Einmal im Jahr gibt es die Möglichkeit, die Kamera aus dem fahrenden Zug heraus auf den Frankfurter Stadtteil Unterliederbach zu richten. Das ist während der Pfingstfeiertage. Züge mit so wohlklingenden Namen wie „Wappen von Königstein“ oder „Woogtal-Express“ verkehren dann zwischen Frankfurt-Höchst und Königstein. Unterliederbach lassen sie dabei allerdings links oder rechts liegen. Zu unbedeutend scheint der Haltepunkt nahe der Stelle, an der die Bahnstrecke die Hunsrückstraße kreuzt.
Fahren aber auf dieser Strecke nicht täglich Züge? Und halten diese nicht sogar an diesem unbedeutenden Haltepunkt? Ja schon, aber deren Fenster sind nicht zu öffnen, spiegeln und sind meist auch noch verschmutzt …
Früher, da konnte man noch in Frankfurt-Höchst in den Zug steigen und in Bielefeld oder Westerland wieder aussteigen. Heute darf man sich freuen, wenn mal eine Lokomotive vorbeischaut, die von etwas weiter her kommt. Heute und morgen ist das die CFL 5519, eine 1948 von der Wiener Lokomotivfabrik A.G. in Wien Floridsdorf gebaute Güterzugdampflokomotive, die es nach dem Zweiten Weltkrieg nach Luxemburg verschlagen hatte. Dort tat sie Dienst, bis sie 1964 ausgemustert wurde. Seit 1992 wieder betriebsfähig ist die Lokomotive heute auch regelmäßig in Deutschland unterwegs. An den Pfingstfeiertagen im Jahr 2016 verstärkt CFL 5519 den Fuhrpark der Historischen Eisenbahn Frankfurt e.V. bei der Veranstaltung „Mit Volldampf in den Taunus“.
Diese begehbare Installation steht in Frankfurt am Main Unterliederbach. Ihre Bedeutung ist nicht klar. An drei hölzernen Bögen ist oben eine Metallplatte aufgehängt. Unten steht mittig eine niedrige Säule, die oben, wiederum mittig, eine Bohrung aufweist. Diese Bohrung hat ein Gegenstück in der Metallplatte.
Steht man unter der Metallplatte, kann einem schon mulmig werden, – wenn einem diese Platte aufs Haupt fällt? Interessanter als diese Vorstellung ist es sicher, sich bei Regen oder gar Hagel unter die Platte zu stellen. Dies könnte ein äußerst interessantes Hörerlebnis ergeben …
Hier wurde ein Storch im Anflug auf sein Nest abgelichtet. Der März neigt sich dem Ende zu. Das Nest befindet sich in einem Oberleitungsmast ganz in der Nähe des Bahnhofs Groß-Rohrheim an der Bahnstrecke Frankfurt-Mannheim. Der Storch trägt reichlich Baumaterial mit sich, was er sich unter anderem vom Gelände eines benachbarten Betriebs für Kommunalfahrzeuge besorgt.
Wie macht man aus vier Plätzen in einem Regionalzug einen? Ganz einfach: Man nimmt ein Faltfahrrad der abgebildeten Marke, stellt es wie in der Abbildung zwischen die Sitze und schon hat man sein eigenes kleines Bahnabteil. Ob andere Modelle genauso passgenau zusammenzuklappen sind, ist nicht bekannt.
Zufrieden scheint er mit seinem Werk ja zu sein, der Storch, der hier sein Nest in einen Oberleitungsmast baut. Eine spannende Umgebung: ICEs, TGVs, Regionalzüge und Güterzüge fahren hier täglich vorbei.
Zwei Störche in ihrem Nest im südhessischen Groß-Rohrheim. Die stark befahrene Bahnstrecke zwischen Frankfurt am Main und Mannheim führt in wenigen Metern Entfernung an dieser Stelle vorbei.
Störche lieben den Lärm, Störche lieben schnell fahrende Züge und Störche lieben die Spannung. Diesen Eindruck kann man gewinnen, wenn man schaut, wo Störche im südhessischen Groß-Rohrheim ihre Nester hin bauen. Schon im Vorjahr gab es den Nistplatz auf der abgeknickten Spitze eines Baumes an der Bahnstrecke Frankfurt-Mannheim wenige Meter von den Gleisen entfernt, über die stündlich mehrere ICEs vorbei brausen. Vor einigen Tagen waren dort zwei Störche zu beobachten.
Das Nest ist noch klein, aber es verspricht mehr Spannung. Ein reichlich zerzaustes Exemplar der langbeinigen Froschfresser baut ein neues Nest, – wenige Meter entfernt von dem bereits bekannten auf einem Oberleitungsmast. Ob das gut geht?
Ein Storch beim Nestbau. Die ausgewählte Stelle verspricht Spannung …
Indoor- und Outdoor-Installationen der Luminale 2016 können heute letztmalig bestaunt werden. Auf dieser Aufnahme ist der die Weltkugel tragende Atlas zu sehen. Dieser ziert das Hauptportal des Hauptbahnhofs von Frankfurt am Main. Die Blickrichtung ist von der Düsseldorfer Straße her.
Der Blick geht zurück in den Mai des Jahres 2010. Der Raps blüht. Die Unterliederbacher Parkstadt hat immer noch die gleiche Ausdehnung wie im Jahr 2003. Der Standpunkt des Betrachters ist die nördliche Einmündung des Hortensienrings in die Hunsrückstraße in der Nähe des Unterliederbacher Bahnhofs. Die Fläche im Vordergrund sollte bald „Blumenwiese“ genannt werden. Die Parkstadt Unterliederbach hatte damals keine Infrastruktur und die Verantwortlichen versprechen mit Hinweis auf den Bebauungsplan, dass sich daran in Zukunft auch wenig ändern wird.
Der Zaubernussplatz sah gräulich aus, grau gepflastert, langweilig und ein paar Bänke. Es musste etwas getan werden, und Frankfurts Planer planten. Ein Kinderspielplatz? Nein, man entschied sich für das Modell Hundetoilette. Ein Rund ziert jetzt den Platz, asymmetrisch auf das Pflaster gesetzt, aber begrünt. Dem Bewegungsdrang von Kindern wurden Grenzen gesetzt, der Platz ist jetzt wenigstens nicht mehr als Bolzplatz zu gebrauchen. Kinder in der Parkstadt? Kinderfeindlicher kann Planung eigentlich nicht sein!
Ach so, der Zaubernussplatz ist immer noch ein grauenhafter Platz.
Frankfurt am Main Unterliederbach
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