Die Kamelienstraße in Frankfurt am Main Unterliederbach ist eine Spielstraße. Zudem wird hier auf eine bald in der Nähe stattfindenden Veranstaltung hingewiesen. Dazu erfahren Interessierte, dass hier – in der Kamelienstraße – Energie-Plus-Häuser stehen. Und wer die Sinnhaftigkeit des Energiesparens anzweifelt, kann sich ganz in der Nähe zwei kleine Baumreihen anschauen, die reichlich gerupft aussehen.
Noch einmal zurück zur Bruno-Asch-Anlage. Die expressionistische Anlage befindet sich in Frankfurt am Main Höchst. Sie sollte einst den Bahnhof von Höchst schmücken, repräsentativ sollte sie aussehen. Höchst war damals noch kein Stadtteil von Frankfurt.
Der Bahnhof Frankfurt-Höchst hat schon bessere Zeiten erlebt. Heute dient er nur noch dem Regional- und Güterverkehr. Vorbei sind die Zeiten, als man hier in einen Zug nach Bielefeld oder Westerland steigen konnte. Während des Berufsverkehrs geht es dort aber immer noch geschäftig zu.
Traurig sieht es zwischenzeitlich auch im Innern des Bahnhofs aus. Zwar kann man sich dort einen guten Kaffee, die Zeitung oder Zeitschrift oder einen Imbiss kaufen, aber einladend sieht das nicht aus. Immerhin kann man sich aber damit trösten, dass es in Frankfurt noch hässlichere und heruntergekommenere Bahnhöfe gibt.
Noch zwei Ansichten vom Seiler-Brunnen. Auf dem linken Bild ist auch das Bahnhofsgebäude zu erkennen.
Dieses runde Beet befindet sich am Eingang der Bruno-Asch-Anlage in Frankfurt am Main Höchst von der Königsteiner Straße aus gesehen. Im Hintergrund sind Häuser der Dalbergstraße zu erkennen.
Auch in Unterliederbach finden sich schöne Blüten – wurde solches nicht gerade über Höchst gesagt? Diese hier stehen nahe der Haustür und werden häufig einfach übersehen.
Neuer Lint 41 ist auf Gleis 112 abgestellt, Triebwagenzug der selben Bauart fährt gerade vom Frankfurter Hauptbahnhof her kommend auf Gleis 13 ein und auf Gleis 11 steht RB11 abfahrbereit in Richtung Bad Soden.
Ein sonniger Feiertag in Frankfurt am Main Höchst, selbst im dortigen Bahnhof tummeln sich freundliche, frische Farben. Zumindest wenn man in Richtung der von den Zügen des Taunusnetzes befahrenen Gleise schaut. Aber halt, sind das nicht die falschen Farben?
Zum Fahrplanwechsel 2022 gab es einen Wechsel der Verkehrsunternehmen im Tausnusnetz, die Regionalverkehre Start Deutschland GmbH, eine Tochter der DB, übernahm das kleine Streckennetz von der HLB. Wasserstoffzüge sollten fortan auf den Strecken unterwegs sein.
Daraus wurde nichts. Es gab tolle Presseerklärungen und verärgerte Kunden. Alstom konnte nur wenige Wasserstoffzüge liefern, die wenigen fielen durch Defekte auf und auch die Betriebsabläufe hatte man nicht im Griff. Eingesetztes Ersatzmaterial passte gelegentlich nicht zur Strecke.
Zug der RB12 fährt gerade von Königstein im Taunus kommend im Bahnhof Frankfurt-Höchst auf Gleis 12 ein.
Irgendwann fand man eine Lösung. Es wurden Züge von der Hessischen Landesbahn (HLB) angemietet. Die waren eigentlich für die Wetterau beschafft, sollen jetzt aber erst im Herbst dort eingesetzt werden. Die Züge dieseln aktuell von Frankfurt-Höchst nach Königstein und Bad Soden oder halten sich in Höchst für ihren nächsten Einsatz bereit.
HLB-Dieseltriebwaagen auf den Gleisen 112 und 14
Die Gleisbezeichnungen 112 und 14 sind einer älteren Zeichnung entnommen. Die Bezeichnung Gleis 14 wird für ältere Nutzer des Höchster Bahnhofs verwirrend sein, denn „Gleis 14“ war der Name der einstigen Bahnhofsgaststätte.
Eine ehemalige Mühle an einem sonnigen Feiertag. Mühlen dienten nicht nur zum mahlen von Getreide sondern auch zum Zerkleinern von zum Beispiel Kalksteinen. Eine Mühle nutzte Wasser als Antrieb für Mahlwerke, Hämmer und mehr. Ebenfalls im Bild Reste der mittelalterlichen Stadtbefestigung von Höchst
Zur Mittagszeit wurden schon wieder Pflanzen eingetopft. Das Angebot musste ja noch ein paar Stunden interessant bleiben.
