Alle Beiträge von Jürgen Lange

... wurde in den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts geboren, schreibt und fotografiert und ist ein Fan guter handgemachter Musik.

Annette Schavan ist keine Bildungsministerin mehr

Nachdem ihr der Doktorgrad am vergangenen Mittwoch von der Philosophischen Fakultät der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität aberkannt worden war, ist Annette Schavan von ihrem Amt als Bildungs- und Forschungsministerin zurückgetreten. Die Promotion war ihr einziger Hochschulabschluss.

Wer sich mit Promotionsordnungen etwas auskennt und sich die Beweislage auf schavanplag wirklich angeschaut hat, kommt an dem Urteil nicht vorbei, dass Annette Schavan ihren Doktorgrad einst dadurch erworben hat, indem sie sich etwas freizügig aus der Sekundärliteratur bedient hat. Dementsprechend streng fiel auch das Urteil des Fakultätsrats aus: Dieser sah in der Art, wie Annette Schavan  mit der Sekundärliteratur umgegangen war, einen bewussten Akt der Täuschung.

Annette Schavan will ihren Doktorgrad vor Gericht verteidigen. Ob sie damit dem Wissenschaftsstandort Deutschland dient, sei bezweifelt. Der Doktorgrad wird hierzulande zu wichtig genommen, als Titel betrachtet meist leider wichtiger als eine dahinter stehende Leistung.

Arbeitskreis Sport- und Kulturhalle in Frankfurt am Main Unterliederbach startet Online-Petition

Um dieses Gebäude geht es - die Sport- und Kulturhalle
Um dieses Gebäude geht es, die Sport- und Kultur- halle (Foto: Vereinsring Unterliederbach e.V.)

Heute hat der Arbeitskreis Sport- und Kulturhalle in Frankfurt am Main Unterliederbach eine Online-Petition gestartet, mit der erreicht werden soll, dass der große Saal der Sport- und Kulturhalle kurzfristig wieder so hergerichtet wird, dass er genutzt werden kann, bis der in der Vergangenheit versprochene Neubau der Einrichtung erfolgt.

Der im Westen Frankfurts liegende Stadtteil Unterliederbach zeichnet sich durch eine stetig wachsende  Einwohnerzahl aus. Die Infrastruktur folgt diesem Wachstum allerdings nicht. Schulhöfe werden mit zusätzlichen Gebäuden für Klassenräume bebaut, zu den Schulen gehörende Einrichtungen für den Schulsport werden dem erhöhten Bedarf nicht mehr gerecht und die für den Schulsport und das Vereinsleben wichtige Sport- und Kulturhalle wurde über Jahre hinweg vernachlässigt. Dem zuständigen Dezernenten fiel keine andere Lösung ein, als den großen Saal der Sport- und Kulturhalle zu schließen.

Dagegen wehren sich jetzt die Unterliederbacher Bürger. Der Vereinsring Unterliederbach hat dazu während seiner Hauptversammlung am 28. Januar 2013 einen Arbeitskreis initiiert, der über eine Unterschriftenaktion Druck auf den zuständigen Dezernenten Markus Frank ausüben möchte und den Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann dazu bewegen will, sich der Sache anzunehmen.

Die Online-Petition finden Sie hier. Vom gleichen Portal können auch Unterschriftenlisten und ein Flyer heruntergeladen werden.

Generationswechsel im Vorstand des Vereinsring Unterliederbach e.V.

Bei der Jahreshauptversammlung des Vereinsring Unterliederbach e.V. am vergangenen Montag wurde ein Generationswechsel eingeleitet. Der bisherige zweite Vorsitzende Dr. Rudolf Hartleib trat nicht mehr zur Wahl an. Gleichzeitig kündigten der erste Vorsitzende Karl Leo Schneeweis und Schriftführer Heinz Alexander an, bei den nächsten Vorstandswahlen in zwei Jahren ebenfalls nicht mehr zu kandidieren.  Beide wurden übrigens einstimmig erneut in den Vorstand gewählt, neuer zweiter Vorsitzender ist Hubert Schmitt.

Frankfurter Rundschau: 400 von 450 Arbeitsplätzen fallen weg

Die Frankfurter Rundschau (FR) wird weiter erscheinen, – zumindest im Februar. Der vorläufige Insolvenzverwalter Frank Schmitt wird die Zeit für Verhandlungen mit zwei Investoren nutzen. Von beiden Investoren liegen bisher allerdings nur Absichtserklärungen vor, weshalb Schmitt für weitere Angebote offen ist.

Ein Investor, dessen Namen nicht genannt wird, kommt aus Deutschland. Erhält dieser den Zuschlag, würden 400 von 450 Arbeitsplätze des Druck-und Verlagshauses Frankfurt am Main wegfallen. Die Mitarbeiter, die nicht weiterbeschäftigt werden, können für ein halbes Jahr in eine Transfergesellschaft übernommen werden.

