Alle Beiträge von Jürgen Lange

... wurde in den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts geboren, schreibt und fotografiert und ist ein Fan guter handgemachter Musik.

Mit 52 4867 und dem „Westerwald Express” nach Hachenburg

Am 06. April 2014 führt eine Fahrt der Historischen Eisenbahn Frankfurt e.V. (HE) mit einem Dampfsonderzug vom Frankfurter Südbahnhof (Abfahrt 08:20 Uhr von Gleis 8) über Frankfurt (M) Höchst (Abfahrt 08:49 Uhr von Gleis 10), Hofheim (Abfahrt 09:02 Uhr von Gleis 2), Niedernhausen (Abfahrt 09:21 Uhr von Gleis 3), Limburg (Lahn) (Abfahrt 10:17 Uhr von Gleis 5)  und Westerburg (Abfahrt 11:15 Uhr von Gleis 3)  nach Hachenburg im Westerwald. In Hachenburg besteht während des fünfeinhalbstündigen Aufenthalts die Möglichkeit zu einer historischen Stadtführung, zum Besuch der Modellbahnschau Hachenburg oder des Cadillac-Museums. Ein weiterer Programmpunkt, eine Führung durch die Erlebnisbrauerei Hachenburg, ist bereits ausgebucht. Die Rückfahrt des von der schweren Güterzuglokomotive 52 4867 gezogenen Dampfsonderzugs wird um 17:30 Uhr beginnen. Die Ankunft in Frankfurt (M) Süd ist für 20:43 Uhr vorgesehen.

Derzeit sind nur noch wenige Restkarten für den Dampfsonderzug verfügbar. Näheres zur Reise und deren Buchung beim DER-Reisebüro ist auf der Seite der Historischen Eisenbahn Frankfurt e.V. zu erfahren.

Luminale 2014: Rund 180 Projekte stellen sich vor

Luminale 2012 auf dem Campus-BockenheimLuminale 2012: Wasserspiele im Frankfurter PalmengartenDie Luminale 2014 findet parallel zur Messe für Licht- und Gebäudetechnik Light + Building vom 30. März bis zum 04. April 2014 in Frankfurt am Main und Offenbach statt. Sie transportiert die Neuigkeiten der Messe als künstlerisches Element in das Stadtbild der Mainmetropole und lässt manches Gebäude in einem anderen Licht erscheinen. Luminale 2012, Frankfurt am Main, PalmengartenZu den Außeninstallationen kommen noch eine Reihe von Inhouse-Veranstaltungen hinzu. Zusammen sind es etwa 180 Projekte, die sich an der Luminale 2014 beteiligen.

Zu den Höhepunkten gehören der Frankfurter Hauptbahnhof, der außen mit einer LED-Installation illuminiert sein wird und in dessen Innern verschiedene Installationen von Studenten gezeigt werden werden, das Kap Europa direkt am Messegelände, in dem die Künstlerin Barbara Trautmann ihr Werk „Crossover” präsentieren wird, die neue Osthafenbrücke, die Naxoshalle und die Weißfrauenkirche, die erstmals in die Luminale eingebunden ist.

Während der Luminale fahren Busse auf einem Rundkurs die verschiedenen Orte der Veranstaltung an. Die Busse starten alle zehn Minuten am Eingang City des Messegeländes und können kostenlos genutzt werden. Das Programm zur Luminale 2014 und der Busfahrplan kann von www.luminale.com als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Oben stehende Bilder wurden während der Luminale 2012 auf dem Campus Bockenheim und im Frankfurter Palmengarten aufgenommen.

 

Der Abstiegskampf (30) – die Eintracht kann englische Woche

Eintracht Frankfurt hat auch das zweite Spiel der englischen Woche in der Fußballbundesliga gewonnen. Nach dem 5:2 in Nürnberg erspielte sich die Mannschaft von Trainer Armin Veh heute in der Commerzbank-Arena ein 1:0 gegen Borussia Mönchengladbach. Den einzigen Treffer des Spiels erzielte Joselu in der 16. Minute.

