Thomas wer? Kenne ich nicht. Ein Geschichtenerzähler soll das sein und ein echter Achtundsechziger. Aha, 1968 in Ost-Berlin geboren. Richtige Bücher hat er also auch schon geschrieben? Und die sind klein und handlich und schnell in der S- oder U-Bahn gelesen. Kurzgeschichten mit Bezug auf die Musik? Nein, nicht so allgemein? Rock ’n‘ Roll? Ach, zwei Werke von ihm sollen bereits in Unterliederbach eingetroffen sein? Unterliederbach sagt mir was. Wie, nach „kunst unterliederbach wasgaustraße” hast Du gegoogelt und den Thomas Sabottka gefunden …
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Shorts at Moonlight 2013 in Höchst gestartet
Am gestrigen Abend wurde im Höchster Schloss das Open-Air-Kurzfilm-Festival „Shorts at Moonlight” eröffnet. In der Zeit vom 17. Juli bis zum 11. August 2013 werden an drei Spielorten im Rhein-Main-Gebiet eine Vielzahl von Kurzfilmen mit Laufzeiten zwischen einer und dreißig Minuten gezeigt werden.
Die ersten neun Termine finden in Frankfurt am Main Höchst statt. Zwischen 17. und 21. Juli und zwischen 24. und 27. Juli werden auf der Terrasse des Höchster Schlosses ab Einbruch der Dunkelheit die Kurzfilme gezeigt werden. Am 27. Juli werden die Lieblingsfilme des Höchste Publikums noch einmal präsentiert und der Preis der Höchster Volksbank vergeben werden.
Vom 31. Juli bis zum 4. August 2013 geht es dann in Hofheim am alten Wasserschloss weiter. Die Reihe startet hier mit Beiträgen aus Hessen und endet mit den Lieblingsfilmen des Hofheimer Publikums. Die letzte Stadion ist dann der Garten des Kurfürstlichen Schlosses in Mainz. Hier werden die Filme in der Zeit vom 7. August bis zum 11. August gezeigt werden. Auch in Mainz werden Filme aus der Region, in diesem Fall Rheinland-Pfalz, vertreten sein.
Einlass bei allen Veranstaltungen ist um 20 Uhr.
Links: Shorts at Moonlight – das Programm 2013 Shorts at Moonlight – Randbetrachtungen Shorts at Moonlight – ein kurzweiliger AbendDas 57. Höchster Schlossfest ist eröffnet

Am gestrigen Samstag wurde das 57. Höchster Schlossfest im Garten des Bolongaropalasts mit einer Eröffnungsfeier gestartet. Neben dem diesjährigen Schlossfestpartner Infraserv hatten auch die Höchster Vereine ihre Zelte aufgebaut und verköstigten die Besucher mit den unterschiedlichsten Speisen und Getränken.

Nach den Grußworten von Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann und dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Infraserv GmbH & Co. Höchst KG konnte man zum geselligen Teil des Abends übergehen. Dabei machte der Oberbürgermeister auch die Bekanntschaft eines echten Rotfabrikers, welcher natürlich mit einem der roten Fahrräder ausgestattet war, die bis zum Ende des vergangenen Jahrhunderts nicht aus dem Straßenbild von Höchst und den anderen westlichen Stadtteilen wegzudenken waren.
Höhepunkte des Abends waren der Auftritt der Time Bandits, einer Rock ’n‘ Roll Band aus Frankfurt, und die Projektion von Mark Roth, die den Bolongaropalast in einem neuen Licht erscheinen ließ und nebenbei auch noch die Geschichte des Gebäudes nacherzählte. Weitere Bilder zur Veranstaltung werden in den nächsten Tagen auf dieser Seite erscheinen.
Sind Flüsse neugierig?
Die Frage, ob Flüsse neugierig sind, lässt sich nicht so ganz einfach beantworten. In Tagen, wo sie fremder Leute Häuser aufsuchen und sich in deren Kellern herumtreiben, könnte man auf die Idee kommen, die oben gestellte Frage einfach zu bejahen. Aber man sollte kleine Unterschiede beachten.
