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Aus der Ferne betrachtet

Justinuskirche in Frankfurt am Main Höchst
Die Justinuskirche in Frankfurt am Main Höchst lugt hier durch den Uferbewuchs am Schwanheimer Ufer. Links erkennt man die Fähre, mit der man dieses Kleinod aus dem Mittelalter – außer Mittwochs natürlich – rasch erreichen kann.

Ferne ist relativ. Sie wird anders empfunden, wenn man eine Strecke zu Fuß überwindet als wenn man ein Fahrrad oder gar ein Kraftfahrzeug nutzt. Auch das Alter des Betrachters kann Ferne stark in die Nähe rücken lassen.

Das Schwanheimer Ufer ist von Frankfurt am Main Höchst aus, die eigenen Füße und die Fähre nutzend, schnell erreicht. Dort lockt derzeit ein Eisstand und immer ein Blick auf die alte Stadtmauer von Höchst. Störend ist dabei nur das vor der Mauer abgestellte Blech. Weitsichtige Menschen haben deshalb einmal wichtig werdende Gebäude wie die Justinuskirche recht hoch angeordnet, damit sie nicht von Personenkraftwagen und Transportern verdeckt werden können.

Die Tafel kündigt es an …

Frankfurt am Main Unterliederbach, Schmalkaldener Straße 15, hier soll bis Mitte des Jahres wieder ein Bauernmarkt entstehen, wo man Dinge aus eigenem Anbau und der Region erhalten kann, sich aber auch gemütlich vergnügen kann und seine Kinder auf einem Spielplatz oder im Streichelzoo anderes erleben lassen kann. Elisabethenhof Frankfurt wird er dann heißen.

Schon jetzt bietet er erste Verkaufsstände und der Kinderspielplatz kann auch schon genutzt werden. Auch erste Tiere können betrachtet werden. Die neuen Besitzer wollen die Anlage langsam und ohne Zeitdruck wachsen lassen. Es wird dort also Zug um Zug Neues geben.

Das erste, was man feststellt, wenn man die Adresse erreicht, ist, dass die helle Betonwand, die das Gelände zur Schmalkaldener Straße hin abschloss, verschwunden ist. Ich musste bei ihrem Anblick immer an die Berliner Mauer denken, nur kleiner halt. 😉

Frankfurter Stadtansichten (51)

Die Senckenberganlage, zwischen Bockenheim und dem Westend in Frankfurt am Main gelegen, wurde im Jahr 2002 nach U-Bahnbau neu angelegt. Den Bereich gegenüber des Senckenberg Museums gestaltete man als paläobiologischen Lehrpfad. Nachbildungen, wie die des Tyrannosaurus Rex, Pflanzen und zu Stein gewordene Spuren der Vergangenheit gehören dazu. Im Hintergrund sind die unteren Stockwerke des Juridicums und die Spitze des Fernmeldeturms zu sehen.

Blick auf die Jahrhunderthalle

Jahrhunderthalle von Frankfurt am Main Höchst aus gesehen.
Jahrhunderthalle von Frankfurt am Main Höchst aus gesehen. (Zustand 2021)

Die Jahrhunderthalle wird fälschlicherweise häufig als Jahrhunderthalle Höchst bezeichnet. Dieser verzeihbare Fehler rührt daher, dass viele Menschen nicht zwischen einem „ö“ und einem „oe“ unterscheiden können. Andere denken, das „Höchst“ im Zusammenhang mit der Halle habe mit dem Frankfurter Stadtteil zu tun.

Richtig ist, dass die Halle ursprünglich Jahrhunderthalle Hoechst hieß, benannt nach einem Chemieunternehmen, dass früher mal in Frankfurt am Main Höchst ansässig war. Mit dem Stadtteil Höchst hatte die Halle nie etwas zu tun, denn die Halle liegt im Frankfurter Stadtteil Unterliederbach.

Auch das hier sichtbare Gleisvorfeld des Bahnhofs Frankfurt-Höchst befindet sich auf Unterliederbacher Gebiet. Erst die Hoechster-Farben-Straße, hier durch eine Mauer verdeckt und das Gelände des Industrieparks im Vordergrund sind Höchst zuzuordnen.

Frankfurter Stadtansichten (50)

Der Main von der Leunabrücke aus gesehen, rechts das Schwanheimer Ufer, links das Höchster Ufer. Um etwas mehr vom Frankfurter Stadtteil Schwanheim zu sehen, müsste man sich ein paar hundert Meter flussaufwärts begeben. Das Höchster Ufer bietet da deutlich mehr. Ein Industriedenkmal, ein Schlosssturm, eine sehr alte Kirche und ein Palast sind dort zu entdecken. Nur ein weißes Restaurantschiff bietet es nicht.