Archiv der Kategorie: Musik

Höchster Schloßfest 2012 – das Abschlusswochenende

Dr. No auf dem Schloßfest 2012
Dr. No im Brüningpark, Frankfurt am Main Höchst (am linken Bildrand Klaus Kaffine, Die Herren Chillig)

Das Höchster Schloßfest geht an diesem Wochenende in seine Endphase. Vor allem für die Ohren wird einiges geboten. Am gestrigen Abend im Brüningpark war Blues-Rock angesagt. Es spielten mit den Herren Chillig, Dr. No und Brakeman Bands aus der Region. Wolfgang Agoston und Klaus Kaffine, letzteren kennt man von den Quietschboys, sind die Herren Chillig.

Den kürzesten Weg von seinem Arbeitsplatz auf die Bühne im Brüningpark hatte wohl Dr. No Robert. Der Gitarrist und Sänger der seit 1984 existierenden Cover-Band ist promovierter Chemiker und arbeitet im Industriepark Höchst. Die Band spielte bekannte Blues- und Classic-Rock-Stücke, bei denen vor allem die Soli von Mick Neumann zu gefallen wussten.

Brakeman auf dem Höchster Schloßfest 2012
Brakeman: Wer ist der Erfinder der Grünen Soße, kommt aus Oberrad und ist der wahre Kult?

Brakeman, ebenfalls eine Cover-Band, haben ein ähnliches Repertoire wie Dr. No, wenden sich aber im Blues-Rock auch moderneren Interpreten zu. So waren in ihrem Teil des Konzertabends zwar auch eine Interpretation des wohl bekanntesten Stückes von Gary Moore zu hören, aber auch Stücke von Jonny Lang und Joe Bonamassa oder dem New Yorker Popa Chubby.

Am heutigen Samstagabend geht es im Brüningpark mit den Bands Bernhard G. Muller & Freunde und Helter Skelter weiter. Helter Skelter ist eine weitere Cover-Band, die sich der Musik der 60er-, 70er- und 80er-Jahre verschrieben hat. Interessanter erscheint da Bernhard G. Muller, ein deutsch-amerikanischer Songwriter, der mit eigenen Stücken zu gefallen weiß.

Dr: No Robert Klein
Dr. No Robert

Am Sonntagmittag gibt es mit der La Vida New Orleans Band zunächst traditionellen Jazz im Brüningpark zu hören. Die La Vida New Orleans Band wurde – natürlich – in New Orleans gegründet, – die dort gewonnen Eindrücke veranlassten im Jahr 1979 drei Frankfurter Jazz-Musiker zu diesem Schritt.  Das Trio Southern Cross interpretiert auf akustischen Instrumenten Klassiker der Rock- und Popgeschichte.

Am Abend tritt dann mit 2nd Set eine Allman Brothers Cover Band auf, die allerdings auch Stücke von Cream, Clapton und Hendrix im Programm hat. Mit Spannung kann den Interpretationen der Allman Brothers-Stücke entgegensehen werden, basieren die Stücke der berühmten Southern-Rock-Band auf der hervorragenden Arbeit zweier Gitarristen und meist recht komplexer Rhythmusarbeit zweier Schlagzeuger, eines Perkussionisten und eines Bassisten.

Völlig andere Klänge gibt es dann am Montag beim Abschlusskonzert zu hören. Hier spielt dann das Blasorchester Höchst/Musikverein Unterliederbach. Den tatsächlichen Abschluss wird dann ein kurzes Orgelkonzert in der Höchster Justinuskirche bilden, welches im Anschluss an das große Feuerwerk stattfinden wird.

Der Eintritt zu allen oben aufgeführten Musikveranstaltungen ist frei, beim Orgelkonzert wird um eine Spende für den Orgelsommer gebeten.

Termine und weitere Veranstaltungen:
Vereinsring Höchst – Programm zum Schloßfest 2012
Weitere Bilder vom Abschlusswochenende des Höchster Schlossfestes 2012

Jazz auf dem Marktplatz mit den Heißen Vier

Am 19. August 2012 heißt es in Frankfurt am Main Unterliederbach wieder einmal „Jazz auf dem Marktplatz”.  Veranstalter ist die evangelische Kirchengemeinde des Stadtteils, die um Spenden zum Erhalt der historischen Dorfkirche bittet. Bei schlechtem Wetter wird das Konzert in der Dorfkirche stattfinden.

