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Apache OpenOffice 3.4.1 (incubating) ist da

Die Apache Software Foundation (ASF) hat heute die Version 3.4.1 der Büro-Suite Apache OpenOffice (incubating) für die Betriebssysteme Linux (32 bit und 64 bit), Mac OS (Intel) und Windows (Microsoft) freigegeben. Dies ist damit die zweite Veröffentlichung des freien Office-Paketes aus dem Brutkasten der ASF heraus. Im nächsten Schritt wird wohl das gesamte Projekt den Brutkasten verlassen, womit Apache OpenOffice dann zu einem vollwertigen Apache Top Level Project (TLP) werden wird.

Während Apache OpenOffice 3.4.0 (incubating) eine Reihe neuer Funktionen mitbrachte, gibt es in der aktuellen Version eine Menge Feinschliff und ein paar zusätzliche Sprachversionen, – die Entwickler hatten für die Version 3.4.1 ihr Hauptaugenmerk auf die Fehlerbereinigung gelegt. Die Büro-Suite ist damit performanter und stabiler geworden. Apache OpenOffice liegt jetzt auch in Finnisch, britischem Englisch, Khmer, Slowakisch und Slowenisch vor, die niederländischen, spanischen, italienischen und ungarischen Versionen wurden auf den neusten Stand gebracht. Zusätzlich wurde die Kompatibilität zum kommenden Windows 8 verbessert.

Das Update erfolgt über die Funktion Hilfe → Suche nach Updates … aus dem Büro-Paket heraus oder über diesen Link. Die komplette Ankündigung der neuen Version von Apache OpenOffice 3.4.1 (incubating) in englischer Sprache findet sich hier.

Parallel zu den Arbeiten an der Version 3.4.1 begannen eine Reihe von Projektmitgliedern bereits mit den Arbeiten an der Version 3.5. Schwerpunkte der Neuerungen für diese Version liegen in der Verbesserung der Interoperabilität zu Microsoft Office, an der weiteren Optimierung von Performance und Stabilität, der Unterstützung weiterer Sprachen und an Verbesserungen in der Benutzerführung. Die Version 3.5.0 soll im ersten Quartal 2013 erscheinen.

Für die Version 4.0 werden derzeit noch Ideen gesucht. Es ist geplant, Teile des Codes aus IBMs Lotus Symphony in Apache OpenOffice 4.0 einzuarbeiten. Unabhängig davon wird ausdrücklich dazu aufgerufen, eingetretene Pfade zu verlassen und innovative, heute vielleicht noch phantastisch klingende Ideen einzubringen, die die Büro-Suite mit wirklich neuen Funktionen versieht. Die Ideensammlung erfolgt über Google Moderator, der Projekt-Link dazu befindet sich hier.

Download:
Apache OpenOffice 3.4.1 (incubating)

Apache OpenOffice 3.4 – erste Snapshots für Entwickler verfügbar

Apache OpenOffice - EntwicklerversionErste Snapshots der Office Suite Apache OpenOffice stehen derzeit auf der Seite der Apache Software Foundation für Linux, OS X und Windows zum Download zur Verfügung. Apache OpenOffice - Modul DrawApache OpenOffice, früher OpenOffice.org, besteht aus der Textverarbeitung Writer, der Tabellenkalkulation Calc, dem Präsentationsprogramm Impress, dem Zeichenprogramm Draw, der Datenbank Base und dem Formeleditor Math.

Die Version 3.4 wird neben den bereits in der Beta-Version gleicher Versionsnummer von OpenOffice.org aus dem ersten Halbjahr 2011 enthaltenen Neuerungen eine verbesserte Unterstützung des offenen Dokumentenformats ODF 1.2 enthalten. Die Behandlung von OLE- und Grafikelementen wird ebenfalls verbessert, das Vektorgrafikformat SVG wird in allen Modulen der Office Suite unterstützt werden.

Eine englischsprachige Liste der Neuerungen in Apache OpenOffice 3.4 befindet sich hier.