Donau und Oder darf man sicher Neugierde unterstellen, bei Main und Rhein ist es eher Wissbegierde, die sie über die Ufer treten lassen. So wanderte der Rhein im hessischen Gernsheim ein Stück die Rheinstraße hinauf und ließ dabei Fährhaus, Fährstübchen und Fischerfest-Haus hinter sich, um sich auf einem Fußballplatz zu tummeln. Dort zeigte der Fluss aber recht bald, dass er die Regeln des Fußballspiels nicht kannte.
Er flutete die Tore und begriff auch nicht, dass ein Fußballspiel nach 90 Minuten vorbei ist. Der Rhein blieb.
Der Main versuchte sich den Menschen anzunähern. Dafür schien ihm ein Platz, der sich Schiffsmeldestelle nennt, im Frankfurter Stadtteil Höchst besonders geeignet. Der wenig kommunikative Mensch zog sich allerdings landeinwärts zurück, so dass die Wissbegierde des Mains ungestillt blieb.
Eintracht Frankfurt und Europa (33) – versemmeln sie es noch?
Am Samstag hat Eintracht Frankfurt zwei Punkte im Kampf um die europäischen Fleischtöpfe liegen gelassen. Gegen Werder Bremen hat die Eintracht schwach begonnen und es nach dem Ausgleich versäumt, nachzulegen. Das Unentschieden ist ein gefährliches Ergebnis.
Eintracht Frankfurt und Europa (32) – will da jemand ernsthaft hin?
Freitag Abend, Schalke 04 hat bei Borussia Mönchengladbach gewonnen und ist damit dabei, den vierten Rang in der Bundesligatabelle, der zur Teilnahme an der Champions League Qualifikation berechtigt, zu festigen. Borussia Mönchengladbach hat es mit diesem Ergebnis versäumt, an Eintracht Frankfurt vorbeizuziehen. Eintracht Frankfurt kann am Samstag den fünften Platz festigen, der an der Teilnahme in der Europa League berechtigt. Aber will man das wirklich?
Sportlich ist es ja interessant, sich international zu messen. Aber rechnet sich das auch? Fußball ist ein Geschäft, heute vielleicht mehr Geschäft als Sport. Da sind dann andere Faktoren zu beachten. Wenn zum Beispiel die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb dafür sorgt, dass man einen schlechteren Platz in der Bundesligatabelle einnimmt und damit auch im Ranking um die Fernsehgelder, weil der Kader des Vereins so schmalbrüstig aufgestellt ist, dass er die zusätzlichen Spiele nicht verkraftet, kann die Teilnahme an der Europa League teuer werden.
Samstag Nachmittag, die Eintracht-Fans wollen nach Europa, – „Schießt uns nach Europa” heißt es auf einem Transparent. Ob das die Spieler antreibt? Die Eintracht beginnt zumindest recht munter und drängt Fortuna Düsseldorf in die eigene Hälfte zurück. Der finale Pass der Frankfurter kommt allerdings meist zu ungenau, so dass aus der Überlegenheit keine Torgefahr resultiert.
In der dreißigsten Minute ist es dann endlich doch so weit, Alexander Meier staubt ab, nachdem der Torhüter der Fortunen einen Schuss von Lakic abprallen ließ. Die Pausenführung der Frankfurter ist verdient, weil die Eintracht immer wieder mit hohem Tempo nach vorne spielte. Fünf Minuten nach Wiederbeginn trifft dann auch Lakic, er verwandelt eine Ecke von Inui per Kopf.
Zwölf Minuten vor dem Ende des Spiels erobert auf einmal Shahin auf der Höhe der Mittellinie den Ball, lässt Rode und Zambrano schlecht aussehen und versenkt den Ball im Tor der Frankfurter. Die Eintracht wackelt in der Folge, aber dann zeigt Meier, dass er es noch kann, den Abschluss Marke Traumtor. Der zwei Tore Abstand ist wiederhergestellt. Am Ende steht ein Sieg für Eintracht Frankfurt. Die Eintracht wird auch nach Abschluss des 32. Spieltages auf dem fünften Platz der Bundesligatabelle verweilen und sich am nächsten Wochenende mit den Werderanern in Bremen messen.