Spielen wird die Hot Four Creole Jazzband, die den Jazz der zwanziger und dreißiger  Jahre wieder auferstehen lässt, aber auch eigene Interpretationen neuerer Stücke in ihrem Programm hat. Die Hot Four Creole Jazzband sind Bernhard Sperrfechter (Banjo, Pfeifen und Gesang), Horst Aussenhof (Klarinette, Basssaxophon und Gesang), Jens Hunstein (Bass- und Altsaxophon, Gesang) und Joachim Loesch (Kornett und Trompete, Gesang).

Ergänzende Links:
Hot Four Creole Jazzband
Bernhard Sperrfechter – Wikipedia
Bernhard Sperrfechter – Homepage

Des Deutschen Taktgefühl

Sonntag Abend, der 3. Juni 2012, irgendwo in einem deutschen Konzertsaal, – es könnte die Jahrhunderthalle Frankfurt sein. Auf der Bühne eine Künstlerin, deren Stimme angenehm klingt, der man zuhören möchte. Das Publikum klatscht, – nicht nur Beifall, sondern auch den Takt oder – besser – was es für den Takt hält.

Man kennt es von Karnevalsveranstaltungen oder Schlagersendungen: Die oder der gemeine Deutsche drückt seine Begeisterung über die Musik dadurch aus, dass sie oder er mitklatscht, was bei dieser Brachialmusik relativ einfach ist. Einen schlichten 4/4-Takt bekommt man manchmal gerade noch so hin. Schlimm wird es, wenn die Musik einem anderen Rhythmus folgt und die oder der gemeine Deutsche trotzdem im 4/4-Takt klatscht.

Manchmal, so auch an besagtem Sonntag, teilt sich das Publikum auch noch in vier oder fünf Gruppen auf, die den Takt dann in verschiedenen Tempi mitklatschen oder es auch mal mit unterschiedlichen Rhythmen versuchen, – ein Grauen für Menschen, die mit einem Gehör ausgestattet sind, eine Freude für die terroristischen Elemente im Publikum.

Joan Baez in der Frankfurter Jahrhunderthalle

1966 oder 1967 hatte ich das erste Mal eine Platte von Joan Baez in den Fingern, 1974 hörte ich den Text von „If I were a carpenter” von einer ihrer Platten ab und sang und spielte den Song fortan selbst und am 03.06.2012 sah und hörte ich sie erstmals in einem Konzert.

Der Abend in der Jahrhunderthalle Frankfurt begann mit drei Stücken, die Joan Baez Solo vor trug. Die Stimme der 71-jährigen reicht nicht mehr in die Höhen jüngerer Jahre, klingt aber immer noch sehr schön. Dann kamen der erste ihrer beiden Mitmusiker auf die Bühne, der Multiinstrumentalist Dirk Powell. Und schon nach wenigen Stücken stellte Joan Baez ob der Resonanz des Publikums fest, dass der Abend in Frankfurt keine Arbeit sondern Spiel sei. Gabriel Harris komplettierte das Trio, das sich, unterbrochen von launigen und Laune machenden Ansagen der Folk-Sängerin, durch ein Programm von alten, sehr alten und sehr, sehr alten Liedern der Künstlerin spielte.

Dann stellte Joan Baez die Flamenco Gitarristin und Sängerin Marianne Aya Omac vor.  Diese sang von Joan Baez begleitet ein paar ihrer eigenen, Energie geladenen Stücke, bevor die beiden gemeinsam das spanische Volkslied „Cucurrucucu Paloma” anstimmten. Mariannes wundervolle Stimme sollte in einer der Zugaben noch einmal zu hören sein.

Zum Schluss des Programms holte das begeisterte Publikum die amerikanische Folk-Sängerin zu vier Zugaben auf die Bühne der Jahrhunderthalle Frankfurt zurück, und ich kann mich immer noch nicht entscheiden, ob „Sag mir, wo die Blumen sind” oder John Lennons „Imagine” der magische Moment des Abends für mich war.