Die ersten Planungen für die Version 4.0 stehen auch schon. Bisherige Schwerpunkte sind Verbesserung der Performance, Änderungen in der Benutzerschnittstelle – hier könnten Konzepte aus IBMs Lotus Symphony einfließen – und der Wechsel zur Datenbank-Engine HSQLDB 2.2.x. Die alten Binärformate von OpenOffice.org und StarOffice werden ab der Version 4.0 von Apache OpenOffice nicht mehr unterstützt werden.

LibreOffice 3.5.0rc1 erschienen

Die Veröffentlichung von LibreOffice 3.5 steht kurz bevor. Gestern wurde der erste Release Candidate der Office Suite aus Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationsprogramm, Zeichenprogramm und Datenverwaltung veröffentlicht. Das Programmpaket gibt es für Linux, OS X und Windows.

Der Fork aus OpenOffice.org erscheint optisch etwas aufgewertet, zeigt aber in grundlegenden Funktionen teilweise noch die gleichen Mängel wie das Ausgangsprodukt und hat mit neuen Nachteilen zu kämpfen.

Die Verarbeitung großer Tabellen mit dem Datenpiloten ist mangelhaft. So wird die Formatierung der Seitenfelder beim Neuladen der Datei vergessen, wenn das Speichern im ODF-Format erfolgte. Ein Fehler, der auch in Version 3.3.0 von OpenOffice.org schon zu beobachten war. Wirkt OpenOffice.org im Vergleich zu Microsofts Excel schon zäh bei der Neuberechnung einer Pivot-Tabelle, so kann man LibreOffice in dieser Disziplin nur als lahm bezeichnen. Getestet wurde mit einer etwa 40.000-zeiligen Tabelle, wie sie im Geschäftsleben eines mittelständischen Betriebes regelmäßig vorkommt.

Auch die – optisch sehr schönen – Veränderungen im Auto-Filter von LibreOffice behindern den normalen Arbeitsfluss. Sie erlauben es zwar in bestimmten Fällen auf den benutzerdefinierten Filter zu verzichten, behindern aber die schnelle Auswahl einzelner Feldinhalte.

Alle die, die zum raschen Wechsel von OpenOffice.org zu LibreOffice raten oder diesen Wechsel bereits vollzogen haben, zum Beispiel die diversen Linux-Distributionen, tun damit dem Anwender nicht unbedingt einen Gefallen.

Aus OpenOffice.org wird Apache OpenOffice

Bereits am 17. November hat die Apache Software Foundation (ASF) einen neuen Namen für die Office-Suite OpenOffice.org gewählt, – Produkt und Projekt werden in Zukunft den Namen Apache OpenOffice tragen. OpenOffice.org war im Juni dieses Jahres von Oracle an die Apache Software Foundation übergegangen, nachdem sich im Herbst 2010 viele Entwickler von dem Projekt getrennt hatten, die dann die Document Foundation gründeten und mit LibreOffice eine eigene Weiterentwicklung des Office-Pakets herausbrachten.

Apache OpenOffice befindet sich zur Zeit noch in einem Inkubations-Prozess, in dem der Sourcecode an die Erfordernisse der Apache Software Foundation angepasst wird und die Strukturen für das Projekt eingerichtet werden. Apache OpenOffice Version 3.4, man führt die Versionsnummern von OpenOffice.org genauso wie bei LibreOffice fort, soll im ersten Quartal 2012 freigegeben werden.

Apache OpenOffice.org immer noch im Brutkasten

Am 14. Oktober hat die Apache Software Foundation (ASF) eine Erklärung abgegeben, in der bekräftigt wird, dass es derzeit kein Risiko für den Fortbestand von Apache OpenOffice.org, so der neue Produktname für OOo, gäbe. Mehr als 70 Community-Mitglieder arbeiten nach dieser Quelle derzeit daran, den Source-Code und die Resourcen an die bei der ASF üblichen Erfordernisse anzupassen, – „The Apache Way” nennt das die ASF. Der beschriebene Inkubationsprozess muss von allen Projekten durchlaufen werden, die den Weg zur ASF suchen oder finden, um eine gleich strukturierte Vorgehensweise in allen Projekten gewährleisten zu können.

OpenOffice.org vor dem finanziellen Aus?