Eintracht Frankfurt war mit der gleichen Aufstellung gestartet wie am vergangenen Sonntag gegen den 1. FC Nürnberg, ging die Gladbacher während des gesamten Spiels früh an und verhinderte so, dass der Gegner überhaupt zu Torchancen kam. Eintracht Frankfurt hält aktuell den elften Rang in der Bundesligatabelle und hat ein Polster von acht Punkten auf den Relegationsplatz, den derzeit der Hamburger SV inne hat.

Eine Explosion und das schlechte Deutsch der Journalisten

Kann etwas an irgendetwas explodieren, was es nicht (mehr) gibt? Nein. Am Mittwoch, dem 19. März 2014, gab es einen lauten Knall in Frankfurt und Steine wirbelten durch die Luft. „Sprengladung explodiert am AfE-Turm“, titelte DIE WELT. N24 setzte noch einen drauf: „Frankfurter Uni: Sprengladung am AfE-Turm explodiert”. Am schönsten ist aber die Überschrift des Berliner Kuriers, der mit „Erneute Explosion am AfE-Turm – Bagger Schuld” auch noch vom eigentlichen Schuldigen an dieser Explosion ablenkt. Dafür, dass immer noch Explosivstoff auf dem Gelände, auf dem der AfE-Turm bis zum 02. Februar 2014 stand, herumlag, kann weder der Bagger noch der Baggerfahrer etwas.

Hoffen wir also, dass das Gelände zwischen Senckenberganlage, Robert-Mayer- und Georg-Voigt-Straße jetzt frei von Explosivstoffen ist und niemand dort zu Schaden kommt.

Fahrtag der HE auf der Frankfurter Hafenbahn

Kleindiesellokomotive (Kö) der Historischen Eisenbahn Frankfurt e.V. am Eisernen Steg in Frankfurt am Main
Kleindiesellokomotive der Historischen Eisenbahn Frankfurt e.V. (HE) am Eisernen Steg in Frankfurt am Main

Am Sonntag, dem 23. März 2014, ist ein Zug der Historischen Eisenbahn Frankfurt e.V. (HE) auf den Gleisen der Frankfurter Hafenbahn unterwegs. Er verkehrt stündlich ab dem Haltepunkt Eiserner Steg am Frankfurter Mainufer wechselweise nach Griesheim Übergabebahnhof und zurück oder nach Mainkur Stellwerk IV und zurück. Gezogen und geschoben wird er von zwei Diesellokomotiven.

Die erste Fahrt beginnt um 11 Uhr, die letzte um 17 Uhr. Beide Strecken zeigen Frankfurt am Main aus einer ungewöhnlichen Perspektive und führen aus dem Nizza, einer Grünanlage am Frankfurter Mainufer, heraus in Stadtbezirke, in denen sich der Wandel von der reinen Industriebebauung zur Schaffung von Wohnhäusern und Bürobauten vollzieht.

Fußball in Unterliederbach: Erfreulicher Jahresbeginn

Das Jahr 2014 neigt sich zwar schon langsam aber sicher seinem Ende zu, aber für die Amateurfußballer hat es gerade erst begonnen. Die erste Mannschaft des VfB Unterliederbach gewann in einem zäh beginnenden und anfangs ängstlich geführten Fußballspiel gegen Teutonia Watzenborn-Steinberg mit 4:1. Damit gibt es langsam Hoffnung, dass der VfB auch in der kommenden Saison in der Verbandsliga Mitte spielen wird.

Auch die zweite Mannschaft siegte. Gegner in der Kreisklasse A Maintaunus war der SV 09 Hofheim, der deutlich mit 5:0 Toren in die Schranken verwiesen werden konnte. Hier machte sich offensichtlich die Verpflichtung des neuen Trainers, Klaus Deppisch, gleich bemerkbar.

Bereits am kommenden Freitag empfängt der VfB Unterliederbach in der Verbandsliga Mitte den FSV Braunfels, der derzeit mit 34 Punkten auf Rang 9 der Tabelle rangiert. Die zweite Mannschaft spielt am kommenden Sonntag gegen die SpVgg Hochheim 07 II.

Der Abstiegskampf (29) – auf die Fans gehört?

