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... rattlesnake, immer klein geschrieben, ist eine Kunstfigur, die irgendwann Ende der 70er-Jahre oder zum Beginn der 80er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts in der Redaktion einer Frankfurter Hochschulzeitung auftauchte.

Welche Meinung vertritt mein Wahlkreiskandidat – abgeordnetenwatch.de hilft [Update 01.09.2013]

Eines der Unterliederbacher Wahllokale 2009
Eines der Unterliederbacher Wahllokale 2009

Wahlen stehen vor der Tür und es besteht die Gefahr, dass 2013 die Gruppe der Nichtwähler wieder einmal größer wird. Dem will das nach eigenen Aussagen unabhängige Portal abgeordnetenwatch.de entgegenwirken. Das Portal gibt es seit 2004. Es wird von der Universität Mannheim wissenschaftlich begleitet. Derzeit sollen etwa 70% der Direktkandidaten zur Bundestagswahl dort ihre Meinung zu 24 Aussagen hinterlegt haben. Man kann hier seine eigene Meinung mit der der Direktkandidaten abgleichen, was sicher zu mehr Transparenz führt. Für die Landtagswahl in Hessen gibt es ein entsprechendes Angebot.

Nicht alle Aussagen, die man mit Zustimmung, Ablehnung oder Neutral über Piktogramme beantwortet, scheinen optimal formuliert. Völlig unsinnig ist es, in der Aussage die Verneinung zu wählen, wenn dies nicht notwendig ist. Das Wort „keine” kommt mir in den Aussagen viel zu häufig vor.

Der Blick in die Wahlkreise, in denen die Unterliederbacher Bürgerinnen und Bürger am 22. September 2013 ihre Stimmen zur Bundes- und Landtagswahl abgeben werden, zeigt allerdings, dass die Kandidaten der beiden sogenannten Volksparteien sehr zurückhaltend mit ihrer Meinungsäußerung sind, – außer dem Direktkandidaten zur Bundestagswahl, Herrn Prof. Dr. Matthias Zimmer, hat sich bisher von den vier Kandidaten von CDU und SPD keiner bei abgeordnetenwatch.de beteiligt. Die Wahlkreiskandidaten von FDP, Freien Wählern, Grünen und der Linken nutzen die Plattform hingegen fleißig, um sich ihren potentiellen Wählern mitzuteilen.

Update vom 1. September 2013: Zwischenzeitlich hat auch Bundestagskandidat Gregor Amann (SPD) bei abgeordnetenwatch.de seine Antworten zu den 24 Thesen hinterlegt und kurz begründet. Somit haben sich nun beide Kandidaten der zwei größten Parteien, die im Bundestagswahlkreis 181 Frankfurt am Main I  zur Bundestagswahl antreten, bei abgeordnetenwatch.de beteiligt.

Die Teilnahme der Kandidaten zum Hessischen Landtag von CDU und SPD für den Wahlkreis 34 Frankfurt am Main I steht noch aus.

Link:
Kandidaten-Check zur Bundestagswahl 2013
Kandidaten-Check zur Landtagswahl in Hessen 2013

Der Tanz auf drei Hochzeiten (3) – verloren ist verloren

Voller Ehrfurcht begann die Frankfurter Eintracht das Spiel gegen Bayern München. Schon im Vorfeld wurde gesagt, dass die Bayern übermächtig seien und dass ein knappes Ergebnis schon ein Erfolg für die Eintracht sei. So gesehen war dies ein erfolgreiches Wochenende für Eintracht Frankfurt. Respekt statt Ehrfurcht wäre die bessere Alternative gewesen Die Zukunft lässt Besserung erhoffen, – am nächsten Sonntag wird die Eintracht auf alle Fälle punkten. Es fragt sich nur welche.

Vor dem Spiel gegen Eintracht Braunschweig liegt allerdings noch die Reise nach Aserbaidschan, Teil der Dreifachbelastung, weswegen das erste Bundesligaspiel in dieser Saison so furchtbar in die Hose gegangen ist. Douglas Adams hätte da richtig etwas daraus machen können.

Immerhin hat Eintracht Frankfurt einen neuen Stürmer: Vaclav Kadlec soll mit einem Vierjahresvertrag ausgestattet der Eintracht zu mehr Torgefährlichkeit verhelfen.