Samstags geht man Einkaufen, samstags schaut man Fußball, samstags lässt man es ruhig angehen. So nicht am 13. Mai 2023. Diverse Veranstaltungen waren angesagt. Es musste also organisiert, vorbereitet und durchgeführt werden. Und hatte man selbst nichts mit den Veranstaltungen zu tun, musste man entscheiden, wo man sich hinbewegt und worüber man berichtet.
Am gestrigen Samstag viel die Entscheidung auf den Flohmarkt im Heimchen, den ich in diesem Jahr nicht besuchte. Der Flohmarkt im Heimchen war in der Zeit vor Corona eine meiner Lieblingsveranstaltungen, 2023 reichte es gerade noch zu einer Terminankündigung.
Dafür war ich auf einer Pflanzenbörse auf dem Gelände des Kleingartenvereins (KGV) Unterliederbach. Die fand in der Anlage 2 statt. Dort gibt es im Zentrum ein hübsches Vereinsheim, und die Vereinsmitglieder hatten für eine nette Auswahl an Pflanzen gesorgt. Und natürlich gab es auch Kaffee und Kuchen.
Pflanzen und Kuchen
Doppelpunkt Unterliederbach
Das Wohnzimmer des Vereins :Uliba mit Blick auf den Medienschrank.
Gemeinschaftliches Wohnen gibt es im Kleinen, im Großen fehlt es meist an den Möglichkeiten. In Frankfurt am Main Unterliederbach gibt es diese Möglichkeit seit ein paar Jahren am Sossenheimer Weg. Im Verein Doppelpunkt Unterliederbach e.V. (:ULIBA) organisierte Menschen leben dort in zwei recht neu errichteten Gebäuden.
Familien mit kleinen Kindern leben hier zusammen mit älteren Menschen, auch mit behinderten. Man nutzt einen großen Gemeinschaftsraum, macht vieles gemeinsam. Dabei ist die Gruppe auch offen nach außen. Am 13. Mai 2023 war eine der Veranstaltungen, an denen man sich präsentierte. Nachbarn kamen, man unterhielt sich, lernte Neues und Neue kennen.
Frühlingsfest des Heimat- und Geschichtsvereins
Bier wurde gezapft, Bratwurst gebraten. Auch Kaffee und Kuchen gab es.
Das Frühlingsfest des Heimat- und Geschichtsvereins gab es endlich auch einmal wieder. Das Fest findet ja immer im Hof des „Haus Rumpf“ statt, einer kleinen,, zum Museum umgebauten Scheune. Die Bewohnerinnen und Bewohner von :Uliba können sicher etwas mit dem Namen Rumpf anfangen, aber wahrscheinlich nichts mit dem kleinen Museum in der Liederbacher Straße.
Beim Frühlingsfest tat mir nur der Heinz Alexander leid. Er war nicht zu hören. Dabei hatte er einen interessanten Vortrag zur Königsteiner Straße vorbereitet, die zwischenzeitlich über 200 Jahre alt ist. Und die Königsteiner Straße führt, ja nicht nur durch Unterliederbach und Höchst, sondern durch alle Orte bis nach Königstein.
Derzeit ist es am Liederbach recht nett. Gerade, wenn es geregnet hat, lässt es sich gemütlich gehen und auch fotografieren. Es stehen keine Menschen vor der Linse – Egoist! – herum und keine Radfahrerinnen und Radfahrer machen Jagd auf alles, was da geht und steht – und auch keine E-Scooter!
Nur die Philosophen sollte man meiden. Da kann man nasse Füße bekommen. Und mit nassen Füßen genießt man auch das satte Grün der Wiese nicht so richtig. Also wechselt man zu den Astronomen. Aber wo sind die – Google ist da wenig hilfreich. Und wo ist der Liederbach?
Der Liederbach befindet sich rechts hinter dem Grün. Und danach kommen gleich die Astronomen! Bei den Astronomen ist der Weg asphaltiert. Bänke zum Ausruhen gibt es übrigens auf beiden Seiten des Liederbachs.
Nach dem Spazieren gehen ging es noch zum Einkaufen. Das war ein Fehler. Die Zeit im Laden wurde nämlich genutzt, den Regen wieder einzuschalten. Klatsch nass. Später schüttete und gewitterte es
Nachtrag: Am nächsten Tag, dem 10. Mai 2023, las ich von Kellern, die leer gepumpt werden mussten und von überschwemmten Unterführungen. Dabei hatte es gar nicht so viel geregnet. Müssen Abflüsse verstopft gewesen sein.
Ein paar Bilder aus nicht ganz so nassen Zeiten:
Bilder können größer dargestellt werden, einfach anklicken.
Frankfurt am Main Unterliederbach
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