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Der Mousonturm – Frankfurts ältestes Hochhaus wird 100 Jahre alt

Der Mousonturm wird 100. Der expressionistische Klinkerturm an der Waldschmidtstraße ist das erste Hochhaus Frankfurts und eines der herausragenden architektonischen Wahrzeichen der Stadt. 1926 als Hauptgebäude der Seifen- und Parfümfabrik J. G. Mouson fertiggestellt, erzählt der Mousonturm 100 Jahre später lebendige Stadtgeschichte: als Symbol für die industrielle Moderne der 1920er Jahre, für die Entwicklung Frankfurts zur Hochhausstadt und für die Umnutzung eines Fabrikbaus in einen Kulturort. Seit 1988 trägt das Künstler*innenhaus Mousonturm den Gründungsnamen der früheren Fabrik weiter und ist Produktions- und Aufführungsort für zeitgenössische darstellende Künste sowie ein stadt- und überregional bekanntes Kulturhaus im Frankfurter Ostend. Als einzig erhaltenes Gebäude des früheren Fabrikareals ist der Mousonturm heute zugleich Architekturdenkmal, künstlerischer Arbeitsort und Theater- und Konzertbühne.

Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, sagt: „Der Mousonturm als kreativer Ort und Impulsgeber für künstlerische Entwicklungen ist aus Frankfurt nicht wegzudenken. Gegründet von meinem Amtsvorgänger, dem langjährigen Kulturdezernenten Hilmar Hoffmann, bildet er heute einen ganz wesentlichen Teil der experimentellen, lebendigen und abwechslungsreichen Kulturlandschaft unserer Stadt. Herzlichen Glückwunsch, lieber Mousonturm. Ich wünsche ein großartiges Jubiläumswochenende und für die nächsten 100 Jahre weiterhin eine so erfolgreiche Entwicklung.“

Für Anna Wagner und Marcus Droß, Intendanz und Geschäftsführung vom Künstler*innenhaus Mousonturm, macht das Jubiläum deutlich, auf welch unterschiedliche Weise ein Gebäude die Stadt prägen kann: „Vor 100 Jahren war der Mousonturm stolzer Ausdruck industrieller Modernisierung und wirtschaftlicher Weltläufigkeit – mitsamt den Ambivalenzen seiner Zeit. Heute ist er ein Ort, an dem Kunst nicht Bewährtes bestätigt, sondern neue Perspektiven auf unsere Gegenwart eröffnet. Dass aus dem Wahrzeichen einer Fabrik ein international vernetztes Produktionshaus für die freien darstellenden Künste geworden ist, macht den Mousonturm selbst zu einem Sinnbild dafür, wie sich Geschichte bewahren lässt, indem ihre Bedeutung immer wieder neu verhandelt wird.“

Straßenfest zum Jubiläum

Zum runden Geburtstag lädt der Mousonturm zum Straßenfest – gemeinsam mit Nachbarinnen und Nachbarn sowie Partnerinnen und Partner vom GDA Frankfurt am Zoo, Deutsche Kinderhospiz Dienste Frankfurt, Produktionshaus Naxos, dem Hessischen Literaturforum im Mousonturm und der lokalen Gastronomie. 

Am Samstag, 22. August, gibt es von 13 Uhr bis in die Nacht Spiel- und Mitmachangebote, Essen und Getränke, Architekturführungen, eine Prinzessinnenparade der philippinischen Künstlerin Eisa Jocson durchs Viertel sowie Hochseilartistinnen und Hochseilartisten über den Dächern der Stadt. Mit Geburtstagsgrüßen von Hartwig sowie der Intendanz des Mousonturms, Anna Wagner und Marcus Droß, startet um 18 Uhr das Abendprogramm. Es spielen The OhOhOhs ihre analoge Clubmusik und mit Einbruch der Dunkelheit erstrahlt, begleitet von einem Live-Konzert mit Elischa Kaminer, der Mousonturm als Frankfurts größte Geburtstagskerze in den Nachthimmel. Um 19 Uhr können die Besucherinnen und Besucher im Mousonturm Saal bei „Frei_Spiel X – Das große Ganze“ mit der Jungen Deutschen Philharmonie und She She Pop einem Bühnenstück über Gemeinschaft, Freiheit und Euphorie beiwohnen. Den Samstagnachmittag über können Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit dem Produktionshaus Naxos Seifenkisten bauen, die dann am Sonntag, 23. August, um 12 Uhr zum Jubiläumsfinale beim fantastischen Seifenkistenrennen ihren Auftritt haben. 

Das künstlerische Jubiläumsprogramm läuft bereits seit April und setzt sich bis Ende des Jahres fort. „100 Jahre Mousonturm“ wird gefördert durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main.

Das gesamte Programm des Mousonturm zum Jubiläum und dem Programm ab August gibt es unter 100 Jahre Mousonturm | mousonturm.de (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)