OpenOffice.org - das Startbild
Im Startbild von OpenOffice.org 3.3.0 findet sich noch das Logo von Oracle

OpenOffice.org soll mit Spenden gerettet werden. Seitdem Oracle die Unterstützung des Projekts im Juni dieses Jahres aufkündigte, könne OpenOffice.org keine fest angestellten Programmierer bezahlen, womit der Fortbestand der Office-Suite gefährdet sei. Vier Personen stehen hinter dem Verein Team OpenOffice.org e.V., der jetzt mit den vorstehenden Aussagen einen Spendenaufruf gestartet hat.

Rückblick: Nach der Übernahme von Sun durch Oracle hat sich eine Reihe von Entwicklern vom Kern-Team abgespalten und die Software Foundation gegründet, um eine Basis für den Fortbestand der Software zu haben. Das war vor etwas mehr als einem Jahr. Da Oracle auf den Namensrechten für OpenOffice.org bestand, wählte die Software Foundation mit LibreOffice einen neuen Namen für das Produkt. Seitdem gibt es zwei Office-Pakete für die Betriebssysteme Linux, Mac OS und Windows, die beide ihre Wurzeln in dem kommerziellen Office-Paket StarOffice haben.

OpenOffice.org 3.3.0 - Vorlage in Writer
Eine Vorlage wird gestartet (Openoffice.org 3.3.0)

Mit der Gründung der Software Foundation gab es auch eine Veränderung bei dem Verein OpenOffice.org Deutschland e.V. (OOoDev). Die Vereinsmitglieder stimmten für eine Änderung des Namens in Freies Office Deutschland e.V. (FrODeV) und bestimmten als neuen Zweck des Vereins die Unterstützung aller freien Software mit dem Schwerpunkt Bürosoftware, die auf freien Dokumentenformaten aufbaut. Spenden können vom Spender bestimmten Projekten zugeordnet werden, also auch OpenOffice.org.

Für die Anwender gereicht die derzeitige Situation nicht zum Vorteil. Sie werden durch die unterschiedlichen Aussagen zu OpenOffice.org – auch durch die des Team OpenOffice.org e.V. – verunsichert. So besteht die Gefahr, dass Anwender den Pfad hin zur freien Software verlassen, weil kommerzielle Produkte mehr Planungssicherheit versprechen.

Die Apache Software Foundation, an die Oracle das Projekt OpenOffice.org im vergangenen Juni übergeben hatte, sieht keine Gefahr für das Produkt, welches sie gerade ausbrütet.

openoffice.org nicht erreichbar [Update]

Die Server von openoffice.org (de.openoffice.org, www.openoffice.org etc.) sind derzeit (31.08.2011, 19:55 MEZ) nicht erreichbar. Damit sind keine Downloads der Office-Suite OpenOffice.org, der Dokumentation dazu und von Erweiterungen von dieser Quelle möglich.

Nach einem Whois-Eintrag ist immer noch Oracle im Besitz der Domain. Oracle hatte das Produkt OpenOffice.org mit dem Kauf von Sun erworben, später aber entschieden, es an die Apache Software Foundation (ASF) weiterzugeben. Bei ASF befindet sich OpenOffice.org derzeit in einem Incubation-Prozess.

[Update] Ab etwa 20:20 Uhr MEZ waren die Server wieder erreichbar.[/Update]

LibreOffice 3.4.3 ist da

Die Document Foundation hat die Version 3.4.3 des Office-Pakets LibreOffice für die Betriebssysteme Linux, Mac OS X und Microsoft Windows freigegeben. Die Version enthält keine neuen Funktionen, bereinigt aber eine Reihe von Fehlern.

Auffällig ist, dass keine Fehlerbereinigungen im Modul Base aufgelistet sind, obwohl Fehler in diesem Modul ein Grund sind, der viele User von einem Wechsel von OpenOffice.org zu LibreOffice zurückschrecken lässt.

LibreOffice ist ein Fork von OpenOffice.org, der entstanden ist, nachdem viele Entwickler die Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Software-Hersteller Oracle aufgekündigt hatten. Oracle hat zwischenzeitlich die Weiterentwicklung von OpenOffice.org eingestellt und das Projekt an die Apache Software Foundation weitergereicht.