Der zweite Investor ist das türkische Medienhaus Estetik Yayincilik. Auch nach deren, nach Ansicht des vorläufigen Insolvenzverwalters Schmitt, nicht besonders tragfähigem Geschäftskonzept würde eine erhebliche Zahl der Arbeitsplätze wegfallen. Außerdem sei das Kaufangebot des türkischen Medienhauses zu niedrig.

Kommt mit dem deutschen Investor ein Vertrag zustande, wird die FR zum 1. März von diesem übernommen und weitergeführt. In der Druckerei in Neu-Isenburg wird das Handelsblatt noch bis Ende März und die FR bis Ende April gedruckt werden.

Frankfurter Rundschau: Tag der Wahrheit (2)

Nach einem Bericht des Hamburger Abendblattes ist das türkische Medienhaus Estetik Yayincilik gestern Abend mit der Nachricht an die Öffentlichkeit gegangen, dass es die insolvente Frankfurter Rundschau (FR) und das Druck- und Verlagshaus Frankfurt am Main übernehmen wolle. Es sei geplant die FR als überregionale Zeitung fortzuführen und in der angeschlossenen Druckerei auch eine deutsche Ausgabe der Zeitung Sözcü zu drucken. Dies wäre mehr, als die bisher als Bieter gehandelte FAZ (wir berichteten) zu versprechen vermag.

Historische Eisenbahn Frankfurt: Nicht ganz „Rund um Frankfurt”

Güterzuglokomotive 52 4867 (Detail)
Detailaufnahme der Dampflokomotive 52 4867

„Rund um Frankfurt” heißt es am Sonntag, dem 03. Februar 2013, wenn der erste Dampfsonderzug der Historischen Eisenbahn Frankfurt e.V. (HE) im Jahr 2013 um 10:05 Uhr den Frankfurter Südbahnhof verlässt. Es geht allerdings nicht so ganz um Frankfurt herum, aber die Frankfurter Skyline wird zumindest aus drei Himmelsrichtungen zu sehen sein, – der Blick aus dem Norden fällt aus.

Die Fahrt geht zunächst Richtung Westen und führt über Niederrad zum Außenbahnhof. Als Frankfurt (Main) Außenbahnhof wird der Teil des Gleisvorfeldes des Frankfurter Hauptbahnhofs bezeichnet, der sich westlich der Camberger Brücke und südlich der Weilburger Straße befindet. Hier wird die Dampflokomotive 52 4867 umgesetzt. Anschließend geht die Fahrt über Frankfurt Sachsenhausen nordmainisch ohne Halt nach Hanau. Nach kurzem Aufenthalt geht es anschließend auf der südmainischen Strecke zurück zum Frankfurter Südbahnhof, wo der Sonderzug um 11:53 Uhr eintreffen wird.

Die ausführliche Reisebeschreibung und Angaben zu den Fahrpreisen finden sich auf der Seite der HE.

Frankfurter Rundschau: Tag der Wahrheit

Am heutigen Mittwoch werden die Mitarbeiter der Frankfurter Rundschau (FR) über die Zukunft des insolventen Blattes informiert werden. Mitte November 2012 hatte der die Zeitung herausgebende Verlag, das Druck- und Verlagshaus Frankfurt am Main, Insolvenzantrag gestellt. Die bisherigen Eigentümer, das Medienhaus DuPont Schauberg und die SPD-Medienholding DDVG, sahen keine Perspektive für die Fortführung der FR.

Insgesamt sind etwa 450 Arbeitsplätze gefährdet. Die bisherigen Eigentümer haben die Gründung einer Transfergesellschaft ins Spiel gebracht. Wenig förderlich für den Fortbestand des Verlags ist, dass zu Beginn dieses Jahres ein Großkunde seine Druckaufträge beim Druck- und Verlagshaus Frankfurt zurückgezogen hatte.

Als Übernahmekandidat für die FR wurde in den letzten Tagen einzig das Konkurrenzblatt Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) gehandelt. Die wolle die FR in abgespeckter Form als Regionalzeitung für das Rhein-Main-Gebiet weiterführen. Dreißig fest angestellte und eine unbestimmte Anzahl freier Mitarbeiter sollen hierfür übernommen werden.

Die Sport- und Kulturhalle Unterliederbach – ein Stadtteil kämpft

Sport- und Kulturhalle Unterliederbach
Die Sport- und Kulturhalle Unterliederbach trägt ihren Namen derzeit zu unrecht, denn der große Saal ist geschlossen.

Unterliederbach wächst. In der Unterliederbacher Parkstadt werden Familien mit Kindern neue Einfamilienhäuser und Wohnungen beziehen. Es gibt in Unterliederbach zu wenig Raum für den Schulsport, Anfragen nach Übungsräumen für neue Vereine müssen abschlägig beschieden werden. Der große Saal der Sport- und Kulturhalle in der Hans-Böckler-Straße 4 ist geschlossen. Er muss saniert und renoviert werden. Dies ist dem zuständigen Dezernenten Markus Frank (CDU) zu teuer.