Nachtrag vom 5. Mai 2013: Der 32. Spieltag ist vorbei, und es hat den Anschein, dass der SC Freiburg und Eintracht Frankfurt tatsächlich in die Europa League wollen. Alle Mannschaften, die noch im Rennen um die Europa League Plätze sind, dies sind Eintracht Frankfurt, der SC Freiburg, der Hamburger SV und Borussia Mönchengladbach, spielen am kommenden Samstag auswärts. Die Hamburger und die Eintracht spielen dabei gegen Mannschaften, die jeden Punkt im Kampf gegen den Abstieg benötigen. Mit einem Sieg wäre der Eintracht aus Frankfurt die Teilnahme an der Europa League sicher. Die Frankfurter haben sogar noch eine winzige Chance auf den vierten Tabellenrang. Um diesen zu erreichen, müsste Schalke 04 mit Blick auf das schlechte Torverhältnis der Eintracht in beiden verbleibenden Spielen patzen.
Eintracht Frankfurt und Europa (31) – Hop oder Top
Das Saisonende naht und Eintracht Frankfurt ist einer von neun oder zehn Vereinen, der sich noch Hoffnung auf ein Abschneiden machen kann, dass in der nächsten Saison die Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb erlaubt. Dabei belegt die Eintracht aktuell einen der drei Ränge, um die sich die Vereine von Schalke 04 (Rang 4) bis zum VfL Wolfsburg (Rang 13) an den letzten vier Spieltagen der Saison 2012/2013 balgen werden. Die Frankfurter könnten es sich einfach machen und die letzten vier Spiele einfach gewinnen: Dann wären sie in der nächsten Saison im internationalen Geschäft.
Die Frankfurter mögen es aber nicht einfach, – besser gesagt, die Spieler von Eintracht Frankfurt liefern derzeit keine konstante Leistung ab, so dass am Ende der Saison außer dem Klassenerhalt, ein für einen Bundesligaaufsteiger gutes Ergebnis, eine Platzierung zwischen Rang 7 und Rang 11 herauskommen kann. Mit mangelnder Konstanz haben zum Ende der Saison aber auch alle anderen Vereine zu kämpfen, die sich noch Hoffnung auf Europa machen.
Der Prolog

Donnerstag, der 25. April 2013, auf dem Podium im Foyer der Frankfurter Rundschau haben sich die Manager von Eintracht Frankfurt und dem 1. FSV Mainz 05, zwei Vertreter der Frankfurter Rundschau und der ehemalige Pressesprecher der Deutschen Fußballnationalmannschaft, Harald Stenger eingefunden. Im Publikum Fans, Interessierte und eine ganze Reihe von Journalisten anderer Redaktionen, so auch Vertreter der Bild-Zeitung und des Kicker. Wolfgang Avenarius, bekannt für seine Sportfilme, hatte seinen Platz schräg hinter mir eingenommen.
Harald Stenger machte den größten Druck auf die Eintracht. Die Chance, in die Europa League einzuziehen, dürfe sich die Mannschaft nicht entgehen lassen. Aber er ergänzte auch, dass niemand im Stadion pfeifen dürfe, wenn es die Eintracht nicht schaffen solle.
Die beiden Vereinsvertreter taten derweil in der von Jan Christian Müller, Chefreporter Sport der Frankfurter Rundschau, moderierten Podiumsdiskussion nichts, um die Erwartungshaltung der Fans weiter zu schüren. Die Mainzer beschäftigen sich nach der Aussage von Manager Christian Heidel intern nicht mit dem Einzug ins internationale Geschäft, welches nach seinen Ausführungen auch nicht unbedingt ein gewinnbringendes sein muss, und Bruno Hübner führte aus, dass die Eintracht mit dem Klassenerhalt ihr eigentliches Saisonziel bereits erreicht habe. Das internationale Geschäft wolle man aber mitnehmen, wenn sich die Chance böte. Ingo Durstewitz, Frankfurter Rundschau, äußerte Verständnis für die Fans von Eintracht Frankfurt, deren Erwartungshaltung in Richtung Rang vier geht, der zur Champions-League-Qualifikation reichen würde, denn schließlich sei man lange genug demutsvoll durch die Stadt gekrabbelt.
