Frankfurter Tafel feiert 30-jähriges Jubiläum – Oberbürgermeister Josef gratuliert

Seit 1995 hilft der Verein Frankfurter Tafel bedürftigen Menschen mit Lebensmitteln. Anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Vereins hat die Stadt Frankfurt am Freitag, 8. Mai, zu einem Empfang in den Kaisersaal im Rathaus Römer eingeladen. Oberbürgermeister Mike Josef begrüßte die Gäste im Namen der Stadt. Heike Hofmann, Hessens Ministerin für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales, sprach ein Grußwort und Rainer Häusler, Erster Vorsitzende der Frankfurter Tafel, hielt die Festrede.

Josef würdigte die Arbeit der etwa 230 Freiwilligen, die sich ehrenamtlich für die Tafel engagieren. „Sie schenken Zeit, Kraft und Aufmerksamkeit – und vor allem Menschlichkeit“, sagte er. Denn die Arbeit beinhalte mehr als nur die Lebensmittelverteilung an den Ausgabestellen: „Sie sind Orte der Begegnung – Orte, an denen Menschen einander zuhören, einander wahrnehmen und einander unterstützen. Für viele bedeuten sie ein Stück Alltagssicherheit – und vor allem ein Stück Würde.“

Gerade in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten und wachsender Unsicherheit zeige sich die Bedeutung von Initiativen wie der Frankfurter Tafel. Immer mehr Menschen seien auf die Unterstützung angewiesen. „So wertvoll die Arbeit der Tafel ist, so führt sie uns zugleich vor Augen, wo wir als Gesellschaft gefordert sind. Dass in einer wohlhabenden Stadt wie Frankfurt rund 30.000 Menschen auf diese Hilfe angewiesen sind, darf uns nicht gleichgültig lassen“, sagte der Oberbürgermeister.

Hofmann sagte in ihrem Grußwort: „Ich freue mich, bei der Feier anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Frankfurter Tafel dabei zu sein und so meine herzlichsten Glückwünsche und meinen Dank persönlich übermitteln zu können“, sagte sie. Im Rahmen eines Termins im Bahnhofsviertel im Februar habe sie einige der handelnden Personen persönlich kennenlernen dürfen. Außerdem konnte sie sich vor Ort einen Eindruck von der Arbeit in der neuen Ausgabestelle in der Matthäuskirche verschaffen.

„Die Leidenschaft und das Engagement der Menschen, die den Betrieb der Tafel gewährleisten und aufrechterhalten, haben mich tief beeindruckt. Sie sind uns als Landesregierung wertvoller Partner bei der Bekämpfung von Armut und wichtiger Bestandteil der sozialen Infrastruktur. Sie leisten einen großartigen Beitrag bei der Unterstützung Bedürftiger und sorgen dafür, dass Menschen in Notlagen unkompliziert Hilfe erhalten und sich und ihre Familien versorgen können. Dafür danke ich von Herzen und wünsche Ihnen für die kommenden Jahre alles Gute“, sagte Hofmann.

Auch Rainer Häusler weiß, dass der Verein vor allem durch die Arbeit der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer bestehen kann. „Heute steht im Mittelpunkt, was die Frankfurter Tafel überhaupt lebensfähig macht. Nämlich die Menschen, die auf ihre eigene Art möglich gemacht haben, was nötig war, damit die Tafel funktioniert. Und viele davon tun das noch heute“, sagte er in seiner Festrede.

Die Frankfurter Tafel wurde 1995 von Hella Schmieder gegründet. Getreu dem Motto „Wir nehmen alles, aber es darf nichts kosten“ nahm die Tafel dann 1996 die Arbeit auf. Schmieders Wohnzimmer diente damals als eines der ersten Lager für die Lebensmittel. Heute erhalten insgesamt rund 29.000 berechtigte Frankfurterinnen und Frankfurter an zwölf bis 15 Ausgabestellen im Stadtgebiet Unterstützung durch die Tafel. Zu den berechtigten Personen zählen Inhaberinnen und Inhaber des Frankfurt-Passes. Etwa 180 bis 230 Freiwillige kümmern sich um das Abholen, die Sortierung und die Verteilung der Lebensmittel sowie um die Verwaltung und Logistik. Die Finanzierung des Vereins ist vollständig spendenbasiert – es handelt sich dabei um Lebensmittel-, Geld-, Sach- und Fahrtkostenspenden.

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