Alle Beiträge von rattlesnake

... rattlesnake, immer klein geschrieben, ist eine Kunstfigur, die irgendwann Ende der 70er-Jahre oder zum Beginn der 80er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts in der Redaktion einer Frankfurter Hochschulzeitung auftauchte.

Der Abstiegskampf (18) – nichts Neues aus Frankfurt

Der 18. Spieltag brachte aus Sicht von Eintracht Frankfurt keine neuen Erkenntnisse. Positiv: Alexander Meier ist immer für ein Tor gut. Selbst an einem Tag, an dem auch er keine sonderlich gute Leistung abliefert, er war der Ausgangspunkt des dritten Treffers für Bayer Leverkusen, gelingt ihm das. Negativ: Die Abwehr ist weiterhin ein Sieb. Auch die Verpflichtung von Marco Russ setzte da noch keine Akzente. Allerdings fiel heute auf, dass auch die Absicherung nach hinten durch das defensive Mittelfeld noch verbesserungswürdig ist. Fakt ist, dass nur wenige Mannschaften in der ersten Bundesliga bisher mehr Tore gefangen haben als die Eintracht aus Frankfurt. Das Abwehrverhalten der gesamten Mannschaft entspricht etwa dem des Tabellenletzten, der Spielvereinigung Greuther Fürth, nur drei Mannschaften haben in dieser Saison bisher mehr Tore gefangen.

Benjamin Köhler hat Frankfurt in Richtung Kaiserslautern verlassen. Er ist ein Guter. Er ist aber auch ein Zeichen dafür, wie schnelllebig das Fußballgeschäft ist: In der Saison 2011/2012 mit reichlich Toren und Torvorlagen am Aufstieg beteiligt, in der Saisonvorbereitung fleißigster Torschütze und dann nur noch für wenige Minuten eingesetzt.

Sebastian Jung und Sebastian Rode werden Eintracht Frankfurt wohl Ende der Saison 2013/2014 verlassen. Beide wollen international spielen und werden sich wohl nur längerfristig an Eintracht Frankfurt binden lassen, wenn es der Eintracht gelingt bis dahin einen Tabellenplatz zu sichern, der die Teilnahme am europäischen Wettbewerb gewährleistet. Die Uhr läuft.

Nachtrag vom 20. Januar 2013, 21:15 Uhr: Jetzt gibt es immerhin vier Mannschaften in der Fußball-Bundesliga, die in dieser Saison mehr Tore kassiert haben als Eintracht Frankfurt. Am 19. Spieltag empfängt die Eintracht die TSG 1899 Hoffenheim zu einem echten Spiel um den Klassenerhalt.

Henninger-Turm – ein Wahrzeichen verschwindet

Frankfurt am Main Sachsenhausen, Mainufer westlich der FriedensbrückeAm 7. Januar 2013 beginnt der Abriss des Henninger-Turms im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen. Zu Beginn der sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts von der Henninger-Brauerei als Silo erbaut, ragte der Turm viele Jahre über Frankfurt hinaus und bot von dem Drehrestaurant an seiner Spitze aus einen Blick über Frankfurt am Main und weite Bereiche des Frankfurter Umlandes. Jetzt muss das Industrie-Denkmal weichen.

Frankfurt am Main Sachsenhausen, Mainufer westlich der Friedensbrücke, Henninger-Turm im HintergrundÜberregionale Bedeutung gewann der Henninger-Turm durch das zwischen 1962 und 2008 jährlich am 1. Mai stattfindende international besetzte Radrennen „Rund um den Henninger-Turm”.  Nebenstehende Aufnahmen, das untere Bild zeigt einen Ausschnitt des oberen, zeigen den Henninger-Turm vom ehemaligen Frankfurter Westhafen aus gesehen. Im Vordergrund ist die Bebauung des südlichen Mainufers westlich der Friedensbrücke zu sehen.

Weltuntergang: Unterliederbach steht noch!

Früher Morgen des 22. Dezember 2012: Unterliederbach steht noch und auch Main-Taunus-Zentrum, Taunus und Höchst sind noch zu sehen. Der für den 21. Dezember 2012 angekündigte Weltuntergang hat offensichtlich nicht stattgefunden.

Ein altes Kalendersystem der Maya hat die Phantasie zu vieler Menschen beflügelt, so dass das gestrige Datum von vielen als das Ende ihrer Untaten angesehen wurde. Andere witterten das große Geld – natürlich – und veranstalteten Parties, Parties und noch einmal Parties.