1:4 hat Eintracht Frankfurt heute in der Commerzbank-Arena gegen den SC Freiburg verloren, gegen den SC Freiburg, der in dieser Saison vor dem Spiel gegen die Eintracht gerade mal 22 Tore geschossen hatte. Dabei war die Eintracht nicht einmal chancenlos, man ging nur wieder einmal äußerst schlampig mit den Chancen um. Die Abwehr der Frankfurter zeigte, dass sie langsam ist, viel zu langsam. Auch Kevin Trapp, der von vielen überschätzt wird, war nicht so richtig im Spiel.

Trainer Armin Veh hatte die Mannschaft offensiver aufgestellt als in den Spielen zuvor. Ob er dies aus eigener Überzeugung getan hat oder weil er sich die Kritik der Presse und der Fans zu Herzen genommen hat – letzteres wäre dumm – sei dahin gestellt. Er brachte sogar einen jungen Spieler: Marc Stendera wurde in der 74. Minute beim Stand von 1:3 für Alexander Madlung eingewechselt.

Für Eintracht Frankfurt wird es im Abstiegskampf langsam eng. Die Eintracht hat zwar an diesem Wochenende den Tabellenplatz halten können, aber die Mannschaften zwischen Rang 13 und dem Tabellenende sind weiter zusammengerückt. Der Verein muss nicht in Panik oder wilden Aktionismus verfallen, aber langsam sollte eine Strategie erkennbar werden, wie man gedenkt, die nötigen Punkte zum Klassenerhalt zusammenzubekommen. Nur auf Heimsiege zu setzen, wird da nicht ausreichend sein. Und das Rezept, Spiele gegen scheinbar unüberwindbare Gegner von vornherein verloren zu geben, ist auch gründlich in die Hose gegangen, – Carlos Zambrano feierte eben heute seine Gelbe Karte ab …

Georg-Voigt-Straße 10 in Frankfurt am Main besetzt

Seit dem heutigen Samstag ist das Haus Georg-Voigt-Straße 10 in Frankfurt am Main besetzt. Das Gebäude steht am Rande des zukünftigen Kulturcampus und gehört der ABG Frankfurt Holding, der größten Wohnungsbaugesellschaft der Stadt. Besetzer sind eine Gruppe von etwa dreißig linken Aktivisten, die unter dem Namen „L_rst*ll*” (Leerstelle) auftreten. Die Villen in der Georg-Voigt-Straße, in der Vergangenheit von der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main genutzt, befinden sich in unmittelbarer Nähe der Stelle, an der bis vor wenigen Wochen der AfE-Turm stand.

Nachtrag: Kurz vor 19 Uhr hatte die Polizei das Gebäude schon wieder geräumt.

Die CeBIT 2014, eine verpasste Chance?

CeBIT 2014 in Hannover
Am Dienstagvormittag schien die Sonne über der CeBIT 2014 nicht. Die Stimmung der Veranstalter war nicht so gräulich wie der Himmel über Hannover.

Die CeBIT 2014 war anders als in den Jahre zuvor. Dem schwindenden Interesse der Besucher und – schlimmer noch – der Aussteller versuchte man mit einem Konzept gegenzusteuern. Die Messe wurde um zwei Tage verkürzt, der Eintritt wurde erhöht und Interessierte unter 16 Jahren sollten gar nicht erst auf das Messegelände gelassen werden. Fachbesucher, besser noch, Top-Entscheider sollten die Computermesse besuchen.

Das hatte Konsequenzen. Als Besucher bewegte man sich durch luftig, leere Hallen, selten musste man an einem Stand warten, um jemanden zu finden, der einem Auskunft hätte geben können und selbst an den Übergängen zwischen den Hallen gab es kein Gedränge. Dazu veröffentlichte der Veranstalter zum Abschluss eine Zahl, die beeindruckte: IT-Investitionen in Höhe von 25 Milliarden Euro sollen auf der CeBIT 2014 angestoßen worden sein. Also alles gut?