Ein weiteres Thema, welches Harald Stenger ansprach, war die Außendarstellung des Mainzer Trainers Thomas Tuchel. Vor allem dessen Benehmen gegenüber den Schiedsrichtern zeuge nicht von Respekt. Thomas Tuchel ist dadurch auch häufig ein rotes Tuch für die Fans gegnerischer Mannschaften. Heidel verteidigte Tuchel als emotionalen Typen, auf den, wie auch auf Jürgen Klopp, halt die Kameras öfter gerichtet seien als auf Trainer, die sich als „Schiedsrichter-Flüsterer” betätigten. Und auch die Eintracht bekam noch ein Mal ihr Fett weg: Viele der vom Verein angesprochenen Nachteile wie zum Beispiel die Höhe der Stadionmiete seien hausgemacht und dem Handeln des Vereins in der Vergangenheit geschuldet.
Meist war sich das Podium einig, das Verhalten von Bayern München wurde gerügt, moderne Methoden des Scoutings befürwortet. Es wurde klar, dass Spielerberater häufig einen viel größeren Einfluss auf den Wertegang eines Spielers haben als die Vereine. Im aktuellen Fall von Sebastian Rode, der die Eintracht wohl 2014 verlassen wird, plädierte Durstewitz dafür, den Spieler sofort abzugeben.
Der 31. Spieltag
Die Freitags- und Samstagsspiele des 31. Spieltags sind vorbei und Eintracht Frankfurt befindet sich immer noch auf dem sechsten Rang der Bundesligatabelle. Der SC Freiburg hat sich nicht weiter von Eintracht Frankfurt abgesetzt und Borussia Mönchengladbach hat es nicht geschafft, an der Eintracht vorbeizuziehen. In den beiden heute stattfindenden Spielen stehen sich nur Mannschaften gegenüber, die noch eine Chance haben, einen der Ränge zu erreichen, die die Teilnahme am internationalen Geschäft erlauben. Schalke 04 nimmt derzeit den Platz ein, der zur Champions-League-Qualifikation berechtigt. Es folgen punktgleich der SC Freiburg und Eintracht Frankfurt. Bei einem Sieg oder Unentschieden der Frankfurter würden diese am SC Freiburg vorbeiziehen. Der Hamburger SV wiederum kann bei einem Sieg und gleichzeitigem Punktverlust der Frankfurter an diesen und dem SC Freiburg vorbeiziehen. Der 1. FSV Mainz 05 kann bei einem Sieg nur näher an die Spitze heranrücken, aber keine der drei heute noch spielenden Mannschaften überflügeln.
Die Ausgangslage ist für Eintracht Frankfurt eigentlich ganz einfach: Wenn die Frankfurter das heutige Spiel gewinnen, rücken sie mindestens auf den fünften Platz vor, können aber bei gleichzeitigem Punktverlust von Schalke 04 den vierten Platz in der Bundesligatabelle erreichen. Erreichen die Frankfurter ein Unentschieden in Mainz, setzen sie sich vor den SC Freiburg und werden den Spieltag mindesten auf Rang sechs beenden. Bei einer Niederlage sind sie dann allerdings auf die Hilfe von Schalke 04 angewiesen, um in den Rängen zu verbleiben, die zur Teilnahme am internationalen Geschäft berechtigen. Es bleibt spannend.
Das Spiel 1. FSV Mainz 05 gegen Eintracht Frankfurt
Das Spiel auf dem Platz beginnt nicht so verhalten wie die Podiumsdiskussion der Frankfurter Rundschau und auch die Anhänger beider Mannschaften zeigen viel Herzblut. Allerdings stehen beide Abwehrreihen stabil, so dass es fast fünfundzwanzig Minuten bis zur ersten Torchance dauert. Wetklo, der Torwart der Mainzer klärt dann noch stark bei einer Direktabnahme Meiers wenige Minuten vor der Halbzeitpause. Die Sportredaktionen werden von einem intensiven Spiel schreiben. Eintracht Frankfurt befindet sich zur Halbzeitpause in der Blitztabelle auf Rang fünf.
Ivanschitz trifft für Mainz, aber das Schiedsrichtergespann hatte zuvor auf Abseits erkannt. Mainz wird stärker. Nach einer Stunde Spielzeit steht es immer noch 0:0 im Spiel zwischen dem 1. FSV Mainz 05 und Eintracht Frankfurt. In der 64. Spielminute wechselt Armin Veh offensiv, für die Mittelfeldspieler Aigner und Inui kommen die Stürmer Lakic und Occean. Zehn Minuten vor Schluss zieht Rode aus etwa fünfzehn Metern ab, aber Wetklo pariert den Schuss.