Von den Sendungen im deutschen Fernsehen hatte ich mich nach kurzer Recherche im Internet für „Der Weltuntergang – live” mit Harald Lesch entschieden, weil mir da Witz sicher schien. Die Sendung kann noch eine Woche lang in der Mediathek des ZDF abgerufen werden.

Der Abstiegskampf (16) – Zahlenspiele

Eintracht Frankfurt hat noch nicht gespielt, ist aber trotzdem um einen Platz in der Tabelle abgerutscht. Der VfB Stuttgart hat die Eintracht vom fünften Tabellenplatz verdrängt. Und es kann noch ärger kommen: Gewinnt Werder Bremen in Frankfurt, haben auch die Werderaner die Eintracht überholt. Das wollen wir mal lieber nicht annehmen. Eintracht Frankfurt soll lieber mal wieder gewinnen.

Eine ausgeglichene und zum Schluss zerfahrene erste Halbzeit ist zu Ende. 4:1 steht es bei den gelben Karten, hier führt die Eintracht klar. Bleibt es weiterhin torlos, würde sich Eintracht Frankfurt wieder am VfB Stuttgart vorbei schieben.

Die zweite Halbzeit beginnt verheißungsvoll, Alex Meier trifft das Tor. Die Bremer können zwar ausgleichen, aber Eintracht Frankfurt legt bis zur 63. Minute noch zweimal nach. Zum Schluss steht es 4:1 für Eintracht Frankfurt, – nach Toren.

Mit dem unerwartet klaren Sieg hat sich Eintracht Frankfurt sogar an Schalke 04 vorbeigeschoben und sich auf den vierten Rang der Tabelle verbessert. Die Eintracht hat jetzt einen Punkt mehr als zum Ende der Halbserie im Abstiegsjahr 2010/2011. Vom Tabellenende trennen sie derzeit neunzehn Punkte, vom Relegationsplatz fünfzehn.

Den Dritten der Tabelle – Borussia Dortmund – trennen gerade mal neun Punkte von Fortuna Düsseldorf auf Platz fünfzehn, aber schon vierzehn Punkte von der Tabellenspitze. Die Chance für Eintracht Frankfurt, den Klassenerhalt zu schaffen, wird langsam greifbar.

Nachtrag vom 09. Dezember 2012: Der 1. FSV Mainz 05 konnte seinen Abstand zu Eintracht Frankfurt nicht halten und Eintracht Frankfurt konnte sich näher an den Tabellenzweiten Bayer Leverkusen heran arbeiten. Sollte es der Eintracht am nächsten Samstag endlich einmal gelingen gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt zu gewinnen, dürfte sie mindestens auf dem vierten Tabellenplatz überwintern. Mit etwas Glück ist sogar der dritte Platz erreichbar. Das wäre dann ein nettes Polster auf das Tabellenende.

Der Abstiegskampf (15) – Matmours Bärendienst

Lange stand die Null in Düsseldorf. Dann holte sich Karim Matmour die zweite gelbe Karte ab, – Platzverweis. Das war in der 34. Minute. In der 42. Minute führten die Fortunen aus Düsseldorf 2:0 gegen Eintracht Frankfurt. Wir lernen: Karim Matmour sollte man nach einer gelben Karte vom Platz nehmen. Er hatte gerade erst eine Gelb/Rot-Sperre abgesessen.

Halbzeit zwei: Fortuna Düsseldorf bringt den Ball noch zweimal im Tor der Frankfurter unter. Eintracht Frankfurt hat die erste richtige Packung kassiert. Zwei Spiele gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf wurden innerhalb einer Woche verloren, in beiden Spielen gelang den Frankfurtern kein Treffer.

Mit Anderson und Zambrano in der Abwehr hat Eintracht Frankfurt kein Spiel verloren. Bedeutet das im Umkehrschluss, dass die Eintracht in diesem Jahr kein Spiel mehr gewinnen wird?

Der Klassenerhalt ist das Ziel!

Der Abstiegskampf (14) – das tut weh!

Die Abschlussschwäche der Spieler von Eintracht Frankfurt wird immer ärger. Bei der heutigen Niederlage der Eintracht (1:3)  in der Commerzbank-Arena schossen die Mainzer alle Tore. Die Frankfurter brauchen einfach zu viele Chancen, um ein Tor zu schießen, – und heute haben sie sich kaum welche erarbeitet.

Aber wer soll bei der Eintracht Tore schießen? Die Stürmer sind ungefährlich und Alex Meier trifft auch nicht immer. Dazu kommen plötzliche Schwächen im Mittelfeld, die sich allerdings schon im Auswärtsspiel auf Schalke andeuteten.

