Schlagwort-Archiv: Archäologisches Museum Frankfurt

Öffentliche Führung des Archäologischen Museums in der Kaiserpfalz „franconofurd“

Spuren aus rund 2000 Jahren Frankfurter Geschichte gibt es in der Kaiserpfalz „franconofurd“ zu entdecken: Bei der Dependance des Archäologischen Museums handelt es sich um eine Art archäologisches Schaufenster in die Ursprünge der Stadt Frankfurt mit einem römischen Bad, den Mauern des karolingischen Königshofes und einem spätmittelalterlichen Keller. Am Samstag, 17. Januar, findet um 15 Uhr eine Führung mit Astrid Krüger statt, die den Besucherinnen und Besuchern mehr über die ältesten Gebäudereste in der Frankfurter Innenstadt zeigt.

Die Führung dauert etwa 45 Minuten und kostet fünf Euro. Es wird darum gebeten, das Geld passend bereitzuhalten. Für Inhaberinnen und Inhaber der MuseumsuferCard gibt es keine Ermäßigungen. Interessierte haben Zugang zur Kaiserpfalz „franconofurd“ über das Haus Goldene Waage, Markt 5. Vor Ort stehen keine sanitären Anlagen zur Verfügung. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Götter und Helden der Griechen – eine Sonntagsführung

Wie wird die Göttin Athena dargestellt? Wer hat gegen den Nemeischen Löwen gekämpft? Welches Ungeheuer hat Perseus besiegt? Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt der Führung durch die Sammlung Klassische Antike des Archäologischen Museums Frankfurt.

Am Beispiel der prachtvoll bemalten griechischen Vasen befasst sich die Führung zum Thema „Götter und Helden der Griechen“ mit diesen Fragen und taucht in die Welt der Götter und Heroen der alten Griechen ein.

Am Sonntag, 11. Januar, führt Hristomir Hristov um 11 Uhr durch die Ausstellung. Der Treffpunkt ist im Foyer des Archäologischen Museums, Karmelitergasse 1. Besucherinnen und Besucher zahlen einen ermäßigten Eintritt von fünf Euro, zuzüglich einer Führungsgebühr von fünf Euro, ermäßigt drei Euro. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre und die Freunde des Archäologischen Museums zahlen nur die ermäßigte Führungsgebühr.

Die Führung ist auch für Familien mit Kindern ab acht Jahren geeignet. (Quelle: Pressenewsletter Stadt Frankfurt am Main) 

Von Bettelmönchen, Stiftern und Klostermauern: Archäologie und Geschichte der Karmeliterkirche

Eine Führung zur Architektur und Geschichte des Archäologischen Museums Frankfurt

Silke Wustmann führt Interessierte am Samstag, 6. Dezember, um 15 Uhr durch das Archäologische Museum. Die frühe Baugeschichte des Karmeliterklosters – heute das Zuhause des Archäologischen Museums Frankfurt – ist durch Urkunden und Klosterdiarien nur unzureichend überliefert. Ausgrabungen 1981/82 in der Karmeliterkirche durch das damalige Museum für Vor- und Frühgeschichte erbrachten jedoch gesicherte Fakten. Besucherinnen und Besucher können in dieser Führung „Von Bettelmönchen, Stiftern und Klostermauern“ das Archäologische Museum einmal anders entdecken.

Treffpunkt für die 90-minütige Führung ist das Foyer des Archäologischen Museums Frankfurt, Karmelitergasse 1. Für die Führung ist der ermäßigte Eintritt in Höhe von fünf Euro zu zahlen, zuzüglich einer Führungsgebühr von sieben Euro. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre und die Freunde des Archäologischen Museums zahlen fünf Euro. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)

Sonderausstellung zu Frankfurts römischem Erbe eröffnet

Unter den Straßen der modernen Metropole verbirgt sich ein zweites, älteres Frankfurt: das römische. Mit der neuen Sonderausstellung „Frankfurts römisches Erbe – Archäologie einer lebendigen Vergangenheit“ macht das Archäologische Museum Frankfurt diesen weitgehend unsichtbaren Abschnitt der Stadtgeschichte in einem umfassenden Überblick erlebbar. Die Ausstellung ist seit heute, 25. November 2025, zu sehen.

