Es ist schon eine Weile her, seitdem Sigrid S., Unterliederbacherin, den Betreiber dieser Seite darauf hingewiesen hat, dass im Internet immer noch kein Hinweis auf den beginnenden Frühling in Unterliederbach zu finden ist. Beigefügt waren ein paar Bilder aus Balkonien. Balkonien? Balkonien ist der Urlaubsort mit den günstigsten Anreisekosten. Eines der Bilder sehen wir hier.
Wir schreiben das Jahr 2015, und Ostersonntag ist dann auch der Frühling in die Euckenstraße eingezogen. Der Blick geht über parkende Autos hinweg auf einen nördlich der Euckenstraße gelegenen Schrebergarten …
Die Luft ist raus aus dem Ball, der Bolzplatz dem Weg für die Baumaschinen gewichen …
Der Hortensienring im Frankfurter Stadtteil Unterliederbach schließt sich. Das Bild oben zeigt die Gebäuderückseiten der westlichen Bebauung entlang des Hortensienrings. Bolzplatz und Basketballkorb sind kaum noch nutzbar. Den Bolzplatz quert zwischenzeitlich ein Schotterweg für Baumaschinen, der Platz vor dem Basketballkorb wird teilweise als Ablage für Baumaterial genutzt.
Auch der nach Norden gerichtete Abschnitt des Hortensienrings wird derzeit bebaut. Ob da endlich die geplante Kindertagesstätte entsteht? Das untere Bild zeigt den aktuellen Zustand der dort im Bau befindlichen Häuser.
Nördliche Bebauung des Hortensienrings in der Unterliederbacher Parkstadt
In Frankfurt am Main Unterliederbach harrt ein weiterer Platz seiner Nutzung als Begegnungsstätte für Menschen, der Zaubenußplatz. Sechs Bänke stehen zum Ruhen bereit. Er musste allerdings erst einmal mit hässlichen Betonringen, die auf Paletten liegen, vor einer Fehlinterpretation bewahrt werden: Der gemeine Autofahrer hielt den Platz – wen wundert es bei dieser Gestaltung – für einen Parkplatz. Warum gestaltet man einen Platz, der für Menschen da sein soll, nicht gleich so, dass dies jeder sieht?
Ungenutzte Plätze gibt es in Frankfurt viele. Vom Zaubernußplatz aus sind es nur wenige Meter bis zu einem weiteren Platz in der Parkstadt, der meist ausgestorben da liegt, – es sei denn, er wird als Parkplatz genutzt. Die Planer hatten dort Mediterranes, also das pure Leben, im Sinn …
Im Frankfurter Stadtplanungsamt denkt man richtig städtisch. Da wirft man gar den einen oder anderen Platz zwischen die Häuser. Wozu? Sieht nett aus. Hier ist es gar ein Forum, auf dem etwas geschehen sollte, ein Platz des Austauschs unter Menschen. Menschen? Die sieht man hier nicht. Man hat noch rechtzeitig alles weggeplant, was aus diesem Ort eine „Neue Mitte” hätte machen können …
Der Liederbach ist der Namensgeber des Frankfurter Stadtteils Unterliederbach. Hier sehen wir den Abschnitt südlich der Autobahn A66 bis zur Brücke am Geißspitzweg. Im Hintergrund ist die Villa Graubner zu erkennen, die 1755/56 vom hessischen Kommerzienrat Johan Peter Stembler erbaut worden war. Ein Epitaph in der Unterliederbacher Dorfkirche erinnert an den Erbauer. Bekanntester Bewohner der Villa war Karl von Ibell, nach dem im Stadtteil eine Schule und eine Straße benannt sind. An die Villa schließt sich ein kleiner Park an.
Seit 1478 steht der im spätgotischen Stil errichtete Wartturm an dieser Stelle. 1634 während des Dreißigjährigen Krieges in Brand gesetzt und 1637 wieder aufgebaut, stand der Wartturm jahrzehntelang inmitten eines Verkehrskreisels. Erst der Bau der Straßenbahnlinie 18 brachte die Frankfurter Stadtplaner dazu, etwas an diesem Missstand zu ändern. Allerdings warten die an die Warte anschließenden Freiflächen immer noch auf ihre Gestaltung.
Die im 14. Jahrhundert errichteten vier Warten rund um Frankfurt am Main gehörten einst zum Warn- und Verteidigungssystem der Stadt. Turm und der von einer Schildmauer umgebene Wehrhof der Friedberger Warte wurden anstelle eines bereits 1350 belegten Gebäudes errichtet. Sie dienten später als Zollstation und Feuerwache und beherbergten seit 1815 ein Apfelweinlokal.
Gebäude sieht man am besten, wenn man direkt davor steht, hohe Gebäude aber auch aus größerer Entfernung. Spitze und Aussichtskanzel des Europaturms, des etwa 337 m hohen Fernmeldeturms in Frankfurt am Main, wurde hier von der von Norden her nach Frankfurt einfallenden Friedberger Landstraße aus aufgenommen. Der Tag neigte sich schon dem Ende zu, und die Luft war nicht besonders klar.
Der offizielle Name des Bauwerks, Europaturm, wird in Frankfurt selten benutzt. Hier kennt man den Fernmeldeturm als Fernsehturm oder als Ginnheimer Spargel.
1976 wurde das Kulturzentrum „Batschkapp” gegründet, um einer autonomen und linken Kultur einen Spielort zu bieten. Bis zum Dezember 2013 befand sich der Club in der Maybachstraße im Frankfurter Stadtteil Eschersheim. Zu den Künstlern, die in den meist viel zu engen Räumlichkeiten aufgetreten sind, gehörten Nirvana, Die Toten Hosen, R.E.M., Lenny Kravitz und die Rodgau Monotones. Bisweilen tropfte der Schweiß der Besucher von der Decke.
Seit dem Dezember 2013 befindet sich die „Batschkapp” in der Gwinnerstraße 5 in Frankfurt am Main Seckbach in merklich größeren Räumlichkeiten. In der Maybachstraße werden nach dem Abriss der alten Gemäuer neue Wohnungen entstehen.
Frankfurt am Main Unterliederbach
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