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Der Abstiegskampf (15) – Matmours Bärendienst

Lange stand die Null in Düsseldorf. Dann holte sich Karim Matmour die zweite gelbe Karte ab, – Platzverweis. Das war in der 34. Minute. In der 42. Minute führten die Fortunen aus Düsseldorf 2:0 gegen Eintracht Frankfurt. Wir lernen: Karim Matmour sollte man nach einer gelben Karte vom Platz nehmen. Er hatte gerade erst eine Gelb/Rot-Sperre abgesessen.

Halbzeit zwei: Fortuna Düsseldorf bringt den Ball noch zweimal im Tor der Frankfurter unter. Eintracht Frankfurt hat die erste richtige Packung kassiert. Zwei Spiele gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf wurden innerhalb einer Woche verloren, in beiden Spielen gelang den Frankfurtern kein Treffer.

Mit Anderson und Zambrano in der Abwehr hat Eintracht Frankfurt kein Spiel verloren. Bedeutet das im Umkehrschluss, dass die Eintracht in diesem Jahr kein Spiel mehr gewinnen wird?

Der Klassenerhalt ist das Ziel!

Der Abstiegskampf (14) – das tut weh!

Die Abschlussschwäche der Spieler von Eintracht Frankfurt wird immer ärger. Bei der heutigen Niederlage der Eintracht (1:3)  in der Commerzbank-Arena schossen die Mainzer alle Tore. Die Frankfurter brauchen einfach zu viele Chancen, um ein Tor zu schießen, – und heute haben sie sich kaum welche erarbeitet.

Aber wer soll bei der Eintracht Tore schießen? Die Stürmer sind ungefährlich und Alex Meier trifft auch nicht immer. Dazu kommen plötzliche Schwächen im Mittelfeld, die sich allerdings schon im Auswärtsspiel auf Schalke andeuteten.

Der FSV Mainz 05 musste das Spiel sogar in Unterzahl beenden. Pirmin Schwegler und Carlos Zambrano werden beim nächsten Spiel in Düsseldorf fehlen, sie haben heute beide ihre fünfte gelbe Karte kassiert. Bedenklich für die Eintracht aus Frankfurt ist, dass der FSV Mainz 05 im Kampf um den Klassenerhalt direkt mit den Frankfurtern konkurriert, – da tut die Heimniederlage doppelt weh.

Am kommenden Freitag droht die nächste Niederlage gegen einen Konkurrenten im Abstiegskampf.

Nachtrag vom 29. November 2012: Nach Abschluss des 14. Spieltages der Fußballbundesliga befindet sich Eintracht Frankfurt auf Platz fünf der Tabelle. Die steigende Anzahl der gelben Karten und das unpräzise Passspiel deuten auf Kräfteverschleiß hin. Für Freitag wird Trainer Veh Veränderungen in Abwehr, Mittelfeld und Sturm vornehmen müssen, Marc-Oliver Kempf wird wieder in der Innenverteidigung aufgeboten werden.

Der Abstiegskampf (13) – schwache Torausbeute

Halbzeit auf Schalke, zwischen Schalke 04 und Eintracht Frankfurt steht es derzeit 1:1. Eintracht Frankfurt ist damit auf den vierten Tabellenplatz abgerutscht und Schalke 04 auf den dritten. Wenn zwei sich streiten, freut sich bekanntlicherweise ja immer ein Dritter. Der Dritte ist zum jetzigen Zeitpunkt die Borussia aus Dortmund.

Stefan Aigner hat das Tor für Schalke verursacht, Stefan Aigner hat das Tor für Eintracht Frankfurt erzielt und er hat ein Chance kurz vor der Halbzeitpause versemmelt. Überhaupt ist die Chancenverwertung der Frankfurter mal wieder mangelhaft, typisch für eine Mannschaft, die um den Klassenerhalt kämpft.

Die zweite Halbzeit bot dann neben Kampf und Krampf viel Diskussionsstoff, aber kein weiteres Tor. Eintracht Frankfurt vergaß das Fußballspielen, hat aber einen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt errungen. Der vierte Tabellenplatz ist für den 13. Spieltag auch noch nicht gesichert, Bayer Leverkusen kann morgen noch vorbeiziehen.

Nachtrag vom 25. November 2012: Eintracht Frankfurt hält immer noch Platz 4 in der Bundesligatabelle. Bayer Leverkusen hat es nicht geschafft, am 13. Spieltag an den Frankfurtern vorbeizuziehen, befindet sich aber punktgleich mit dem schlechteren Torverhältnis auf Platz 5 der Tabelle.

Der Abstiegskampf (12) – endlich mal wieder drei Punkte

Am 12. Spieltag hat Eintracht Frankfurt endlich mal wieder drei Punkte eingefahren und damit einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Heute wurde nämlich eines von den Spielen des Jahres gewonnen.

Nein, das hat Trainer Armin Veh kürzlich klar gemacht, nicht ein Spiel Erster gegen Dritter ist für die Eintracht wichtig, sondern die Spiele gegen Mannschaften, die genauso wie Eintracht Frankfurt gegen den Abstieg kämpfen. Die Mannschaft hat das begriffen, die Fans noch nicht alle.