Seit den sogenannten Befreiungskriegen gegen Napoleon, als aus nationaler Perspektive nach einer „vaterländischen Vorzeit“ oder einem „deutschen Altertum“ gesucht wurde, und nach der Degradierung Frankfurts zu einer Provinzstadt als Folge der Annexion durch Preußen, wurde das historische Selbstverständnis in der Stadt zu einem erheblichen Maße durch die einstige Bedeutung als Freie (Reichs-) Stadt und Wahl- (seit 1147) sowie Krönungsort (seit 1562) der römisch-deutschen Könige und erwählten Kaiser geprägt. Sichtbarer und populärer Ausdruck eines mit nationaler Perspektive aus dem 19. Jahrhundert tradierten und durch den Historismus geprägten Bildes der Geschichte Frankfurts sind bis heute die Herrscherbildnisse im Kaisersaal des Rathauses Römer sowie der Bezug auf die urkundlich überlieferte Anwesenheit Karls des Großen im Winter 793/794 in der Pfalz franconofurd.

Die vorkarolingische Geschichte Frankfurts, deren Kenntnis allein auf archäologischen Befunden und Funden beruht, fand hingegen kaum Eingang in das historische Bewusstsein der Stadtgesellschaft. Zu den Gründen dafür dürfte gehören, dass das Ruinengelände der römischen Stadt Nida, das im 19. Jahrhundert aufgrund seines Fundreichtums als „deutsches Pompeji“ bezeichnet wurde, bis zur Eingemeindung von Praunheim und Heddernheim im Jahre 1910 noch außerhalb der Stadtgrenzen Frankfurts lag.

Die Ausstellung lädt Besucherinnen und Besucher ein, die Archäologie Frankfurts Schicht für Schicht freizulegen – von den ersten Militärstützpunkten am Main über das römische Stadtzentrum Nida, die älteste Stadt auf heutigem Frankfurter Boden, bis hin zu den Anfängen des mittelalterlichen Frankfurts.

Im Mittelpunkt steht die Entwicklung der Region vom ersten Auftreten römischer Truppen am Main bis in das frühe Mittelalter. Anschauliche Karten, Funde und historische Zitate eröffnen den Blick auf den Naturraum rund um Main und Taunus – eine Landschaft, die von römischen Autoren als rau, wasserreich und faszinierend beschrieben wurde. Hier entstanden die ersten römischen Stützpunkte, aus denen sich im Laufe der Zeit das städtische Zentrum Nida mit den über das heutige Frankfurter Stadtgebiet verteilten Landgütern in seinem Umland entwickelte – die älteste Stadt auf Frankfurter Boden.

Nida war ein Ort der Begegnung und des Austauschs. Tempel, Thermen, Wohnhäuser und Werkstätten erzählen vom Leben in einer römischen Stadt, in der Menschen aus vielen Teilen des Reichs lebten und arbeiteten. Straßen verbanden sie mit der weiten Welt, Handel und Handwerk sorgten für Wohlstand, und in den Heiligtümern verehrten die Bewohner Götter aus Rom, Gallien und dem Osten des Reiches.

Doch schon das römische Frankfurt war von stetigem Wandel geprägt. Im 3. Jahrhundert erschütterten Krisen das Imperium – Grenzen verschoben sich, die Städte veränderten ihr Gesicht. Die Spuren dieser Umbrüche sind ebenso Teil der Ausstellung wie die Frage, was nach dem römischen Abzug geschah: Wie lebten die Menschen weiter, wer übernahm Verantwortung, und wie gestaltete sich der Übergang zu alamannischer und fränkischer Herrschaft? Alte Strukturen blieben teilweise bestehen, neue Verbindungen entstanden. Besonders der Ebel in Praunheim und der Domhügel belegen, wie sich aus römischen Wurzeln allmählich das mittelalterliche Frankfurt entwickelte.

„Frankfurts römisches Erbe“ erzählt nicht nur von Steinen und Artefakten, sondern von Menschen, ihren Lebenswelten und ihren Geschichten. Die Ausstellung zeigt, dass die römische Zeit kein fernes Kapitel ist, sondern ein Fundament, auf dem Frankfurt im Mittelalter stand – und zum Teil bis heute steht. Wer die Stadt mit offenen Augen betrachtet, kann sie überall entdecken – in ihren Straßen, ihrem Namen, ihrer Sprache und ihrer Kultur.

Die Sonderausstellung steht unter der Schirmherrschaft von Generalkonsul Massimo Darchini vom Consolato Generale d’Italia, Francoforte sul Meno. Sie wird substantiell gefördert von dem Dezernat für Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main. (Quelle: Stadt Frankfurt am Main)