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Tote Wasservögel an Stadtparkgewässern: Untersuchungen ohne eindeutigen Befund

Grünflächenamt empfiehlt dennoch, dort nicht zu baden – Auch Hunde sollen fernbleiben

ffm. An den beiden Stadtparkgewässern Ostparkweiher und Höchster Stadtparkweiher wurden in den vergangenen Wochen ungewöhnlich viele tote Wasservögel gefunden. Auf Rückfrage bei der Abteilung Veterinärwesen des Ordnungsamtes gab es bei den beprobten Tieren keine Hinweise auf Tierseuchen wie beispielsweise die Vogelgrippe. Auch der Verdacht einer Vergiftung durch Botulinumtoxine konnte nicht eindeutig nachgewiesen werden.

Botulinumtoxine sind starke Nervengifte, die vom Bakterium Clostridium botulinum gebildet werden und natürlicherweise in Gewässern vorkommen können. Sie entstehen insbesondere bei hohen Temperaturen und unter sauerstoffarmen, nährstoffreichen Bedingungen. In entsprechender Dosis lösen sie bei Schwimmvögeln und anderen Lebewesen Lähmungen aus, die zum Tod führen können. Da die Toxine in Gewässern ungleichmäßig verteilt sind, ist ihr Nachweis schwierig.

Auch im Tierkörper ist der Nachweis von Botulinumtoxin nach Aussagen der vom Veterinärwesen beauftragten Labore sehr schwierig, da die Verteilung der Toxine ungleichmäßig ist und sie sich zudem leicht verflüchtigen. Deshalb kann trotz der fehlenden eindeutigen Laborbefunde nicht ausgeschlossen werden, dass die verendeten Tiere an Botulismus erkrankt und daran verendet sind. Die beobachteten klinischen Anzeichen, insbesondere Lähmungserscheinungen, sprechen für diesen Verdacht. Nährstoffeinträge, etwa durch Müll oder andere organische Stoffe, können die Entstehung entsprechender Bedingungen begünstigen. Zug- und Rastvögel können das Bakterium zudem zwischen verschiedenen Gewässern verbreiten.

Das Grünflächenamt hat zusätzlich die Wasserwerte der beiden Weiher auf Blaualgenbefall, Cyanotoxine, testen lassen. Auch hier ergaben sich keine auffälligen Befunde.

Das Grünflächenamt rät auf Empfehlung des Veterinäramtes trotzdem dringend davon ab, in den betroffenen Gewässern zu baden oder sich abzukühlen. Hunde sollten von den Gewässern ferngehalten werden.

Aufgrund der anhaltenden Sommerhitze kann es generell zu einer Beeinträchtigung der Wasserqualität in verschiedenen Gewässern kommen, die bei Aufnahme des Wassers zu gesundheitlichen Schäden führen kann. Das Grünflächenamt bittet außerdem darum, die Gewässer sauber zu halten, insbesondere keinen Müll oder Essensreste hineinzuwerfen, und das geltende Fütterungsverbot zu beachten. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Frankfurt: Karte des Monats – Gewässer

Die Karte des Monats Juli zeigt eindrucksvoll alle Gewässer im Frankfurter Stadtgebiet. Dominiert wird die Karte natürlich vom Main, der die Stadt mit mehreren Windungen von Ost nach West durchfließt. Gut zu erkennen ist hier auch ein Altarm des Mains südlich von Bergen und Seckbach, der sich im Verlauf von Riedteich, Riedgraben und Ostparkweiher zeigt.

Beeindruckend erscheint auch die Nidda mit ihren zahlreichen Altarmen und den Zuflüssen aus dem Taunus wie dem Eschbach oder dem Urselbach. Im Stadtwald prägt der Königs- oder Luderbach, der bei Dreieich entspringt und sich im Jacobiweiher als Frankfurts beliebtester Ausflugssee präsentiert.

Im Stadtgebiet selbst fallen viele Weiher ins Auge wie der Holzhausen Weiher, der Rechneigraben Weiher oder die allseits bekannten Weiher in Zoo und Palmengarten.

Weitere Informationen zu den Stadtgewässern finden sich auf frankfurt.de.

Hier geht es zur Karte des Monats: geoportal.frankfurt.de/kartedesmonats.

(Quelle: Stadt Frankfurt am Main)