Nach einem Bericht des Magistrats vom 09. Mai 2008 war die Sanierung des gesamten Gebäudes für das Investitionsprogramm 2008-2011 vorgesehen. Die Raumsituation für Schul- und Vereinssport in Unterliederbach hat sich seitdem weiter verschlechtert. Im Dezember 2010 fiel die Turnhalle der Karl-Oppermann-Schule in der Gotenstraße einem Brand zum Opfer.

In seiner Sitzung vom gestrigen Abend hat nun der Vereinsring Unterliederbach e.V. einen Antrag beschlossen, nachdem ein Arbeitskreis gebildet wird, in dem neben den Vereinen auch Parteien, Kirchen, andere Institutionen, Firmen und Einzelpersonen mitwirken werden. Ziel ist es, durch eine großangelegte Unterschriftenaktion den Magistrat dazu zu bewegen eine schnelle Lösung bezüglich des großen Saales zu finden und umzusetzen. Eine derzernatsübergreifende Herangehensweise könnte hierbei hilfreich sein. Schließlich soll die Halle nicht nur den Vereinen sondern auch dem Schulsport dienen.

Unterliederbacher Bürger, die sich im Arbeitskreis einbringen wollen, können den Vorstand des Vereinsrings Unterliederbach e.V. kontaktieren. Erste Interessenten haben sich bereits am gestrigen Abend für den Arbeitskreis eingetragen.

Knappes Ergebnis bei der Wahl zum Niedersächsischen Landtag

Ein äußerst knappes Ergebnis gab es bei der niedersächsischen Landtagswahl vom 20. Januar 2013. Zwar verblieb die FDP mit überraschend starken 9,9% im Niedersächsischen Landtag, was allerdings dem Umstand geschuldet war, dass viele CDU-Wähler ihre Zweitstimme der FDP gaben, aber das eigentliche Ziel, die schwarz-gelbe Koalition fortzusetzen, wurde knapp verfehlt. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis von abends 23:40 Uhr haben Rot-Grün in Zukunft einen Sitz mehr im Niedersächsischen Landtag.

Das vorläufige amtliche Endergebnis der gestrigen Wahl zum Niedersächsischen Landtag lautet in Prozentpunkten: CDU (36,0), SPD (32,6), FDP (9,9) und Grüne (13,7). Alle übrigen Parteien blieben deutlich unter der 5%-Hürde.

Die Frankfurt City Blues Band: Blues und so weiter

Die Frankfurt City Blues Band in Höchst (2013)
Achim Farr, Wolfgang Stamm, Klaus Bussalb, August Scheufler (aka Andreas The August) und Tilmann Höhn auf der Bühne des Neuen Theater Höchst

Das Neue Theater Höchst war schnell erreicht, – zu Fuß. Auch Sänger August Scheufler merkte während des Konzerts an, dass das sich Leben eines Musikers „On the road” doch recht angenehm gestaltet, wenn das zu Hause gerade in der Nachbarschaft liegt.

Die Frankfurt City Blues Band (FCBB) ist nur noch selten unterwegs, andere Projekte binden die Musiker. Von der Urbesetzung ist nur noch August Scheufler dabei. Den kannte man einst als Andreas August. Gitarrist Tilmann Höhn ist seit dreizehn Jahren dabei und Achim Farr spielte auch schon mal in einer früheren Inkarnation der FCBB. Ja, die FCBB ist alt, über fünfunddreißig Jahre gibt es diese Institution bereits. Wolfgang Stamm am Schlagzeug und Bassist Klaus Bussalb vervollständigen heute die Band.

Man beschränkt sich nicht mehr darauf, den Blues in seiner traditionellen Form zu spielen. Die Blues-Polizei würde weinen. Beim gestrigen Konzert war diese aber offensichtlich abwesend: Es gab keine Pfiffe, wenn die Band in psychedelische und südamerikanische Klänge abwanderte. So beklatschte das Publikum neben den alten und ganz alten Nummern der FCBB auch Neuinterpretationen von „Sitting On The Dock Of The Bay”, einst ein Hit für Otis Redding, und von der alten Stones-Nummer „Ruby Tuesday”.

FCBB: August Scheufler stöpselt die Gerümpelcaster ein
August stöpselt seine, äh, Gerümpelcaster ein.

Und als dann August Scheufler in der ersten Zugabe zu seiner Gerümpelcaster – an der Stelle habe ich Tilmann Höhn nicht so genau zugehört, als er das außergewöhnliche Gitarrenmodell benannte – griff, bekam auch der letzte Zuhörer den Blues.

Tilmann Höhn und Wolfgang Stamm werden am 12. Februar 2013 erneut im Neuen Theater Höchst zu hören und zu sehen sein. Sie treten dann mit der Jazz-Band Hotel Bossa Nova auf, zu der noch Liza da Costa, Gesang, und Alex Sonntag, Kontrabass, gehören.

Sehr gute Bilder zum Konzert haben die Jungs und Mädels von www.rockpictures.de gemacht [1], reinschauen lohnt sich.