Unterliederbach

Dorfkirche in Frankfurt am Main Unterliederbach

Dorfkirche in Frankfurt am Main Unterliederbach

Unterliederbach ist ein Stadtteil von Frankfurt am Main und liegt mit seiner bebauten Fläche im Westen der Stadt zwischen der Autobahn A66 und dem Stadtteil Höchst. Mit Höchst bildet Unterliederbach heute eine bauliche Einheit. Seinen Namen hat der Stadtteil vom Liederbach, der am alten Ortskern vorbei fließt.

Die erste urkundliche Erwähnung Liederbachs stammt aus den Jahren 780-802. Wahrscheinlich war Liederbach zu dieser Zeit eine Sammelbezeichnung für Einzelhöfe, die sich entlang des gleichnamigen Baches vom heutigen Kelkheim-Münster bis zum heutigen Unterliederbach hinzogen. Die Bezeichnung Unterliederbach (inferior Liederbach) findet sich erstmals im Jahr 1222. Damals gehörte der Ort zur Herrschaft Eppstein. In der Folgezeit wechselt die Herrschaft in Unter-/Niederliederbach mehrfach.

1864 wird der Ort zum ersten Mal nennenswert erweitert, entlang dem Neuweg (Wasgaustraße) und dem Steinweg (Heimchenweg) entstehen neue Ansiedlungen. Ab 1891 werden die ersten Arbeitersiedlungen auf Unterliederbacher Gebiet, das Arbeiterheim (Heimchen) und die Engelsruhe, gebaut. Der westliche Teil des Arbeiterheimes besteht noch heute.

Im Jahr 1902 bekommt Unterliederbach einen Bahnhof (hier Bilder einer Sonderfahrt zum hundertjährigen Jubiläum) an der Bahnstrecke zwischen Frankfurt-Höchst und Königstein im Taunus.

Die Orte Unterliederbach und Höchst sind zwischenzeitlich immer enger zusammengewachsen, und 1917 wird Unterliederbach nach Höchst eingemeindet. 1928 erfolgt dann die gemeinsame Eingemeindung nach Frankfurt am Main.

Weitere Wohnsiedlungen entstehen, die in ihrem Gefüge und Baustil ein Abbild der Prioritäten der jeweiligen Entstehungszeit sind oder, wie an der Randbebauung der heutigen A66 sichtbar, einfach eine Schutzbebauung darstellen. Die bauliche Entwicklung des alten Ortskerns verläuft uneinheitlich, hier finden sich Gebäude, deren frühere landwirtschaftliche Nutzung man ihnen heute noch ansieht, Bauten aus der Gründerzeit und Bausünden späterer Jahre.

Japanischer Garten an der Jahrhunderthalle

Japanischer Garten an der Jahrhunderthalle. Die Jahrhunderthalle ist das bekannteste Gebäude Unterliederbachs.

Ein Bild vom Frankfurter Stadtteil kann man sich unter den Unterliederbacher Impressionen machen. Hier gibt es neben Abbildungen der alten Dorfkirche, der beiden 1705 und 1755/1756 erbauten Herrenhäuser und anderer Ansichten aus dem alten Ortskern jetzt auch Aufnahmen, die den Wandel im Osten (Engelsruhe) und Westen (Parkstadt) des Stadtteils dokumentieren. Auch die bekanntesten Gebäude Unterliederbachs, die Jahrhunderthalle und die Fraport Arena (bis 2011 Ballsporthalle Frankfurt am Main), sind dort abgebildet.

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