Der FSV Mainz 05 musste das Spiel sogar in Unterzahl beenden. Pirmin Schwegler und Carlos Zambrano werden beim nächsten Spiel in Düsseldorf fehlen, sie haben heute beide ihre fünfte gelbe Karte kassiert. Bedenklich für die Eintracht aus Frankfurt ist, dass der FSV Mainz 05 im Kampf um den Klassenerhalt direkt mit den Frankfurtern konkurriert, – da tut die Heimniederlage doppelt weh.

Am kommenden Freitag droht die nächste Niederlage gegen einen Konkurrenten im Abstiegskampf.

Nachtrag vom 29. November 2012: Nach Abschluss des 14. Spieltages der Fußballbundesliga befindet sich Eintracht Frankfurt auf Platz fünf der Tabelle. Die steigende Anzahl der gelben Karten und das unpräzise Passspiel deuten auf Kräfteverschleiß hin. Für Freitag wird Trainer Veh Veränderungen in Abwehr, Mittelfeld und Sturm vornehmen müssen, Marc-Oliver Kempf wird wieder in der Innenverteidigung aufgeboten werden.

Der Abstiegskampf (13) – schwache Torausbeute

Halbzeit auf Schalke, zwischen Schalke 04 und Eintracht Frankfurt steht es derzeit 1:1. Eintracht Frankfurt ist damit auf den vierten Tabellenplatz abgerutscht und Schalke 04 auf den dritten. Wenn zwei sich streiten, freut sich bekanntlicherweise ja immer ein Dritter. Der Dritte ist zum jetzigen Zeitpunkt die Borussia aus Dortmund.

Stefan Aigner hat das Tor für Schalke verursacht, Stefan Aigner hat das Tor für Eintracht Frankfurt erzielt und er hat ein Chance kurz vor der Halbzeitpause versemmelt. Überhaupt ist die Chancenverwertung der Frankfurter mal wieder mangelhaft, typisch für eine Mannschaft, die um den Klassenerhalt kämpft.

Die zweite Halbzeit bot dann neben Kampf und Krampf viel Diskussionsstoff, aber kein weiteres Tor. Eintracht Frankfurt vergaß das Fußballspielen, hat aber einen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt errungen. Der vierte Tabellenplatz ist für den 13. Spieltag auch noch nicht gesichert, Bayer Leverkusen kann morgen noch vorbeiziehen.

Nachtrag vom 25. November 2012: Eintracht Frankfurt hält immer noch Platz 4 in der Bundesligatabelle. Bayer Leverkusen hat es nicht geschafft, am 13. Spieltag an den Frankfurtern vorbeizuziehen, befindet sich aber punktgleich mit dem schlechteren Torverhältnis auf Platz 5 der Tabelle.

U-Bahn-Kontrollöre in tiefgefrorenen Frauenkleidern – Hardcore A-capella in der Fraport Arena

Am 31. Januar 2013 geben die U-Bahn-Kontrollöre in tiefgefrorenen Frauenkleidern ein Konzert zum 20. Geburtstag der A-capella-Formation in der Fraport Arena, Frankfurt am Main Unterliederbach. Die fünf Musiker hatten sich 1991 zusammengefunden und 1993 erstmals vor größerem Publikum präsentiert.  Sechs Tonträger und sechzehn Jahre später war dann Schluss mit dem Quintett, Harald Bannoehr, Matthias Keller, Sebastian Rajkovic, Filippo Tiberia und Oliver Hartstack waren dann mal weg.

Die im Frankfurter Stadtteil Unterliederbach gelegene Fraport Arena ist mit der Buslinie Linie 54 direkt zu erreichen. Vom Bahnhof Frankfurt-Höchst aus, erreichbar mit den S-Bahnlinien S1 und S2 und verschiedenen Regionalbahnen, sind es etwa 17 Gehminuten und vom Haltepunkt Frankfurt-Unterliederbach der Linie SE 12 nach Königstein im Taunus (früher K-Bahn) 12 Gehminuten bis zum Veranstaltungsort.

Der Abstiegskampf (12) – endlich mal wieder drei Punkte

Am 12. Spieltag hat Eintracht Frankfurt endlich mal wieder drei Punkte eingefahren und damit einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Heute wurde nämlich eines von den Spielen des Jahres gewonnen.