Das Spiel endet torlos. Die Eintracht liegt nun auf dem fünften Platz der Bundesligatabelle.
Rück- und Ausblick
Eintracht Frankfurt ist Tabellenfünfter, der Abstand zum Vierten, Schalke 04, hat sich vergrößert. Es geht eng zu auf den Plätzen fünf bis elf, nur sechs Punkte trennen die Mannschaften in dieser Region der Tabelle. Nächste Woche empfängt Eintracht Frankfurt Fortuna Düsseldorf. Fortuna Düsseldorf befindet sich mitten im Kampf um den Klassenerhalt, die Düsseldorfer werden kämpfen. Die Eintracht muss dagegen halten, sonst ist der Traum Europa ganz schnell vorbei. Oka Nikolov, der während de Spiels mehrfach behandelt wurde und der die meisten Abstöße von anderen hat ausführen lassen, ist bis dahin hoffentlich auch wieder fit.
Eintracht Frankfurt und Europa (30) – heute gegen Schalke 04
Es war vielleicht gar keine gute Idee, die Überschrift dieser Artikelserie zu ändern. Gut, den Abstiegskampf hat Eintracht Frankfurt in der Saison 2012/2013 schon hinter sich, aber Europa ist vielleicht doch etwas hoch gegriffen. Für einen Schreiberling wie mich ist es allerdings einfacher als für den Spieler auf dem Platz, die Ziele etwas höher zu stecken. Eintracht Frankfurt hatte ja auch den größten Teil des Kampfes um den Klassenerhalt von einer Tabellenposition aus bestritten, die für die Champions-League-Qualifikation ausgereicht hätte.
Derzeit, es sind im Spiel zwischen Eintracht Frankfurt und Schalke 04 etwas mehr als zwanzig Minuten gespielt, ist das Spiel in Frankfurt das einzige an diesem Spieltag, in dem noch kein Tor gefallen ist. Das Positive daran ist, dass Oka Nikolov seinen Kasten bisher sauber gehalten hat.
Viele Eintracht-Fans sind seit Wochen unzufrieden, – zu Unrecht. Die Eintracht hat ihr Saisonziel, den Klassenerhalt, souverän erreicht. Sie hat mit ihrer Spielweise aber auch Erwartungen ausgelöst, und so träumten viele Fans schon von der Champions League, die, seien wir mal ehrlich, für diese Mannschaft etwas zu früh gekommen wäre.
Bald vierzig Minuten sind jetzt gespielt. Der alte Oka hat einen Elfmeter pariert und auch manch andere kniffelige Situation gelöst. Und Marc Stendera? Der schlägt Standards, wie man sie bei der Eintracht in der ganzen Saison noch nicht gesehen hat. Und bei seinem Lattentreffer hatte er richtig Pech. In der 41. Minute geht Eintracht Frankfurt in Führung. Marco Russ köpft das Tor nach einem Freistoß von Marc Stendera.
Zur Pause führt Eintracht Frankfurt verdient gegen Schalke 04. Beide Mannschaften haben bisher ein sehr gutes Spiel gezeigt, die Schalker aber zu viele Chancen liegen gelassen. Marcs Einsatz ist immens wichtig für die Mannschaft und Oka hat offensichtlich auch noch einmal einen richtig guten Tag.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit dann gleich eine Schrecksekunde für die Eintracht: Draxler spielt den Ball an die Grundlinie, Bastos spielt in die Mitte, Oka lässt nach vorne abklatschen und der gerade eingewechselte Pukki schiebt ein. Glücklicherweise hat das Schiedsrichtergespann den Ball zuvor im Toraus gesehen. Armin Veh wechselt. Für Bastian Okzipka kommt Constant Djakpa. Jetzt ist eine Stunde gespielt, Eintracht Frankfurt führt immer noch mit 1:0.
Puh, Nikolov macht das Spiel unnötig spannend, weil er einen Schuss von Draxler nach vorne abprallen lässt. Mit einer sehenswerten Parade gegen den Nachschuss von Pukki bereinigt er die Situation dann aber selbst.
Noch zehn Minuten sind zu spielen und es wird langsam Zeit, dass Armin Veh einen Stürmer bringt. Er hat jetzt doch einen Mittelfeldspieler, der Standards gefährlich vor das Tor bringt. Eine weitere vertane Chance von Matmour nach Zuspiel von Stendera später hat mich Armin Veh erhört: Er bringt Srdjan Lakic.