Abgesehen von der kaum belastbaren Zahl von 25 Millionen Euro, hinterließ die Messe beim Fachbesucher einen gespaltenen Eindruck. Aus der Sicht eines Klein- oder mittelständischen Unternehmers – oder der IT-Vertretung dieser Unternehmen – war es möglich, rasch von Anbieter zu Anbieter zu wechseln und dort auch einen Ansprechpartner zu finden. Dort musste man als Fachbesucher häufig, viel zu häufig, feststellen, dass man die Informationen, die man einholen wollte, auch nicht bekommt, wenn die Zeit, sie zu geben, da ist. Worthülsen und Allgemeinplätze waren immer noch bestimmend, das Personal meist immer noch auf ein Publikum eingestellt, dass mit einem Tütchen Gummibären und einem Kugelschreiber abgespeist werden kann. Wer geht schon auf eine Computermesse, um dort das zu erfahren, was er aus Hochglanzprospekten und farbenfrohen Internetauftritten schon weiß?

Der ERP-Anbieter, der stolz berichtet, dass er ein ERP 2.0 anbietet, aber mit keinem Wort sagen kann, was sein System von den Systemen der Mitbewerber unterscheidet, außer das es besser ist, oder der, der SAP als eine gescheite Lösung für einen kleinen mittelständischen Betrieb anpreist, sind in der Mehrzahl. Meist ist man nicht in der Lage, einfache Vorgänge so abzubilden, dass die Interessenten einen Einblick bekommen, ob das vorgestellte Programm zur Lösung ihres Problems taugt.

Auf der anderen Seite habe ich auf der diesjährigen CeBIT allerdings auch Aussteller vermisst. Dabei waren mittelständische Unternehmen aus dem SAP-Umfeld, die, obwohl sie auf einem Gemeinschaftsstand zu einem moderaten Preis an der CeBIT hätten teilnehmen können, verzichteten, weil sie in der Teilnahme an der CeBIT 2014 keinen wirtschaftlichen Nutzen für ihr Unternehmen erkennen konnten.

Big Data war eines der Themen, welches wolkig über der diesjährigen CeBIT schwebte, die Computersicherheit war ein zweites. Letzterem fehlte der wirkliche Ernst. Möglichst viele Daten zu sammeln und Computersicherheit schließen sich eben aus. Datenvermeidung wäre da eher ein Thema. Da aber Daten zu Geld gemacht werden, will jeder möglichst viele davon, egal ob Google oder Facebook oder der Computerkriminelle um die Ecke. Auch die Staatsmacht lässt sich ungern auf die Finger schauen, was sie da sammelt. Will man wirklich Gefahren von seinen Bürgern abwehren oder will man sie durch Überwachung in Gefahr bringen?

Software für die Verwaltung - Hessens IT präsentiert sich recht trocken
Hessen ist führend bei Software für die Gefägnis- und Justizverwaltung. Diesen Eindruck vermittelte der Gemeinschaftsstand des Landes Hessen auf der CeBIT 2014.

Abseits der großen Anbieter gab es natürlich auch wieder viel Interessantes zu sehen. Das war aber schon immer so, weshalb sich auch immer noch viele auf den Weg nach Hannover machen. Und merkwürdigerweise gibt es an diesen Ständen Raum und Zeit, sich ordentlich zu informieren. So zeigte die Universität des Saarlandes, dass Google Glass, der Horror der Datenschützer, zum Zwecke des Datenschutzes im Alltag eingesetzt werden kann.

Die CeBIT tritt gegen das Internet an. Das klingt erst einmal widersinnig, weil die CeBIT die größte Computermesse und das Internet das am häufigsten genutzte Computersystem der Welt ist. Vieles, was der Anwender einst auf den großen Messen suchte, findet er heute viel schneller im Internet. Dort bekommt er aber seine Suchbegriffe vorgegeben – Stichwort Suchwortergänzung – und auch sein Suchergebnis so individualisiert, dass er irgendwann immer nur noch das selbe findet. Und hier liegt die Chance einer Messe, Informationen so aufzuarbeiten, dass sie auch gefunden werden, wenn sie nicht zuvor millionenfach aufgerufen worden sind.

„Großes entsteht immer im Kleinen”, habe ich als Überschrift über einem Messestand gelesen. Dies sollten auch die Macher der CeBIT verinnerlichen. Sonst ist es im nächsten Jahr ein Erfolg, wenn die CeBIT 2015 nur noch 180.000 Besucher zählt. Dazu packt man dann wieder eine schöne Zahl und alles ist gut…