Der Tanz auf drei Hochzeiten (2) – geht es mit der Leistung der Rückunde weiter?

Für Kevin Trapp sieht das so aus. Er schwächelte vor seinem Handbruch das eine oder andere Mal, und mit Oka Nikolov holte die Eintracht in der Rückrunde der Saison 2012/2013 im Schnitt mehr Punkte pro Spiel als mit Kevin Trapp im Tor. Zweimal musste er heute schon hinter sich greifen und dreimal rettete das Aluminium. Man könnte auch sagen, dass er dreimal die Herthaner so verunsicherte, dass diese das Tor nicht trafen.

Wenn man so spielt, wie Eintracht Frankfurt heute, dann hilft auch kein Fußballgott. Und heute ist nicht der Tag des Kevin Trapp. Zwei weitere Male hat er schon hinter sich greifen müssen, und das gegen einen Aufsteiger. Das Scheibenschießen geht weiter, Ramos erzielt in der 71. Minute das 5:1 für die Hertha aus Berlin. Und das letzte Tor durch Ronny zeigt, woran es der Eintracht der Saison 2013/2014 mangelt, – am Zusammenhalt und am Willen zum Kampf. Und vielleicht hat man auch das verkehrte Personal ziehen lassen?

Der Tanz auf drei Hochzeiten (1) – der DFB-Pokal

Der Wettbewerb um den DFB-Pokal war im vergangenen Jahr für Eintracht Frankfurt ganz schnell zu Ende und die Nachwehen der Schlappe werden heute zu spüren sein: Torhüter Kevin Trapp ist heute wegen einer roten Karte aus jenem Spiel gesperrt. Aykut Özer wird heute im Tor stehen, weil auch Felix Wiedwald mit einer roten Karte belastet ist. Felix Wiedwald wurde gekauft, nachdem Oka Nikolov die Eintracht verlassen hatte. Ich wünsche Aykut Özer heute etwas von Okas Ruhe.

Die Eintracht wird heute wohl im 4-4-2-System spielen und vier ihrer Neuzugänge aufbieten. Marco Russ, ja, auch der ist wieder mal ein Neuzugang, wird wohl in der Innenverteidigung neben Zambrano auflaufen. Johannes Flum wird in der Raute links spielen und Jan Rosenthal und Joselu werden im Sturm auflaufen. Harren wir der Dinge!

Die ersten 45 Minuten im Pokalspiel beim FV Illertissen sind vorbei und Eintracht Frankfurt konnte bisher keine Akzente setzten. Auch im 4-4-2-System strahlt die Eintracht gegen die massive Abwehr des Viertligisten keine Gefahr aus. Hoffentlich erwartet uns zum Ende hin nicht die ganz böse Überraschung.

In der 64. Minute ist es endlich so weit, Joselu erzielt nach scharfer und präziser Flanke von Sebastian Jung die Führung für Eintracht Frankfurt. Danach wird das Spiel der Eintracht allerdings nicht besser. Es bleibt ein müder Kick. Ob das Trainer Armin Veh gefällt? Die Zuschauer zumindest können einem Leid tun. Und dann doch noch das zweite  Tor für die Frankfurter, Sebastian Rode erzielt es auf Vorlage von Sebastian Jung. Danach ist Schluss.

Shorts at Moonlight – ein kurzweiliger Abend

Zuerst wollte ich schon mein Geld zurück haben. Da war ich schon fast eine ganze Stunde auf der Terrasse des Höchster Schlosses und  hatte noch keine einzige Shorts gesehen, – und auch nicht das Mondlicht. „Shorts at Moonlight”, wohin war ich da geraten? Dann sah ich sie, die perfekten Shorts. Unten wuchsen ein Paar endlos lange Beine heraus und oben ein schlanker Rumpf, der von einem mit blonden Haaren umrahmten Gesicht gekrönt wurde. Schlagartig war jeder Gedanke daran, das Eintrittsgeld zurückfordern zu wollen, verschwunden. Spurlos.

Und auch der Mond zeigte sich. Goldgelb ging er jenseits des Mains über dem Schwanheimer Wald auf. Ein junges Paar tanzte zu südamerikanischen Klängen in den Filmabend.