Warum dauert die letzte Minute eines Spieles manchmal eine Ewigkeit. Der Schlusspfiff erlöst die Zuschauer. Eintracht Frankfurt hat das Spiel gegen Schalke 04 gewonnen, – ganz ohne Jung, Meier, Schwegler und Trapp. Der zweite Anzug scheint besser zu sitzen als der Trainer glaubt.
Mein Fazit: Die Eintracht-Spieler können Fußball spielen, auch die von der Bank. Marc Stendera bekam seine Bewährungschance viel zu spät in der Saison. Wer solche Standards spielt, den sollte man auch bringen. Jungs Fehlen ist kaum aufgefallen und Russ hat erstaunlich effektiv gespielt. Ja, und der alte Oka hat heute trotz zweier Patzer die Punkte festgehalten. Das ist sein erstes zu Null in dieser Saison und sein erster gehaltener Elfmeter, – zwei hatte er ja schon in dieser Saison daneben oder darüber geguckt. Eintracht Frankfurt ist im Rennen um die Plätze, die Europa bedeuten, immer noch dabei.
Allerdings ist das Restprogramm der Frankfurter nicht so einfach, wie es scheinen mag. Mit dem 1. FC Mainz 05 und den Fortunen aus Düsseldorf trifft die Eintracht als nächstes auf zwei Mannschaften, gegen die sie in der Vorrunde sang- und klanglos untergegangen ist und der letzte Spieltag bringt mit dem VfL Wolfsburg einen Gegner, der in der letzten Zeit außergewöhnlich stark auf des Gegners Platz agiert.
Nachtrag vom 21. April 2013: Gestern wurde vor dem Spiel bekanntgegeben, dass Sebastian Rode nach der Saison 2013/2014 andere Pläne verfolge, also Eintracht Frankfurt nicht mehr zur Verfügung stehe. Umgehend wurden Gerüchte verbreitet und Sebastian Rode mit Bayern München in Verbindung gebracht. Der Spieler sah sich heute zu einer Stellungnahme veranlasst, die hier in vollem Wortlaut wiedergegeben wird:
Ich habe bei der Eintracht einen Vertrag bis Juni 2014 und fühle mich in Frankfurt auch sehr wohl. In Gesprächen mit den Verantwortlichen des Klubs habe ich frühzeitig deutlich gemacht, dass ich den Vertrag erfüllen, ihn aktuell aber nicht verlängern möchte.
Ich habe bei keinem anderen Verein unterschrieben und möchte meine ganze Kraft und Konzentration meiner Mannschaft und meiner Leistung widmen. Alles andere sind Spekulationen, die nicht von mir kommen und die ich auch nicht möchte. Mein derzeit einziges Ziel ist der Erfolg mit Eintracht Frankfurt. (Quelle: www.eintracht.de)
Sebastian Rode, unbestritten ein Leistungsträger der aktuellen Bundesligamannschaft, hat also entschieden, derzeit nicht mit Eintracht Frankfurt über die Laufzeit des aktuell laufenden Vertrages hinaus zu planen. Das ist sein gutes Recht und sollte auch von den Medienvertretern und Fans respektiert werden.
Eintracht Frankfurt und Europa (29) – mit dieser Leistung nicht
Für Eintracht Frankfurt scheint die Saison 2012/2013 gelaufen zu sein. Es sieht so aus, als würde die Eintracht für die Liga-Konkurrenten nur noch etwas Entwicklungshilfe leisten wollen, mehr scheint mit diesem Kader und diesem Trainer nicht mehr drin zu sein. Gut, der Klassenerhalt ist geschafft. Das Erreichen dieses Zieles war zu Beginn der Saison nach dem blamablen Auftakt im Pokal schnell in Frage gestellt. Aber bei allen Beteiligten kam die Lust auf mehr. Eintracht Frankfurt hat den Kampf um den Klassenerhalt weitestgehend von Rang 4 aus in der Tabelle bestritten. Aber in der Rückrunde lief bei den Frankfurtern nicht mehr allzu viel zusammen. Die in der Winterpause verpflichteten Spieler fanden nicht den Weg in die ersten Elf, die meisten Spieler scheinen derzeit überfordert. Vielleicht hätte Armin Veh am heutigen Sonntag die Akteure spielen lassen sollen, die im letzten Trainingsspiel die A-Mannschaft 1:0 besiegt haben?
