. Oberbürgermeister Peter Feldmann freut sich, dass – zumindest teilweise – wieder Zuschauer in den Stadien von Eintracht und FSV zugelassen werden, denn auch der FSV Frankfurt provitiert von der heutigen Entscheidung des Gesundheitsamts der Stadt Frankfurt am Main. Für den FSV wurden 650 Zuschauer zugelassen.

Hessisches Ministerium für Soziales und Integration ruft zum Blutspenden auf

Wegen des großen Mangels an Blutkonserven ruft das Hessische Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) alle Hessinnen und Hessen, die dies dürfen und können, auf, Blut zu spenden. Minister Kai Klose weist in einer Presseerklärung darauf hin, dass eine ausreichend vorhandene Menge an Blutkonserven lebensrettend sein kann.

COVID-19 bringt allerdings Einschränkungen bei der Spendenfähigkeit mit sich. Wer sich in den letzten Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten hat, darf nicht spenden. Innerhalb Deutschlands gilt alles als Risikogebiet, wo es innerhalb der letzten sieben Tagen mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner mit SARS-CoV-2 gegeben hat. Andere Einschränkungen wie Medikamenteneinnahme, ansteckend Krankheiten und das Lebensalter sind ebenfalls zu beachten. Einen Online-Check, ob man zum Blutspenden geeignet ist, wird unter https://www.drk-blutspende.de/spenderservices/spende-check-neu.php angeboten.

Blutspendentermine können unter https://www.blutspende.de/blutspendetermine/ abgefragt werden.

Offenbach verschärft Corona-Maßnahmen

Die Stadt Offenbach hat die Corona-Maßnahmen auf Grund der erhöhten 7-Tage-Inzidenz verschärft. Die Maßnahmen wurden heute in einer gemeinsamen Pressekonferenz von Vertretern des Landes Hessen und der Stadt Offenbach vorgestellt und beinhalten im Einzelnen:

  • Ab Samstag gilt eine Sperrstunde in Bars und Gaststätten ab 24 Uhr
  • Treffen von Gruppen in der Öffentlichkeit und in Restaurants werden auf 5 Personen oder zwei Haushalte beschränkt
  • Veranstaltungen unter freiem Himmel werden auf 100 Personen begrenzt
  • Veranstaltungen in geschlossenen Räumen werden auf 50 Personen begrenzt
  • Es dürfen sich maximal 25 Senioren gleichzeitig in Räumen aufhalten
  • Schwimmbäder erlauben maximal 100 Besucher
  • Die Einhaltung der Maßnahmen – und die Überprüfung häuslicher Quarantäne – werden stärker kontrolliert

Offenbachs Oberbürgermeister Felix Schwenke (SPD) betonte in dem vom Hessische Rundfunk übertragenen Live-Stream, dass ein Weg zwischen größtmöglicher für die Bürgerinnen und Bürger und der geringstmöglichen Einschränkung der bürgerlichen Freiheiten gesucht worden sei. Außerdem habe man sich die Zahlen und Infektionwege genau angeschaut und zwischen Fällen unterschieden, wo eine weitere Übertragung des Virus wenig wahrscheinlich ist, und andere, bei denen positiv getestete Personen viele Kontakte hatten.

Offenbach auch von Kommunikationsmängeln in Bayern betroffen

Bei der Pressekonferenz wurde auch bekannt, dass elf Personen, die bei der Einreise nach Deutschland in Bayern positiv auf den Corona-Virus SARS-CoV-2 getestet worden waren, ihr Testergebnis erst 11 Tage nach dem Test erhalten hatten. Die verdeutlicht, wie wichtig es ist, dass man sich nach der Einreise aus einem Risiko-Land testen lässt und sich erst einmal in Quarantäne begibt.

Bei der Pressekonferenz wurde noch einmal betont, wie wichtig die Mitarbeit des einzelnen Bürgers bei der Bekämpfung der Corona-Krise beginnend bei Hygiene- und Abstandsregeln und der Beachtung von Quarantänebestimmungen und der Pflicht sich testen zu lassen, wenn man im Ausland war, sei.

Die Maßnahmen der Stadt Offenbach gelten zunächst bis zum 3. September.