Rhythmisch ging es im ersten Filmbeitrag weiter. Christoph Well war für die Musik von „Welcome to Bavaria” verantwortlich. Und das erste Gesicht in diesem Film von Matthias Koßmehl kam mir auch gleich bekannt vor: Tatort, Saarbrücken. Ja, der Beamte, der dort einst mit der Tuba ermittelte, kam hier als Grenzbeamter auch nicht ohne ein Blasinstrument aus.

„Guck nach vorne, Emma” schien mir zäh, was hauptsächlich an der Rolle der Emma lag. Das Aufmüpfige und die Kritik am Denken der Alten wirkten künstlich und aufgesetzt.

„Teilhard” war wohl der Film dieses Abends, der mit dem größten Aufwand gedreht worden war. Er war mit 28 Minuten der Beitrag mit der längsten Laufzeit an diesem Abend. Teilhard, von Jürgen Heinrich gespielt, ist ein Politstratege, der es sich abgewöhnt hat, Gefühle zu zeigen. Auch nach dem Selbstmord seiner Tochter gibt er zunächst noch den Macher. Erst zurück in der gewohnten Umgebung, im Fond seines Wagens, bricht es aus ihm heraus.

Der übernächste Film erinnerte mich an meine frühe Schulzeit. Damals gab es noch die Hauptschule und das Fach Heimatkunde. Viele Ausflüge gingen in den Frankfurter Anlagenring zu den dort stehenden Denkmälern. Wir mussten sie auswendig lernen.

Bert Schmidt hat nun die berühmten Gesichter dieser Figuren animiert und den Berühmtheiten die eigenen Worte in den Mund gelegt. Da hörte man von breiten Becken und vollen Brüsten und der Rolle der Frau, wie sie diese Herren damals sahen. Und mir fielen Shorts, schöne Hinterteile und lange Beine ein …

Nachtrag: Der lehrreichste Film des Abends war „Ball of Fame” aus dem Jahr 2005. Da lernte ich, dass es etwa 9000 verschiedene Minigolfbälle gibt und das ein Profi etwa 400 Bälle besitzt und einsetzt. Jetzt weiß ich, das ein warmer Ball schneller läuft als ein kalter und an welchen Stellen man den Ball aufwärmen kann und dass es dabei sehr wohl Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Minigolfspielern gibt. Der größte Teil des Publikums lachte, während ich lernte.

Wer kennt Thomas Sabottka?

Thomas wer? Kenne ich nicht. Ein  Geschichtenerzähler soll das sein und ein echter Achtundsechziger. Aha, 1968 in Ost-Berlin geboren. Richtige Bücher hat er also auch schon geschrieben? Und die sind klein und handlich und schnell in der S- oder U-Bahn gelesen. Kurzgeschichten mit Bezug auf die Musik? Nein, nicht so allgemein? Rock ’n‘ Roll? Ach, zwei Werke von ihm sollen bereits in Unterliederbach eingetroffen sein? Unterliederbach sagt mir was.  Wie, nach „kunst unterliederbach wasgaustraße” hast Du gegoogelt und den Thomas Sabottka gefunden …

Shorts at Moonlight 2013 in Höchst gestartet

Am gestrigen Abend wurde im Höchster Schloss das Open-Air-Kurzfilm-Festival „Shorts at Moonlight” eröffnet. In der Zeit vom 17. Juli bis zum 11. August 2013 werden an drei Spielorten im Rhein-Main-Gebiet eine Vielzahl von Kurzfilmen mit Laufzeiten zwischen einer und dreißig Minuten gezeigt werden.

Die ersten neun Termine finden in Frankfurt am Main Höchst statt. Zwischen 17. und 21. Juli und zwischen 24. und 27. Juli werden auf der Terrasse des Höchster Schlosses ab Einbruch der Dunkelheit die Kurzfilme gezeigt werden. Am 27. Juli werden die Lieblingsfilme des Höchste Publikums noch einmal präsentiert und der Preis der Höchster Volksbank vergeben werden.