Musik und Wort

Am Sonntag, dem 10.06.2012, 18 Uhr, spielen Christa Keding, Flöte, und Hartmut Keding, Orgel, in der Unterliederbacher Stephanuskirche  in der Reihe „Musik und Wort”. Zum Vortrag kommen unter anderem Werke der französischen Komponisten Charles-Marie Widor, Gabriel Fauré und César Franck. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei, um Spenden für die neue Orgel wird gebeten.

Link zum Thema:
Neue Orgel in der Unterliederbacher Stephanuskirche wird eingeweiht

Neue Orgel in der Unterliederbacher Stephanuskirche wird eingeweiht

Evangelische Stephanuskirche in Frankfurt am Main Unterliederbach
Die evangelische Stephanuskirche in Frankfurt am Main Unterliederbach, Liederbacher Straße 36b

Am 18. März 2012 wird im Rahmen eines Festgottesdienstes die neue Orgel der evangelischen Stephanuskirche in Frankfurt am Main Unterliederbach eingeweiht.  Kantor und Organist Hartmut Keding wird die Eigenschaften des neuen Instruments demonstrieren. Nach dem Gottesdienst ist dann bei einem kleinen Sektempfang Gelegenheit, Fragen zu der neuen Orgel zu stellen.

Alleine zwei Monate hat es gedauert, bis das neue Instrument in der Stephanuskirche aufgebaut worden war. Für den Neubau durch das baden-württembergische Orgelbauunternehmen Fischer und Krämer wurden etwa zweidrittel der Pfeifen der alten Orgel aufgearbeitet, um Kosten zu sparen. Auch auf wenig genutzte Register wurde verzichtet.

Brenna Tuats in der Jahrhunderthalle Frankfurt mit Hubert von Goisern

Hubert von Goisern ist mit seiner Band am 7. Februar 2012 in der Frankfurter Jahrhunderthalle zu Gast. Der Erfinder der „Neuen Volksmusik” in Österreich und Weltmusiker wurde Ende der achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts als Vertreter des Alpenrocks auch bei uns bekannt.

Auf der Brenna Tuats Tour 2012 spielen er und seine Band  Stücke der aktuellen CD „ENTWEDERundODER” und viele Klassiker. Für das Konzert sind noch Karten erhältlich (Stand 11.01.2012).

Joan Baez singt in der Jahrhunderthalle Frankfurt

„an evening with joan baez“ heißt es am 3. Juni 2012 in der Jahrhunderthalle Frankfurt. Die amerikanische Sängerin, die gestern ihren 71. Geburtstag feiern durfte, wird dort eines von sieben Konzerten in Deutschland geben.

Joan Baez ist seit den späten fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts musikalisch aktiv, förderte in den frühen sechziger Jahren den jungen Bob Dylan und sang auch beim berühmten Woodstock-Festival.

Wo sonst nichts leuchten kann …

„Wo sonst nichts leuchten kann – Weihnachten in Unterliederbach” ist der etwas sperrige Titel einer CD mit Weihnachtsliedern, die im Jahr 2002 von Andreas von Gunthen eingespielt worden war. Sie enthält neben traditionellen, allseits bekannten Stücken wie „Oh Tannenbaum”, „Es ist ein Ros‘ entsprungen” und „Leise rieselt der Schnee” mit „Es ist uns ein Kindlein gebor’n” und „Die Welt erstrahlt so anders” auch zwei Kompositionen von Andreas von Gunthen.

Andreas von Gunthen, Wo sonst nichts leuchten kann – Weihnachten in Unterliederbach, Weltschmerz Records, Bezug hier.

Jazz auf dem Marktplatz

Am 14.08.2011 heißt es in Frankfurt-Unterliederbach wieder „Jazz auf dem Marktplatz”, obwohl in diesem Jahr die Musikrichtung etwas anders ausfällt. Kenavo – ich wusste gar nicht, dass diese Formation noch aktiv ist – werden keltische Musik aus der Bretagne,  Irland, Schottland und Galizien spielen. Veranstalter ist die evangelische Gemeinde Unterliederbach.

Gleichzeitig wird auch die alte Dorfkirche, deren Ursprung im 12./13. Jahrhundert liegt und deren barocke Ausschmückung sie zu einem Kleinod macht, für Besichtigungen geöffnet sein. Da der Erhalt des Gebäudes von der Evangelischen Kirche nicht mehr finanziert wird, bittet die örtliche Gemeinde um Spenden.