Am 12. Spieltag hat Eintracht Frankfurt den dritten Tabellenplatz verteidigt. Der Abstand zur Tabellenspitze beträgt derzeit acht Punkte, der zum Relegationsplatz zwölf. Vor einer Woche bestand zum Relegationsplatz nur ein Abstand von neun Punkten, was einmal zeigt, wie wenig es aussagt, dass sich Eintracht Frankfurt derzeit auf dem dritten Tabellenplatz befindet, und wie wichtig der Sieg gegen den FC Augsburg war.

Ach ja: Natürlich freut es mich, dass Alex Meier, dem viele Fans vor der Saison die Erstligatauglichkeit abgesprochen haben, wieder zweimal getroffen hat.

Interessant: Stromausfall in München sorgt für dunkle Straßen in Frankfurt am Main

Ein flächendeckender Stromausfall in München sorgte dafür, dass es am Donnerstag, dem 15. November 2012, zunächst in einigen Straßenzügen der Main-Metropole dunkel blieb. Der örtliche Stromversorger konnte erst durch ein Reset der Steueranlage die Straßenbeleuchtung wieder einschalten. Dadurch blieben dann zwischen 18:00 und 18:27 Uhr alle Straßenlaternen in Frankfurt am Main abgeschaltet.

Die Straßenbeleuchtung in Frankfurt am Main wird von der Europäischen Funk-Rundsteuerung (EFR) in München aus geschaltet.

Frankfurter Rundschau meldet Insolvenz an

Mein Großvater war Arbeiter. Er las die Frankfurter Rundschau. Waldarbeiter lasen die Frankfurter Rundschau. Ein mir bekannter Jahreswagenhändler generierte seine Geschäfte durch Anzeigen in der Frankfurter Rundschau. Ich selbst schaltete über mehrere Jahre hinweg wöchentlich einen Einzeiler in der Frankfurter Rundschau, – mit großem Erfolg.

Die Frankfurter Rundschau begleitete mich durch meine Jugendzeit. Es war neben der Abendpost und der Nachtausgabe, später Abendpost/Nachtausgabe, die meine Eltern lasen, die erste Zeitung, die ich von vorne bis hinten verschlang. Nach einer Demo anlässlich der Einweihung eines Schulpavillons auf dem Schulhof des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums fand sich sogar ein Bild von mir in diesem Blatt.

Mit Beginn meines Studiums abonnierte ich die Zeitung. Ihr Inhalt war die erste Informationsquelle, sie war Grundlage vieler politischer Diskussionen. Die Redaktionsräume der Frankfurter Rundschau betrat ich das erste Mal, um eine Presseerklärung der hochschulpolitischen Gruppierung, in der ich mich damals engagiert hatte, abzugeben. Die Presseerklärung wurde gedruckt.

Der Anzeigenteil der Frankfurter Rundschau bildete die Basis meiner Selbständigkeit. In einem schlichten Einzeiler bot ich PC-Schulungen und Dienstleistungen an. Das war in der Mitte der 80er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Zu Beginn der 90er-Jahre schwand dann langsam das Interesse an der Zeitung. Die Artikel verloren an Schärfe, wurden beliebig. Außerdem gab es auf einmal ein anderes Medium, mit dem man auf sich aufmerksam machen konnte. Die Verlage bemerkten es zu spät.

Das Abonnement wurde abbestellt, weil die Frankfurter Rundschau irgendwann erst dann in meinem Briefkasten landete, nachdem ich morgens das Haus verlassen hatte. Eine Zeit lang kaufte ich sie noch am nächsten Kiosk.

Die Besitzer der Frankfurter Rundschau taten alles, um der Zeitung das Gesicht zu nehmen. Symbolhaft dafür waren das Verschwinden des Rundschau-Hauses aus dem Zentrum von Frankfurt am Main und die Änderung des Zeitungsformats. Geblieben ist einzig der Balken über dem Titel im vertrauten Grün.

Ich war längst auf das Internet und die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung umgestiegen.

Der Abstiegskampf (11) – das Spitzenspiel

Die erste Halbzeit ist vorbei, der  Tabellenerste Bayern München führt gegen den Tabellendritten Eintracht Frankfurt 1:0. Ein normales Ergebnis. Normal ist auch, dass die Eintracht-Abwehr wackelt. Trotzdem stand die Null bis kurz vor der Pause und die Eintracht aus Frankfurt hatte bis zum Tor der Münchner einige Chancen sträflich vergeben.

Ein Elfmeter für Bayern München machte für den Tabellenführer dann alles klar. Kein Punkt für Eintracht Frankfurt, aber auch kein Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt, denn Eintracht Frankfurt spielte frech mit. Das nächste Heimspiel darf die Eintracht jetzt allerdings nicht verbummeln: Der FC Augsburg ist direkter Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt, und da zählt jeder Punkt.