Vom 31. Juli bis zum 4. August 2013 geht es dann in Hofheim am alten Wasserschloss weiter. Die Reihe startet hier mit Beiträgen aus Hessen und endet mit den Lieblingsfilmen des Hofheimer Publikums. Die letzte Stadion ist dann der Garten des Kurfürstlichen Schlosses in Mainz. Hier werden die Filme in der Zeit vom 7. August bis zum 11. August gezeigt werden. Auch in Mainz werden Filme aus der Region, in diesem Fall Rheinland-Pfalz, vertreten sein.

Einlass bei allen Veranstaltungen ist um 20 Uhr.

Links:
Shorts at Moonlight – das Programm 2013
Shorts at Moonlight – Randbetrachtungen
Shorts at Moonlight – ein kurzweiliger Abend

Das 57. Höchster Schlossfest ist eröffnet

Eröffnungsfeier des 57. Schlossfests im Garten des Bolongaropalasts in Frankfurt am Main Höchst
Eröffnungsfeier des 57. Schlossfests im Garten des Bolongaropalasts in Frankfurt am Main Höchst

Am gestrigen Samstag wurde das 57. Höchster Schlossfest im Garten des Bolongaropalasts mit einer Eröffnungsfeier gestartet. Neben dem diesjährigen Schlossfestpartner Infraserv hatten auch die Höchster Vereine ihre Zelte aufgebaut und verköstigten die Besucher mit den unterschiedlichsten Speisen und Getränken.

Ein Rotfabriker begrüßt Peter Feldmann, den Oberbürgermeister von Frankfurt am Main.
Ein Rotfabriker begrüßt Peter Feldmann, den Oberbürgermeister von Frankfurt am Main. Thomas Meder (rechts), der Vorsitzende des Höchster Vereinsrings, hört interessiert zu.

Nach den Grußworten von Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann und dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Infraserv GmbH & Co. Höchst KG konnte man zum geselligen Teil des Abends übergehen. Dabei machte der Oberbürgermeister auch die Bekanntschaft eines echten Rotfabrikers, welcher natürlich mit einem der roten Fahrräder ausgestattet war, die bis zum Ende des vergangenen Jahrhunderts nicht aus dem Straßenbild von Höchst und den anderen westlichen Stadtteilen wegzudenken waren.

Höhepunkte des Abends waren der Auftritt der Time Bandits, einer Rock ’n‘ Roll Band aus Frankfurt, und die Projektion von Mark Roth, die den Bolongaropalast in einem neuen Licht erscheinen ließ und nebenbei auch noch die Geschichte des Gebäudes nacherzählte. Weitere Bilder zur Veranstaltung werden in den nächsten Tagen auf dieser Seite erscheinen.

Sind Flüsse neugierig?

Die Rheinstraße im hessischen Gernsheim während des Hochwassers am 5. Juni 2013Die Frage, ob Flüsse neugierig sind, lässt sich nicht so ganz einfach beantworten. In Tagen, wo sie fremder Leute Häuser aufsuchen und sich in deren Kellern herumtreiben, könnte man auf die Idee kommen, die oben gestellte Frage einfach zu bejahen. Aber man sollte kleine Unterschiede beachten.

Fußballplatz in Gernsheim am Rhein während des Hochwassers am 5. Juni 2013Donau und Oder darf man sicher Neugierde unterstellen, bei Main und Rhein ist es eher Wissbegierde, die sie über die Ufer treten lassen. So wanderte der Rhein im hessischen Gernsheim ein Stück die Rheinstraße hinauf und ließ dabei Fährhaus, Fährstübchen und Fischerfest-Haus hinter sich, um sich auf einem Fußballplatz zu tummeln. Dort zeigte der Fluss aber recht bald, dass er die  Regeln des Fußballspiels nicht kannte. Blick von der Leunabrücke, Frankfurt am Main Höchst, am 5. Juni 2013Er flutete die Tore und begriff auch nicht, dass ein Fußballspiel nach 90 Minuten vorbei ist. Der Rhein blieb.

Der Main versuchte sich den Menschen anzunähern. Dafür schien ihm ein Platz, der sich Schiffsmeldestelle nennt, im Frankfurter Stadtteil Höchst besonders geeignet. Der wenig kommunikative Mensch zog sich allerdings landeinwärts zurück, so dass die Wissbegierde des Mains ungestillt blieb.