LibreOffice 3.5.0rc1 erschienen

Die Veröffentlichung von LibreOffice 3.5 steht kurz bevor. Gestern wurde der erste Release Candidate der Office Suite aus Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationsprogramm, Zeichenprogramm und Datenverwaltung veröffentlicht. Das Programmpaket gibt es für Linux, OS X und Windows.

Der Fork aus OpenOffice.org erscheint optisch etwas aufgewertet, zeigt aber in grundlegenden Funktionen teilweise noch die gleichen Mängel wie das Ausgangsprodukt und hat mit neuen Nachteilen zu kämpfen.

Die Verarbeitung großer Tabellen mit dem Datenpiloten ist mangelhaft. So wird die Formatierung der Seitenfelder beim Neuladen der Datei vergessen, wenn das Speichern im ODF-Format erfolgte. Ein Fehler, der auch in Version 3.3.0 von OpenOffice.org schon zu beobachten war. Wirkt OpenOffice.org im Vergleich zu Microsofts Excel schon zäh bei der Neuberechnung einer Pivot-Tabelle, so kann man LibreOffice in dieser Disziplin nur als lahm bezeichnen. Getestet wurde mit einer etwa 40.000-zeiligen Tabelle, wie sie im Geschäftsleben eines mittelständischen Betriebes regelmäßig vorkommt.

Auch die – optisch sehr schönen – Veränderungen im Auto-Filter von LibreOffice behindern den normalen Arbeitsfluss. Sie erlauben es zwar in bestimmten Fällen auf den benutzerdefinierten Filter zu verzichten, behindern aber die schnelle Auswahl einzelner Feldinhalte.

Alle die, die zum raschen Wechsel von OpenOffice.org zu LibreOffice raten oder diesen Wechsel bereits vollzogen haben, zum Beispiel die diversen Linux-Distributionen, tun damit dem Anwender nicht unbedingt einen Gefallen.

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