Nachtrag vom 12. November 2012: Eintracht Frankfurt steht auch nach dem 11. Spieltag der Bundesligasaison 2012/2013 noch auf dem 3. Tabellenplatz und hat es in der Hand – eigentlich sollten sie lieber Kopf und Füße einsetzen –, diese Position auch nach dem 12. Spieltag noch zu behaupten. Bundestrainer Löw hat zwischenzeitlich Sebastian Jung für das Länderspiel am kommenden Mittwoch gegen die Niederlande in die A-Nationalmannschaft berufen.

Nachtrag vom 14. November 2012: Es wurde nichts aus dem Einsatz von Sebastian Jung in der Nationalmannschaft. Der, der bei Eintracht Frankfurt eine Bank ist, musste das Spiel gegen die Niederlande auf derselben absitzen.

Der Abstiegskampf (10) – nur noch Kraft für 30 Sekunden?

Die SpVgg Greuther Fürth ist einer der direkten Gegner der Eintracht aus Frankfurt am Main im Kampf um den Klassenerhalt. Wer das nicht so sehen will, braucht sich nur das Spiel vom vergangenen Freitag Abend in Erinnerung zu rufen: Die Sportvereinigung war als Tabellenletzter nach Frankfurt gekommen und hatte dort einen Punkt gegen den Tabellendritten geholt.

Dabei hatte der Abend so gut für Eintracht Frankfurt begonnen. Alex Meier – ja der, über den vor der Saison viele Fans gesagt hatten, er sei nicht tauglich für die 1. Bundesliga – ja, dieser Alex Meier hatte bereits nach 25 Sekunden ein Tor geschossen. Das Tor ließ einen großen Schrecken in die Glieder einiger Spieler fahren, und merkwürdigerweise waren es fast nur Frankfurter, die fortan so spielten, als stehe man kurz vor dem Abstieg.

Einige unterstützten die SpVgg Greuther Fürth, wo sie nur konnten. Glücklicherweise war nur Olivier Occean erfolgreich dabei. Er leitete den Angriff ein, der zum Gegentor für die Eintracht führte. Vielleicht war ihm entfallen, dass er zu Beginn der Saison den Verein gewechselt hatte. Bei allen anderen Chancen der Fürther spielte Kevin Trapp den Spielverderber.

Eintracht Frankfurt wird nach dem 11. Spieltag höchstwahrscheinlich nicht mehr unter den Top 3 der 1. Bundesliga zu finden sein, Bayern München ist stärker als die Eintracht und Bayer den Hessen schon dicht auf den Fersen.

Der Abstiegskampf (9) – wenn der Kopf fehlt

Es ist der 9. Spieltag, und Eintracht Frankfurt hat das zweite Spiel in der aktuellen Saison verloren. Dies wäre nicht tragisch, wenn es nicht ausgerechnet gegen einen Mitabstiegskandidaten passiert wäre. Jetzt muss Eintracht Frankfurt die Heimspiele gegen die SpVgg Greuther Fürth, den FC Augsburg und den 1. FSV Mainz 05 gewinnen, wenn die Saison 2012/2013 nicht wie die Saison 2010/2011 enden soll. Pirmin Schwegler fehlte. Aber wo war Sebastian Rode?

Von dem von den Frankfurter Medien hochgejubelten Mittelfeldspieler war wenig Effektives zu sehen. Laufen die Beine nicht, wenn der Kopf fehlt?

 

 

Der Abstiegskampf (8) – heute volle Punktzahl

Nachdem Eintracht Frankfurt gefühlt schon eine Ewigkeit kein Bundesligaspiel mehr gewonnen hatte, brachte der heutige Tag mal wieder drei Punkte. Mehr Punkte gehen nicht für ein Spiel. Schnell führte die Eintracht 2:0, aber als Hannover 96 den Anschlusstreffer schoss, begann beim Betrachter das Herzrasen: Eine Mannschaft geht ihm durch den Kopf, die eine paar Tage zuvor 4:0 geführt hatte und zum Schluss froh über ein 4:4 sein durfte.

Hat vielleicht der Trainer von Hannover 96 zur gleichen Taktik gegriffen wie sein Kollege aus Schweden? Hat er die Eintracht 2:0 in Führung gehen lassen, um sie in Sicherheit zu wiegen? Alles wies darauf hin, nur dass sich die Hannoveraner nicht eine Stunde lang geduldeten, bis sie das erste Tor schossen.  Das 2:1 machte nervös, – nicht die Spieler der Frankfurter Eintracht, aber den Betrachter. Alex Meier hat dann das 3:1 geköpft, – macht nichts, der Mann ist ja nicht Bundesliga tauglich …

Derzeit beträgt das Polster zum Relegationsplatz 14 Punkte.

Nachtrag vom 22. Oktober 2012: Nach Abschluss des 8. Spieltages der Bundesligasaison 2012/2013 hat Eintracht Frankfurt nur noch ein Polster von 13 Punkten auf den Relegationsplatz. Erster Bayern-Jäger ist jetzt Schalke 04. Dass Schalke nur den dritten Platz in der Tabelle einnimmt und die Eintracht den zweiten, darf nicht verwirren: Eintracht Frankfurt spielt gegen den Abstieg und jagt keine Bayern.