Nein, das hat Trainer Armin Veh kürzlich klar gemacht, nicht ein Spiel Erster gegen Dritter ist für die Eintracht wichtig, sondern die Spiele gegen Mannschaften, die genauso wie Eintracht Frankfurt gegen den Abstieg kämpfen. Die Mannschaft hat das begriffen, die Fans noch nicht alle.

Am 12. Spieltag hat Eintracht Frankfurt den dritten Tabellenplatz verteidigt. Der Abstand zur Tabellenspitze beträgt derzeit acht Punkte, der zum Relegationsplatz zwölf. Vor einer Woche bestand zum Relegationsplatz nur ein Abstand von neun Punkten, was einmal zeigt, wie wenig es aussagt, dass sich Eintracht Frankfurt derzeit auf dem dritten Tabellenplatz befindet, und wie wichtig der Sieg gegen den FC Augsburg war.

Ach ja: Natürlich freut es mich, dass Alex Meier, dem viele Fans vor der Saison die Erstligatauglichkeit abgesprochen haben, wieder zweimal getroffen hat.

Ein neues Spielzeug musste her

Ich muss vorausschicken, dass ich noch zu einer Generation gehöre, für die eine Wählscheibe Bestandteil eines ordentlichen Telefonapparates war. Schon die Einführung von Tasten erschien mir zunächst als Teufelszeug. Diese Tasten hatte ich schon tausendfach in amerikanischen Filmen gesehen, aber ein Tastentelefon in meiner Wohnung wollte ich mir nicht so richtig vorstellen.

Einen Telefonapparat ohne Kabel, welches sich ständig verdreht, entsprach dann schon eher meinen Vorstellungen und so war ich schon sehr früh Besitzer eines Handys. Das Wort „Handy” klingt zwar englisch, wird aber in der englischsprachigen Welt nicht so verstanden, wie wir es meinen. Dort heißt ein solches Gerät „mobile” oder „cellular phone”.

Mein erstes Handy war groß und schwer. Der Akku reichte gerade mal für 25-30 Minuten Telefonie, die Standby-Zeit lag bei knapp acht Stunden. Dafür lag es gut in der Hand, man kam sich mit diesem Faustkeil nie nackt und unbewaffnet vor.

Jahre später, ich besaß bereits mein zweites oder drittes Handy, sah ich meinen Erstling in einem Krimi, der in Berlin spielte, wieder. Die Handlung war absolut unglaubwürdig, da die handelnden Beamten viel zu häufig und viel zu lange mit den Geräten telefonierten. Meine Überlegungen gingen damals allerdings eher dahin, ob man einen Täter eher durch einen Wurf mit dem Handy oder mit der Dienstpistole außer Gefecht setzen könne.

Nach den Erfahrungen mit meinem ersten teutonischen Handy griff ich dann zu finnischen Modellen. Die waren kleiner und deren Akku erlaubte einen längeren Betrieb. Außerdem waren sie in der Lage, einfache Internetseiten anzuzeigen. Das war aber teuer.

Mein letztes Handy kam nicht aus Finnland und war eine Fehlkonstruktion. Es konnte fotografieren und filmen, aber die Autovervollständigung beim Schreiben einer SMS war eine Katastrophe. Trotzdem begleitete es mich mehr als fünf Jahre lang, – ich bin halt wertkonservativ.

In der S-Bahn, im Bus, im Café, ja selbst in der Apfelweinkneipe tauchten plötzlich Menschen auf, die ihr Handy streichelten. Ich dachte zunächst an eine neue Perversion. Dann hörte ich Begriffe wie iDies und iDas und auch Android. Gespräche drehten sich auf einmal um Apps, die man unbedingt haben müsste, und ich war außen vor. Endgültig frustriert war ich, als man mir bei der Eingangskontrolle zu einem Rock-Konzert den Fotoapparat abnahm und ich zusehen musste, wie hunderte von Konzertbesuchern ihre Handys streichelten und daraufhin schöne Konzertbilder auf ihren Handydisplays herumzeigen konnten.

Ich lernte ein neues Wort: Smartphone. Ich las über Smartphones. Eine Wählscheiben-App dafür habe ich bisher noch nicht gefunden, aber, hier sollte ich ehrlich sein, auch noch nicht gesucht. Irgendwann stellte ich fest, dass es Smartphones gibt, die auch ich mir leisten konnte. Vor ein paar Wochen wurde ich dann beim Feinkosthändler meines Vertrauens fündig: Ein Smartphone, welches ungefähr die Grundfläche meines ersten Handys besitzt, aber bedeutend flacher und leichter ist: Als Faustkeil und Wurfgeschoss ist es nicht zu gebrauchen.