Der Abstiegskampf (28) – Veh macht es anders
Ich bin verwirrt. Gestern dachte ich noch der Martin spielt neben dem Sebastian, heute sehe ich beim Kicker, dass dort der Marco spielen soll. Marco Russ? Den hätte ich nach dem Spiel in Oberrad nie aufgestellt, aber der Armin Veh war ja auch nicht in Oberrad, sondern stattdessen im Urlaub. Der Martin soll es weiter vorne richten, da wo normalerweise der Alex spielt. Das ist vielleicht gar keine so schlechte Idee, schließlich hat der Martin auch schon mal das Tor getroffen, – mit dem Kopf.
Wer allerdings die Tore mit dem Fuß machen soll, beantwortet die Aufstellung nicht: Ganz vorne soll der Karim spielen. Der trifft das Tor eher selten. Auf der Bank sitzt der Srdjan. Den hat man eigentlich im Winter geholt, damit er Tore schießt. Hat ja auch mal geklappt, – in seinem ersten Spiel für die Eintracht und in Oberrad.
Heute geht es gegen den FC Bayern München. Am letzten Wochenende haben die Bayern den Hamburgern zu Hause eine Abfuhr erteilt, um den Turinern einen Schrecken einzujagen. Hoffentlich wollen sie heute den Turinern nicht zeigen, dass sie auch auswärts Tore schießen können, um damit den Turinern erneut einen Schrecken einzujagen.
Der andere Sebastian, der älter ist, aber trotzdem Jung heißt, bleibt bei Eintracht Frankfurt.
Das Spiel hat begonnen, die Eintracht noch kein Tor gefangen. Die Bayern spielen überlegen, aber auch nach einer Viertelstunde steht es noch 0:0. Das 0:0 steht auch nach einer halben Stunde noch, obwohl der Marco zwischenzeitlich einen Elfmeter verursacht hat. Der Stefano hat den Martin ersetzt, und zur Halbzeitpause steht es immer noch 0:0. Da war zwar Glück, aber auch Geschick dabei.
In der 52. Minute ist es dann soweit, Bastian Schweinsteiger erzielt das erste Tor für die Bayern aus München, toll vorbereitet, toll abgeschlossen. Und in der 71. Minute kommt endlich mein Wunschwechsel: Marc für Marco. Endlich bringt Veh mal einen wirklich jungen Spieler. Die Bayern reagieren sofort und bringen Pizarro für Gomez. Zur Erinnerung: Pizzaro ist der, der gegen den Hamburger SV vier Tore erzielte. Veh nimmt prompt Karim vom Platz und ersetzt ihn durch Srdjan. Zur Erinnerung: Srdjan ist der, der einst gegen Oberrad 05 drei Tore erzielte.
Und zum Ende hin sucht die Eintracht aus Frankfurt noch einmal ihr Heil in der Offensive. Das sieht gar nicht mal so schlecht aus, obwohl der Abschluss misslingt. Am Ende verliert Eintracht Frankfurt gegen FC Bayern München. Für die Frankfurter blieb das erwartete Debakel aus und die Münchner stehen schon am 28. Spieltag als zukünftiger Meister fest.
Eintracht Frankfurt liegt derzeit auf Rang Fünf, kann aber noch an diesem Spieltag auf den siebten Platz abrutschen.
Nachtrag vom 07. April 2013: Auch nach dem 28. Spieltag der Saison 2012/13 befindet sich Eintracht Frankfurt auf einem Tabellenplatz, der zur Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb berechtigt. Das klingt gut. Der Oka hat gegen die Bayern genauso häufig hinter sich greifen müssen wie gegen Oberrad 05. Marco war nicht so schlecht wie gegen Oberrad, aber den Schritt, den Marc mal in der ersten Bundesliga einzusetzen, hat Trainer Armin Veh aus meiner Sicht viel zu spät gemacht.
Wo sollen Talente zeigen, ob sie wirklich Talent haben, wenn nicht in der ersten Bundesliga? Ok, der Marc ist gerade mal 17, aber hat nicht auch der treue Charly bereits mit 17 Jahren in der ersten Bundesliga gespielt? Mehr Mut!