Alle Beiträge von Jürgen Lange

... wurde in den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts geboren, schreibt und fotografiert und ist ein Fan guter handgemachter Musik.

Gänse im Frankfurter Westen

Kanadagans in Nied (Grill'scher Altarm)

Gänse gibt es viele im Frankfurter Westen. Kein Wunder, hier fließen Main und Nidda und es gibt in der Form von Landwirtschaft und anderen Grünflächen ausreichend Futterplätze. Dieses Exemplar ruhte gerade zwischen Nidda und Grill’schem Altarm im Osten von Frankfurt am Main Nied. Es scheint weit gereist, die Fußberingung weist auf Helgoland hin. Stellt sich nur die Frage, ob der Vogel mal im Urlaub auf Helgoland war oder gerade seinen Urlaub in unseren Gefilden verbringt.

Opernplatz-Randale: Behörden reagieren

Nach den Ausschreitungen am vergangenen Wochenende auf und um den Frankfurter Opernplatz haben die Behörden die Fakten zusammengetragen und reagiert. Von den am Sonntagmorgen festgenommenen Personen kamen zehn aus Frankfurt, der Rest aus der Umgebung, wobei Umgebung bis in die Räume Limburg und Heidelberg zu definieren ist- Die meisten Personen hatten einen Migrationshintergrund, waren sehr jung und waren der Polizei bekannt.

In Zukunft sollen die sogenannten Corona-Partys in einem eingeschränkten Rahmen ablaufen. Folgende Maßnahmen wurden beschlossen:

  • Veranstaltungen sollen bereits um Mitternacht enden,
  • danach soll ein ab 01:00 Uhr Betretungsverbot für den Opernplatz ausgesprochen werden,
  • die Polizeipräsenz soll erhöht werden,
  • Alkoholkontrollen sollen durchgeführt werden und
  • es soll geprüft werden, ob die rechtliche Möglichkeit besteht, Randalierer von Außerhalb mit einem temporären Aufenthaltsverbot für ganz Frankfurt zu belegen.

Flankierend will die Stadt Frankfurt prüfen, ob man Bar- und Kneipenbesitzern mit großzügigeren Regeln zur Nutzung von Außenbereichen es nicht attraktiver machen kann, ihr Geschäft wieder zu öffnen und damit die Situation zu entzerren. Die FDP hatte ja bereits den Vorschlag gemacht, mehr Flächen für die Feier wütigen bereit zu stellen und diese dann von Gastronomen bewirten zu lassen.

Ausschreitungen auf dem Opernplatz

In den frühen Morgenstunden des 19. Juli 2020 kam es auf dem Opernplatz in Frankfurt am Main zu Ausschreitungen, in deren Verlauf es zu 39 Festnahmen und 5 verletzten Polizeibeamten kam. Ausgangspunkt war eine Party auf dem Opernplatz, an der zeitweise bis zu 3.000 Menschen teilnahmen. Zum Zeitpunkt der Ausschreitungen waren noch 500 bis 800 Feiernde vor Ort.

Die Veranstaltung, die Samstagabend begonnen hatte, verlief zunächst friedlich. Gegen 01:00 Uhr nachts gab es Alkohol bedingt erste Gewalttaten unter den Teilnehmern, die das Einschreiten der Polizei nötig machten. Später eskalierte die Situation, Polizeibeamte wurden mit Flaschen beworfen, im Umfeld des Opernplatzes kam es zu Sachbeschädigungen.

Heute wollen Politik und Polizei beraten, wie man Situationen wie am vergangenen Wochenende in Zukunft vermeidet. Feiern wie am Opernplatz finden an den Wochenenden an mehreren Stellen im Stadtgebiet statt. Ein meist junges Publikum sucht dabei Ersatz für die wegen der Corona-Krise geschlossenen Clubs. Corona-Regeln werden meist nicht eingehalten. Die Feiernden hinterlassen große Mengen Müll.

Unterliederbacher Ansichten (68)

Diese Ansicht mag vielen Unterliederbacherinnen und Unterliederbachern seltsam anmuten, aber das Objekt ist in der Königsteiner Straße zu finden. Nicht vom Auto aus und auch nicht vom Fahrrad, denn dann wird man zu schnell daran vorbei huschen. Auch ist die Umgebung der Leuchte / der Leuchten viel heller als hier dargestellt.

Wie grausam hell und blau stichig war das Licht von LED-Leuchten, als diese Technologie noch neu war? Man konnte damit Energie sparen, mehr noch als mit der ersten Generation von Energiesparlampen, aber schön war anders. Heute kann man mit der LED-Technik das Aussehen einer Glühwendel nachahmen. Eine, nein, diese Auswahl findet sich im Zweiraumcafé.

Unterliederbacher Ansichten (67)

Hier überquert die Wasgaustraße in Frankfurt am Main Unterliederbach den Liederbach. Den Liederbach? Am 11. Juli 2020 und auch Tage danach war kein Tropfen Wasser im Kiesbett unterhalb der Brücke zu sehen. Selbst nach einem – zugegebenermaßen ärmlichen – Regen sah der Kies im Bett nur ähnlich angefeuchtet aus wie der Asphalt der Wasgaustraße. Man munkelt, dass nach einer mehrjährigen Studie entschieden werden soll, ob es in Zukunft noch Liederbach heißen soll, was unter der Brücke nicht fließt, oder Liederbachkiesweg …

Maler Adi Helfenbein tot

Am vergangenen Donnerstag ist in Königstein der Maler Adi Helfenbein verstorben. Er wurde 96 Jahre alt. Der 1923 in Unterliederbach geborene und in Schwanheim aufgewachsene Künstler malte Frankfurter Geschichte, vor allem Motive aus der Frankfurter Altstadt und dem Frankfurter Westen sind bekannt. So waren in einer Ausstellung in der Volksbank Griesheim vor fünf Jahren unter anderem Bilder des Groß-Flugboots Dornier DO X zu sehen, die dieses bei und nach seiner Wasserung auf dem Main oberhalb der Staustufe Griesheim zeigen.

Seinen Wunsch, den Menschen ihre Geschichte näher zubringen, ließen ihn in der Schwanheimer Gesellschaft Prof. Dr. Wilhelm Kobelt, bei der Gestaltung des Firmenmuseums der Hoechst AG und der Gestaltung des Museums des Höchster Vereins für Geschichte und Altertumskunde mitwirken. Neben Ausstellungen bei vielen Stadtteilgeschichtsvereinen lieferte er auch Bildmappen für die Stiftergemeinschaft für die Justinuskirche in Frankfurt am Main Höchst.

Auch den Heimat- und Geschichtsverein Unterliederbach hat er mit einigen seiner Bilder beschenkt. Diese zeigen ein dörfliches Unterliederbach, wovon sich heute nur noch im alten Ortskern einiges erahnen lässt.